Zitate zum Thema "recht"
Aristoteles
Denn das Recht ist nichts anderes als die in der staatlichen Gemeinschaft herrschende Ordnung, und eben dieses Recht ist es auch, das darüber entscheidet, was gerecht ist.
Immer sind es die Schwächeren, die nach Recht und Gleichheit suchen, die Stärkeren aber kümmern sich nicht darum.
Wer Recht erkennen will, muß zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben.
Wie der Mensch in seiner Vollendung das edelste aller Geschöpfe ist, so ist er, losgerissen von Gesetz und Recht, das schlimmsten von allen.
Aurelius Augustinus
Wenn wir recht denken, sind wir in Gott; wenn wir recht leben, ist Gott in uns.
Bernhard von Clairvaux
Ein von Zorn getrübtes Auge sieht nicht mehr, was recht oder unrecht ist.
Dante Alighieri
Ihr Toren und Wahnsinnigen, wißt ihr denn nicht, daß das öffentliche Recht erst an der Grenze der Zeit sein Ende hat und keine Rechnung der Verjährung unterliegt?
Ferdinand I. von Habsburg
Das Recht muß seinen Gang haben, und sollte die Welt darüber zugrunde gehen.
Franz von Sales
Wenn du einmal recht mutlos und niedergeschlagen bist, dann denke an Jonas. Er kam sogar aus dem Bauch des Walfisches heraus!
Friedrich I.
Der ist nie recht dankbar gewesen, der aufhört, dankbar zu sein.
Heraklit
Vor Gott ist alles schön, gut und gerecht. Aber die Menschen wähnen, das eine sei Unrecht, das andere Recht.
Konfuzius
Wer selbst recht ist, braucht nicht zu befehlen: und es geht. Wer selbst nicht recht ist, der mag befehlen, doch wird nicht gehorcht.
Napoleon I. Bonaparte
Ein Staatsmann hat nicht das Recht, sentimental zu sein.
Salomo
Ein König richtet das Land auf durch Recht. Wer aber viel Steuern erhebt, richtet es zugrunde.
Ein König richtet das Land auf durch Recht. Wer aber viel Steuern erhebt, richtet es zugrunde.
Sokrates
Denn das Wort ist wahr, daß ein Extrem regelmäßig das entgegengesetzte Extrem auslöst. Das gilt so beim Wetter, in unseren Körpern und erst recht bei den Staaten.
Sophokles
Der Schwache schlägt den Starken auch, hilft ihm das Recht.
Adelbert von Chamisso
Es sind Gewalt und List nur dies Geschlecht; was will, was soll, was heißet denn das Recht? Hast du die Macht, du hast das Recht auf Erden.
Wer recht uns peitscht, den lernen wir verehren.
Adolph Freiherr von Knigge
Nie kann man Recht und erlaubte Ursache haben, das Gegenteil von dem zu sagen, was man denkt, wenngleich man Befugnis und Gründe haben kann, nicht alles zu offenbaren, was in uns vorgeht.
Man weiche auf alle mögliche Weise jedem Prozesse aus und vergleiche sich lieber, auch bei der sichersten Überzeugung von Recht, gebe lieber die Hälfte dessen hin, was uns ein andrer streitig macht, bevor man es zum Schriftwechsel kommen lasse.
Albert Einstein
Wenn ich mit meiner Relativitätstheorie recht behalte, werden die Deutschen sagen, ich sei Deutscher, und die Franzosen, ich sei Weltbürger. Erweist sich meine Theorie als falsch, werden die Franzosen sagen, ich sei Deutscher und sie Deutschen, ich sei Jude.
Anatole France
Meine Schwäche ist mir teuer. Ich hänge an meiner Unvollkommenheit wie an meinem Recht, zu sein.
Angelus Silesius
Wer Gott recht finden will, muß sich zuvor verliern und bis in Ewigkeit nichts wieder sehn noch spürn.
Antoine de Rivarol
Hat man vierundzwanzig Stunden früher als die übrigen Menschen recht, so gilt man vierundzwanzig Stunden lang für närrisch.
Arthur Schnitzler
Solange du auf Erden lebst, hast du kein Recht, rückhaltlose Anerkennung zu verlangen. Denn bis zu deinem letzten Augenblick besteht die Gefahr, daß du den Anspruch darauf wieder verwirkst.
Arthur Schopenhauer
Jede Nation spottet über die anderen, und alle haben recht.
