Zitate zum Thema "moral"
Anselm Feuerbach
Der Fehler ist die Reaktion der Natur gegen die steife Regel der Moral.
Arthur Schopenhauer
Das Mitleid ist die Grundlage der Moral.
Die ersten vierzig Jahre unsers Leben liefern den Text, die folgenden dreißig den Kommentar dazu, der uns den wahren Sinn und Zusammenhang des Textes, nebst der Moral und allen Feinheiten desselben, erst recht verstehen lehrt.
Bertolt Brecht
Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.
François Duc de La Rochefoucauld
Moralische Entrüstung besteht in den meisten Fällen zu zwei Prozent aus Moral, zu 48 Prozent aus Hemmungen und zu 50 Prozent aus Neid.
Frank Wedekind
Das glänzendste Geschäft auf dieser Welt ist die Moral.
Franz Grillparzer
Moral ist ein Maulkorb für den Willen, Logik ein Steigriemen für den Geist.
Friedrich Nietzsche
Selbst Logiker sprechen von Ahnungen der Wahrheit in Moral und Kunst, was ihnen doch verboten sein sollte.
Die Entwicklung der höheren Moral hängt daran, daß einer Söhne hat; dies stimmt ihn unegoistisch, oder richtiger: es erweitert seinen Egoismus der Zeitdauer nach, und läßt ihn Ziele über seine individuelle Lebenslänge hinaus mit Ernst verfolgen.
Die Unterwerfung unter die Moral kann sklavenhaft oder eitel oder eigennützig oder resigniert oder dumpf schwärmerisch oder gedankenlos oder ein Akt der Verzweiflung sein, wie die Unterwerfung unter einen Fürsten: an sich ist sie nichts Moralisches.
Ist nicht der Ursprung aller Moral in den abscheulichen kleinen Schlüssen zu suchen: was mir schadet, das ist etwas Böses; was mir nützt, das ist etwas Gutes?
Die Erkenntnis um ihrer selbst willen - das ist der letzte Fallstrick, den die Moral legt: damit verwickelt man sich noch einmal völlig in sie.
Der getretene Wurm krümmt sich. So ist es klug. Er verringert damit die Wahrscheinlichkeit, von Neuem getreten zu werden. In der Sprache der Moral: Demut.
Ob wir Immoralisten der Tugend Schaden tun? - Eben so wenig, als die Anarchisten den Fürsten. Erst seitdem diese angeschossen werden, sitzen sie wieder fest auf ihrem Thron. Moral: man muß die Moral anschießen.
Friedrich von Schlegel
Wo Politik ist oder Ökonomie, da ist keine Moral.
Gotthold Ephraim Lessing
Alle Moral muß aus der Fülle des Herzens kommen.
Heinrich Heine
Das religiöse Prinzip und Moral ist Speck und Schweinefleisch, eins und dasselbe. Die Moral ist nur eine in die Sitten übergegangene Religion (Sittlichkeit). Ist aber die Religion der Vergangenheit verfault, so wird auch die Moral stinkig.
Henri Poincaré
Es kann keine wissenschaftliche Moral geben, aber es kann eine unmoralische Wissenschaft geben.
Herbert Spencer
Die Erhaltung der Gesundheit ist eine Pflicht. Nur wenige sind sich bewußt, daß es so etwas wie eine körperliche Moral gibt.
Honoré de Balzac
Die Moral ist machtlos gegenüber einem Dutzend Laster, welche die Gesellschaft zerstören und die nichts bestrafen kann.
Da haben sie das Leben, wie es tatsächlich ist. Es ist schwerlich schöner als eine Küche; überall riecht es übel, und man muß sich die Hände schmutzig machen, wenn man was Gutes essen will; man muß es nur verstehen, sie sich wieder reinzuwaschen: darin besteht die ganze Moral unseres Zeitalters.
Jeremy Bentham
Die Moral ist nichts als die Regulierung des Egoismus.
Karl Kraus
Erotik ist die Überwindung von Hindernissen. Das Verlockendste und populärste Hindernis ist die Moral.
Oscar Wilde
Die Moral ist immer die letzte Zuflucht von Leuten, die die Schönheit nicht begreifen.
Die Wissenschaft ist außer Reichweite der Moral, denn ihre Augen sind auf ewige Wahrheiten geheftet.
Moral ist die Haltung, die wir Leuten gegenüber einnehmen, gegen die wir eine persönliche Abneigung haben.

