Zitate zum Thema "steht"
Aristoteles
Wer sich einen Dienst erweisen läßt, steht unter dem, der ihn erweist.
Also steht die Tugend und ebenso auch das Laster in unserer Gewalt. Denn wo das Tun in unserer Gewalt ist, da ist es auch das Lassen, und wo das Nein, da auch das Ja. Wenn also das Tun des Guten in unserer Gewalt steht, dann auch das Unterlassen des Bösen; und wenn das Unterlassen des Guten in unserer Gewalt steht, dann auch das Tun des Bösen.
In den Anstrengungen ist ein Zuviel gesünder und steht dem Mittelmaß näher als ein Zuwenig, in der Ernährung dagegen ist es umgekehrt.
Aurelius Augustinus
Am Anfang steht der Glaube, am Ziel die Schau.
Carmen Sylva
Die Dummheit drängt sich vor, um gesehen zu werden. Die Klugheit steht zurück, um zu sehen.
Chilon
Verbürge dich, so steht dir Schaden bevor.
Demokrit
Schmuck des Weibes, wenig zu reden; aber auch Einfachheit im Schmuck steht ihr wohl an.
Epikur von Samos
Um vor den Menschen sicher zu sein, steht als ein naturgemäßes Gut Herrschaft und Königtum zur Verfügung, mit deren Hilfe man sich zuweilen jene Sicherheit verschaffen kann.
Konfuzius
Am höchsten steht, wer alles intuitiv versteht. Danach kommt, wer durch Lernen zur Erkenntnis gelangt. Es folgt der, der erst lernt, wenn er in Schwierigkeiten ist. Wer nicht einmal lernt, wenn er in Not ist - den hält das Volk für das letzte.
Laotse
Der Weise hält sich im Hintergrund, doch in Wirklichkeit steht er vorn.
Wer auf den Zehen steht, kann nicht lange stehen.
Wer sich auf die Zehen stellt, steht nicht fest.
Albert Einstein
Ein Wissenschaftler wird nie verstehen, warum er allein deshalb an etwas glauben sollte, weil es in einem bestimmten Buch steht. ... Er wird niemals glauben, daß die Ergebnisse seiner eigenen Bemühungen endgültig sind.
Wenn A für Erfolg steht, gilt die Formel: A = X + Y + Z. X ist Arbeit, Y ist Muße und Z heißt Mundhalten.
Arthur Schopenhauer
Langeweile, aus Sicherheit und Überfluß geboren, steht dem irdischen Glück entgegen.
Bei jeder menschlichen Unternehmung ist nämlich etwas, das nicht in unserer Macht steht und nicht in unsere Berechnung fällt. Der Wunsch, dieses für sich zu gewinnen, ist der Ursprung der Götter.
Benjamin Franklin
Ein leerer Sack steht nicht gut aufrecht.
Christian Friedrich Hebbel
Die Ehre, einmal erkrankt und dann nicht rasch geheilt, steht niemals wieder von den Toten auf.
Daniel Drew
Ein Mann, der über seinem Geschäft steht, kann eines Tages sein Geschäft über ihm finden.
Denis Diderot
Überhaupt ist das Symbol der Frauen das der Apokalypse, und auf ihrer Stirn steht geschrieben: Mysterium.
Erich Mühsam
Und denkst du dir: Ich bin ein Zecher! Dann steht gleich da aus Zinn ein Becher!
Ernst Freiherr von Feuchtersleben
Steht dir ein Schmerz bevor, oder hat er dich bereits ergriffen, so bedenke, daß du ihn nicht vernichtest, indem du dich von ihm abwendest! Sieh' ihm fest ins Auge!
François Marie Voltaire
Es steht mir nicht zu, die Gerechtigkeit Gottes und seine Gnade abzuwägen.
Franklin D. Roosevelt
Ein Radikaler ist ein Mann, der mit beiden Füßen fest in der Luft steht.
Friedrich Haug
Zählest Du zwanzig Frühlinge nur, so steht die Hetäre - Bist ein Sechziger Du, so steht die Vestalin vor Dir.