Die angeborene Eitelkeit, die besonders hinsichtlich der Verstandeskräfte reizbar ist, will nicht haben, daß was wir zuerst aufgestellt, sich als falsch und das des Gegners als Recht ergebe.
Man härte sich dadurch ab, daß man dem Körper sowohl im Ganzen wie in jedem Teile, solange man gesund ist, recht viel Anstrengung und Beschwerde auflege und sich gewöhne, widrigen Einflüssen jeder Art zu widerstehen.
Die ersten vierzig Jahre unsers Leben liefern den Text, die folgenden dreißig den Kommentar dazu, der uns den wahren Sinn und Zusammenhang des Textes, nebst der Moral und allen Feinheiten desselben, erst recht verstehen lehrt.
August Graf von Platen
Wer wußte je das Leben recht zu fassen, wer hat die Hälfte nicht davon verloren im Traum, im Fieber, im Gespräch mit Toren, in Liebesqual, im leeren Zeitverprassen?
Baruch de Spinoza
Jeder hat so viel Recht, wie er Gewalt hat.
Berthold Auerbach
Man wünscht viel, was einem nicht recht wäre, wenn's nachher in Erfüllung ginge.
Carl von Clausewitz
Die beste Strategie ist, immer recht stark zu sein, erstens überhaupt und zweitens auf dem entscheidenden Punkt. Daher gibt es kein höheres und einfacheres Gesetz für die Strategie, als seine Kräfte zusammenzuhalten.
Charles de Montesquieu
Etwas ist nicht recht, weil es Gesetz ist, sondern es muß Gesetz sein, weil es recht ist.
Freiheit ist das Recht, alles zu tun, was die Gesetze erlauben.
Christian Dietrich Grabbe
Das Recht ist hundertfach, und jeder übt sein eigenes.
Christian Friedrich Hebbel
Wenn man etwas recht gründlich haßt, ohne zu wissen warum, so kann man überzeugt sein, daß man davon einen Zug in seiner eigenen Natur hat.
Ein Gott, dessen der Mensch, den er geschaffen, noch bedürfte, müßte doch ein recht trauriger Gott sein.
Christian Morgenstern
Es ist merkwürdig, daß ein mittelmäßiger Mensch oft vollkommen recht haben kann und doch nichts damit durchsetzt.
Clemens von Brentano
Gib der Alltäglichkeit ihr Recht, und sie wird dir mit ihren Anforderungen nicht zur Last fallen.
Emanuel Geibel
Nur der begreift das Alphabet, der es recht zu verbinden versteht.
Emil Gött
Die recht Frommen haben sogar ihren Gott, um den nächsten damit zu schikanieren.
Ernest Hemingway
Die Lüge tötet die Liebe. Aber die Aufrichtigkeit tötet sie erst recht.
Ernst Raupach
Wer sein Recht nicht wahrt, gibt es auf.
François Marie Voltaire
Das Vergnügen, Recht zu behalten, wäre unvollständig ohne das Vergnügen, andere ins Unrecht zu setzen.
Francesco Petrarca
Deine Seelenruhe läßt sich stören durch des Pöbels Stimme, die nie recht urteilt, nie die Dinge bei ihrem rechten Namen nennt?
Franz Grillparzer
Die Tränen sind des Schmerzes heilig Recht.
Franz Kafka
Der entscheidende Augenblick der menschlichen Entwicklung ist immerwährend. Darum sind die revolutionären geistigen Bewegungen, welche alles Frühere für nichtig erklären, im Recht, denn es ist noch nichts geschehen.
Friedrich Haug
Es sprach, ihr reichen Bösewichter, Für mich das Recht, für euch der Richter.
Friedrich Hölderlin
Ohne Freude kann die ewige Schönheit nicht recht in uns gedeihen.
Friedrich Nietzsche
Von vier Gattungen der Dinge sagen die gebundenen Geister, sie seien im Rechte. Erstens: alle Dinge, welche Dauer haben, sind im Recht; zweitens: alle Dinge, welche uns nicht lästig fallen, sind im Recht; drittens: alle Dinge, welche uns Vorteil bringen, sind im Recht; viertens: alle Dinge, für welche wir Opfer gebracht haben, sind im Recht.
Grobe Menschen, welche sich beleidigt fühlen, pflegen den Grad der Beleidigung so hoch als möglich zu nehmen und erzählen die Ursache mit stark übertreibenden Worten, um nur in dem einmal erweckten Haß- und Rachegefühl sich recht ausschwelgen zu können.
