Zitate zum Thema "andern"
Konfuzius
Wenn man selbst lieber zu viel tut und wenig von andern erwartet, so bleibt man fern vom Groll.
Marc Aurel
Mancher, der einem andern Dienste erwiesen hat, ist sogleich bei der Hand, sie ihm in Rechnung zu stellen.
Thomas von Kempen
Ich höre oft, es sei viel besser, sich raten zu lassen, als andern Rat geben.
Adolph Freiherr von Knigge
Schreibe nicht auf deine Rechnung das, wovon andern das Verdienst gebührt!
Blaise Pascal
Man läßt sich lieber durch Gründe überzeugen, die man selber gefunden hat, als durch solche, die andern in den Sinn gekommen sind.
Emil Gött
Der Teufel des einen ist anständiger als der Gott des andern.
Franz Grillparzer
Unsere Neigungen, Gedanken, scheinen gleich sie ohne Schranken, gehn doch, wie die Rinderherde, eines in des andern Tritt.
Franz Kafka
Es gibt zwei menschliche Hauptsünden, aus welchen sich alle andern ableiten: Ungeduld und Lässigkeit. Wegen der Ungeduld sind sie aus dem Paradiese vertrieben worden, wegen der Lässigkeit kehren sie nicht zurück. Vielleicht aber gibt es nur eine Hauptsünde: die Ungeduld. Wegen der Ungeduld sind sie vertrieben worden, wegen der Ungeduld kehren sie nicht zurück.
Franziska Gräfin zu Reventlow
Immer steh ich draußen vor der Tür, wenn die andern Feste feiern. Dies furchtbare Alleinsein.
Friedrich Güll
Nur wer selber richtig denken gelernt, findet sich in einem andern Denker; nur wer selber tüchtig lenken gelernt, fügt sich auch in einen andern Lenker.
Friedrich Haug
Nie hat Ehre noch erstritten, der sie andern abgeschnitten.
Immer kannst Du Liebe mir versagen, Wenn Dein Herz für keinen Andern spricht. Mein Verzweifeln kann ich schon ertragen, Doch der Nebenbuhler Hoffnung nicht.
Friedrich Martin von Bodenstedt
Willst du klug durchs Leben wandern, prüfe andre, doch auch dich! Jeder täuscht gar gern den andern, doch am liebsten jeder sich.
Friedrich Nietzsche
Man vergißt seine Schuld, wenn man sie einem andern gebeichtet hat, aber gewöhnlich vergißt der andere sie nicht.
Es ist oft kein geringes Zeichen von Humanität, einen Andern nicht beurteilen zu wollen und sich zu weigern, über ihn zu denken.
Des einen Einsamkeit ist die Flucht des Kranken; des andern Einsamkeit die Flucht vor den Kranken.
Friedrich Schleiermacher
Es trocknen in der Einsamkeit die Säfte des Gemütes; es stockt der Gedankenlauf; ich muß hinaus in mancherlei Gemeinschaft mit andern Geistern.
Friedrich von Schiller
Einer, das höret man wohl, spricht nach dem andern, doch keiner mit dem andern; wer nennt zwei Monologe Gespräch?
Willst du dich selber erkennen, so sieh wie die andern es treiben, Willst du die andern verstehn, blick in dein eigenes Herz.
Georg Christoph Lichtenberg
Bei einem großen Genie gehet das in einem Augenblicke vor, was oft bei einem andern ganze Stunden dauert. Ein gewisser Mensch, der eben keine großen Gaben hatte, hielt einen zum Betrug mit der Feder nachgemachten Druck eine Stunde wirklich dafür, andere sahen es im ersten Augenblick.
Gotthold Ephraim Lessing
Wir sind alle Blätter an einem Baum, keins dem andern ähnlich, das eine symmetrisch, das andere nicht, und doch alle gleich wichtig dem Ganzen.
Du nennest meinen Rat ein schales Sinngedicht? Trill, einen andern Rat bekommst du wahrlich nicht. Zum Hängen und zum Freien Muß niemand Rat verleihen.
Es sagte, sonder alle Gnade, Die ganze Stadt Nigrinen tot. Was tat die Stadt in dieser Not? Ein Zehnteil von der Stadt sprach: Schade! Doch als man nach und nach erfuhr, daß das Geschrei Ein bloßes blindes Lärmen sei: So holten, was zuvor das eine Zehnteil sprach, Die andern neune nach.
Heinrich Heine
Diese Welt ist so eingerichtet, daß einer den andern plagen und ihn Geduld lehren muß.
