Zitate zum Thema "anderen"
Alexander Severus
Was du nicht willst, das man dir tu, das füg' auch keinem anderen zu!
Epikur von Samos
Keiner sieht ein Übel und wählt es, sondern man läßt sich täuschen, weil man es im Vergleich mit einem anderen noch größeren Übel für ein Gut hält, und wird eingefangen.
Bei den anderen Unternehmungen folgt der Lohn im besten Falle dann, wenn sie zu ihrer Vollendung gekommen sind, bei der Philosophie aber läuft die Freude von Anfang an mit der Erkenntnis mit. Denn der Genuß kommt nicht nach dem Lernen, sondern Lernen und Genuß sind gleichzeitig.
Das Lob der anderen muß von selbst folgen. Wir müssen uns nur mit unserer eigenen Heilung befassen.
Wer in sich selbst beruhigt ist, der beunruhigt auch den anderen nicht.
Was glückselig und unvergänglich ist, hat weder selber Sorgen, noch bereitet es anderen solche. Es hat also weder mit Zorn noch mit Gunst etwas zu schaffen; denn alles Derartige gehört zur Schwäche.
Friedrich II., der Große
Die Religionen müssen alle tolerieret werden und muß der Fiskal nur das Auge darauf haben, daß keine der anderen Abbruch tue; denn hier muß ein jeder nach seiner Fasson selig werden.
Horaz
Wären wir frei an Fehlern, so würde es uns gewiß nicht so viel Vergnügen bereiten, sie an anderen festzustellen.
Wer Vergebung erbittet, muß diese auch anderen gewähren.
Konfuzius
Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von anderen. So wird dir viel Ärger erspart bleiben.
Tue nicht anderen, was du nicht willst, daß sie dir antun.
Was du selbst nicht wünschst, tu nicht an anderen.
Laotse
Der Weise hat keine unumstößlichen Grundsätze. Er paßt sich anderen an.
Ludwig II. von Bayern
Ein ewig Rätsel will ich bleiben, mir und den anderen.
Lukian von Samosata
Sechs Stunden sind genug für die Arbeit. Die anderen sagen zum Menschen: Lebe!
Marc Aurel
Betrachte einmal die Dinge von einer anderen Seite, als du sie bisher sahst; denn das heißt, ein neues Leben beginnen.
Paracelsus
Einem anderen gehöre nicht, wer sein eigener Herr sein kann.
Plutarch
Die Teilung der Hand in Finger hat keine Schwächung herbeigeführt, vielmehr ihre Leistungsfähigkeit gesteigert. Ebenso erhöht der Staatsmann, der anderen einen Anteil an der Führung gibt, durch gemeinsame Leistung den Erfolg seiner Tätigkeit.
Sokrates
Zur Unterscheidung von Gutem und Schlechtem bedarf der Verständige keines anderen Menschen.
Terenz
Wenn es anderen erlaubt ist, so ist es dir nicht erlaubt.
Thomas von Aquin
Gott ist sein Sein selbst. Das kann von keinem anderen Wesen ausgesagt werden.
Abraham Lincoln
Kein Mensch ist so bedeutend, daß er über einen anderen ohne dessen Einverständnis regieren kann.
Adolph Freiherr von Knigge
Gehe nie aus einem Gespräch, ohne dem anderen die Gelegenheit zu geben, mit Dankbarkeit an dieser Gespräch zurückzudenken.
Albert Einstein
Ein Wissenschaftler ist eine Mimose, wenn er selbst einen Fehler gemacht hat, und brüllender Löwe, wenn er bei anderen einen Fehler entdeckt.
Ich persönlich empfinde den Höchstgrad des Glücksgefühls bei großen Kunstwerken. Aus ihnen schöpfe ich Geistesgüter beglückender Art von einer solchen Stärke, wie ich sie aus anderen Bereichen nicht zu gewinnen vermöchte.
Vernünftiges Handeln in der menschlichen Sphäre ist nur möglich, wenn man die Gedanken, Motive und Befürchtungen des anderen zu verstehen sucht, so daß man sich in seine Lage zu versetzen weiß.