Frauen können recht gut mit einem Manne Freundschaft schließen; aber um diese aufrecht zu erhalten - dazu muß wohl eine kleine physische Antipathie mithelfen.
Wenn der Mensch keine Söhne hat, so hat er kein volles Recht, über die Bedürfnisse eines einzelnen Staatswesens mitzureden.
Auf eine ununterbrochene Reihe guter Ahnen bis zum Vater herauf darf man mit Recht stolz sein, - nicht aber auf die Reihe; denn diese hat jeder.
Etwas von seinem Eigentum fahren lassen, sein Recht aufgeben - macht Freude, wenn es großen Reichtum anzeigt. Dahin gehört die Großmut.
Auch die moralische Erde ist rund! Auch die moralische Erde hat ihre Antipoden! Auch die Antipoden haben ihr Recht des Daseins! Es gibt noch eine andere Welt zu entdecken - und mehr als eine! Auf die Schiffe, ihr Philosophen!
Der Philosoph hat nachgerade ein Recht auf schlechten Charakter, als das Wesen.
Man soll nicht zu viel Recht haben, wenn man die Lacher auf seiner Seite haben will; ein Körnchen Unrecht gehört sogar zum guten Geschmack.
Was liegt daran, das ich Recht behalte! Ich habe zu viel Recht. - Und wer heute am besten lacht, lacht auch zuletzt.
Friedrich von Logau
Man lobt die Redlichkeit und sieht sie nicht hier oben. Man tut gar recht: Sie starb. Gestorbne muß man loben.
Friedrich von Schiller
Wir, wir leben! Unser sind die Stunden, und der Lebende hat recht!
Hast du etwas, so gib es und ich zahle, was recht ist. Bist du etwas, o dann tauschen die Seelen wir aus.
Du tust recht, armer, alter Mann! Lerne beizeit noch verlieren.
Kannst du nicht allein gefallen durch deine Tat und dein Kunstwerk, mach es wenigen recht, vielen gefallen ist schlimm.
Recht hat jeder eigene Charakter, der übereinstimmt mit sich selbst.
Recht stets behält das Schicksal, denn das Herz in uns ist sein gebietrischer Vollzieher.
Georg Christoph Lichtenberg
Ich glaube, der Mensch ist am Ende ein so freies Wesen, daß ihm das Recht, zu sein, was er glaubt zu sein, nicht streitig gemacht werden kann.
Um sicher Recht zu tun, braucht man sehr wenig vom Recht zu wissen. Allein, um sicher Unrecht zu tun, muß man die Rechte studiert haben.
Wer nichts als die Chemie versteht, versteht auch die nicht recht.
Wer sich selbst recht kennt, kann sehr bald alle anderen Menschen kennen lernen. Es ist alles Zurückstrahlung.
Wenn sich die Menschen recht darauf legen wollten, die Krankheiten mikroskopisch zu studieren, würden sie die Satisfaktion haben, alle Tage krank zu sein.
Sich recht anschauend vorstellen zu lernen, daß niemand vollkommen glücklich ist, ist vielleicht der beste Weg, vollkommen glücklich zu werden.
Giocchino Antonio Rossini
Ich halte nichts vom Recht auf Arbeit; ich halte es lieber für das größte Recht des Menschen, nichts zu tun.
Gotthold Ephraim Lessing
Daß doch die Einfalt immer recht behält.
Es gibt heutzutage so viele Genies, daß man recht froh sein soll, wenn einem einmal der Himmel ein Kind beschert, das keines ist.
Man lobt den Künstler dann erst recht wenn man über sein Werk sein Lob vergißt.
Heinrich Heine
Der Künstler ist jenes Kind, wovon das Volksmärchen erzählt, daß seine Tränen lauter Perlen sind. Ach, die böse Stiefmutter, die Welt, schlägt das arme Kind um so unbarmherziger, damit es nur recht viele Perlen weine!
Die Ruhmlosen haben gewiß recht, wenn sie die Bescheidenheit predigen. Es wird ihnen so leicht, diese Tugend auszuüben, sie kostet sie keine Überwindung, und durch ihre Allgemeinheit bemerkt man nicht ihre Tatenlosigkeit.