Es ist noch ein wahres Glück, daß der Mensch, der den andern prügelt, am Ende müde wird, sonst könnte es der andere wahrhaftig nicht aushalten.
Ich kann kein Unrecht leiden, und daran krepiere ich; aber Gott weiß, daß ich mit derselben Schärfe des Gefühls auch das Unrecht, das andern widerfährt, empfinde.
Ich weiß, man wird später gegen mich Kanonen aufführen, aber ich bin kugelfest, während die andern nicht einmal Schrot vertragen können.
Ich will nicht sagen, die Weiber hätten gar keinen Charakter. Beileibe nicht! Sie haben vielmehr jeden Tag einen andern.
In der ganzen Welt verbringen die Menschen ihr Leben damit, daß sich einer mit dem andern beschäftigt, und dessen Tun und Lassen, Wollen und Können beobachtet oder kreuzt oder, des eigenen Vorteils halber, befördert.
Kein Mensch hat das Recht, einen andern umbringen zu lassen; am allerwenigsten sollten Christen ein Todesurteil fällen, da sie doch daran denken sollten, daß der Stifter ihrer Religion, unser Herr und Heiland, unschuldig verurteilt und hingerichtet worden.
Hermann Hesse
Unser Ziel ist, einander zu erkennen und einer im anderen das zu sehen und ehren zu lernen, was er ist; - des andern Gegenstück und Ergänzung!
Honoré de Balzac
Eine Frau ist für ihren Gatten stets alt und mißfällig, aber stets strahlend, elegant und geputzt für den andern, für den Nebenbuhler aller Ehegatten, für die Gesellschaft, welche alle Frauen verleumdet und verlästert.
Wenn zwischen zwei Wesen, die einander lieben und deren Leben in jedem Augenblick von einem zum andern überströmt, eine Wolke aufgetaucht ist, so läßt sie, selbst wenn sie sich zerteilt, in den Seelen dennoch eine Spur ihres Vorüberziehens zurück.
Im psychischen Leben so gut wie im physischen gibt es eine Einatmung und eine Ausatmung: Die Seele hat das Bedürfnis, die Gefühle einer andern Seele zu absorbieren, sie sich anzueignen, um sie reicher wieder zurückzugeben. Ohne dies schöne menschliche Wunder gibt es kein Leben im Herzen, ihm fehlt die Luft, es leidet und siecht dahin.
Wenn aber die Ausdrucksformen der Liebe so verschieden sind, daß kein Liebespaar im Laufe der Zeiten seinesgleichen hat, so teilt sie sich hingegen immer in der gleichen Art und Weise mit. Jedes junge Mädchen, auch das allerfrömmste, das allerkeuscheste, gebraucht die gleiche Sprache und unterscheidet sich von andern nur durch die Anmut seiner Gedanken.
Jean de La Bruyère
Der Schmeichler hat weder von sich noch von andern eine gute Meinung.
Beginn und Ende der Liebe künden sich an in der Verlegenheit, mit dem andern allein zu sein.
In der Liebe gibt es kaum einen andern Grund, sich nicht mehr zu lieben, als daß man sich zu sehr geliebt hat.
Jean Paul
Ein lange Reisender kann am leichtesten in der Verblendung über seinen Wert bei andern bleiben, weil er bei diesen nur kurz, in wenigen Verbindungen ist und sich sein Mißverhältnis nicht so steigern kann, daß man es ihm offenbart.
Man fragt den andern um Rat, nicht, weil man nicht weiß, was man tun soll, sondern weil man es weiß, aber nicht gern tut - der andere soll dann einer guten oder bösen Neigung den Ausschlag geben.
Je mehr man mit dem andern bekannt wird, desto mehr hört man auf, den Verstand zu zeigen, und beginnt, das Herz zu zeigen.
Warum lieben wir die Tugend an andern zehnmal mehr als an uns? Warum fühlen wir so viel Wärme gegen einen Aufopfernden und halten's für Schuldigkeit bei uns? Einmal müssen wir uns irren.
Man lobt den andern lieber in Briefen als ins Gesicht.
Man ist dem andern, den man tadelt, ähnlicher und dem, den man lobt, unähnlicher, als man glaubt.
Es gibt Menschen, die man nicht hasset und nicht sehr liebt, aber ein wenig, die verschwinden, ohne daß man es merkt, wiederkommen ohne Freude - Für Große gibt es keine andern, und sie sind keine andern.
Daran erkenne deine historische oder poetische Kraft: was dir so leicht wird, daß du ordentlich nach einer andern Kraftübung dich umsiehst, dies ist deine Kraft. Und das Angeborene achtet eben nicht das Angeborene, sondern das Anerzogene.
