Zitate zum Thema "läßt"

Aristoteles

Freude an der Arbeit läßt das Werk trefflich geraten.

Wer sich einen Dienst erweisen läßt, steht unter dem, der ihn erweist.

Aurelius Augustinus

Denen, die Gott lieben, verwandelt er alles in Gutes, auch ihre Irrwege und Fehler läßt Gott ihnen zum Guten werden.

Demokrit

Ewiges Zögern läßt nie etwas zustande kommen.

Epikur von Samos

Keiner sieht ein Übel und wählt es, sondern man läßt sich täuschen, weil man es im Vergleich mit einem anderen noch größeren Übel für ein Gut hält, und wird eingefangen.

Horaz

Nicht läßt von der Haut bis Blut ihn geschwellt, der Blutegel.

Konfuzius

Die Natur der Menschen läßt sie einander nah sein, doch die Gebräuche halten sie voneinander fern.

Marc Aurel

Laß dich durch das Zukünftige nicht anfechten. Du wirst, wenn es nötig ist, schon hinkommen, getragen von derselben Geisteskraft, die dich das Gegenwärtige beherrschen läßt.

Meng-tsu

Der Gütige läßt die Art, wie er einen geliebten Menschen behandelt, auch den Ungeliebten zuteil werden.

Paracelsus

Wie könnte einer Feind der Frau sein - sie sei, wie sie wolle? Mit ihren Früchten wird die Welt bevölkert, darum läßt Gott sie lange leben, auch wenn sie noch so garstig wäre.

Plutarch

Der ist ein Narr, der die nahen Dinge läßt und den fernen Angelegenheiten folgt.

Sophokles

Was man sucht, es läßt sich finden - was man unbeachtet läßt, entflieht.

Theophrast

Das Wesen der Flegelei läßt sich ohne Schwierigkeiten umreißen: Sie ist ein auffälliges, tadelnswertes, nur scheinbar scherzhaftes Benehmen.

Thomas von Kempen

Wer sich zuviel mit sich selbst beschäftigt, läßt nach in der Liebe.

Walther von der Vogelweide

Das Äußere läßt aufs Innere schließen.

Das Volk ist dumm, das macht der Kohl, er bläht nur unterm Schurze. Den Kopf hingegen läßt er hohl. So herrscht im Reich, ich sag: zum Wohl, politisches Gefurze.

Adam Smith

Es ist nicht die Wohltätigkeit des Metzgers, des Brauers oder des Bäckers, die uns unser Abendessen erwarten läßt, sondern daß sie nach ihrem eigenen Vorteil trachten.

Adolph Freiherr von Knigge

Nicht alle Bösewichte sind unempfindlich gegen eine edle, großmütige, immer gleiche, grade Behandlung. Mit diesen Waffen also kämpfe man, solange sich's irgend tun läßt, gegen seine Feinde.

Arne Garborg

Für Geld kriegt man alles. So sagt man - aber das ist nicht wahr. Man kann Essen kaufen, aber nicht Appetit. Arzneimittel, aber nicht Gesundheit. Wissen aber nicht Klugheit. Glanz, aber nicht Schönheit, Spaß aber nicht Freude. Bekannte aber nicht Freunde. Diener, aber nicht Treue. Die Schale läßt sich kaufen, aber nicht der Kern.

Arthur Schopenhauer

Was dem Herzen widerstrebt, läßt der Kopf nicht ein.

Zwei so verschiedenen Herren wie der Welt und der Wahrheit, die nichts als den Anfangsbuchstaben gemein haben, läßt sich zugleich nicht dienen.

Der Glaube ist wie die Liebe: Er läßt sich nicht erzwingen. Daher ist es ein mißliches Unternehmen, ihn durch Staatsmaßregeln einführen oder befestigen zu wollen.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Wo die Freude sich blicken läßt, da haltet sie fest.

Émile Zola

Da wir wissen, daß Gott nichts Böses tun kann, läßt sich leicht erraten, woher die Frau kommt.