Kein Mensch hat das Recht, einen andern umbringen zu lassen; am allerwenigsten sollten Christen ein Todesurteil fällen, da sie doch daran denken sollten, daß der Stifter ihrer Religion, unser Herr und Heiland, unschuldig verurteilt und hingerichtet worden.
Ich gebe den Leuten gern recht, wenn sie nur gut sind; und im Grunde haben auch alle Leute recht.
Wenn du aber gar nichts hast, ach, so lasse dich begraben - denn ein Recht zum Leben, Lump, haben nur, die etwas haben.
Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unseren Kleidern.
Nicht bloß das Tun, nicht bloß die Tatsache der hinterlassenen Leistung gibt uns ein recht auf ehrende Anerkennung, sondern auch das Streben selbst, und gar besonders das unglückliche Streben, das gescheiterte, fruchtlose aber großmütige Wollen.
Heinrich von Kleist
Nie besser ist der Mensch, als wenn er recht innig fühlt, wie schlecht er ist.
Henrik Ibsen
Ich behaupte, daß der Mensch recht hat, der die engste Verbindung mit der Zukunft eingeht.
Henry Ford I.
Ob sie nun glauben, daß sie eine Sache tun können oder nicht tun können, so haben sie in jedem Fall Recht.
Hermann Hesse
Ich bin gerne Patriot, aber vorher Mensch, und wo beides nicht zusammengeht, gebe ich immer dem Menschen recht.
Wenn man etwas für recht hält, muß man es auch tun.
Honoré de Balzac
Nehmen und nicht wiedergeben ist schrecklich und sogar ein wenig leichtsinnig; aber nehmen, um sich das Recht zu erwirken, den großen Herrn zu spielen und hundertfach zurückzugeben - das ist eine ritterliche Tat.
Du fängst an, das Ausfragen zu verabscheuen. Du tust wohl recht daran, liebes Kind. Von allen bekannten Mitteln, hinter ein Geheimnis zu kommen, ist es meiner Meinung nach das ungeschickteste.
Manchmal sind die besten Herzen recht grausam.
Ein Mann, welcher liebt, ohne Liebe zu erwecken, wird nicht beklagt werden, und er hat nicht das Recht, sich selber zu beklagen.
Mit zweiundzwanzig Jahren etwas grundfalsch zu machen, bedeutet das nicht, sich die Zukunft zu zerstören, das Kleid zu zerreißen, das man anziehen soll? Liebes Kind, wir lernen immer erst recht spät, es anzulegen, ohne es zu zerknittern.
Mein Junge, dadurch, daß ich dir das Recht zu dem Glauben einräumte, du schuldest mir nichts, habe ich dich der Dankbarkeit enthoben; daher sind wir die besten Freunde von der Welt.
Er hatte sich ihr gegenüber übel benommen; er hatte ihr nichts hinterlassen als die Augen zum Weinen, das Haus, um darin zu leben, und das Recht, mit keinem Unglücklichen Mitleid zu haben, da sie, wie sie zu sagen pflegte, alles durchgemacht hatte, was man nur durchmachen könnte.
Man hat nur zu recht, wen man sagt, daß es nichts Schöneres gebe als eine Fregatte unter Segeln, ein Pferd im Galopp und eine tanzende Frau.
Sie haben einzig Durst nach einem bestimmten Wasser aus einem bestimmten Brunnen, der oft recht trübe ist; um davon zu trinken, würden sie ihre Frauen, ihre Kinder verkaufen. Für die einen ist dieser Brunnen das Spiel, die Börse, eine Gemälde- oder Insektensammlung, die Musik; für die anderen ist es eine Frau, die ihnen mit selbstbereiteten Leckerbissen aufwarten kann.
Der Mensch unterscheidet sich vom Tier dadurch, daß er frei über sich verfügen kann; nimmt man ihm dieses Recht, über sein Leben oder seinen Tod zu verfügen, macht man ihn zum Sklaven seiner Mitmenschen und der Ereignisse.
Heißt sich an einer Frau rächen nicht das Mittel zu ihrer Wiedereroberung? Wenn sie uns nicht unentbehrlich ist, wenn es auch andere gibt, warum soll man ihr dann nicht das Recht einräumen, zu wechseln, das Recht, das wir Männer uns anmaßen?
Honoré Gabriel de Mirabeau
Ich predige nicht die Duldsamkeit. Unbeschränkte Religionsfreiheit ist in meinen Augen ein so geheiligtes Recht, daß das Wort Duldsamkeit, als Ausdruck hierfür gebraucht, mir gewissermaßen selbst tyrannisch erscheint.
