Zitate zum Thema "recht"

Aristoteles

Denn das Recht ist nichts anderes als die in der staatlichen Gemeinschaft herrschende Ordnung, und eben dieses Recht ist es auch, das darüber entscheidet, was gerecht ist.

Immer sind es die Schwächeren, die nach Recht und Gleichheit suchen, die Stärkeren aber kümmern sich nicht darum.

Wer Recht erkennen will, muß zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben.

Wie der Mensch in seiner Vollendung das edelste aller Geschöpfe ist, so ist er, losgerissen von Gesetz und Recht, das schlimmsten von allen.

Aurelius Augustinus

Wenn wir recht denken, sind wir in Gott; wenn wir recht leben, ist Gott in uns.

Bernhard von Clairvaux

Ein von Zorn getrübtes Auge sieht nicht mehr, was recht oder unrecht ist.

Dante Alighieri

Ihr Toren und Wahnsinnigen, wißt ihr denn nicht, daß das öffentliche Recht erst an der Grenze der Zeit sein Ende hat und keine Rechnung der Verjährung unterliegt?

Ferdinand I. von Habsburg

Das Recht muß seinen Gang haben, und sollte die Welt darüber zugrunde gehen.

Franz von Sales

Wenn du einmal recht mutlos und niedergeschlagen bist, dann denke an Jonas. Er kam sogar aus dem Bauch des Walfisches heraus!

Friedrich I.

Der ist nie recht dankbar gewesen, der aufhört, dankbar zu sein.

Heraklit

Vor Gott ist alles schön, gut und gerecht. Aber die Menschen wähnen, das eine sei Unrecht, das andere Recht.

Konfuzius

Wer selbst recht ist, braucht nicht zu befehlen: und es geht. Wer selbst nicht recht ist, der mag befehlen, doch wird nicht gehorcht.

Napoleon I. Bonaparte

Ein Staatsmann hat nicht das Recht, sentimental zu sein.

Salomo

Ein König richtet das Land auf durch Recht. Wer aber viel Steuern erhebt, richtet es zugrunde.

Ein König richtet das Land auf durch Recht. Wer aber viel Steuern erhebt, richtet es zugrunde.

Sokrates

Denn das Wort ist wahr, daß ein Extrem regelmäßig das entgegengesetzte Extrem auslöst. Das gilt so beim Wetter, in unseren Körpern und erst recht bei den Staaten.

Sophokles

Der Schwache schlägt den Starken auch, hilft ihm das Recht.

Adelbert von Chamisso

Es sind Gewalt und List nur dies Geschlecht; was will, was soll, was heißet denn das Recht? Hast du die Macht, du hast das Recht auf Erden.

Wer recht uns peitscht, den lernen wir verehren.

Adolph Freiherr von Knigge

Nie kann man Recht und erlaubte Ursache haben, das Gegenteil von dem zu sagen, was man denkt, wenngleich man Befugnis und Gründe haben kann, nicht alles zu offenbaren, was in uns vorgeht.

Man weiche auf alle mögliche Weise jedem Prozesse aus und vergleiche sich lieber, auch bei der sichersten Überzeugung von Recht, gebe lieber die Hälfte dessen hin, was uns ein andrer streitig macht, bevor man es zum Schriftwechsel kommen lasse.

Albert Einstein

Wenn ich mit meiner Relativitätstheorie recht behalte, werden die Deutschen sagen, ich sei Deutscher, und die Franzosen, ich sei Weltbürger. Erweist sich meine Theorie als falsch, werden die Franzosen sagen, ich sei Deutscher und sie Deutschen, ich sei Jude.

Anatole France

Meine Schwäche ist mir teuer. Ich hänge an meiner Unvollkommenheit wie an meinem Recht, zu sein.

Angelus Silesius

Wer Gott recht finden will, muß sich zuvor verliern und bis in Ewigkeit nichts wieder sehn noch spürn.

Antoine de Rivarol

Hat man vierundzwanzig Stunden früher als die übrigen Menschen recht, so gilt man vierundzwanzig Stunden lang für närrisch.

