Zitate zum Thema "frei"
Aurelius Augustinus
Der Gütige ist frei, auch wenn er ein Sklave ist. Der Böse ist ein Sklave, auch wenn er ein König ist.
Heraklit
Krieg ist der Vater aller Dinge und der König aller Dinge; und einige hat er zu Göttern gemacht und einige zu Menschen, einige gebunden und einige frei.
Horaz
Wären wir frei an Fehlern, so würde es uns gewiß nicht so viel Vergnügen bereiten, sie an anderen festzustellen.
Sophokles
Frei von Unglück ist niemand. Aber es ist die Zeit ein milder Gott.
Albert Einstein
Unser Handeln sei getragen von dem stets lebendigen Bewußtsein, daß die Menschen in ihrem Denken, Fühlen und Tun nicht frei sind, sondern ebenso kausal gebunden wie die Gestirne in ihrer Bewegung.
Anton Tschechow
Tugend und Reinheit unterscheiden sich wenig vom Laster, wenn sie nicht frei sind vom bösen Gefühl.
Arthur Schopenhauer
Ganz er selbst sein darf jeder nur, solange er allein ist; wer also nicht die Einsamkeit liebt, der liebt auch nicht die Freiheit: Denn nur wenn man allein ist, ist man frei.
Berthold Auerbach
Wer Haß und Verachtung in der Seele trägt, ist schwer belastet und kann nie frei aus sich atmen.
Bertolt Brecht
Als der Geist noch in Höhlen hauste, war er unbeachtet, aber frei.
Nun ist die Wissenschaft selber bei weitem nicht so frei von Aberglauben, wie sie vorgibt. Wo ihr Wissen nicht ausreicht, da produziert sich ihr Glaube, und das ist immer ein Aberglaube.
Christian Friedrich Hebbel
Halte das Glück wie den Vogel: so leise und lose wie möglich! Dünkt er sich selber nur frei, bleibt er dir gern in der Hand.
Fjodor Dostojewskij
Völlig frei wird der Mensch nur dann, wenn es ihm einerlei sein wird, ob er lebt oder nicht. Das ist das Ziel aller Bestrebungen.
Franz Grillparzer
Wer seine Schranken kennt, ist der Freie; wer frei sich wähnt, ist seines Wahnes Knecht.
Franz Kafka
Verschiedenheit der Anschauungen, die man etwa von einem Apfel haben kann: die Anschauung des kleinen Jungen, der den Hals strecken muß, um noch knapp den Apfel auf der Tischplatte zu sehn, und die Anschauung des Hausherrn, der den Apfel nimmt und frei dem Tischgenossen reicht.
Der Geist wird erst frei, wenn er aufhört, Halt zu sein.
Friedrich Haug
Petrarcha liebte Lauren sehr, Mich, seine Katze, dennoch mehr! Sie war nur schön, ich treu! Sie schaffte, daß er Lieder schrieb; Durch meine stille Taten blieb Sein Buch von Mäusen frei.
Friedrich Rückert
Mancher wähnt sich frei, und siehet nicht die Bande, die ihn schnüren.
Friedrich von Schiller
Vor Unwürdigem kann dich der Wille, der ernste bewahren; alles Höchste, es kommt frei von den Göttern herab.
Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei und würd er in Ketten geboren.
Wollt ihr schon auf Erden Göttern gleichen, frei sein in des Todes Reichen, brechet nicht von seines Gartens Frucht.
Wohl dem, der frei von Schuld und Fehle bewahrt die kindlich reine Seele!
Frei will ich leben und also sterben, niemand berauben und niemand beerben.
Die letzte Wahl steht auch dem Schwächsten offen. Ein Sprung von dieser Brücke macht mich frei.
Gabriel Rollenhagen
Ein reiner Mund und reine Hand, passieret frei durch alle Land.
Giacomo Girolamo Casanova
Tagtäglich tut irgendein Phänomen uns unsere Unwissenheit dar, und ich glaube, dies ist der Grund, warum wir so selten einen Gelehrten finden, dessen Geist von jedem Aberglauben frei ist.
Gottfried August Bürger
Nach reichen Weibern frei'n, wird manchen noch gereu'n.
Gotthold Ephraim Lessing
Es sind nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten.
Bald willst du, Trill, und bald willst du dich nicht bewerben: Bald dünkt dichs gut, bald nicht, ein Hagestolz zu bleiben. Ich soll dir raten? Wohl! Tu, was dein Vater tat: Bleib frei; heirate nicht! - Da hast du meinen Rat.
Heinrich Heine
Er hatte ein allerliebstes weißes Hündchen, das er an der Leine führte, und eine grundhäßliche schwarze Tochter, die er aber frei herumlaufen ließ.
Hermann Hesse
Im Leeren dreht sich, ohne Zwang und Not, frei unser Leben, stets zum Spiel bereit, doch heimlich dürsten wir nach Wirklichkeit, nach Zeugung und Geburt, nach Leiden und Tod.
Honoré de Balzac
Je tiefer man in die Gesellschaft hinabsteigt, um so mehr trifft man auf hochherzige Gesinnung, die frei von Pralerei ist.
