Zitate zum Thema "stellen"
Epikur von Samos
Die Naturwissenschaft macht die Menschen nicht zu geschäftigen Prahlern und Schwätzern und nicht zu solchen, die die von der Menge hochgeschätzte Bildung zur Schau stellen, sondern zu Selbstbewußten und Selbstgenügsamen, die nicht auf den Wert der äußeren Dinge, sondern auf ihre eigenen Güter stolz sind.
An alle Begierden soll man die Frage stellen: Was wird mir geschehen, wenn erfüllt wird, was die Begierde sucht, und was, wenn es nicht erfüllt wird?
Ignatius von Loyola
Die meisten Menschen ahnen nicht, was Gott aus ihnen machen könnte, wenn sie sich ihm nur zur Verfügung stellen würden.
Marc Aurel
Mancher, der einem andern Dienste erwiesen hat, ist sogleich bei der Hand, sie ihm in Rechnung zu stellen.
Platon
Wer durch den Besitz des Guten glücklich geworden ist, der ist wahrhaft glücklich. Man muß keine weiteren Fragen mehr stellen, warum es glücklich ist.
Denis Diderot
Wenn wir die Natur beobachten, stellen wir fest, daß sie die Seele des Menschen in seinen Körper wie in einem weiträumigen Palast untergebracht hat - allerdings nicht immer in den schönsten Quartieren.
Fjodor Dostojewskij
Kannst du die Frage stellen: Bin ich für mein Handeln verantwortlich oder nicht?, so bist du es.
Friedrich Nietzsche
Nicht darauf kommt es an, daß alles gleich gut und vollkommen gearbeitet ist; der Stolz flickt schon die schadhaften Stellen aus.
Georg Christoph Lichtenberg
Dieses haben unsere Vorfahren aus gutem Grunde so geordnet, und wir stellen es aus gutem Grunde nun wieder ab.
Heinrich Heine
Nichts verwundet einen Mann so sehr wie kleine weibliche Nadelstiche. Wir sind auf große Schwertstreiche gefaßt, und man kitzelt uns an den kitzlichsten Stellen.
Henry Charles Carey
Je mehr Menschen, desto mehr wächst ihre Kraft, Forderungen an die Schatzkammer der Natur zu stellen.
Henry Ward Beecher
Machen Sie es sich zur Aufgabe, höheren Ansprüchen zu genügen, als andere an Sie stellen.
Honoré de Balzac
Die Frauen sind, was die Liebe betrifft, auf drei Mittel beschränkt: Erstens stellen sie unsere Leidenschaft als etwas Fragwürdiges hin und bestreiten uns das Vermögen, zu lieben, wie sie selber lieben. Alsdann stellen sie sich als tief unglücklich hin, um unsere natürliche Großherzigkeit oder unsere Eitelkeit zu reizen. Und letztlich haben sie die Manie der Jungfräulichkeit!
Raoul beschloß sich dumm zu stellen; das ist das letzte Hilfsmittel geistreicher Leute.
Nur wenige Frauen kennen sich in den Mißlichkeiten des Daseins der meisten Männer aus, die sich alle eine Stellung schaffen, ihren Ruhm aufrechterhalten, ihr Vermögen auf eine solide Basis stellen müssen.
Die Winter sind für die Damen à la mode dasselbe, was ehedem für die Offiziere des Kaiserreichs ein Feldzug gewesen ist. Was für ein Werk der Kunst und der hohen Begabung stellen ein Abendkleid oder eine Frisur dar, die dazu dienen sollen, Sensation zu machen!
Nicht ohne Grund, mein Lieber, wirft das Sprichwort die drei Schwarzröcke zusammen, den Priester, den Mann des Gesetzes und den Arzt: der eine sorgt für die Wunden der Seele, der andere für die des Geldsacks, der letzte für die des Leibes; sie stellen die drei Grundfesten der Existenz der Gesellschaft dar: das Gewissen, den Besitz, die Gesundheit.
Ich wollte sie auf die Probe stellen, Monsieur, und ich habe den Versuch bitter bereut. Bedeutet eine Probe nicht Bespitzelung, wenigstens doch Mißtrauen?
Advokaten stellen aus Grundsatz wenig Stühle in ihre Büros. Gewöhnlich geht der Klient, wenn er es müde wird, länger herumzustehen, brummend davon, aber er nimmt doch wenigstens nicht die Zeit in Anspruch, die nach dem Ausdruck eines alten Sachverwalters nicht auf die Kostenrechnung gesetzt werden darf.
Jacob Grimm
Gott läßt seine Sonne über allen Menschen leuchten, er will sie nicht einander gegenüber stellen, wie von denen zuweilen geschieht, die uns Gottes Wort verkündigen.
Jean Paul
Man ist neugierig, die Stellen im Buche zu lesen, die ein andrer unterstrichen hat.
Bei schönen Stellen im Theater hustet niemand, es ist also willkürlich.
Johann Wolfgang von Goethe
Ich mag mich stellen, wie ich will, so sehe ich in vielen berühmten Axiomen nur die Aussprüche einer Individualität.
Joseph Addison
Unentschlossenheit gegenüber den Lebenszielen, die sich uns zur Wahl stellen, und die Unbeständigkeit bei ihrer Verfolgung sind die Hauptursachen unseres ganzen Unglücks.
Kurt Tucholsky
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, daß man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
Kluge Leute können sich dumm stellen, das Gegenteil ist schwieriger.
Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach
Ein Merkmal großer Menschen ist, daß sie an andere weit geringere Anforderungen stellen als an sich selbst.
Weh der Frau, die nicht im Falle der Not ihren Mann zu stellen vermag.
Mark Twain
Tiere sind die besten Freunde. Sie stellen keine Fragen und kritisieren nicht.
Michel Eyquem de Montaigne
Ob wir etwas als angenehm oder unangenehm empfinden, das hängt größtenteils davon ab, wie wir uns dazu stellen.
Oscar Wilde
In Prüfungen stellen Narren Fragen, die Weise nicht beantworten können.
Prof. Karl Joachim Marquardt
Stellen Sie sich nicht so an die offenen Fenster! Wenn einer herausfällt, dann will's keiner gewesen sein.
Samuel Taylor Coleridge
Willst du dich mit einem großen Geist gut stellen, so sieh zu, daß auch er von dir einen guten Eindruck bekommt. Einen kleinen Geist muß man vor allem einen guten Eindruck von sich selbst gewinnen lassen.
Wladimir Lenin
Ist nicht sofort ersichtlich, welche politischen oder sozialen Gruppen, Kräfte oder Größen bestimmte Vorschläge, Maßnahmen usw. vertreten, sollte man stets die Frage stellen: Wem nützt es?

