Zitate zum Thema "tief"

Albert Einstein

In unserer im allgemeinen materialistisch eingestellten Zeit sind die ernsthaften Forscher die einzigen tief religiösen Menschen.

Christian Dietrich Grabbe

Das Weib sieht tief, der Mann sieht weit.

Christoph Martin Wieland

Es hat für jede Seelenwunde, wie tief sie brennt, die Zeit, die große Trösterin, den wahren Balsam.

Franz Kafka

Eine durch Schritte nicht tief ausgehöhlte Treppenstufe ist, von sich selber aus gesehen, nur etwas öde zusammengefügtes Hölzernes.

Friedrich Haug

In meinem neuen Trauerspiele Warst du der Einzige der lachte, zischt' und pfiff. Ich überließ mich ganz dem christlichen Gefühle, Dem Feinde wohlzutun; allein - es kränkt mich tief - In deinem neuen Trauerspiele War ich der Einzige, der klatscht' und Bravo rief.

Friedrich Nietzsche

Alle Dinge tief finden - das ist eine unbequeme Eigenschaft: sie macht, daß man beständig seine Augen anstrengt und am Ende immer mehr findet, als man gewünscht hat.

Die Menge hält alles für tief, dessen Grund sie nicht sehen kann.

Wer immer tief beschäftigt ist, ist über alle Verlegenheit hinaus.

Alles, was tief ist, liebt die Maske; die allertiefsten Dinge haben sogar einen Haß auf Bild und Gleichnis.

Wer tief in die Welt gesehen hat, errät wohl, welche Weisheit darin liegt, daß die Menschen oberflächlich sind. Es ist ihr erhaltender Instinkt, der sie lehrt, flüchtig, leicht und falsch zu sein.

Man verstehe doch endlich das Erstaunen Napoleons tief genug, als er Goethe zu sehen bekam: es verrät, was man sich Jahrhunderte lang unter dem deutschen Geiste gedacht hatte. Voilà un homme! - das wollte sagen: Das ist ja ein Mann! Und ich hatte nur einen Deutschen erwartet!

Man hält das Weib für tief - warum? Weil man nie bei ihm auf den Grund kommt. Das Weib ist noch nicht einmal flach.

Friedrich von Schiller

Wer sieht so scharf, so tief, Wer anders, als der Falkenblick der Liebe.

Streben wir nicht allzu hoch hinauf, daß wir zu tief nicht fallen mögen.

Hermann Hesse

Hände, laßt von allem Tun, Stirn, vergiß du alles Denken, alle meine Sinne wollen nun sich in Schlummer senken. Und die Seele unbewacht will in freien Flügen schweben, um im Zauberkreis der Nacht, tief und tausendfach zu leben.

Hermann von Lingg

Es ist kein Schmerz so tief verborgen, er wirft doch seinen Widerschein noch in den schönsten Tag hinein.

Honoré de Balzac

Die Frauen sind, was die Liebe betrifft, auf drei Mittel beschränkt: Erstens stellen sie unsere Leidenschaft als etwas Fragwürdiges hin und bestreiten uns das Vermögen, zu lieben, wie sie selber lieben. Alsdann stellen sie sich als tief unglücklich hin, um unsere natürliche Großherzigkeit oder unsere Eitelkeit zu reizen. Und letztlich haben sie die Manie der Jungfräulichkeit!

Die Menschen erlauben uns wohl, uns über sie zu erheben, aber sie verzeihen es uns niemals, wenn wir nicht ebenso tief herabsteigen wie sie.

Ein echter Patriot ist nur der Bürger, der so tief von der Bedeutung der Gesetze durchdrungen ist, daß er ihnen auch dann zur Durchführung verhilft, wenn er selbst dabei Kopf und Kragen riskiert. Einen Übeltäter in Frieden ziehen lassen, heißt das nicht, an seinen künftigen Schandtaten mitschuldig zu werden.

Die drei Richter die tief in jedem Gewissen kauern: die Ehre, die Wahrheit und die Gerechtigkeit.

Johann Wolfgang von Goethe

Über das Absurde schreit jedermann auf und freut sich, etwas so tief unter sich zu sehen. Über das Mittelmäßige erhebt man sich mit Behaglichkeit.

Das Christentum ist so tief in der menschlichen Natur und ihrer Bedürftigkeit begründet, daß auch in dieser Beziehung mit Recht zu sagen ist: Des Herrn Wort bleibet ewiglich.

Richard Dehmel

Ich kann dir nicht die Blume nennen, der deine Seele gleicht. Sie müßte tief scharlachen brennen. Solche Blumen welken leicht.

Ich will ergründen alle Lust, so tief ich dürsten kann; ich will sie aus der ganzen Welt schöpfen, und stürb' ich dran.

Wilhelm Busch

Besonders tief und voll Empörung fühlt man die pekuniäre Störung.

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