Benjamin Disraeli

Die Kunst des Gesprächs besteht darin, daß man zwei subtile Fähigkeiten spielen läßt: Man muß selbst etwas anbieten, und man muß sich einfühlen, man muß es gewohnt sein, sich mitzuteilen, und ebenso zuzuhören. Eine seltene, indes unwiderstehliche Kombination.

Blaise Pascal

Man läßt sich lieber durch Gründe überzeugen, die man selber gefunden hat, als durch solche, die andern in den Sinn gekommen sind.

Alles, was unbegreiflich ist, läßt nicht ab zu sein.

Charles de Montesquieu

Im Allgemeinen wird das Verhalten eines Mannes, der die Untreue seiner Frau schweigend hingehen läßt, nicht gerügt; im Gegenteil, man lobt ihn wegen seiner Klugheit.

Christian Friedrich Hebbel

Die Menschheit läßt sich keinen Irrtum nehmen, der ihr nützt.

Die Menschheit läßt sich keinen Irrtum nehmen, der ihr nützt. Sie würde an Unsterblichkeit glauben, und wenn sie das Gegenteil wüßte.

Christoph Martin Wieland

Die Stimme der Natur läßt sich nicht überschreien.

Elbert Hubbard

Kummer läßt sich allein ertragen. Für das Glück sind zwei Menschen erforderlich.

Fjodor Dostojewskij

Ein jedes Mißverständnis läßt sich durch Gradheit, Offenheit und Liebe beseitigen.

François Duc de La Rochefoucauld

Es zeugt von großer Gewandtheit, wenn man die Gewandtheit nicht merken läßt.

Trennung läßt matte Leidenschaften verkümmern und starke wachsen, wie der Wind die Kerze verlöscht und das Feuer entzündet.

Francesco Petrarca

Deine Seelenruhe läßt sich stören durch des Pöbels Stimme, die nie recht urteilt, nie die Dinge bei ihrem rechten Namen nennt?

Franz Kafka

Das Böse ist manchmal in der Hand wie ein Werkzeug, erkannt oder unerkannt läßt es sich, wenn man den Willen hat, ohne Widerspruch zur Seite legen.

Friedrich Haug

Das Umhaun der Alleen geht schnell von Statten. Man läßt uns nicht einmal der Väter Schatten.

Friedrich Nietzsche

Das Unrecht des Mächtigen, welches am meisten in der Geschichte empört, ist lange nicht so groß, wie es scheint. Schon die angeerbte Empfindung, ein höheres Wesen mit höheren Ansprüchen zu sein, macht ziemlich kalt und läßt das Gewissen ruhig.

Die Entwicklung der höheren Moral hängt daran, daß einer Söhne hat; dies stimmt ihn unegoistisch, oder richtiger: es erweitert seinen Egoismus der Zeitdauer nach, und läßt ihn Ziele über seine individuelle Lebenslänge hinaus mit Ernst verfolgen.

Das unzweideutigste Anzeichen von einer Geringschätzung der Menschen ist dies, daß man jedermann nur als Mittel zu seinem Zwecke oder gar nicht gelten läßt.

Fleiß und Gewissenhaftigkeit sind oftmals dadurch Antagonisten, daß der Fleiß die Früchte sauer vom Baume nehmen will, die Gewissenhaftigkeit sie aber zu lange hängen läßt, bis sie herabfallen und sich zerschlagen.

Der Mangel an Freunden läßt auf Neid oder Anmaßung schließen. Mancher verdankt seine Freunde nur dem glücklichen Umstand, daß er keinen Anlaß zum Neid hat.

Aus den Leidenschaften wachsen die Meinungen; die Trägheit des Geistes läßt diese zu Überzeugungen erstarren.

Die Summe innerer Bewegungen, welche dem Menschen leicht fallen und die er in Folge dessen gerne und mit Anmut tut, nennt man seine Seele; - er gilt als seelenlos, wenn er Mühe und Härte bei inneren Bewegungen merken läßt.

Friedrich Rückert

Wer zwingen will die Zeit, den wird sie selber zwingen; wer sie gewähren läßt, dem wird sie Rosen bringen.