Arthur Schnitzler

Solange du auf Erden lebst, hast du kein Recht, rückhaltlose Anerkennung zu verlangen. Denn bis zu deinem letzten Augenblick besteht die Gefahr, daß du den Anspruch darauf wieder verwirkst.

Arthur Schopenhauer

Jede Nation spottet über die anderen, und alle haben recht.

Die angeborene Eitelkeit, die besonders hinsichtlich der Verstandeskräfte reizbar ist, will nicht haben, daß was wir zuerst aufgestellt, sich als falsch und das des Gegners als Recht ergebe.

Man härte sich dadurch ab, daß man dem Körper sowohl im Ganzen wie in jedem Teile, solange man gesund ist, recht viel Anstrengung und Beschwerde auflege und sich gewöhne, widrigen Einflüssen jeder Art zu widerstehen.

Die ersten vierzig Jahre unsers Leben liefern den Text, die folgenden dreißig den Kommentar dazu, der uns den wahren Sinn und Zusammenhang des Textes, nebst der Moral und allen Feinheiten desselben, erst recht verstehen lehrt.

August Graf von Platen

Wer wußte je das Leben recht zu fassen, wer hat die Hälfte nicht davon verloren im Traum, im Fieber, im Gespräch mit Toren, in Liebesqual, im leeren Zeitverprassen?

Baruch de Spinoza

Jeder hat so viel Recht, wie er Gewalt hat.

Berthold Auerbach

Man wünscht viel, was einem nicht recht wäre, wenn's nachher in Erfüllung ginge.

Carl von Clausewitz

Die beste Strategie ist, immer recht stark zu sein, erstens überhaupt und zweitens auf dem entscheidenden Punkt. Daher gibt es kein höheres und einfacheres Gesetz für die Strategie, als seine Kräfte zusammenzuhalten.

Charles de Montesquieu

Etwas ist nicht recht, weil es Gesetz ist, sondern es muß Gesetz sein, weil es recht ist.

Freiheit ist das Recht, alles zu tun, was die Gesetze erlauben.

Christian Dietrich Grabbe

Das Recht ist hundertfach, und jeder übt sein eigenes.

Christian Friedrich Hebbel

Wenn man etwas recht gründlich haßt, ohne zu wissen warum, so kann man überzeugt sein, daß man davon einen Zug in seiner eigenen Natur hat.

Ein Gott, dessen der Mensch, den er geschaffen, noch bedürfte, müßte doch ein recht trauriger Gott sein.

Christian Morgenstern

Es ist merkwürdig, daß ein mittelmäßiger Mensch oft vollkommen recht haben kann und doch nichts damit durchsetzt.

Clemens von Brentano

Gib der Alltäglichkeit ihr Recht, und sie wird dir mit ihren Anforderungen nicht zur Last fallen.

Emanuel Geibel

Nur der begreift das Alphabet, der es recht zu verbinden versteht.

Emil Gött

Die recht Frommen haben sogar ihren Gott, um den nächsten damit zu schikanieren.

Ernest Hemingway

Die Lüge tötet die Liebe. Aber die Aufrichtigkeit tötet sie erst recht.

Ernst Raupach

Wer sein Recht nicht wahrt, gibt es auf.

François Marie Voltaire

Das Vergnügen, Recht zu behalten, wäre unvollständig ohne das Vergnügen, andere ins Unrecht zu setzen.

Francesco Petrarca

Deine Seelenruhe läßt sich stören durch des Pöbels Stimme, die nie recht urteilt, nie die Dinge bei ihrem rechten Namen nennt?

Franz Grillparzer

Die Tränen sind des Schmerzes heilig Recht.

Franz Kafka

Der entscheidende Augenblick der menschlichen Entwicklung ist immerwährend. Darum sind die revolutionären geistigen Bewegungen, welche alles Frühere für nichtig erklären, im Recht, denn es ist noch nichts geschehen.

