Zitate zum Thema "blicke"

Marc Aurel

Schau jedem Ding auf den Grund. Seine eigentümliche Beschaffenheit so wenig wie sein Wert entgehe deinem Blicke.

Christian Fürchtegott Gellert

Der Geizhals bleibt im Tode karg; zween Blicke wirft er auf den Sarg, und tausend wirft er mit Entsetzen nach den mit Angst verwahrten Schätzen.

Friedrich Nietzsche

Vor einem, der gegen uns aufbraust, soll man sich in acht nehmen, wie vor einem, der uns einmal nach dem Leben getrachtet hat: denn daß wir noch leben, das liegt an der Abwesenheit der Macht zu töten; genügten Blicke, so wäre es längst um uns geschehen.

Friedrich von Schiller

Willst du die anderen verstehen, blicke in dein eigenes Herz.

Auf die Unschuld schielt der Verrat mit verschlingendem Blicke, mit vergiftendem Biß tötet des Lästerers Zahn.

Honoré de Balzac

Wenn wir unsere Blicke sprechen lassen, leben unsere Herzen ein Weilchen länger.

Jede überlegene Natur weist in der Form leichte Unvollkommenheiten auf, die zu etwas unwiderstehlich Anziehendem werden, Lichtpunkte, aus denen entgegengesetzte Gefühle schimmern, an denen die Blicke haften bleiben. Eine vollkommene Harmonie kündet von der Kälte gemischter Organismen.

Rechtfertigte nicht zudem die Verwandtschaft einen besonders sanften Ton der Stimme, eine Herzlichkeit der Blicke?

Es gibt Blicke von Frau zu Frau, die wie Feuerbrände sind.

Die Herzogin richtete auf Eugène einen jener hochmütigen Blicke, die den Betroffenen von Kopf bis Füßen einwickeln, zusammendrücken und zur Null machen.

Madame de Beauséant warf dem Studenten einen jener schmelzenden Blicke zu, in die große Seelen gleichzeitig Dankbarkeit und Würde zu legen wissen. Dieser Blick war wie Balsam und tat der Wunde wohl, die der Gerichtsvollzieherblick, mit dem die Herzogin ihn abschätzt, dem Herzen des Studenten zugefügt hatte.

Katherine Mansfield

Riskiere etwas! Riskiere was auch immer! Tu, was dir am schwersten fällt. Handle deinetwegen. Blicke der Wahrheit ins Gesicht.

Ich liebe solche Tage - ungewöhnlich einsame Tage. Ich liebe es über alles, allein zu sein. Dann lege ich mich hin, rauche, blicke ins Feuer.

Leo Tolstoi

Die meisten Menschen leben, als steuerten sie rückwärts einem Abgrund zu. Sie wissen, hinter ihnen gähnt ein Abgrund, in den sie jeden Augenblick stürzen können, aber sie richten ihre Blicke nicht auf ihn, sondern erheitern sich an dem, was sie sehen.

Nicolas-Sébastien de Chamfort

Man zerstört seinen eigenen Charakter, aus Furcht, die Blicke und die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zu ziehen, und man stürzt sich in das Nichts der Belanglosigkeit, um der Gefahr zu entgehen, besondere Kennzeichen zu haben.

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