Friedrich von Schiller

Wie anders säet der Mensch, und wie anders läßt das Schicksal ihn ernten.

Nichts Wahres läßt sich von der Zukunft wissen.

Nicht jeder Stimme, find ich, ist zu glauben, die warnend sich im Herzen läßt vernehmen.

Vom sichern Port läßt sich's gemütlich raten.

Georg Christoph Lichtenberg

Vom Wahrsagen läßt sich's wohl leben in der Welt, aber nicht vom Wahrheitsagen.

Aus der Mätresse eines Mannes läßt sich viel auf den Mann schließen; man sieht in ihr seine Schwachheiten und seine Träume.

Man könnte die Gewohnheit eine moralische Tradition nennen, etwas, was den Geist nicht leicht über die Dinge hinstreichen läßt, sondern ihn damit verbindet, so daß es ihm schwer wird, sich davon los zu machen.

Mach es dir zur Regel, nie etwas zu bedauern und nie zurückzuschauen. Bedauern ist entsetzliche Kräftevergeudung; darauf läßt sich nicht wieder aufbauen man kann lediglich darin schwelgen.

Es läßt sich ohne sonderlich viel Witz leicht so schreiben, daß ein anderer sehr vieles haben muß, um es zu verstehen.

Giacomo Graf Leopardi

Das Alter ist der Übel höchstes; denn es beraubt den Menschen aller Genüsse, läßt ihm aber das Verlangen danach und bringt alle Leiden mit sich.

Gotthold Ephraim Lessing

Dein Söhnchen läßt dich nie den Namen Vater hören: Herr Doktor ruft es dich. Ich dankte dieser Ehren! - Die Mutter wollt es wohl so früh nicht lügen lehren?

Jahraus, jahrein reimt Cytharist Zweihundert Vers in einem Tage; Doch drucken läßt er nichts. Entscheidet mir die Frage, Ob er mehr klug, mehr unklug ist.

Fabull verschließet alle Kisten Vor Freunden, Dienern, Weib und Kind, Damit sich niemand läßt gelüsten Zu sehen, daß sie ledig sind.

Ins zweimal neunte Jahr, mit stummer Ungeduld, Bewahrt, auf Besserung, sie mein verschwiegnes Pult. Was sie nun besser sind, das läßt sich leicht ermessen: Mein Pult bewahrte sie; ich hatte sie vergessen.

Warum der Dichter Hadrian Die Katzen so besonders leiden kann? Das läßt sich leicht ermessen! Daß seine Verse nicht die Mäuse fressen.

Nikandern glückte jüngst ein trefflich Epigramm, So fein, so scharf, als je von Kästnern eines kam. Nun schwitzt er Tag und Nacht, ein zweites auszuhecken. Vergebens; was er macht, verdirbt. So sticht ein Bienchen uns, und läßt den Stachel stecken, Und martert sich, und stirbt.

Auf diesem Gute läßt Pompil Nun seine sechste Frau begraben. Wem trug jemals ein Gut so viel? Wer möchte so ein Gut nicht haben?

Heinrich Heine

Alles wird man dir verzeihen, man verzeiht dir deinen Reichtum, man verzeiht dir die hohe Geburt, man verzeiht dir deine Wohlgestalt, man läßt dir sogar Talent hingehen, aber man ist unerbittlich gegen das Genie.

Auch im Gemüte des Aufgeklärtesten nistet immer ein kleines Alräunchen des alten Aberglaubens, das sich nicht ausbannen läßt; man spricht nicht gern davon, aber es treibt in den geheimsten Schlupfwinkeln unserer Seele sein unkluges Wesen.

Der Mensch läßt nicht gern ab von dem, was ihm und seinen Vorfahren teuer und lieb war, und heimlich krämpen sich seine Empfindungen daran fest, selbst wenn man es verderbt und entstellt hat.

Jeder ist ehrlich, wenn man ihm nur Zeit dazu läßt; und die Menschen sind gut, wenn sie sich besser befinden.

Wenn die Tugend sich vom Winde der Leidenschaft weit fortreißen läßt, dann gerät sie aufs hohe Meer der Verleumdung.