Friedrich Haug

Es sprach, ihr reichen Bösewichter, Für mich das Recht, für euch der Richter.

Friedrich Hölderlin

Ohne Freude kann die ewige Schönheit nicht recht in uns gedeihen.

Friedrich Nietzsche

Von vier Gattungen der Dinge sagen die gebundenen Geister, sie seien im Rechte. Erstens: alle Dinge, welche Dauer haben, sind im Recht; zweitens: alle Dinge, welche uns nicht lästig fallen, sind im Recht; drittens: alle Dinge, welche uns Vorteil bringen, sind im Recht; viertens: alle Dinge, für welche wir Opfer gebracht haben, sind im Recht.

Grobe Menschen, welche sich beleidigt fühlen, pflegen den Grad der Beleidigung so hoch als möglich zu nehmen und erzählen die Ursache mit stark übertreibenden Worten, um nur in dem einmal erweckten Haß- und Rachegefühl sich recht ausschwelgen zu können.

Frauen können recht gut mit einem Manne Freundschaft schließen; aber um diese aufrecht zu erhalten - dazu muß wohl eine kleine physische Antipathie mithelfen.

Wenn der Mensch keine Söhne hat, so hat er kein volles Recht, über die Bedürfnisse eines einzelnen Staatswesens mitzureden.

Auf eine ununterbrochene Reihe guter Ahnen bis zum Vater herauf darf man mit Recht stolz sein, - nicht aber auf die Reihe; denn diese hat jeder.

Etwas von seinem Eigentum fahren lassen, sein Recht aufgeben - macht Freude, wenn es großen Reichtum anzeigt. Dahin gehört die Großmut.

Auch die moralische Erde ist rund! Auch die moralische Erde hat ihre Antipoden! Auch die Antipoden haben ihr Recht des Daseins! Es gibt noch eine andere Welt zu entdecken - und mehr als eine! Auf die Schiffe, ihr Philosophen!

Der Philosoph hat nachgerade ein Recht auf schlechten Charakter, als das Wesen.

Man soll nicht zu viel Recht haben, wenn man die Lacher auf seiner Seite haben will; ein Körnchen Unrecht gehört sogar zum guten Geschmack.

Was liegt daran, das ich Recht behalte! Ich habe zu viel Recht. - Und wer heute am besten lacht, lacht auch zuletzt.

Friedrich von Logau

Man lobt die Redlichkeit und sieht sie nicht hier oben. Man tut gar recht: Sie starb. Gestorbne muß man loben.

Friedrich von Schiller

Wir, wir leben! Unser sind die Stunden, und der Lebende hat recht!

Hast du etwas, so gib es und ich zahle, was recht ist. Bist du etwas, o dann tauschen die Seelen wir aus.

Du tust recht, armer, alter Mann! Lerne beizeit noch verlieren.

Kannst du nicht allein gefallen durch deine Tat und dein Kunstwerk, mach es wenigen recht, vielen gefallen ist schlimm.

Recht hat jeder eigene Charakter, der übereinstimmt mit sich selbst.

Recht stets behält das Schicksal, denn das Herz in uns ist sein gebietrischer Vollzieher.

Georg Christoph Lichtenberg

Ich glaube, der Mensch ist am Ende ein so freies Wesen, daß ihm das Recht, zu sein, was er glaubt zu sein, nicht streitig gemacht werden kann.

Um sicher Recht zu tun, braucht man sehr wenig vom Recht zu wissen. Allein, um sicher Unrecht zu tun, muß man die Rechte studiert haben.

Wer nichts als die Chemie versteht, versteht auch die nicht recht.

Wer sich selbst recht kennt, kann sehr bald alle anderen Menschen kennen lernen. Es ist alles Zurückstrahlung.

Wenn sich die Menschen recht darauf legen wollten, die Krankheiten mikroskopisch zu studieren, würden sie die Satisfaktion haben, alle Tage krank zu sein.