Immanuel Kant
Das Recht ist Inbegriff der Bedingungen, unter denen die Willkür des einen mit der Willkür des anderen nach einem allgemeinen Gesetz der Freiheit in Einklang gebracht werden kann.
Jacob Cats
Geld, das stumm ist, macht recht, was krumm ist.
Józef Bohdan Dziekónski
Unsere Phantasie neigt recht gern zur Übertreibung, und dann sind wir durch die Wirklichkeit zu enttäuschen und lasten es anderen an, uns um unsere Erwartungen betrogen zu haben.
Jean de La Bruyère
Ein Mann, der nicht recht weiß, ob er zu altern beginnt, braucht bei der Begegnung mit einer jungen Frau nur ihre Augen und den Ton ihrer Stimme zu befragen, um sofort Bescheid zu wissen.
Jean Paul
Unmittelbar nach der Ausübung eines Amtes - z. B. nach Ende einer Predigt, einer Vorlesung, einer Gassenausrufung - hat der Mensch ein närrisches Gefühl der Selbstausdehnung und kann gar nicht wieder recht zu seiner vorigen kleinen Zusammenfaltung kommen, wie Regenschirme nach dem Gebrauch ausgespannt dastehen.
Wenn nur eine erste Liebe recht glühend da war: so schadet ihr Untergang, ihr Töten mit Wasser nichts; ewig ragen die Türme der überfluteten Stadt empor. Aber es gibt Menschen, die keine erste Liebe hatten.
Ich werfe die Pflaumen, die ich nicht will, in ein anderes Gefäß und gefalle mir - die Frau tut dasselbe bei etwas, das sie nicht will - Dort tut mir meine Handlung wohl, hier dieselbe Handlung weh. Gesetzt, ich halte beide Handlungen für recht: worin liegt der Grund des Mißfallens? Daß dort ich, hier es ein anderer tut.
Wenn ein Jüngling den Taufnamen der Geliebten nicht weiß, Zeichen, daß er sie noch nicht recht liebt.
Wenn man nur einmal recht ins Bewundern hineingekommen - Moritz gegen Goethe - so gewinnt man so viel, als sei man selber der Gegenstand und mehr und reiner, weil man seine höchste Idee nun außer sich realisiert antrifft.
Es ist der Wahrheit nicht zuträglich, wenn ein großer Kopf mit einem dummen Gegner streitet. Da jener diesen für zu gering ansieht, so wird er ihm auch da nicht Recht lassen, wo er's hat.
Jean-Jacques Rousseau
Hat nicht die Frau die gleichen Bedürfnisse, die der Mann hat, ohne daß sie das gleiche Recht hat, sie zu äußern?
Johann Georg Hamann
Wenn alte Leute sich recht kennten, so würden sie nicht über Kinder zu Schultern zucken.
Johann Heinrich Pestalozzi
Der Mensch muß das Recht suchen und das Glück kommen lassen.
Der Mensch muß nicht nur wissen, was wahr ist, er muß auch noch können und wollen, was recht ist.
Die Erde ist ein Himmel, wenn man Frieden sucht, recht tut und wenig wünscht.
Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen, der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt.
Johann Nepomuk Nestroy
Die Zukunft ist eine undankbare Person, die grad' nur die quält, die sich recht sorgsam um sie kümmern.
Johann Peter Eckermann
Die Natur versteht gar keinen Spaß; sie ist immer wahr, immer ernst, immer strenge, sie hat immer recht.
Johann Wolfgang von Goethe
Eines recht wissen und ausüben gibt höhere Bildung als Halbheit im Hundertfältigen!
Es gibt friedliche Gewalten: Das Recht und die Schicklichkeit!
Man muß nur ein Wesen recht von Grund aus lieben, da kommen einem die übrigen alle liebenswürdig vor.
Niemand weiß, was er tut, wenn er recht handelt: Aber des Unrechten sind wir uns immer bewußt.
Wenn ein paar Menschen recht miteinander zufrieden sind, kann man meistens versichert sein, daß sie sich irren.
Wer das Recht auf seiner Seite fühlt, muß derb auftreten: Ein höfliches Recht will gar nichts heißen.
Wer fertig ist, dem ist nichts recht zu machen; ein Werdender wird immer dankbar sein.
Wer's Recht hat und Geduld, für den kommt auch die Zeit.