Die Menschen denken sich, um den andern zu etwas zu überreden, nur in dessen äußere Lage mit ihrer Seele hinein, aber nicht in dessen innere oder Seele; daher kein Begreifen und kein Einwirken.
Eine starke Phantasie ist jedes großen Entschlusses fähig, aber sie macht auch - weil sie die Sache auf einer andern Seite betrachtet - desto unfähiger, ihn auszuführen.
Man ist in der Liebe darum ungerecht, weil man den andern für vollkommen hielt.
Das Übertreiben liebender Worte macht in der Ehe gar nicht das Übertreiben tadelnder gut, sondern dieses Übermaß vernichtet die Wirkung des andern; von allen Aufwallungen lassen nur die zornigen den dickeren Bodensatz.
Johann Gottfried von Herder
Alles ist in der Natur verbunden: Ein Zustand strebt zum andern und bereitet ihn vor.
Johann Wolfgang von Goethe
Lebst im Volke; sei gewohnt, keiner je des andern schont.
Wir erschrecken über unsere eignen Sünden, wenn wir sie an andern erblicken!
S'ist so viel Heimweh in der Welt, daß eins dem andern die Waage hält.
O trüg ich doch ein männlich Herz in mir, das, wenn es einen kühnen Vorsatz hegt, vor jeder andern Stimme sich verschließt!
Gar selten tun wir uns selbst genug; desto tröstender ist es, andern genug getan zu haben.
Das Klügste, was man tun kann, um sich Ruhe zu verschaffen, daß man gegen die andern ein wenig unverträglich ist.
Und was man ist, das bleibt man andern schuldig.
Doch den laßt nicht zu euch herein, der andern schadet, um etwas zu sein.
Ein Dienst ist wohl des andern wert.
Niemand würde viel in Gesellschaften sprechen, wenn er sich bewußt wäre, wie oft er die andern mißversteht.
Soll dich das Alter nicht verneinen, So mußt du's gut mit andern meinen; Mußt viele fördern, manchem nützen, Das wird dich vor Vernichtung schützen.
John Galsworthy
Denn wie oft lieben wir nicht uns in andern? Und wo würde die Beständigkeit in der Liebe herkommen, wenn sie nicht von unserm eigenen Vergnügen unterhalten würde?
Karl Kraus
Wer andern keine Grube gräbt, fällt selbst hinein.
Leo Tolstoi
Buddha sagt, das Glück bestehe darin, dem andern soviel Gutes als möglich zu tun. Bei oberflächlicher Betrachtung erscheint einem das sonderbar. Und doch ist es so. Glück ist nur möglich unter der Bedingung, daß man sich von allem persönlichen egoistischen Glück lossagt.
Matthias Claudius
Gehorche der Obrigkeit und lasse die andern über sie streiten.
Niccolò Machiavelli
Daß wir uns nicht ändern können, hat zweierlei Gründe: Zum einen können wir uns unserer eigenen Natur nicht widersetzen, zum andern ist es unmöglich, einen Menschen, der bei einer bestimmten Art zu handeln Glück gehabt hat, zu überzeugen, daß es gut sein kann, auch einmal anders zu handeln.
Otto Fürst von Bismarck
Man wird alt, das hat sein Gutes; man ist zufrieden an Knochen und Leder, an sich und andern.
Rudolf Steiner
Es ist die schönste Art des menschlichen Zusammenlebens, wenn der eine Mensch an dem andern sich heranentwickelt, wenn seelisch der eine durch den anderen wird.
Wilhelm Busch
Armer Künstler hat es sauer, doch Erfolg kommt allgemach! Zeigt sich nur erst ein Beschauer, folgen wohl die andern nach.
Doch guter Menschen Hauptbestreben ist, andern auch was abzugeben.
Ein Philosoph von ernster Art, der sprach und strich seinen Bart: Ich brauche nicht durch Wertvergleichen mit andern mich herauszustreichen, um zu ermessen, wer ich bin, denn dieses weiß ich ohnehin.
Suche nicht apart zu scheinen, wandle auf betretnen Wegen. Meinst du, was die andern meinen, kommt man freundlich dir entgegen.
Zu nehmen, zu behalten und gut für sich zu leben fällt jedem selber ein. Die Börse zu entfalten, den andern was zu geben - das will ermuntert ein.
So geht es nun mal auf der Reise hienieden. Einer nach dem andern steigt aus, und der Zug saust weiter, bis die Station kommt, wo man selber aussteigen muß.

