Zitate zum Thema "schatten"

Novalis

Siehst du einen Riesen, so prüfe den Stand der Sonne und gib acht, ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Wie ein Traum so ist's vergangen, wie ein Schatten, Hauch und Schaum - Traum ist Liebe, Lust, Verlangen und das Leben selbst ein Traum.

Baltasar Gracián y Morales

Man muß sich nie zu dem gesellen, durch den man in den Schatten gestellt wird.

Ephraim Moses Kuh

Wie unser Schatten ist so mancher treuer Freund: Er bleibt solang, als uns des Glückes Sonne scheint.

Francis de Croisset

Die häßlichen Frauen altern besser als die hübschen, denn sie gehen vom Schatten in die Dunkelheit.

Franz Grillparzer

Die Größe ist gefährlich, und der Ruhm ein leeres Spiel; was er gibt, sind nichtige Schatten, was er nimmt, es ist so viel.

Franz Kafka

Viele Schatten der Abgeschiedenen beschäftigen sich nur damit, die Fluten des Totenflusses zu belecken, weil er von uns herkommt und noch den salzigen Geschmack unserer Meere hat. Vor Ekel sträubt sich dann der Fluß, nimmt eine rückläufige Strömung und schwemmt die Toten ins Leben zurück. Sie aber sind glücklich, singen Danklieder und streicheln den Empörten.

Friedrich Haug

Das Umhaun der Alleen geht schnell von Statten. Man läßt uns nicht einmal der Väter Schatten.

Friedrich Nietzsche

Gedanken sind die Schatten unserer Empfindungen, - immer dunkler, leerer, einfacher, als diese.

Wie steht hinter jedem sein Schatten, sein dunkler Weggefährte!

Meine Gedanken, sagte der Wanderer zu seinem Schatten, sollen mir anzeigen, wo ich stehe: aber sie sollen mir nicht verraten, wohin ich gehe.

Es gibt Fälle, wo wir wie Pferde sind, wir Psychologen, und in Unruhe geraten: wir sehen unsren eignen Schatten vor uns auf und niederschwanken. Der Psychologe muß von sich absehen, um überhaupt zu sehen.

Friedrich von Schiller

Verscherzt ist dem Menschen des Lebens Frucht, solang er die Schatten zu haschen sucht.

George Sand

Der Einsame ist nur der Schatten eines Menschen, und wer nicht geliebt wird, ist überall und mitten unter allen einsam.

Heinrich Heine

Der Sohn eines Weinhändlers, der ihn gewiß in sehr nüchterner Stimmung gezeugt, eine lange, hagere Gestalt, die wie der Schatten einer eau-de-cologne-Flasche aussah, aber keineswegs wie der Inhalt derselben roch.

Der Tag ist nur der weiße Schatten der Nacht.

Metaphern, deren bloßer Schatten schon zu zwanzig Jahren Festungshaft berechtigte.

Honoré de Balzac

Verzeiht man nicht alten Leuten, wenn sie dahinschwinden wie Schatten und nur noch eine Erinnerung sein wollen?

Welch schönes Vorrecht der Liebe, sie drängt alles in den Schatten, läßt alles verblassen: Altar, Thron und Geschäftsbücher!

Schüchterne Menschen sind argwöhnisch, jähes Entgegenkommen erschreckt sie. Sie laufen vor dem Glück davon, wenn es lärmend naht, und geben sich dem Unglück preis, wenn es bescheidentlich und begleitet von weichen Schatten naht.

Jean Paul

Die alten Menschen: wohl sind sie lange Schatten, und ihre Abendsonne liegt kalt auf der Erde, aber sie zeigen alle nach Morgen.

Johann Heinrich Pestalozzi

Die Liebe wählt sich den kleinen Ort, auf den sie scheinen will, alles übrige steht bei ihr im Schatten.

Karl Kraus

Wo die Sonne der Weisheit am tiefsten steht, werfen selbst Zwerge große Schatten.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Mißtraue deinem Urteil, sobald du darin den Schatten eines persönlichen Motivs entdecken kannst.

Rudyard Kipling

Unser England ist ein Garten, und solche Gärten werden nicht geschaffen, indem man einfach im Schatten sitzt und singt: Oh, wie schön!

Thomas Campbell

Künftige Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.

Der Abend des Lebens gibt mir geheimnisvolle Weisheit, Und künftige Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.

Victor Hugo

Die Religion ist nichts als der Schatten, den das Universum auf die menschliche Intelligenz wirft.

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