Friedrich Hölderlin
Wer auf sein Elend tritt, steht höher.
Friedrich Nietzsche
Wie man sich im Alter der Jugend erinnert und Gedächtnisfeste feiert, so steht bald die Menschheit zur Kunst im Verhältnis einer rührenden Erinnerung an die Freuden der Jugend.
Der künstlerische Genius will Freude machen, aber wenn er auf einer sehr hohen Stufe steht, so fehlen ihm leicht die Genießenden; er bietet Speisen, aber man will sie nicht.
Kein Strom ist durch sich selber groß und reich: sondern daß er so viele Nebenflüsse aufnimmt und fortführt, das macht ihn dazu. So steht es auch mit allen Größen des Geistes. Nur darauf kommt es an, daß einer die Richtung angibt, welcher dann so viele Zuflüsse folgen müssen; nicht darauf, ob er von Anbeginn arm oder reich begabt ist.
Mit einem Talente mehr steht man oft unsicherer, als mit einem weniger: wie der Tisch besser auf drei, als auf vier Füßen steht.
Wie steht hinter jedem sein Schatten, sein dunkler Weggefährte!
Hinter deinen Gedanken und Gefühlen, mein Bruder, steht ein mächtiger Gebieter, ein unbekannter Weiser - der heißt Selbst. In deinem Leibe wohnt er, dein Leib ist er.
Sich in lauter Lagen begeben, wo man keine Scheintugenden haben darf, wo man vielmehr, wie der Seiltänzer auf seinem Seile, entweder stürzt oder steht - oder davon kommt.
Friedrich Rückert
Nie stille steht die Zeit, der Augenblick entschwebt, und den du nicht benutzt, den hast du nicht gelebt.
Sind ein Paar kalter Freunde Winter und Alter: Winter schröpfend, Alter erschöpfend; Winter zwackend, Alter plackend; Winter pustend, Alter hustend; Winter geht, Alter steht: Gerne wär' ich der beiden quitt, nähme Winter das Alter mit.
Friedrich von Schiller
Dreifach ist der Schritt der Zeit: Zögernd kommt die Zukunft herangezogen, pfeilschnell ist das Jetzt entflogen, ewig still steht die Vergangenheit.
Es steht und fällt ein Volk mit seinen Frauen.
Die letzte Wahl steht auch dem Schwächsten offen. Ein Sprung von dieser Brücke macht mich frei.
Georg Christoph Lichtenberg
Ich bin sehr abergläubisch, allein ich schäme mich dessen gar nicht, sowenig ich mich schäme zu glauben, daß die Erde stille steht; es ist der Körper meiner Philosophie, und ich danke nur Gott, daß er mir eine Seele gegeben hat, die dieses korrigieren kann.
George Herbert
Wer sich zu den Hunden legt, steht mit den Flöhen auf.
Giacomo Girolamo Casanova
Je tiefer man in seiner eigenen Meinung steht, desto mehr ist man bestrebt, in den Augen anderer Menschen ausgezeichnet zu erscheinen.
Gotthold Ephraim Lessing
Kommt diesem Amor nicht zu nah, Und stört ihn nicht in seinem Staunen! Noch steht er so, in einem süßen Staunen, Seit er Philinden sah.
Gustav Mahler
Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.
Henrik Ibsen
Der stärkste Mann der Welt ist derjenige, welcher allein steht.
Der stärkste Mann ist der, der allein steht.
Honoré de Balzac
Dieser Zustand der Seele steht immer im Verhältnis zu der Heftigkeit der Empfindungen. Zwei Seelen, welche sich nur schwach lieben, verspüren nichts derartiges.
Mit fünfzehn existieren weder Schönheit noch Talent: eine Frau ist dann ganz und gar Versprechen. Jetzt war sie achtundzwanzig, in dem Alter, da die Schönheit der Französinnen in ihrem vollen Glanz steht.
Nebenbei sei gesagt, daß Polen Rußland durch den Einfluß seiner Sitten hätte erobern können, anstatt es mit Waffen zu bekämpfen; dann hätte es gehandelt wie die Chinesen, die schließlich die Tataren zu Chinesen gemacht haben und, wie zu hoffen steht, auch die Engländer zu Chinesen machen werden.
