Zitate zum Thema "jüngst"
Friedrich Haug
Ein Kronprinz fragte jüngst im Hamlet voll Begier: Herr Gouverneur! Gefällt es mir?
Jüngst glaubt' ich einen Fremdling wohl zu kennen, Und auch der Fremdling wähnt', er kenne mich. Wir sprachen lang, doch mußten wir uns trennen, Denn wirklich waren's weder Er noch ich.
Gotthold Ephraim Lessing
Ursin ist ärgerlich, und geht mir auf die Haut, Daß ich ihm jüngst mein Buch, den Phädon, weggenommen; Gelesen hab er ihn, allein noch nicht verdaut. Ja, ja! zu Stande wär er bald damit gekommen: Sein Windspiel, oder er, hat ihn schon brav gekaut.
Indem der Spieler Pfiff - erzürnte Götter! - Durch einen schlimmen Wurf ein Auge jüngst verlor: Brav, Kamerade! rief ein Spötter; Du gibst uns jedem nun ein Auge vor.
Nikandern glückte jüngst ein trefflich Epigramm, So fein, so scharf, als je von Kästnern eines kam. Nun schwitzt er Tag und Nacht, ein zweites auszuhecken. Vergebens; was er macht, verdirbt. So sticht ein Bienchen uns, und läßt den Stachel stecken, Und martert sich, und stirbt.