Wir alle sind so borniert, daß wir immer glauben, Recht zu haben.
Du hast wohl recht: ich finde nicht die Spur von einem Geist, und alles ist Dressur.
Man kann die Nützlichkeit einer Idee anerkennen und doch nicht recht verstehen, sie vollkommen zu nutzen.
Wenn die Menschen recht schlecht werden, haben sie keinen Anteil mehr als die Schadenfreude.
Jeder Weg zum rechten Zwecke ist auch recht in jeder Strecke.
Altes Fundament ehrt man, darf aber das Recht nicht aufgeben, irgendwo wieder einmal von vorn zu gründen.
Die Natur bekümmert sich nicht um irgendeinen Irrtum; sie selbst kann nicht anders als ewig recht handeln, unbekümmert, was daraus folgen möge.
Du bist recht appetitlich oben anzuschauen, doch unten hin die Bestie macht mir Grauen.
Des Freiesten Freiheit ist Recht zu tun.
Was man nicht bespricht, bedenkt man auch nicht recht.
Die Deutschen sind recht gute Leut. Sind sie einzeln, sie bringen's weit.
Das Christentum ist so tief in der menschlichen Natur und ihrer Bedürftigkeit begründet, daß auch in dieser Beziehung mit Recht zu sagen ist: Des Herrn Wort bleibet ewiglich.
Man schilt mit gleichem Recht auf Anarchie und Tyrannei; wo ist denn aber der wünschenswerte Mittelzustand? Der vernünftige Mensch sucht ihn in seinem Kreise hervorzubringen, und da gelingt es ihm kaum.
Man ist sehr übel dran, daß man den Ärzten nicht recht vertraut und doch ohne sie sich gar nicht zu helfen weiß.
John Milton
Es gibt keine Pflicht, die nicht der Heiterkeit bedürfte, um recht erfüllt zu werden.
John Stuart Mill
Die einzige Freiheit, die diesen Namen verdient, ist das Recht, unser Wohlergehen auf unserem eigenen Wege zu verfolgen, solange wir nicht anderen das ihrige verkümmern oder ihre darauf gerichteten Bemühungen durchkreuzen.
Joseph Conrad
Was hat man vom Leben? Nichts! Am besten, man stirbt. Aber davon hat man erst recht nichts. Da bleibt man doch lieber leben. Da hat man wenigstens was!
Joseph Joubert
Es gibt ein Recht des Weiseren, nicht ein Recht des Stärkeren.
Die Gerechtigkeit ist das Recht des Schwächeren.
Joseph Unger
Das Gesetz ist lückenhaft, das Recht ist lückenlos.
Das Recht hat die merkwürdige Eigenschaft, daß man es behalten kann, ohne es zu haben.
Karl Kraus
Satiren, die der Zensor versteht, werden mit Recht verboten.
Kurt Tucholsky
Die im Bett behält immer Recht.
Was einer recht auffällig ins Schaufenster legt, das führt er gar nicht.
Leo Tolstoi
Die Anarchisten sind völlig im Recht, nur nicht in der Frage der Gewalt. Eine erstaunliche Geistesverwirrung.
Ludwig Börne
Eines ist, was nützt: die Klarheit. Eins ist, was besteht: das Recht. Eins ist, was besänftigt: die Liebe.
Ludwig Feuerbach
Niemand urteilt schärfer als der Ungebildete. Er kennt weder Gründe noch Gegengründe und glaubt sich immer im Recht.
Marcus Annaeus Lucanus
Das Recht ist, wo das meiste Geld ist.
Marcus Portius Cato d.Ä.
Der kommt den Göttern am nächsten, der auch dann schweigen kann, wenn er im Recht ist.
Marcus Tullis Cicero
Das höchste Recht ist das höchste Unrecht.
Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach
Das Recht des Stärkeren ist das stärkste Unrecht.
Die Frau verliert in der Liebe zu einem ausgezeichneten Manne das Bewußtsein ihres eigenen Wertes. Der Mann kommt erst recht zum Bewußtsein des seinen durch die Liebe einer edlen Frau.
Mark Twain
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der Persönlichkeit.
Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist, dir beizustehen, wenn du im Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist.
Martin Luther
Das größte Werk, das du tun kannst, ist, daß du dein Kind recht erziehst, wenn du gleich am Sonntag nicht in die Kirche kommst und keine Messe oder Predigt hörst - erziehe nur dein Kind recht.