Wir sind oft tolerant genug, Narren zu bewundern und Bösewichter zu entschuldigen, wenn sich nur von ihnen sagen läßt, daß sie konsequent gehandelt.

Henrik Ibsen

In Luftschlösser läßt sich leicht Zuflucht suchen. Und leichter zu bauen sind sie auch.

Hermann Hesse

Jede Bemühung um Besitz und Macht raubt uns Kräfte und läßt uns ärmer werden.

Das Chaos will als solches erfahren werden, bevor es sich in eine neue Ordnung umwandeln läßt.

Hermann Oeser

Kein stolzer Mensch läßt sich durch die Albernheit des Zeitalters weg- oder mitschwemmen.

Honoré de Balzac

Wenn sich bisweilen auf ihren Gesicht noch ein düsterer Ausdruck zeigte, so schien er nur die Fähigkeit zu bezeugen, die gewisse Frauen besitzen, in ihrer Seele die erregtesten Empfindungen zu verbergen, und jede Verstellungskunst, die sie anmutig lächeln läßt, während sie über den Untergang ihres Opfers nachsinnen.

Kinder haben eine durchsichtige Stirn, eine durchscheinende Haut; und die Lüge ist bei ihnen wie ein Licht, das sogar ihren Blick erröten läßt.

Bei den jungen Leuten ist Liebe die schönste Empfindung, sie läßt das Leben in der Seele aufblühen, sie entfaltet durch ihre Sonnenmacht die schönsten Eingebungen und die größten Gedanken; die Erstlinge haben immer einen köstlichen Geschmack. Bei den Männern wird die Liebe zur Leidenschaft, die Kraft führt zum Mißbrauch. Bei den Greisen verkehrt sie ins Laster, das Unvermögen führt zum Äußersten.

Wenn zwischen zwei Wesen, die einander lieben und deren Leben in jedem Augenblick von einem zum andern überströmt, eine Wolke aufgetaucht ist, so läßt sie, selbst wenn sie sich zerteilt, in den Seelen dennoch eine Spur ihres Vorüberziehens zurück.

Welch schönes Vorrecht der Liebe, sie drängt alles in den Schatten, läßt alles verblassen: Altar, Thron und Geschäftsbücher!

Das beste Mittel, eure beiden Willen einander anzugleichen, besteht darin, es so einzurichten, daß du im Haus nur einen einzigen gelten läßt. Viele Menschen behaupten, eine Frau schaffe sich Unglück, wenn sie auf diese Weise die Rollen vertausche; aber, Liebste, auf diese Weise wird die Frau zur Beherrscherin der Geschehnisse, anstatt sich ihnen zu beugen, und allein schon dieser Vorteil wiegt alle möglichen Unzulänglichkeiten auf.

Die Geschichte der guten Ehen ist wie die der glücklichen Völker; sie läßt sich in zwei Zeilen schreiben und hat nichts von Literatur an sich.

Die köstliche Sprache der Übertreibung, die die Liebe ihre Opfer inmitten von Gluten lehrt, läßt sich nicht kalt schmieden.

Die schlimmste unter allen Tyranneien ist die, die der Seele beständig das Verdienstliche an ihren Handlungen und Gedanken entzieht: man dankt dann ab, ohne regiert zu haben. Das sanfteste Wort, das sich aussprechen, das lieblichste Gefühl, das sich ausdrücken läßt, ersterben, wenn wir glauben, sie seien uns befohlen worden.

Nun aber ist nichts schrecklicher, zumal in Paris, als ein grundloser Verdacht: er läßt sich unmöglich zunichte machen.

Die Tugend läßt sich nicht in kleine Stücke schneiden: Man hat sie ganz oder gar nicht.

Jacob Grimm

Gott läßt seine Sonne über allen Menschen leuchten, er will sie nicht einander gegenüber stellen, wie von denen zuweilen geschieht, die uns Gottes Wort verkündigen.

Jean de La Bruyère

Derselbe scharfe Verstand, der es uns ermöglicht, etwas Gutes zu schreiben, läßt uns auch fürchten, es könnte nicht gut genug sein, daß es verdient, gelesen zu werden.