Sich recht anschauend vorstellen zu lernen, daß niemand vollkommen glücklich ist, ist vielleicht der beste Weg, vollkommen glücklich zu werden.

Giocchino Antonio Rossini

Ich halte nichts vom Recht auf Arbeit; ich halte es lieber für das größte Recht des Menschen, nichts zu tun.

Gotthold Ephraim Lessing

Daß doch die Einfalt immer recht behält.

Es gibt heutzutage so viele Genies, daß man recht froh sein soll, wenn einem einmal der Himmel ein Kind beschert, das keines ist.

Man lobt den Künstler dann erst recht wenn man über sein Werk sein Lob vergißt.

Heinrich Heine

Der Künstler ist jenes Kind, wovon das Volksmärchen erzählt, daß seine Tränen lauter Perlen sind. Ach, die böse Stiefmutter, die Welt, schlägt das arme Kind um so unbarmherziger, damit es nur recht viele Perlen weine!

Die Ruhmlosen haben gewiß recht, wenn sie die Bescheidenheit predigen. Es wird ihnen so leicht, diese Tugend auszuüben, sie kostet sie keine Überwindung, und durch ihre Allgemeinheit bemerkt man nicht ihre Tatenlosigkeit.

Kein Mensch hat das Recht, einen andern umbringen zu lassen; am allerwenigsten sollten Christen ein Todesurteil fällen, da sie doch daran denken sollten, daß der Stifter ihrer Religion, unser Herr und Heiland, unschuldig verurteilt und hingerichtet worden.

Ich gebe den Leuten gern recht, wenn sie nur gut sind; und im Grunde haben auch alle Leute recht.

Wenn du aber gar nichts hast, ach, so lasse dich begraben - denn ein Recht zum Leben, Lump, haben nur, die etwas haben.

Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unseren Kleidern.

Nicht bloß das Tun, nicht bloß die Tatsache der hinterlassenen Leistung gibt uns ein recht auf ehrende Anerkennung, sondern auch das Streben selbst, und gar besonders das unglückliche Streben, das gescheiterte, fruchtlose aber großmütige Wollen.

Heinrich von Kleist

Nie besser ist der Mensch, als wenn er recht innig fühlt, wie schlecht er ist.

Henrik Ibsen

Ich behaupte, daß der Mensch recht hat, der die engste Verbindung mit der Zukunft eingeht.

Henry Ford I.

Ob sie nun glauben, daß sie eine Sache tun können oder nicht tun können, so haben sie in jedem Fall Recht.

Hermann Hesse

Ich bin gerne Patriot, aber vorher Mensch, und wo beides nicht zusammengeht, gebe ich immer dem Menschen recht.

Wenn man etwas für recht hält, muß man es auch tun.

Honoré de Balzac

Nehmen und nicht wiedergeben ist schrecklich und sogar ein wenig leichtsinnig; aber nehmen, um sich das Recht zu erwirken, den großen Herrn zu spielen und hundertfach zurückzugeben - das ist eine ritterliche Tat.

Du fängst an, das Ausfragen zu verabscheuen. Du tust wohl recht daran, liebes Kind. Von allen bekannten Mitteln, hinter ein Geheimnis zu kommen, ist es meiner Meinung nach das ungeschickteste.

Manchmal sind die besten Herzen recht grausam.

Ein Mann, welcher liebt, ohne Liebe zu erwecken, wird nicht beklagt werden, und er hat nicht das Recht, sich selber zu beklagen.

Mit zweiundzwanzig Jahren etwas grundfalsch zu machen, bedeutet das nicht, sich die Zukunft zu zerstören, das Kleid zu zerreißen, das man anziehen soll? Liebes Kind, wir lernen immer erst recht spät, es anzulegen, ohne es zu zerknittern.

Mein Junge, dadurch, daß ich dir das Recht zu dem Glauben einräumte, du schuldest mir nichts, habe ich dich der Dankbarkeit enthoben; daher sind wir die besten Freunde von der Welt.

