Zitate zum Thema "blick"
Marc Aurel
Blick in dein Inneres! Da ist eine Quelle des Guten, die niemals aufhört zu sprudeln, wenn du nicht aufhörtst nachzugraben.
Platon
Der Blick des Verstandes fängt an, scharf zu werden, wenn der Blick der Augen an Schärfe verliert.
Abraham Lincoln
Ich kann verstehen, daß ein Mensch zum Atheisten wird, wenn er auf die Erde hinunterschaut, aber wie jemand den Blick zum Himmel emporrichten und sagen kann, es gebe keinen Gott, ist mir unbegreiflich.
Ella Hepworth Dixon
Ehefrau und Gatte starrten sich unverwandt und wortlos an. Es bedurfte keiner Worte, denn in diesem Blick lag die grenzenlose Bitterkeit eines Schwerthiebes.
Franz Grillparzer
Kann der Blick nicht überzeugen, überredt die Lippe nicht.
Friedrich Haug
Entfernung, du, die über Herzen treuer, Als Blick und Schwur, belehren kann, Du bist der Liebe, was der Wind dem Feuer: Ein kleines löscht er aus, ein großes facht er an.
Friedrich Nietzsche
Die Dichter, insofern auch sie das Leben der Menschen erleichtern wollen, wenden den Blick entweder von der mühseligen Gegenwart ab oder verhelfen der Gegenwart durch ein Licht, das sie von der Vergangenheit herstrahlen machen, zu neuen Farben.
Friedrich von Schiller
Ob ein Mensch gewohnt ist mit rechtlichen Menschen zu leben, ob er ein Gänsehirt ist, seht ihr beim ersten Blick.
Willst du dich selber erkennen, so sieh wie die andern es treiben, Willst du die andern verstehn, blick in dein eigenes Herz.
An dem Scheine mag der Blick sich weiden, des Genusses wandelbare Freuden rächet schleunig der Begierde Flucht.
Gotthold Ephraim Lessing
O Chloe, halte deinen Blick Von diesem Schalke ja zurück! Gesetzt, er wär auch ohne Leben: Was er nicht hat, das kann dein Blick ihm geben.
Honoré de Balzac
In der Liebe besitzt jedes Wort, jeder Blick seine unmittelbare Bedeutsamkeit.
Die Frauen besitzen ein unnachahmliches Talent, ihre Gefühle auszudrücken, ohne sich allzu lebhafter Worte zu bedienen; ihre Redegewandtheit beruht hauptsächlich im Betonen, in der Geste, in Haltung und Blick.
Kinder haben eine durchsichtige Stirn, eine durchscheinende Haut; und die Lüge ist bei ihnen wie ein Licht, das sogar ihren Blick erröten läßt.
Die Liebe liegt in der Stimme, lange bevor sie durch den Blick gestanden wird.
Die Männer sind nun mal so: bei einer ernsthaften Unterhandlung bleiben sie fest, aber ein Blick bringt sie zu Fall.
Madame de Beauséant warf dem Studenten einen jener schmelzenden Blicke zu, in die große Seelen gleichzeitig Dankbarkeit und Würde zu legen wissen. Dieser Blick war wie Balsam und tat der Wunde wohl, die der Gerichtsvollzieherblick, mit dem die Herzogin ihn abschätzt, dem Herzen des Studenten zugefügt hatte.
Der Mann ist so beschaffen, daß er dem vernünftigen Argument eines Mannes widersteht, aber dem unvernünftigen Blick einer Frau erliegt.
Hugo von Hofmannsthal
Ein Augenblick ist wenig - ein Blick ist viel.
Jean Paul
Nichts führt von aller innerer Beschauung weiter ab und vom Blick gegen die verschleierte Welt als Ehrgeiz.
Johann Gottfried Seume
Man wird zum Gotteslästerer und Vernunftleugner beim Blick auf die Welt, und doch ist dieser Gedanke an Gott und Vernunft das einzige Heilige und Große, was wir haben. Der Rest ist Schlamm und Sumpfluft.
Johann Wolfgang von Goethe
Fürchterlich ist der bedrängten Unschuld letzter Blick.
Ein Blick ins Buch und zwei ins Leben, das wird die rechte Form dem Geiste geben.
Julius Ritter von Payer
Vor keinem eröffnet sich ein Blick in die Zukunft.
Karl Marx
Es gibt Besuche, die wir immer aufschieben. Dazu gehört nicht zuletzt der Besuch bei unserem Ich. Und der ist nicht nur angenehm. Weichen wir dem eigenen Blick nicht aus und betrachten wir das, was uns umgibt und beschäftigt und uns vielleicht allzusehr festlegt.
Leo Tolstoi
Hebe deinen Blick von der Erde zum Himmel - welch bewundernswürdige Ordnung zeigt sich da!
Otto Fürst von Bismarck
In der Fraktion verliert der Volksvertreter den Blick für das Allgemeine.
Raymond Radiguet
Wenn Bande noch nicht gefestigt sind, genügt es, den anderen einmal nicht zu treffen, und man verliert ihn aus dem Blick.
Wilhelm Raabe
Keine Weisheit, die auf Erden gelehrt werden kann, kann uns das geben, was uns ein Wort und ein Blick der Mutter gibt.