Jean Paul

Unter allen Arten von Liebe, die der Mensch hat ist keine so schwach als die Wahrheitsliebe, für die er nicht einmal kleine Wunden der Eitelkeit sich gefallen läßt.

Jede Verleumdung, wenn man sie auch verwirft, läßt eine geringere Meinung vom Verleumdeten auf kurze Zeit zurück.

Jean-Baptiste Colbert

Die Kunst der Besteuerung liegt darin, die Gans so zu rupfen, daß sie unter möglichst wenig Geschrei so viele Federn wie möglich läßt.

Jean-Jacques Rousseau

In dem ersten Weinen der Kinder liegt eine Bitte; sowie man aber die Vorsicht außer acht läßt, verwandelt es sich in einen Befehl.

Freilich ist es für den Staat seht bedeutsam, daß jeder Staatsbürger eine Religion habe, die ihn seine Pflichten lieben läßt.

Johann Jakob Mohr

Der Charakter eines Menschen läßt sich weniger daraus erkennen, was er wünscht, als wie er es wünscht.

Johann von Rist

Von Gott kommt alles her, der läßt auch im Sterben die seinen nicht verderben; sein' Hand ist nicht zu schwer.

Johann Wilhelm Ritter

Noch heute bildet sich jedem Mann das Weib aus seiner Rippe. Nicht jeder aber läßt es sich nochmals von Gott zuführen.

Johann Wolfgang von Goethe

Kein tüchtiger Mensch läßt seiner Brust den Glauben an Unsterblichkeit rauben.

Denn gleich hauen die Männer über die Schnur, wenn man ihnen ein bißchen Luft läßt.

Alles in der Welt läßt sich ertragen, nur nicht eine Reihe von schönen Tagen.

Alles, was uns begegnet, läßt Spuren zurück. Alles trägt unmerklich zu unserer Bildung bei.

Das Gleiche läßt uns in Ruhe, aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht.

Die Gefahr läßt sich nicht auslernen.

Gegen die Kritik kann man sich weder schützen noch wehren; man muß ihr zum Trotz handeln, und das läßt sie sich nach und nach gefallen.

Wer sich der Einsamkeit ergibt, ach! der ist bald allein: Ein jeder lebt, ein jeder liebt und läßt ihn seiner Pein!

Die Knochen behandle ich als einen Text, woran sich alles Leben und alles Menschliche anhängen läßt.

Über Rosen läßt sich dichten, in die Äpfel muß man beißen.

Das Ungeheure läßt keine Mannigfaltigkeit zu.

Glücklicherweise kann der Mensch nur einen gewißen Grad des Unglücks fassen; was darüber hinausgeht, vernichtet ihn oder läßt ihn gleichgültig.

Sei nicht ungeduldig, wenn man deine Argumente nicht gelten läßt.

Die Eigenliebe läßt uns sowohl unsre Tugenden als unsre Fehler viel bedeutender, als sie sind, erscheinen.

An Zerstreuung läßt es uns die Welt nicht fehlen; wenn ich lese, will ich mich sammeln.

Die schlechteste Gesellschaft läßt dich fühlen, daß du ein Mensch mit Menschen bist.

Mit vielem läßt sich schmausen, mit wenig läßt sich hausen.

Der Irrtum ist viel leichter zu erkennen, als die Wahrheit zu finden; jener liegt auf der Oberfläche, damit läßt sich wohl fertigwerden; diese ruht in der Tiefe, danach zu forschen ist nicht jedermanns Sache.

Eine Masse gemünztes Gold und Silber verleiht selbst dem Unwahren Ansehen und Gewicht; man läßt die Lüge gelten, indem man die Barschaft beneidet.

Die ganze Theorie des Anstandes läßt sich auf den unsicheren Grund des Vorurteils zurückführen.

Jules Renard

Ihr müßt zuhören können. Wehe dem der ein goldenes Wort aus dem Mund seines nächsten fallen läßt und nicht aufliest.