Alexandre Dumas d.J.
Wir tadeln an anderen nur die Fehler, von welchen wir keinen Nutzen ziehen.
Ambrose Bierce
Bewunderung ist die höfliche Beachtung des anderen Menschen, der Ähnlichkeit mit dir hat.
Emanzipation ist der Übergang eines Sklaven aus der Unterdrückung durch einen anderen in die Unterdrückung durch sich selbst.
Gleichgültig: stark genug, das anderen Menschen aufgebürdete Los ertragen zu können.
Nachsicht ist die sympathische Eigenschaft des Herzens, die uns dazu bewegt, anderen jene Sünden und Laster zu verzeihen, denen wie selber verfallen sind.
Rat erbitten: sich den eingeschlagenen Weg von einem anderen bestätigen lassen.
Zitate, das sind die fehlerhaft wiedergegebenen Worte eines anderen.
Ambrosius Macrobius
Ein Krähe hackt der anderen kein Auge aus.
Arthur Schnitzler
Wir wissen immer nur, wie eine Frau uns liebt, aber wir erfahren nie, wie sie einen anderen lieben könnte.
Toleranz heißt, die Fehler der anderen zu entschuldigen. Takt heißt, gar nicht erst bemerken.
Arthur Schopenhauer
Alle Formen nimmt die Geistlosigkeit an, um sich dahinter zu verstecken: sie verhüllt sich in Schwulst, in Bombast, in den Ton der Überlegenheit und Vornehmigkeit und in hundert anderen Formen.
Bei gleicher Umgebung bleibt doch jeder in einer anderen Welt.
Jede Nation spottet über die anderen, und alle haben recht.
Bertolt Brecht
Denn die einen sind im Dunkeln, und die anderen sind im Licht. Doch man siehet die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht.
Blaise Pascal
Wenn alle Menschen wüßten, was jeder über den anderen sagt, es gäbe keine vier Freunde auf der Welt.
Die Menschen lassen sich im allgemeinen besser von Gründen überzeugen, die sie selbst entdeckt haben, als von solchen, die anderen in den Sinn kamen.
Es gibt für uns noch einen anderen Ursprung des Irrtums, nämlich die Krankheiten. Sie verderben uns Urteil und Sinn.
Carl von Clausewitz
Der Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.
Charles de Montesquieu
Die Freiheit ist ein Gut, das alle anderen Güter zu genießen erlaubt.
Zwei Arten von Menschen: Die einen denken, die anderen amüsieren sich.
Charles Dickens
Niemand ist nutzlos in der Welt, der einem anderen die Bürde leichter macht.
Christian Friedrich Hebbel
Selbsterkenntnis. Ob du dich selber erkennst? Du tust es sicher, sobald du mehr Gebrechen an dir als an den anderen entdeckst.
Christian Morgenstern
Ihr anderen werdet sicherer immerdar. Ich werde fragender von Jahr zu Jahr.
Wer sich selbst treu bleiben will, kann nicht immer anderen treu bleiben.
Elbert Hubbard
Der eigentliche Beweis, daß wir Talent besitzen, ist die Fähigkeit, das Talent in anderen Menschen zu entdecken.
Eleonora Duse
Es ist gefährlich, anderen etwas vorzumachen - denn es endet damit, daß man sich selbst etwas vormacht.
Emil Gött
Es ist sehr leicht, gute Miene zum bösen Spiel zu machen, das man mit anderen treibt.
Ernest Hemingway
Du kannst nichts für dich selbst tun, aber vielleicht kannst du etwas für jemand anderen tun.
Ernst Moritz Arndt
Eine freie Nation kann einen Befreier haben, eine unterjochte bekommt nur einen anderen Unterdrücker.
Erzbischof Nathan Söderblom
Heilige sind Menschen, durch die es anderen leichter wird, an Gott zu glauben.
