Zitate zum Thema "seelen"
Hrabanus Maurus
Die Seelen werden zueinander geführt und voneinander gerissen mit der Gewalt von Sternenbahnen.
Novalis
Kraft ist die Materie der Stoffe. Seele ist die Kraft der Kräfte. Geist ist die Seele der Seelen. Gott ist der Geist der Geister.
Plutarch
Die Seelen der Kinder sind dem Wachse gleich; man kann die Lehren gleich einem Siegel in dieselben eindrücken.
August Graf von Platen
Die Tugend großer Seelen ist Gerechtigkeit.
François Marie Voltaire
Freundschaft ist die Ehe der Seelen.
Friedrich Haug
Was sind die Seelen eitler Weiber? Bloß Kammerfrauen ihrer Leiber.
Friedrich Nietzsche
Die ungerechte Gesinnung steckt in den Seelen der Nicht-Besitzenden auch, sie sind nicht besser als die Besitzenden und haben kein moralisches Vorrecht.
Also will es die Art edler Seelen: sie wollen nichts umsonst haben, am wenigsten das Leben.
Friedrich von Schiller
Jeden, ohne Unterschied, reizt der nahe Gewinn, aber nur große Seelen wird das entfernte Gute bewegen.
Verwandt sind sich alle starken Seelen.
Hast du etwas, so gib es und ich zahle, was recht ist. Bist du etwas, o dann tauschen die Seelen wir aus.
Große Seelen dulden still.
Große Seelen macht die Liebe größer.
Das Weib ist nicht schwach. Es gibt starke Seelen in dem Geschlecht.
Honoré de Balzac
Dort zu vernünfteln, wo es zu fühlen gilt, ist eine Eigenschaft schwungloser Seelen.
Dieser Zustand der Seele steht immer im Verhältnis zu der Heftigkeit der Empfindungen. Zwei Seelen, welche sich nur schwach lieben, verspüren nichts derartiges.
Wenn zwischen zwei Wesen, die einander lieben und deren Leben in jedem Augenblick von einem zum andern überströmt, eine Wolke aufgetaucht ist, so läßt sie, selbst wenn sie sich zerteilt, in den Seelen dennoch eine Spur ihres Vorüberziehens zurück.
Verbrechen stehen stets in einem Verhältnis zu der Reinheit des Gewissens; eine Tat, die für manches Herz kaum einen Fehler im Leben bedeutet, kann für bestimmte lautere Seelen gar wohl die Maße eines Verbrechens annehmen.
Die Schmeichelei geht niemals von großen Seelen aus, sie ist das Erbteil kleiner Geister, denen es gelingt, sich noch zu verkleinern, um besser in die Lebensphäre der Person einzudringen, um die sie kreisen.
Diese Kameraderie, ein von einem geistreichen Mann erfundenes Wort, frißt die schönsten Seelen an: sie macht ihren Stolz rosten, vernichtet die Grundlage großer Werke und heiligt die geistige Feigheit.
Edle und stolze Seelen nehmen sogleich das Zartgefühl wahr, mit dem sie behandelt werden. Dieser Takt ist im Gefühlen das gleiche, was Anmut im Körperlichen ist.
Seelen, die viel und rasch erleben, leiden nicht weniger als die, die von einer einzigen Liebe verzehrt werden.
Madame de Beauséant warf dem Studenten einen jener schmelzenden Blicke zu, in die große Seelen gleichzeitig Dankbarkeit und Würde zu legen wissen. Dieser Blick war wie Balsam und tat der Wunde wohl, die der Gerichtsvollzieherblick, mit dem die Herzogin ihn abschätzt, dem Herzen des Studenten zugefügt hatte.
Das Wohltun, das zwei Wesen zu einem einzigen verschmilzt, ist eine himmlische Leidenschaft, die ebenso unbegreiflich und selten ist wie wahre Liebe. Beide entspringen sie dem Verschwendenkönnen schöner Seelen.
Schöne Seelen halten es in der Welt nicht lange aus. Wie sollten sich denn auch große Gefühle einer niedrigen, kleinen, oberflächlichen Gesellschaft verbünden können?
Das Böse besitzt ein aufsehenerregendes, strahlendes Wesen, das gemeine Seelen aufreizt und mit Bewunderung erfüllt, während das Gute lange stumm bleibt.
Empfindliche Seelen, deren Kraft sich in höheren Sphären auswirkt, fehlt es an Begabung für Kniffe und Pfiffe, für das Ersinnen von Hilfsmitteln, von Auswegen; ihr guter Geist ist der Zufall: sie suchen nicht, sie finden.
Die rechtschaffenen Seelen zerreißen nicht einfach ihre Bande, zumal diejenigen, welche sie aus freien Stücken geknüpft haben.
Der Austausch der Seelen kann sich nur zwischen Menschen vollziehen, die bereit sind, sich nichts zu verbergen.
Kleine Geister brauchen den Despotismus, um ihre Nerven anzureizen, so wie die großen Seelen nach Gleichheit dürsten, damit ihr Herz weiterschlagen kann.
Die einzige Lüge zerstört das absolute Vertrauen, das für gewisse Seelen den Urgrund der Liebe bildet.
Johann Wolfgang von Goethe
Einen Tyrannen zu hassen vermögen auch knechtische Seelen. Nur wer die Tyrannei hasset, ist edel und groß.
Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust.
Joseph Joubert
Alle Frauen lieben die Geister, die in jungen Körpern wohnen, und Seelen, die schöne Augen haben.
Der Aberglaube ist die einzige Religion, deren niedere Seelen fähig sind.
Karl Julius Weber
Nur ein höherer Richter kennt die Schwere der Gewichte, die in weich organisierten Seelen so gerne nach unten ziehen.
Große, starke Seelen sind selten ärgerlich, desto mehr aber schwache Männer und fast alle Weiber.
Karl Wilhelm Freiherr von Humboldt
Die Sehnsucht nach wahrer Freundschaft und Liebe ist ein Vorrecht zarter und gebildeter Seelen.
Ludwig Börne
Der Schmerz ist der große Lehrer der Menschen, unter seinem Rausch entfalten sich die Seelen.
Nicolas-Sébastien de Chamfort
Ehrgeiz fängt die kleinen Seelen leichter als die großen, wie Stroh und Hütten leichter Feuer fangen als Paläste.
Sebastian Franck
Gott ist ein unaussprechlicher Seufzer, im Grund der Seelen gelegen.
Sir Thomas Browne
Einander verbundene Seelen sehnen sich nicht nur nach Umarmung, sondern auch danach, so zu sein wie die andere.
Théodore Simon Jouffroy
Gott ist, was uns fehlt, deswegen sind die großen Seelen frömmer als die kleinen.
Washington Irving
Große Seelen haben Ziele, kleine haben Wünsche.