Karl Kraus

Über das Leben der meisten läßt sich nur sagen, daß sie sehr sehr lange nicht gestorben sind.

Karl Wilhelm Freiherr von Humboldt

Das nachdenkende, betrachtende, forschende Leben ist eigentlich das höchste und menschlichste, allein in gewisser Art läßt es sich doch nur in höherem Alter vollkommen genießen.

Stimmungen entstehen oft aus Ursachen, über welche der Mensch nur wenig Gewalt hat, aber sie nehmen zu und werden der inneren Gemütsruhe immer verderblicher, wenn man sich in ihnen gehen läßt.

Marcel Proust

Die Sehnsucht läßt alle Dinge blühen, der Besitz zieht alle Dinge in den Staub.

Kränkliche Menschen leben oft lange. Das ist kein Wunder, denn sie sind darin geübt, auf den Tod zu warten, der sich Zeit läßt.

Sehnsucht läßt alle Dinge blühen.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Das Leben erzieht die großen Menschen und läßt die kleinen laufen.

Marie Marquise de Sévigné

Die Tatsache, daß die Menschen zwei Augen und zwei Ohren, aber nur einen Mund haben, läßt darauf schließen, daß sie zweimal soviel sehen und hören als reden sollten.

Mark Twain

Gegen Zielsetzungen ist nichts einzuwenden, sofern man sich dadurch nicht von interessanten Umwegen abhalten läßt.

Martin Luther

Jugend ist wie ein Most. Der läßt sich nicht halten. Er muß vergären und überlaufen.

Michel Eyquem de Montaigne

Jede Leidenschaft, die Raum zum Genießen und Nachdenken läßt, ist keine starke Leidenschaft.

Miguel de Cervantes Saavedra

Die Eifersucht läßt dem Verstand niemals genügend Freiheit, um die Dinge zu sehen, wie sie sind.

Furcht läßt uns die Dinge anders erscheinen, als sie sind.

Niccolò Machiavelli

Wer sich zum Alleinherrscher erhebt und Brutus nicht tötet, oder wer einen Freistaat gründet und die Söhne des Brutus nicht hinrichten läßt, wird sich nicht lange halten.

Nikolai Gogol

Das Wort ist wie ein Sperling, sagt eines unserer Sprichwörter: Läßt du ihn los, fängst du ihn nie mehr.

Oscar Wilde

Gute Ratschläge läßt man am besten unbeachtet; sie sind für einem selber niemals von Nutzen.

Otto Fürst von Bismarck

Mit schlechten Gesetzen und guten Beamten läßt sich immer noch regieren. Bei schlechten Beamten aber helfen uns die besten Gesetze nichts.

Paul Fleming

Gunst, die kehrt sich nach dem Glück, Geld und Reichtum, das zerstäubt. Schönheit läßt uns bald zurück; ein getreues Herze bleibt.

Prof. Karl Joachim Marquardt

Diese Ode hat 36 Verse, das läßt sich nicht durch 4 teilen, nämlich 34 Verse.

Richard Dehmel

Das Leben läßt sich stets nur stückweis fassen; Kunst will ein Ganzes ahnen lassen.

Salvador Dalí

Erfahrung ist wie die Sonne: Sie läßt Blüten welken, aber Früchte reifen.

Samuel Smiles

Wenn Männer in hoher Stellung den Mut zur eigenen Meinung nicht haben, was läßt sie da von Männern in niedriger Stellung erwarten?

Theodor Fontane

Ein feines Gefühl läßt sich so wenig lernen wie ein echtes. Man hat es - oder man hat es nicht.

Thomas Carlyle

Die Erfahrung läßt sich ein hohes Schulgeld bezahlen, doch sie lehrt wie niemand sonst.

Victor Hugo

Musik bringt zum Ausdruck, was sich nicht in Worte fassen läßt und doch nicht still bleiben kann.

Wilhelm Busch

Betrübend ist und wenig nütze das Parapluie mit einem Schlitze. Auch braucht man, läßt der Regen nach, ja sowieso kein Regendach.

Das Gute - dieser Satz steht fest - ist stets das Böse, was man läßt.