Fjodor Dostojewskij
Dadurch, daß man einen anderen ins Irrenhaus sperrt, beweist man noch nicht seinen eigenen Verstand.
François Duc de La Rochefoucauld
Um zu ertragen, was anderen zustößt, sind wir allemal stark genug.
Bescheidenheit ist eine Tugend, die man vor allem an anderen schätzt.
Damit wir immer gut sein können, müßten die anderen glauben, niemals ungestraft gegen uns böse sein zu können.
Das sicherste Mittel, getäuscht zu werden, ist, sich für schlauer zu halten als die anderen.
In der Eifersucht steckt mehr Liebe zu sich selbst als zum anderen.
Man kann schlauer sein als ein anderer, aber nicht schlauer als alle anderen.
Wer sich durch unsere List täuschen ließ, erscheint uns bei weitem nicht so lächerlich, wie wir uns selbst erscheinen, wenn die List eines anderen uns täuschte.
Wir sind alle stark genug, zu ertragen, was anderen zustößt.
Es ist leichter, anderen kluge Ratschläge zu erteilen als sich selbst.
Es ist weit schwerer, sich von anderen nicht beherrschen zu lassen als andere zu beherrschen.
Man fällt anderen oft lästig, wenn man glaubt, ihnen nie zur Last fallen zu können.
Wir sind so gewöhnt, uns vor anderen zu verstellen, daß wir uns am Ende vor uns selbst verstellen.
Selbstvertrauen ist die Quelle des Vertrauens zu anderen.
Im menschlichen Herzen liegt eine unzerstörbare Brut von Leidenschaften, und das Ende der einen ist fast immer der Anfang einer anderen.
Es ist leichter, anderen mit Weisheiten zu dienen, als sich selbst.
François Marie Voltaire
Anerkennung bewirkt, daß das Hervorragende an den anderen auch zu uns gehört.
Nur eine Religion, die alle anderen duldet und so deren Wohlwollen würdig ist, kann aus der Menschheit ein Volk von Brüdern machen.
Francesco Guerrazzi
Die Freiheit gefällt allen, am meisten aber denen, die den anderen keine lassen wollen.
Friedrich Christoph Oetinger
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Friedrich Nietzsche
Die mitleidigen, im Unglück jederzeit hülfreichen Naturen sind selten zugleich die sich mitfreuenden: beim Glück der Anderen haben sie nichts zu tun, sind überflüssig, fühlen sich nicht im Besitz ihrer Überlegenheit und zeigen deshalb leicht Mißvergnügen.
Man glaubt unwillkürlich, die religiös gefärbten Abschnitte einer Philosophie seien besser bewiesen, als die anderen; aber es ist im Grunde umgekehrt, man hat nur den inneren Wunsch, daß es so sein möge, - also daß das Beseligende auch das Wahre sei. Dieser Wunsch verleitet uns, schlechte Gründe als gute einzukaufen.
In zivilisierten Verhältnissen fühlt sich jeder jedem Anderen in einer Sache wenigstens überlegen: darauf beruht das allgemeine Wohlwollen, insofern jeder einer ist, der unter Umständen helfen kann und deshalb sich ohne Scham helfen lassen darf.
Die höhere Moralität des einen Menschen, im Vergleich zu der eines anderen, liegt oft nur darin, daß die Ziele quantitativ größer sind. Jenen zieht die Beschäftigung mit dem Kleinen, im engen Kreise, nieder.
Die bösen Reden anderer über uns gelten oft nicht eigentlich uns, sondern sind die Äußerungen eines Ärgers, einer Verstimmung aus ganz anderen Gründen.
Die Flamme ist sich selber nicht so hell, als den Anderen, denen sie leuchtet: so auch der Weise.
Unsere gelegentliche Gleichgültigkeit und Kälte gegen Menschen, welche uns als Härte und Charaktermangel ausgelegt wird, ist häufig nur eine Ermüdung des Geistes: bei dieser sind uns die Anderen, wie wir uns selber, gleichgültig oder lästig.
