Zitate zum Thema "oben"
Franz Kafka
Er frißt den Abfall vom eigenen Tisch; dadurch wird er zwar ein Weilchen lang satter als alle, verlernt aber, oben vom Tisch zu essen; dadurch hört dann aber auch der Abfall auf.
Friedrich Nietzsche
Die erste Meinung, welche uns einfällt, wenn wir plötzlich über eine Sache befragt werden, ist gewöhnlich nicht unsere eigene, sondern nur die landläufige, unserer Kaste, Stellung, Abkunft zugehörige; die eigenen Meinungen schwimmen selten oben auf.
Friedrich Rückert
Du mußt nach oben schaun, zu sehn, wieviel noch Stufen des Beß'ren übrig sind sind, wozu du bist berufen. Du mußt nach unten schaun, um auch zu sehn zufrieden, wieviel dir Beß'res schon als anderen beschieden.
Friedrich von Logau
Man lobt die Redlichkeit und sieht sie nicht hier oben. Man tut gar recht: Sie starb. Gestorbne muß man loben.
Friedrich von Schiller
Wie die Geliebte dich liebt, so kommen die himmlischen Gaben, oben in Jupiters Reich herrscht wie in Amors die Gunst.
Von der Stirne heiß, rinnen muß der Schweiß, soll das Werk den Meister loben; doch der Segen kommt von oben.
Heinrich Heine
Die Hebräer denken sich Gott als einen donnernden Tyrannen, die Christen als einen liebenden Vater; die Schüler Rousseaus, die ganze Genfer Schule, denkt sich ihn als einen weisen Künstler, der die Welt verfertigt hat, ungefähr wie ihr Papa seine Uhren verfertigt, und als Kunstverständige bewundern sie das Werk und preisen den Meister dort oben.
Honoré de Balzac
Wenn die öffentliche Meinung einmal ins Rutschen gekommen ist, ist es schwierig, sie wieder nach oben zu bewegen.
Der Mensch ist immer derselbe, gleichgültig, ob er oben, unten oder in der Mitte steht.
Jean Paul
Man steigt den grünen Berg des Lebens hinauf, um oben auf dem Eisberge zu sterben.
Solange das Wort Gottes in einer Sprache noch dauert und tönt: so richtet es das Menschenauge nach oben auf.
Die Menschen geben auf den oben herab bellenden Hund acht, nicht auf den unten.
Jean-Jacques Rousseau
Es gibt so viele Leute, die nach oben steigen wollen, daß es allezeit leicht ist, abzusteigen.
Johann Wolfgang von Goethe
Du bist recht appetitlich oben anzuschauen, doch unten hin die Bestie macht mir Grauen.
Otto Fürst von Bismarck
Wo ich sitze, ist immer oben.
Wilhelm Busch
Oben hält er den Sack zu, der unten ein Loch hat.
Zwischen bös' und gut hat sich ein Streit erhoben, gut hat keinen Mut, bös' bleibt oben.
So sind wir nun: kriechen heraus, hantieren hier oben eine Zeitlang scheinbar selbständig hin und her und legen uns dann ganz still wieder unter die Kruste.

