Zitate zum Thema "ehe"
Erasmus von Rotterdam
Viele Male schaut der Wille durchs Fenster, ehe die Tat durch das Tor schreitet.
Euripides
Die Menschen, deren Ehe wohlbestellt, sind glücklich. Wem's in diesem Punkt mißlingt, ist elend und außer seinem Haus.
Menander
Die Ehe ist ein notwendiges Übel.
Novalis
Der Mann ist lyrisch, die Frau ist episch, die Ehe dramatisch.
Adolph Freiherr von Knigge
In der Ehe ist Eifersucht ein schreckliches, Ruhe und Frieden störendes Übel, und jeder Streit von bösen Folgen; in der Liebe hingegen wirkt Eifersucht neue Mannigfaltigkeit hinein.
Ich glaube nicht, daß eine völlige Gleichheit in Temperamenten, Neigungen, Denkungsart, Fähigkeiten und Geschmack durchaus erfordert werde, um eine frohe Ehe zu stiften; vielmehr mag wohl zuweilen grade das Gegenteil mehr Glück gewähren.
Wenn die Ehe ein Stand der Aufopferung wird, wenn ihre Pflichten als ein schweres Gewicht auf uns liegen, o wie kann dann wahres Glück ihr Teil sein?
Albert Einstein
Ehe ist doch Sklaverei in einem kulturellen Gewand.
Ambrose Bierce
Eine Ehe ist eine Gemeinschaft, bestehend aus einem Herren, einer Herrin und zwei Sklaven, insgesamt zwei Personen.
August Bebel
Die Frau wurde Sklavin, ehe der Sklave existierte.
Baltasar Gracián y Morales
Kluge entfernen sich von den Dingen, ehe sich die Dinge von ihnen entfernen.
Charles-Joseph Fürst von Ligne
In der Ehe kommt es darauf an, daß die Fehler zueinander passen.
Christian Friedrich Hebbel
Es gibt Dinge, die man bereut, ehe man sie tut. Und man tut sie doch!
François Duc de La Rochefoucauld
Ehe man etwas brennend begehrt, soll man das Glück dessen prüfen, der es besitzt.
François Marie Voltaire
Der erste Monat der Ehe ist der Monat des Honigs und der zweite der Monat des Absinths.
Die Ehe ist das einzige Abenteuer, das auch dem Feigling offensteht.
Freundschaft ist die Ehe der Seelen.
Franklin P. Jones
Die Ehe ist das teuerste Verfahren, seine Wäsche umsonst gewaschen zu bekommen.
Franz von Liszt
Glücklich, wer mit den Verhältnissen zu brechen versteht, ehe sie ihn gebrochen haben.
Friedrich Engels
Nichts leichter, als dem christlichen Asketismus einen sozialistischen Anstrich zu geben. Hat das Christentum nicht auch gegen das Privateigentum, gegen die Ehe, gegen den Staat geeifert?
Friedrich Haug
Wünscht bis zum Hochzeitsglücke den Freiern Argusblicke; doch in der Ehe taugen am besten Maulwurfsaugen.
Friedrich Nietzsche
Auch das Konkubinat ist korrumpiert worden: durch die Ehe.
Friedrich Rückert
In einer guten Ehe ist wohl das Haupt der Mann, jedoch das Herz das Weib, das er nicht missen kann.
Friedrich Schleiermacher
Du sollst keine Ehe schließen, die gebrochen werden muß.
Friedrich von Schiller
Nimm die Stunde wahr, ehe sie entschlüpft.
Friedrich von Schlegel
Was man eine glückliche Ehe nennt, verhält sich zur Liebe, wie ein korrektes Gedicht zu improvisiertem Gesang.
Georg Christoph Lichtenberg
Er schliff immer an sich und wurde am Ende stumpf, ehe er scharf war.
George Washington
Sei höflich mit allen, aber nur mit wenigen vertraut, und prüfe diese wenigen genau, ehe du ihnen dein Vertrauen schenkst.
Heinrich Heine
Deutsche Ehe keine wahre Ehe. Der Ehemann hat keine Ehefrau, sondern eine Magd und lebt sein isoliertes Hagestolzleben im Geiste fort, selbst im Kreis der Familie.
