Zitate zum Thema "hin"

Epikur von Samos

Nicht der Jüngling ist selig zu preisen, sondern der Greis, der gut gelebt hat. Denn wer jung an Jahren ist, wird vielfach vom Zufall hin und her getrieben und wechselt seine Gedanken. Der Greis aber ist ins Alter eingefahren wie in einen Hafen und hält die Güter, auf die er früher nicht zu hoffen wagte, in heiterem Gedenken sicher verschlossen.

Franz von Assisi

Ein Sonnenstrahl reicht hin, um viel Dunkel zu erhellen.

Notker III. Labeo

Du bist der Wegweiser, und selber der Weg, und das Ziel, zu dem hin wir streben.

Terenz

Nicht immer weist der größte Zorn aufs größte Unrecht hin.

Thomas von Aquin

Die Ordnung der Glieder des Alls zueinander besteht kraft der Ordnung des ganzen Alls auf Gott hin.

Vergil

Einen jeden reißt seine Leidenschaft hin.

Adolph Freiherr von Knigge

Man weiche auf alle mögliche Weise jedem Prozesse aus und vergleiche sich lieber, auch bei der sichersten Überzeugung von Recht, gebe lieber die Hälfte dessen hin, was uns ein andrer streitig macht, bevor man es zum Schriftwechsel kommen lasse.

Angelus Silesius

Halt an, wo läufst du hin, der Himmel ist in dir: Suchst du Gott anderswo, du fehlst ihn für und für.

Arthur Schnitzler

Schlimmer betrogen ist, wer aus Angst und Enttäuschung immer wieder sein Glück versäumte, als wer jede Möglichkeit eines Glückes ergriff, selbst auf die Gefahr hin, es könnte wieder nicht das Wahre gewesen sein.

Friedrich Haug

Kurz soll ich Euch predigen? - Hol Euch der Geier! Geht hin, ihr Verfluchten, ins höllische Feuer!

Friedrich Nietzsche

Jemand, der sich auf seinem Wege im Walde völlig verirrt hat, aber mit ungemeiner Energie nach irgend einer Richtung hin ins Freie strebt, entdeckt mitunter einen neuen Weg, welchen niemand kennt: so entstehen die Genies, denen man Originalität nachrühmt.

Friedrich von Schiller

Ein Gran Hefe reicht hin, die ganze Masse in zerstörende Gärung zu jagen.

Wirf nicht für eiteln Glanz und Flitterschein die echte Perle deines Wertes hin.

Des Herzens Andacht hebt sich hin zu Gott, Das Wort ist tot, der Glaube macht lebendig.

Gotthold Ephraim Lessing

Veit ist ein witzger Kopf, und zählet sechzig? - Mein! Er hat noch lange hin, ein kluger Kopf zu sein.

Guy de Maupassant

Seltsam und voller Wandlung ist das Leben. Eine Kleinigkeit reicht hin, uns zugrunde zu richten oder uns empor zu tragen.

Heinrich Heine

Eine junge Person, die letzthin in der Akademie neben mir saß, wies auf einige Mitglieder der ehrwürdigen Körperschaft hin und sagte: Diese Herren müssen sehr gelehrt sein, denn sie sind sehr häßlich.

Honoré de Balzac

Es ist eine bewunderungswürdige Eigenschaft der Frau, daß sie niemals nachdenkt, auch nicht über ihre tadelnswertesten Handlungen, die Empfindung reißt sie hin; selbst ihre Verstellungskunst hat etwas Natürliches; einzig bei ihr ist das Verbrechen ohne Gemeinheit, meist weiß sie nicht, wie es passiert ist.

Die Frauen sind, was die Liebe betrifft, auf drei Mittel beschränkt: Erstens stellen sie unsere Leidenschaft als etwas Fragwürdiges hin und bestreiten uns das Vermögen, zu lieben, wie sie selber lieben. Alsdann stellen sie sich als tief unglücklich hin, um unsere natürliche Großherzigkeit oder unsere Eitelkeit zu reizen. Und letztlich haben sie die Manie der Jungfräulichkeit!

Sie verdarb ihn nach zwei Seiten hin, aber diese Verderbtheit war elegant und fein und gehörte zum guten Ton.

Ein am Riegel des gardinenlosen Fenster hängender Rasierspiegel und darüber ein vom Abwischen des Rasiermessers streifiger Lappen wiesen auf das einzige Opfer hin, das Schmucke den Grazien und der Außenwelt brachte.

Achtung, Rücksichtnahme, Anpassung bestehen, schwinden hin und kehren wieder; aber Liebe könnte ich mir tausend Jahre predigen, und sie erstände nicht von neuem, vor allem nicht Liebe zu einer Frau, die sich aus purem Vergnügen alt gemacht hat.

Die Ehrgeizigen haben kräftigere Lenden, eisenhaltigeres Blut, heißere Herzen als andere Männer. Und die Frau fühlt sich so glücklich und schön in den Stunden, da sie stark ist, daß sie allen Männern denjenigen vorzieht, der mit Riesenkraft begabt ist, auch auf die Gefahr hin, von ihm zerbrochen zu werden.

Johann Gottfried von Herder

Junger Mann, die Frauen kennen ist dir nützlich; dieses Wissen übersteigt jedes andere; doch zu weit hin - forsche nicht.

Johann Wolfgang von Goethe

Wie lange hat man über die Antipoden hin und her gestritten!

Du bist recht appetitlich oben anzuschauen, doch unten hin die Bestie macht mir Grauen.

Schauspieler gewinnen die Herzen und geben die ihrigen nicht hin; sie hintergehen aber mit Anmut.

Aus aller Ordnung entsteht zuletzt Pedanterie; um diese loszuwerden, zerstört man jene, und es geht eine Zeit hin, bis man gewahr wird, daß man wieder Ordnung machen müsse.

Katherine Mansfield

Ich liebe solche Tage - ungewöhnlich einsame Tage. Ich liebe es über alles, allein zu sein. Dann lege ich mich hin, rauche, blicke ins Feuer.

Kurt Tucholsky

Trudele durch die Welt. Sie ist so schön, gib dich ihr hin, und sie wird sich dir geben.

Luc Marquis de Vauvenargues

Auf den Rat vieler hin tut man selten etwas Rechtes.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Der Genius weist den Weg, das Talent geht hin.

Moritz Gottlieb Saphir

Der Mensch ist wie ein Lachs, er geht gern dem Lichte nach. Was machen die Fischer? Sie halten dem Lachs ein Licht hin, und er geht ihnen ins Netz.

Pierre Corneille

Jeder Augenblick im Leben ist ein Schritt zum Tode hin.

Prof. Karl Joachim Marquardt

Ajax stellte sich vor Hektor hin und sprach: Na, schieß man los!

Rainer Maria Rilke

Ich finde dich in allen diesen Dingen, denen ich gut und wie ein Bruder bin; als Samen sonnst du dich in den geringen, und in den großen gibst du groß dich hin.

Samuel Smiles

Ohne Grundsätze ist der Mensch wie ein Schiff ohne Steuer und Kompaß, das von jedem Winde hin und her getrieben wird.

Théophile Gautier

Das wahre Glück besteht darin, sich nach allen Richtungen hin frei entfalten zu können und alles das zu sein, was man sein kann.

Wilhelm Busch

Mit Recht erscheint uns das Klavier, wenn's schön poliert, als Zimmerzier. Ob's außerdem Genuß verschafft, bleibt hin und wieder zweifelhaft.

So sind wir nun: kriechen heraus, hantieren hier oben eine Zeitlang scheinbar selbständig hin und her und legen uns dann ganz still wieder unter die Kruste.

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