Er hatte sich ihr gegenüber übel benommen; er hatte ihr nichts hinterlassen als die Augen zum Weinen, das Haus, um darin zu leben, und das Recht, mit keinem Unglücklichen Mitleid zu haben, da sie, wie sie zu sagen pflegte, alles durchgemacht hatte, was man nur durchmachen könnte.

Man hat nur zu recht, wen man sagt, daß es nichts Schöneres gebe als eine Fregatte unter Segeln, ein Pferd im Galopp und eine tanzende Frau.

Sie haben einzig Durst nach einem bestimmten Wasser aus einem bestimmten Brunnen, der oft recht trübe ist; um davon zu trinken, würden sie ihre Frauen, ihre Kinder verkaufen. Für die einen ist dieser Brunnen das Spiel, die Börse, eine Gemälde- oder Insektensammlung, die Musik; für die anderen ist es eine Frau, die ihnen mit selbstbereiteten Leckerbissen aufwarten kann.

Der Mensch unterscheidet sich vom Tier dadurch, daß er frei über sich verfügen kann; nimmt man ihm dieses Recht, über sein Leben oder seinen Tod zu verfügen, macht man ihn zum Sklaven seiner Mitmenschen und der Ereignisse.

Heißt sich an einer Frau rächen nicht das Mittel zu ihrer Wiedereroberung? Wenn sie uns nicht unentbehrlich ist, wenn es auch andere gibt, warum soll man ihr dann nicht das Recht einräumen, zu wechseln, das Recht, das wir Männer uns anmaßen?

Honoré Gabriel de Mirabeau

Ich predige nicht die Duldsamkeit. Unbeschränkte Religionsfreiheit ist in meinen Augen ein so geheiligtes Recht, daß das Wort Duldsamkeit, als Ausdruck hierfür gebraucht, mir gewissermaßen selbst tyrannisch erscheint.

Immanuel Kant

Das Recht ist Inbegriff der Bedingungen, unter denen die Willkür des einen mit der Willkür des anderen nach einem allgemeinen Gesetz der Freiheit in Einklang gebracht werden kann.

Jacob Cats

Geld, das stumm ist, macht recht, was krumm ist.

Józef Bohdan Dziekónski

Unsere Phantasie neigt recht gern zur Übertreibung, und dann sind wir durch die Wirklichkeit zu enttäuschen und lasten es anderen an, uns um unsere Erwartungen betrogen zu haben.

Jean de La Bruyère

Ein Mann, der nicht recht weiß, ob er zu altern beginnt, braucht bei der Begegnung mit einer jungen Frau nur ihre Augen und den Ton ihrer Stimme zu befragen, um sofort Bescheid zu wissen.

Jean Paul

Unmittelbar nach der Ausübung eines Amtes - z. B. nach Ende einer Predigt, einer Vorlesung, einer Gassenausrufung - hat der Mensch ein närrisches Gefühl der Selbstausdehnung und kann gar nicht wieder recht zu seiner vorigen kleinen Zusammenfaltung kommen, wie Regenschirme nach dem Gebrauch ausgespannt dastehen.

Wenn nur eine erste Liebe recht glühend da war: so schadet ihr Untergang, ihr Töten mit Wasser nichts; ewig ragen die Türme der überfluteten Stadt empor. Aber es gibt Menschen, die keine erste Liebe hatten.

Ich werfe die Pflaumen, die ich nicht will, in ein anderes Gefäß und gefalle mir - die Frau tut dasselbe bei etwas, das sie nicht will - Dort tut mir meine Handlung wohl, hier dieselbe Handlung weh. Gesetzt, ich halte beide Handlungen für recht: worin liegt der Grund des Mißfallens? Daß dort ich, hier es ein anderer tut.

Wenn ein Jüngling den Taufnamen der Geliebten nicht weiß, Zeichen, daß er sie noch nicht recht liebt.

Wenn man nur einmal recht ins Bewundern hineingekommen - Moritz gegen Goethe - so gewinnt man so viel, als sei man selber der Gegenstand und mehr und reiner, weil man seine höchste Idee nun außer sich realisiert antrifft.