Große Natureindrücke müssen unsre Seele erweitern, ehe wir den ganzen großen Menschen fassen können.
Ideenwitz: Verknüpfung von Gedanken, die sich noch nie in einem Menschenkopfe begegnet, wilde Ehe zwischen Scherz und Weisheit.
Sterben ist kein Unglück, aber jahrelanges Leiden, ehe man es dahin bringt, zu sterben. Jahrelanges Leiden - glücklich sind die, welche schnell fertig werden: Per acquit, wie mein Vatterchen sagte, und man dreht sich herum und schläft ein und alles ist bezahlt.
In der Liebe gibt es ebenfalls, wie in der römisch-katholischen Religion, ein provisorisches Fegefeuer, in welchem man sich erst an das Gebratenwerden gewöhnen soll, ehe man in die wirkliche ewige Hölle gerät.
Henri de Toulouse-Lautrec
Die Ehe ist eine lange Mahlzeit, die mit dem Dessert beginnt.
Honoré de Balzac
Die Ehe, wie sie heute gehandelt wird, dünkt mich eine gesetzliche Prostitution.
Wir wissen hier alle, daß die Ehe eine mangelhafte, durch Liebe bestenfalls gelinderte Einrichtung ist.
Die Ehe ist eine höchst angenehme Institution, wenn sie den Ehemännern das Talent verleiht, die Wünsche der Frau zu erraten.
Die Liebe in der Ehe ist ein Hirngespinst.
Bis zu ihrer Ehe wurde ihnen die Musik zu einem zweiten Leben innerhalb des Lebens, gerade wie der russische Bauer, so heißt es, seine Träume für die Wirklichkeit und sein Leben für einen schlechten Traum hält.
Der Geist ist der Schirmherr wie die Gottheit, die Ernüchterung ist scharfsinnig wie ein Chirurg, die Erfahrung hat die Voraussicht einer Mutter. Diese drei Einstellungen sind die Kardinaltugenden der Ehe.
Die Ehe, mein Kind, ist unser Fegefeuer; die Liebe ist das Paradies.
Es liegt in der Natur unserer Geistesbeschaffenheit, daß wir die Wirkungen betrachten, ehe wir die Ursachen analysieren.
Schließlich ist es in den ersten Zeiten einer Ehe, zu der ein Mann durch die Schönheit des jungen Mädchens bestimmt worden ist, schwierig, sich in seinen Liebesfreuden anspruchsvoll zu bezeigen. Die Jugend ist eher gefräßig, als leckermäulig, und überdies ist allein schon der Besitz etwas Zauberhaftes.
Die Disharmonie in der Ehe, aus welchem Grund sie auch entstanden sei, führt zu furchtbarem Unglück.
In welcher Ehe gäbe es kein Aber?
Mit dem Beruf geht es wie mit der Ehe, man merkt das Störende darin schließlich nicht mehr so.
Jakob Michael Reinhold Lenz
Liebe hat ihre eigene Sphäre, ihre eigenen Zwecke, ihre eigenen Pflichten, die von denen der Ehe himmelweit unterschieden sind.
Jean de La Bruyère
Man muß lachen, ehe man glücklich war; sonst könnte man sterben, ohne gelacht zu haben.
Jean Paul
Zur Ehe gehört nicht bloß, daß man das Mädchen, sondern auch, daß man sich prüfe - ob nämlich 2 Vortreffliche dennoch sich einander nicht fügen.
Die Fremden hören in der Ehe wohl den Sturm, aber nicht die Windstille oder den Zephyr.
Da die Männer viel origineller sind, was kein Mädchen errät: so sind oft diese in der Ehe unglücklich, weil sie es nicht voraussehen und fassen.
Das Übertreiben liebender Worte macht in der Ehe gar nicht das Übertreiben tadelnder gut, sondern dieses Übermaß vernichtet die Wirkung des andern; von allen Aufwallungen lassen nur die zornigen den dickeren Bodensatz.