Wenigstens in Italien ist in dieser Hinsicht alles ganz anders. Dort sind die Frauen noch Raubtiere, gefährliche Sirenen, frei von Vernunft, keiner Logik unterworfen als der ihrer Neigungen, ihrer Begierden; man muß vor ihnen auf der Hut sein wie vor Tigern...
Zwischen zwei Menschen, die kurz vor der Vereinigung stehen, ist alles Täuschung; aber ihre Täuschung ist frei von Schuld, ist unwillkürlich.
Kein Gesetzbuch, keine menschliche Institution kann dem moralischen Verbrechen zuvorkommen, das durch ein Wort tötet. Darin besteht das Unzulängliche der sozialen Rechtssprüche; darin besteht der Unterschied zwischen den Sitten der hohen Gesellschaft und denen des Volkes: das eine ist frei und offen, die andere heuchlerisch; das eine bedient sich des Messers, die andere des Gifts der Sprache oder der Ideen; dem einen wird der Tod zuteil, der anderen Straffreiheit.
Niemand ist leichter zu täuschen als eine Frau, die es gewohnt ist, daß man ihr alles sagt; frei von Mißtrauen und glaubt, alles zu sehen und alles zu wissen.
Der Mensch unterscheidet sich vom Tier dadurch, daß er frei über sich verfügen kann; nimmt man ihm dieses Recht, über sein Leben oder seinen Tod zu verfügen, macht man ihn zum Sklaven seiner Mitmenschen und der Ereignisse.
Jean Paul
Keiner denkt mehr frei, der ein System hat.
Jean-Jacques Rousseau
Der Mensch ist frei geboren und liegt doch überall in Ketten.
Johann Kaspar Lavater
Der Mensch ist frei wie ein Vogel im Käfig. Er kann sich innerhalb gewisser Grenzen bewegen.
Johann Wolfgang von Goethe
Viele Köche versalzen den Brei; bewahr uns Gott vor vielen Dienern! Wir aber sind, gesteht es frei, ein Lazarett von Medizinern.
Frei Atmen macht das Leben nicht allein.
Liegt dir gestern klar und offen wirkst du heute kräftig frei, kannst auch ein Morgen hoffen, das nicht minder glücklich sei.
Groß sind des Berges Kräfte; Da wirkt Natur so übermächtig frei, Der Pfaffen Stumpfsinn schilt es Zauberei.
Niemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein.
Frei will ich sein im Denken und im Dichten; im Handeln schränkt die Welt genug uns ein.
Liegt dir Gestern klar und offen, wirkst du heute kräftig frei.
Der Mensch ist nicht geboren, frei zu sein, und für den Edlen ist kein schöner Glück, als einem Fürsten, den er ehrt, zu dienen.
Leo Tolstoi
Wie freudig stimmt es, wenn man bemerkt, das man Handlungen, die früher Anstrengung kosteten, frei, nahezu unbewußt vollzieht. Nichts zeigt so deutlich unser Wachstum wie eine Markierung an der Wand.
Luc Marquis de Vauvenargues
Einem Mann, der in der großen Welt lebt, steht es nicht frei, den Frauen zu huldigen oder nicht.
Lucius Annaeus Seneca d.J.
Kein Mensch ist frei, der ein Sklave des Fleisches ist.
Ludwig van Beethoven
Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie. Wem meine Musik sich verständlich macht, der muß frei werden von all dem Elend, womit sich die anderen schleppen.
Martin Luther
Das Wort Gottes ist frei; es will nicht Fesseln dulden durch Vorschriften des Menschen.
Matthias Claudius
Niemand ist frei, der nicht über sich selbst Herr ist.
Maxim Gorki
Groß ist die Zauberkraft des Feuers. Ich habe vielfach beobachtet, wie selbstvergessen sich die Menschen der Schönheit dieses bösen Spiels hingeben, und bin selbst nicht frei von ihrem Einfluß.
Otto Fürst von Bismarck
Es gibt kein Wort heutzutage, mit dem mehr Mißbrauch getrieben wird als mit dem Wort frei. Ich traue dem Wort nicht, aus dem Grunde, weil keiner die Freiheit für alle will; jeder will sie für sich.
Paul Ernst
Die Freiheit ist nicht etwas, das in den äußeren Verhältnissen liegt. Sie liegt in den Menschen. Wer frei sein will, der ist frei.
Richard Dehmel
Uns fehlt nur eine Kleinigkeit, um so frei zu sein, wie die Vögel sind: Nur Zeit.
Mit Lust und Liebe sein Werk anpacken, macht frei von allem Zweckzwickzwacken.
Théophile Gautier
Das wahre Glück besteht darin, sich nach allen Richtungen hin frei entfalten zu können und alles das zu sein, was man sein kann.
Walther Rathenau
Alle große Kunst der Erde, ja alles große Schaffen war liebevoll, dämonisch und frei.
Wilhelm Busch
Frei ist der Anfang, und frei ist das Ende; was dazwischen liegt, ist notwendig.
Wilhelm Raabe
Erkenntnis macht frei, Bildung fesselt, Halbbildung stürzt in Sklaverei.
William Shakespeare
Denken ist frei!
Wolfram von Eschenbach
Hat ein Herz getreue Sinne, so wird's nimmer frei von Minne, sei's zur Wonne, sei's zur Pein; wahre Minn' ist Treu allein.