Es ist der Wahrheit nicht zuträglich, wenn ein großer Kopf mit einem dummen Gegner streitet. Da jener diesen für zu gering ansieht, so wird er ihm auch da nicht Recht lassen, wo er's hat.

Jean-Jacques Rousseau

Hat nicht die Frau die gleichen Bedürfnisse, die der Mann hat, ohne daß sie das gleiche Recht hat, sie zu äußern?

Johann Georg Hamann

Wenn alte Leute sich recht kennten, so würden sie nicht über Kinder zu Schultern zucken.

Johann Heinrich Pestalozzi

Der Mensch muß das Recht suchen und das Glück kommen lassen.

Der Mensch muß nicht nur wissen, was wahr ist, er muß auch noch können und wollen, was recht ist.

Die Erde ist ein Himmel, wenn man Frieden sucht, recht tut und wenig wünscht.

Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen, der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt.

Johann Nepomuk Nestroy

Die Zukunft ist eine undankbare Person, die grad' nur die quält, die sich recht sorgsam um sie kümmern.

Johann Peter Eckermann

Die Natur versteht gar keinen Spaß; sie ist immer wahr, immer ernst, immer strenge, sie hat immer recht.

Johann Wolfgang von Goethe

Eines recht wissen und ausüben gibt höhere Bildung als Halbheit im Hundertfältigen!

Es gibt friedliche Gewalten: Das Recht und die Schicklichkeit!

Man muß nur ein Wesen recht von Grund aus lieben, da kommen einem die übrigen alle liebenswürdig vor.

Niemand weiß, was er tut, wenn er recht handelt: Aber des Unrechten sind wir uns immer bewußt.

Wenn ein paar Menschen recht miteinander zufrieden sind, kann man meistens versichert sein, daß sie sich irren.

Wer das Recht auf seiner Seite fühlt, muß derb auftreten: Ein höfliches Recht will gar nichts heißen.

Wer fertig ist, dem ist nichts recht zu machen; ein Werdender wird immer dankbar sein.

Wer's Recht hat und Geduld, für den kommt auch die Zeit.

Wir alle sind so borniert, daß wir immer glauben, Recht zu haben.

Du hast wohl recht: ich finde nicht die Spur von einem Geist, und alles ist Dressur.

Man kann die Nützlichkeit einer Idee anerkennen und doch nicht recht verstehen, sie vollkommen zu nutzen.

Wenn die Menschen recht schlecht werden, haben sie keinen Anteil mehr als die Schadenfreude.

Jeder Weg zum rechten Zwecke ist auch recht in jeder Strecke.

Altes Fundament ehrt man, darf aber das Recht nicht aufgeben, irgendwo wieder einmal von vorn zu gründen.

Die Natur bekümmert sich nicht um irgendeinen Irrtum; sie selbst kann nicht anders als ewig recht handeln, unbekümmert, was daraus folgen möge.

Du bist recht appetitlich oben anzuschauen, doch unten hin die Bestie macht mir Grauen.

Des Freiesten Freiheit ist Recht zu tun.

Was man nicht bespricht, bedenkt man auch nicht recht.

Die Deutschen sind recht gute Leut. Sind sie einzeln, sie bringen's weit.

Das Christentum ist so tief in der menschlichen Natur und ihrer Bedürftigkeit begründet, daß auch in dieser Beziehung mit Recht zu sagen ist: Des Herrn Wort bleibet ewiglich.

Man schilt mit gleichem Recht auf Anarchie und Tyrannei; wo ist denn aber der wünschenswerte Mittelzustand? Der vernünftige Mensch sucht ihn in seinem Kreise hervorzubringen, und da gelingt es ihm kaum.

Man ist sehr übel dran, daß man den Ärzten nicht recht vertraut und doch ohne sie sich gar nicht zu helfen weiß.

John Milton

Es gibt keine Pflicht, die nicht der Heiterkeit bedürfte, um recht erfüllt zu werden.