Zitate zum Thema "ziehen"
Aristoteles
Die Rhetorik soll das Vermögen sein, bei jeglichem das in Erwägung zu ziehen, was als glaubwürdig akzeptiert wird.
Adam Smith
Keine Kunst lernt eine Regierung schneller als die, Geld aus den Taschen der Leute zu ziehen.
Alexandre Dumas d.J.
Wir tadeln an anderen nur die Fehler, von welchen wir keinen Nutzen ziehen.
Antoine de Rivarol
In dem Maße, wie der Aberglaube bei einem Volk abnimmt, muß die Regierung die Vorsichtsmaßnahmen steigern und die Zügel der Autorität und Ordnung straffer ziehen.
Donald R. Perry Marquis
Die Ideen ziehen den Abzug - aber es ist der Instinkt, der die Waffe lädt.
Franz Kafka
Nach Selbstbeherrschung strebe ich nicht. Selbstbeherrschung heißt: an einer zufälligen Stelle der unendlichen Ausstrahlungen meiner geistigen Existenz wirken wollen. Muß ich aber solche Kreise um mich ziehen, dann tue ich es besser untätig im bloßen Anstaunen des ungeheuerlichen Komplexes und nehme nur die Stärkung, die e contrario dieser Anblick gibt, mit nach Hause.
Friedrich Nietzsche
Wir ziehen immer noch die Folgerungen von Urteilen, die wir für falsch halten, von Lehren, an die wir nicht mehr glauben, - durch unsere Gefühle.
Friedrich von Schiller
Dich zu fangen ziehen sie aus mit Netzen und Stangen, aber mit leisem Schritt schreitest du mitten hindurch.
Georg Christoph Lichtenberg
Krankheiten der Seele können den Tod nach sich ziehen, und das kann Selbstmord werden.
Heinrich Heine
Auch aus Unglücken muß man Vorteil zu ziehen suchen.
Die Deutschen sind ein gemeingefährliches Volk: Sie ziehen unerwartet ein Gedicht aus der Tasche und beginnen ein Gespräch über Philosophie.
Honoré de Balzac
Der Haß wie die Liebe ziehen Nahrung aus den kleinsten Dingen; ihnen bekommt alles.
Bei einer Frau muß man aus einem Geheimnis stets seinen Vorteil ziehen; dafür weiß sie einem Dank, wie ein Spitzbube einem ehrlichen Mann, den er nicht hat begaunern können, Hochachtung bezeigt.
Die Frauen haben einen Instinkt für jene Männer, die sie allein deswegen, weil sie einen Rock tragen, vergöttern, die glücklich in ihrer Nähe sind und nicht daran denken, töricht Vorteil aus ihrer Galanterie ziehen zu wollen.
Sie waren gekommen, um sich Wolle zu holen; aber sie ziehen selbst geschoren ab.
Ein echter Patriot ist nur der Bürger, der so tief von der Bedeutung der Gesetze durchdrungen ist, daß er ihnen auch dann zur Durchführung verhilft, wenn er selbst dabei Kopf und Kragen riskiert. Einen Übeltäter in Frieden ziehen lassen, heißt das nicht, an seinen künftigen Schandtaten mitschuldig zu werden.
Wenn es in einem Haus eine alte Jungfer gibt, sind Wachposten überflüssig: es passiert darin nicht die geringste Kleinigkeit, ohne daß sie von ihr nicht gesehen und gedeutet, ohne daß sie nicht alle möglichen Schlüsse daraus ziehen würde.
Jean Paul
Wer ein rechtes Ideal, das er ins Leben ziehen will, im Geiste hegt, ist gegen das Gift der Mode geschirmt, wie Schwangere gegen ansteckende Krankheiten.
Karl Julius Weber
Nur ein höherer Richter kennt die Schwere der Gewichte, die in weich organisierten Seelen so gerne nach unten ziehen.
Kurt Tucholsky
Man muß den Leuten nie mehr Geld aus der Tasche ziehen wollen, als wirklich drin ist, denn sonst merken sie's.
Martin Luther
Sollen wir Kinder ziehen, so müssen wir auch Kinder mit ihnen werden.
Maxim Gorki
Schriftsteller bauen Luftschlösser, Leser wohnen darin, und Verleger ziehen die Miete ein.
Nach manchen Gesprächen mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzunicken oder vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.
Nicolas-Sébastien de Chamfort
Man zerstört seinen eigenen Charakter, aus Furcht, die Blicke und die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zu ziehen, und man stürzt sich in das Nichts der Belanglosigkeit, um der Gefahr zu entgehen, besondere Kennzeichen zu haben.
Richard Dehmel
Wie Greis Goethe das Licht, durchirrt heut mancher das Dunkel; gingen die Adler zur Ruh, ziehen die Eulen auf Raub.
Samuel Butler d.J.
Leben ist die Kunst, aus falschen Voraussetzungen die richtigen Schlüsse zu ziehen.
Theodor Fontane
Immer enger, leise, leise ziehen sich die Lebenskreise.