Maxim Gorki
Fehler werden mit großen Leiden bezahlt, aber die Leiden des Menschen, Qualen seines Schöpferischen Suchens, haben ein Recht auf unsere und unserer Kinder Achtung.
Aber wo Liebe herrscht, haben wir, die wir eben noch wilde Tiere waren, jetzt Kultur - Kunst und alles Große, dessen wir uns mit Recht rühmen.
Miguel de Cervantes Saavedra
Wer das Unmögliche sucht, dem geschieht nur recht, wenn das Mögliche ihm versagt wird.
Nicolas-Sébastien de Chamfort
Wer sich in der eigenen Gesellschaft nicht wohl fühlt, hat gewöhnlich ganz recht.
Oscar Wilde
Intuition ist der eigenartige Instinkt, der einer Frau sagt, daß sie Recht hat, gleichgültig, ob das stimmt oder nicht.
Ungehorsam ist für jeden, der die Geschichte kennt, die recht eigentliche Tugend des Menschen.
Wenn man mit einer jungen Dame vom Wetter redet, vermutet sie, daß man etwas ganz anderes im Sinn hat. Und meistens hat man damit Recht.
Papst Johannes XXIII.
Der Heitere hat immer recht. Es genügt, von einem Tag zum anderen zu leben.
Prof. Karl Joachim Marquardt
Man kann recht gut von einem Menschen sagen: Wehe der Witwe, die ihren Mann verloren hat!
Ralph Waldo Emerson
Der ganz Unrecht hat, ist leichter zu überzeugen als einer, der zur Hälfte Recht hat.
Theodor Fontane
Alles Alte, soweit es Anspruch darauf hat, sollen wir lieben, aber für das Neue sollen wir recht eigentlich leben.
Victor Hugo
Wer nicht beharrlich während der Blütezeit angeklagt hat, muß angesichts des Zusammenbruchs schweigen, und es ist nur recht und billig, daß den Erfolg angeprangert hat, auch über den Sturz zu Gericht sitzt.
Wilhelm Busch
Ach! Ich fühl es, Keine Tugend ist so recht nach meinem Sinn. Stets befind ich mich am wohlsten, wenn ich damit fertig bin. Dahingegen so ein Laster, ja, das macht mit viel Pläsier, und ich hab die hübschen Sachen lieber vor als hinter mir.
Ach, daß der Mensch so häufig irrt und nie recht weiß, was kommen wird.
Bald sind beide kunstgeübt, daher allgemein beliebt, und, wie das mit Recht geschieht, auf die Kunst folgt der Profit.
Es ist halt schön, wenn wir die Freunde kommen sehn. Schön ist es ferner, wenn sie bleiben und sich mit uns die Zeit vertreiben. Doch wenn sie schließlich wieder gehen, ist's auch recht schön.
Es wird mit Recht ein guter Braten gerechnet zu den guten Taten. Zu Haus und anderwärts: Wer einen guten Braten macht, hat auch ein gutes Herz.
Mit Recht erscheint uns das Klavier, wenn's schön poliert, als Zimmerzier. Ob's außerdem Genuß verschafft, bleibt hin und wieder zweifelhaft.
Nenne niemand dumm und säumig, der das Nächste recht bedenkt. Ach, die Welt ist so geräumig, und der Kopf ist so beschränkt.
So du nachts zur Schenke gehst und heimwärts nicht recht fest stehst, dann halt ein Hündlein dir zumeist, was weder vorn noch hinten beißt.
Wer sagt, die ganze Welt sei schlecht, der hat wohl nur so ziemlich recht.
Wer kann, hat recht.
Willst du das Leben recht verstehn, mußt du's nicht nur von vorn besehn. Von vorn betrachtet, sieht ein Haus meist besser als von hinten aus.
Es ist das Osterfest alljährlich doch für den Hasen recht beschwerlich.
Zur Tugend, wie man zu sagen pflegt, ist eigentlich keiner recht aufgelegt.
Kinder, wie alle, die der Natur noch näher stehen, glauben ans Weiterleben, es komme, was wolle, und sie werden schon recht haben.
Wilhelm Raabe
Es ist recht häufig besser, die Bedrängten sich ausreden und ausschreien zu lassen, als ihnen zur Geduld zu reden und zu raten.
William Penn
Nur die haben ein Recht zu kritisieren, die zugleich ein Herz haben zu helfen.

