Zitate zum Thema "unwillkürlich"
Friedrich Nietzsche
Man glaubt unwillkürlich, die religiös gefärbten Abschnitte einer Philosophie seien besser bewiesen, als die anderen; aber es ist im Grunde umgekehrt, man hat nur den inneren Wunsch, daß es so sein möge, - also daß das Beseligende auch das Wahre sei. Dieser Wunsch verleitet uns, schlechte Gründe als gute einzukaufen.
Vielleicht bildet sich die Ameise im Walde ebenso stark ein, daß sie Ziel und Absicht der Existenz des Waldes ist, wie wir dies tun, wenn wir an den Untergang der Menschheit in unserer Phantasie fast unwillkürlich den Erduntergang anknüpfen.
Die Eltern machen unwillkürlich aus dem Kinde etwas ihnen Ähnliches - sie nennen das Erziehung.
Heinrich Heine
Es ist sonderbar, wenn jemanden ein Mißgeschick trifft, so erinnern wir uns unwillkürlich irgend einer alten Unbill, die uns von seiner Seite widerfahren und woran wir vielleicht seit undenklicher Zeit nicht gedacht haben.
Honoré de Balzac
Zwischen zwei Menschen, die kurz vor der Vereinigung stehen, ist alles Täuschung; aber ihre Täuschung ist frei von Schuld, ist unwillkürlich.
Johann Wolfgang von Goethe
Bei der Abreise fällt einem doch immer jedes frühere Scheiden und auch das künftige letzte unwillkürlich in den Sinn.

