Zitate zum Thema "empfinden"
Carl Spitteler
Menschen zu finden, die mit uns fühlen und empfinden, ist wohl das schönste Glück auf Erden.
Friedrich Nietzsche
Viele erscheinen gereizt, wenn man ihnen eine Neuigkeit erzählt, sie empfinden das Übergewicht, welches die Neuigkeit dem gibt, der sie früher weiß.
Habsucht und Liebe: wie verschieden empfinden wir bei jedem dieser Worte! - und doch könnte es der selbe Trieb sein.
Friedrich von Schiller
Der schönste Schatz gehört dem Herzen an, das ihn erwidern und empfinden kann.
Kannst du nicht schön empfinden, dir bleibt doch vernünftig zu wollen, und als ein Geist zu tun, was du als Mensch nicht vermagst.
Gustav Freytag
Mißklänge gibt es überall, und nur unser ist die Schuld, wenn wir sie übermäßig empfinden.
Heinrich Heine
Vielleicht ist im Schmerze das höchste Leben, und die Götter, wenn sie das höchste Leben empfinden wollen, werden sie Mensch und lassen sich geißeln.
Honoré de Balzac
Wir empfinden mehr Schmerz über einen Verrat, der uns um das Ergebnis unseres Talents bringt, als über einen unmittelbar drohenden Tod.
Ein weibliches Wesen muß wohl Freude darin empfinden, für den zu leiden, den es liebhat!
Dafür brachten Ihm die einfachen Soldaten alle ein bißchen von dem Gefühl entgegen, das Kinder für eine gute Mutter empfinden; denn er verstand es, ihnen gegenüber nachsichtig und streng zugleich zu sein.
Der Mensch muß bestimmte Leidenschaften empfinden, um jene Eigenschaften zu entwickeln, die sein Leben adeln, indem er seinen Kreis erweitert und die allen Wesen natürliche Selbstsucht mildert.
Immanuel Kant
Der Inhalt der großen Wissenschaft des Frauenzimmers ist der Mensch und unter den Menschen der Mann. Ihre Weltweisheit ist nicht Vernünfteln, sondern Empfinden.
Johann Wolfgang von Goethe
Man tut viel, ohne es zu empfinden, weil man immer tut, was man nicht will.
Der rohe Mensch ist zufrieden, wenn er nur etwas vorgehen sieht; der gebildete will empfinden, und Nachdenken ist nur dem ganz ausgebildeten angenehm.
Wer ist denn imstande, in das Zimmer eines Rauchers zu treten, ohne Übelkeit zu empfinden?
Wenn es eine Freude ist, das Gute zu genießen, so ist es eine größere, das Bessere zu empfinden, und in der Kunst ist das Beste gut genug.
Geist und Sinne stumpfen sich so leicht gegen die Eindrücke des Schönen und Vollkommenen ab, daß man die Fähigkeit, es zu empfinden, bei sich auf alle Weise erhalten sollte.
Das Alter kann kein größeres Glück empfinden, als daß es sich in die Jugend hineingewachsen fühlt und mit ihr nun fortwächst.
Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach
Die glücklichen Pessimisten! Welche Freude empfinden sie, so oft sie bewiesen haben, daß es keine Freude gibt!
Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.
Michel Eyquem de Montaigne
Ob wir etwas als angenehm oder unangenehm empfinden, das hängt größtenteils davon ab, wie wir uns dazu stellen.