Ihr stärkeren und hochmütigen Geister, nur um eins seid gebeten: legt uns anderen keine neue Last auf, sondern nehmt etwas von unserer Last auf euch, da ihr ja die Stärkeren seid! Aber ihr macht es so gerne umgekehrt: denn ihr wollt fliegen, und deshalb sollen wir auch noch eure Last zur unsren tragen: das heißt, wir sollen kriechen!
Die einen werden durch großes Lob schamhaft, die anderen frech.
Wer jetzt unbeugsam ist, dem macht seine Redlichkeit oft Gewissensbisse: denn die Unbeugsamkeit ist die Tugend eines anderen Zeitalters als die Redlichkeit.
Friedrich Rückert
Du mußt nach oben schaun, zu sehn, wieviel noch Stufen des Beß'ren übrig sind sind, wozu du bist berufen. Du mußt nach unten schaun, um auch zu sehn zufrieden, wieviel dir Beß'res schon als anderen beschieden.
Friedrich Schleiermacher
Lieben, das heißt Seele werden wollen in einem anderen.
Friedrich Theodor Vischer
Mach anderen Freude, und du wirst erfahren, daß Freude freut!
Friedrich von Schiller
Willst du die anderen verstehen, blicke in dein eigenes Herz.
Wer in Amors süßen Bann nie sich hingegeben, was verspricht der arme Mann sich vom anderen Leben.
Jeden anderen Meister erkennt man an dem, was er ausspricht; was er weise verschweigt, zeigt mir der Meister des Stils.
Georg Christoph Lichtenberg
Ich bin überzeugt, man liebt sich nicht bloß in anderen, sondern haßt sich auch in anderen.
Meist gründet sich der Unglaube in einer Sache auf blinden Glauben in einer anderen.
Wer sich selbst recht kennt, kann sehr bald alle anderen Menschen kennen lernen. Es ist alles Zurückstrahlung.
Leicht ist es, anderen zu raten, schwer oft, für sich selbst das Rechte erkennen.
Keine Klasse von Menschen urteilt billiger von der anderen als die Denker von den Denkern und keine unbilliger als die Literaten von den Literaten.
Man liebt sich nicht nur in anderen, sondern haßt sich auch in ihnen.
George Sand
Man kann anderen Leuten erklären, warum man seinen Mann geheiratet hat, aber sich selbst kann man das nicht erklären.
Gilbert Keith Chesterton
Und ich behaupte, daß ein Mensch, der nicht unter der einen oder anderen Form gewohnt ist, aufrührerischen Gedanken nachzugehen, vom rein menschlichen Standpunkt aus betrachtet, eine defekte Geistesverfassung besitzt.
Wahrhafte Größe besitzt jener, der anderen ein Gefühl ihrer Größe vermittelt.
Giordano Bruno
Es ist geradezu albern, anzunehmen, es gebe keine anderen Lebewesen, keine anderen Denkvermögen und keine anderen Sinne als die uns bekannten.
Giovanni "Don" Bosco
Bemühe dich immer, durch die Tat zu zeigen, was du von anderen mit Worten verlangst.
Gustave Le Bon
Die Menge wird sich immer denen zuwenden, die ihr von absoluten Wahrheiten erzählen, und wird die anderen verachten.
Heinrich Heine
Einer nach dem anderen geht heim. Unfruchtbare Tränen weinen wir ihnen nach, bis auch wir abgehn.
Nur so lange die Religionen mit anderen zu rivalisieren haben und weit mehr verfolgt werden als selbst verfolgen, sind sie herrlich und ehrenwert, nur da gibts Begeisterung, Aufopferung, Märtyrer und Palmen.
Henri-Frédéric Amiel
Der Charme der anderen stärkt das eigene Selbstgefühl.
Henrik Ibsen
Alle Entwicklung ist bis jetzt nichts weiter als ein Taumeln von einem Irrtum in den anderen.
Henry David Thoreau
Finde heraus, wo deine stärksten Wurzeln liegen, und verlange nicht nach anderen Welten.