Jean-Jacques Rousseau
Ein Mensch, der Gott fürchtet, ist wenig zu fürchten, sein Anhang ist nicht schrecklich, er ist beinahe allein, und man kann ihm vieles Üble zufügen, ehe man ihn dahin bringt, sich zu wehren.
Johann Heinrich Pestalozzi
Wer als Vater herrschen will, ehe er als Bruder geliebt hat, der herrscht nicht als Vater.
Johann Nepomuk Nestroy
Gute Vorsätze sind grüne Früchte, die abfallen, ehe sie reif sind!
Johann Wolfgang von Goethe
Es ist eine sehr angenehme Empfindung, wenn sich eine neue Leidenschaft in uns zu regen anfängt, ehe die alte noch ganz verklungen ist.
Ein geliebtes Abgeschiedenes umarme ich weit ehe und inniger im Grabhügel als im Denkmal.
Karl Julius Weber
Wir kümmern uns nicht, daß wir nicht dagewesen sind, ehe wir geboren wurden. Warum uns kümmern, nicht mehr da zu sein, wenn wie gestorben sind?
Karl Wilhelm Freiherr von Humboldt
Die Frische der Jugend ist die wahre Grundlage der Ehe!
Kurt Tucholsky
Die Katholiken terrorisieren das Land mit einer Auffassung vom Wesen der Ehe, die die ihre ist und die uns nichts angeht.
In der Ehe pflegt gewöhnlich einer der Dumme zu sein. Heiraten zwei Dumme, so mag es glücken.
Lucretia Rudolph Garfield
Mein Herz brach fast bei dem grausamen Gedanken, daß unsere Ehe auf dem kalten, harten Wort Pflicht basiert.
Ludwig Börne
Tugenden und Mädchen sind am schönsten, ehe sie wissen, daß sie schön sind.
Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach
Soweit die Erde Himmel sein kann, soweit ist sie es in einer glücklichen Ehe.
Viele Worte sind lange zu Fuß gegangen, ehe sie geflügelte Worte wurden.
Wenn der Mann das Amt hat und die Frau den Verstand, dann gibt es eine gute Ehe.
Martin Luther
Der Baum muß zuvor gut sein, ehe er gute Früchte trägt.
Kinder sind das lieblichste Pfand in der Ehe, sie binden und erhalten das Band der Liebe.
Moritz Gottlieb Saphir
Nicht das ist das Unglück, daß Liebe blind macht, sondern daß die Ehe ein Augenarzt ist, der ihr den Star sticht.
Nathaniel Hawthorne
Für eine gute Ehe gibt es einen sehr einfachen Maßstab: Man ist dann glücklich verheiratet, wenn man lieber heimkommt als fortfährt.
Nicolas-Sébastien de Chamfort
Die Ehe kommt nach der Liebe, wie der Rauch nach der Flamme.
Oscar Wilde
Die Ehe ist ein Versuch, zu zweit wenigstens halb so glücklich zu werden, wie man allein gewesen ist.
Ehe bedeutet gegenseitige Freiheitsberaubung in beiderseitigem Einvernehmen.
Zu einer glücklichen Ehe gehören meistens mehr als zwei Personen.
Prof. Karl Joachim Marquardt
Es ist bekannt, daß in Rom ein gewisser Euander gelebt haben soll, aber lange vor Romulus, ehe Rom gegründet war, so ungefähr zur Zeit des Herkules.
Sören Kierkegaard
Die Ehe ist und bleibt die wichtigste Entdeckungsreise, die der Mensch unternehmen kann.
Sir Francis Bacon
Wer in ein Land reist, ehe er einiges von dessen Sprache erlernt hat, geht in die Schule, aber nicht auf Reisen.
Theodor Fontane
Abwechslung ist des Lebens Reiz, was freilich jede glückliche Ehe zu widerlegen scheint.
Theodor Storm
Die Liebe, die Liebe, welch lieblicher Dunst! Doch in der Ehe - da steckt die Kunst.
Wilhelm Busch
Er mußte erst mit dem Kopf gegen die Bäume rennen, ehe er merkte, daß er auf dem Holzweg war.