Sicherlich steht die Übertragungsfähigkeit eines Gedankens in unmittelbarem Verhältnis zu der Kraft, mit der er erzeugt wird, und er schlägt dort ein, wohin das Gehirn ihn schickt.
Der Mensch ist immer derselbe, gleichgültig, ob er oben, unten oder in der Mitte steht.
Sie glich jenen Kranken, um die es so verzweifelt steht, daß sie es mit jedem Mittel versuchen und selbst Altweiberrezepten vertrauen.
Johann Heinrich Pestalozzi
Die Liebe wählt sich den kleinen Ort, auf den sie scheinen will, alles übrige steht bei ihr im Schatten.
Johann Wolfgang von Goethe
Das Muß ist hart, aber beim Muß kann der Mensch allein zeigen, wie's inwendig mit ihm steht. Willkürlich leben kann jeder.
Der Neider steht als Folie des Glücks.
Ein Regenbogen, der eine Viertelstunde steht, sieht man nicht mehr an.
Wir lernen die Menschen nicht kennen, wenn sie zu uns kommen. Wir müssen zu ihnen gehen, um zu erfahren, wie es mit ihnen steht.
Tat steht mit Reue, Handeln mit Sorge in immerwährendem Bezug.
In der lebendigen Natur geschieht nichts, was nicht in der Verbindung mit dem Ganzen steht.
Das Absolute steht noch über dem Vernünftigen.
Denn nicht allein körperliche Kühnheit will dem Alter selten geziemen, auch geistige Kühnheit steht ihm nicht wohl.
Josef Victor von Scheffel
Zum Abschiednehmen just das rechte Wetter. Grau wie der Himmel steht vor mir die Welt.
Joseph Freiherr von Eichendorff
Wo ein Begeisterter steht, ist der Gipfel der Welt.
Karl Kraus
Wo die Sonne der Weisheit am tiefsten steht, werfen selbst Zwerge große Schatten.
Khalil Gibran
Der Gerechte steht dem Herzen der Menschen nahe, der Gütige jedoch dem Herzen Gottes.
Kurt Tucholsky
Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muß, oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind.
Luc Marquis de Vauvenargues
Einem Mann, der in der großen Welt lebt, steht es nicht frei, den Frauen zu huldigen oder nicht.
Lucius Annaeus Seneca d.J.
Eine edle Gesinnung steht allen offen.
Marcus Tullis Cicero
Das steht jedem am besten, was ihm am natürlichsten ist.
Paul von Heyse
Wer sich an andere hält, dem wankt die Welt. Wer in sich selber ruht, der steht gut.
Prof. Karl Joachim Marquardt
Hier in Ilias Buch 11 erzählt Homer, was eigentlich gar nicht in der Ilias drin steht.
Sigmund Freud
Das Falsche ist oft die Wahrheit, die auf dem Kopf steht.
Theodor Fontane
Zwischen Hochmut und Demut steht ein drittes, dem das Leben gehört und das ist der Mut.
Theodor Storm
Das ist das Größte, was dem Menschen gegeben ist, daß es in seiner Macht steht, grenzenlos zu lieben.
Victor Auburtin
Im Herbst steht in den Gärten die Stille für die wir keine Zeit haben.
Wilhelm Busch
Das Gute - dieser Satz steht fest - ist stets das Böse, was man läßt.
Beschluß einer Synode: Die Erde steht still. Heuschrecken haben vier Beine (3. Buch Mose). Bemerkung: Predigt Salomo, 10. Kapitel, 5, 6: Es ist ein Unglück, das ich sehe unter der Sonne, nämlich Unverstand - daß ein Narr sitzet in großer Würde.
William Shakespeare
Wir Männer mögen leicht mehr sprechen, schwören, doch der Verheißung steht der Wille nach. Wir sind in Schwüren stark, doch in der Liebe schwach.
Steht etwas am Tiefpunkt, so stirbt es - oder steigt neu auf zum alten Stand.