Henry Ford I.
Ein Geheimnis des Erfolgs ist, den Standpunkt des anderen zu verstehen.
Um Erfolg zu haben, mußt du den Standpunkt des anderen annehmen und die Dinge mit seinen Augen betrachten.
Es ist gefährlich, einen extrem fleißigen Büroangestellten einzustellen, weil die anderen ihm dann ständig zuschauen.
Lache nicht über die Dummheiten der anderen! Sie kann deine Chance sein.
Henry Ward Beecher
Egoismus ist das verabscheuungswürdigste Laster, das keiner beim anderen vergeben will, und ohne das er selbst nicht sein kann.
Hermann Bahr
Ein Fehler, den man mit einem anderen Menschen teilt, verbindet tiefer als ein gemeinsamer Vorzug.
Hermann Bang
Der Schmerz, der uns zugefügt wird, ist nicht die schwerste Last des Lebens. Viel schwerer legt sich eines Tages auf unsere Schultern der Schmerz, den wir den anderen zugefügt haben.
Hermann Hesse
Ich weiß nicht, ob ich überhaupt lieben kann. Ich begehre und kann mich in anderen Menschen suchen, nach Echo aushorchen, nach einem Spiegel verlangen, kann Lust suchen, und alles das kann wie Liebe aussehen.
Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich.
Man mutet sich so leichtfertig anderen Menschen zu, und dabei kann man sich kaum selbst ertragen.
Unser Ziel ist, einander zu erkennen und einer im anderen das zu sehen und ehren zu lernen, was er ist; - des andern Gegenstück und Ergänzung!
Kein Mensch kann beim anderen sehen und verstehen, was er nicht selbst erlebt hat.
Honoré de Balzac
Kein Gesetzbuch, keine menschliche Institution kann dem moralischen Verbrechen zuvorkommen, das durch ein Wort tötet. Darin besteht das Unzulängliche der sozialen Rechtssprüche; darin besteht der Unterschied zwischen den Sitten der hohen Gesellschaft und denen des Volkes: das eine ist frei und offen, die andere heuchlerisch; das eine bedient sich des Messers, die andere des Gifts der Sprache oder der Ideen; dem einen wird der Tod zuteil, der anderen Straffreiheit.
Kein Mann ist wie der andere. Löwe und Frosch sind einander weniger unähnlich als ein Mann im Vergleich zum anderen, moralisch gesprochen.
Mit einem Gatten, Sie Dummchen, leben wir sozusagen von unserem eigenen Leben; aber Lieben heißt: vom Leben eines anderen leben.
Wenn ich für jedermann gut und richtig wäre, wie könnte ich dann für eine unter allen anderen Auserwählte als etwas Besseres erscheinen?
Wird nicht auch die mit dem schwächsten Denkvermögen ausgestattete Kreatur in dem verletzt, was ihr das Teuerste ist, wenn sie auf Anordnung eines anderen Willens als des ihren etwas erfüllt, das sie auch von sich aus getan hätte?
Individualisten, das sind Menschen, die am liebsten das ganze Universum unter Verschluß hielten und darin nichts ohne ihre Erlaubnis geschehen lassen möchten. Sie sind unglücklich über jedes Glück der anderen, verzeihen nur Laster, Durchfälle und Gebrechen und wollen nur Leute, die sie protegieren können.
Keine Frau nimmt von einer anderen das Herz ihres Mannes entgegen; sie ist hundertmal glücklicher im Glauben, sie selber habe es zurückerobert.
Nun habe ich mit stets neuer Überraschung gestaunt, wie die heimlichen Absichten und die Gedanken, die zwei Gegner in sich tragen, stets wechselseitig erraten werden. Bisweilen geschieht es, daß sich bei zwei Feinden die gleiche Hellsicht der Vernunft, die gleiche Kraft intellektueller Schau findet wie zwischen Liebenden, die einer in des anderen Seele zu lesen vermögen.
Vielleicht liegt es in der Natur des Menschen, demjenigen alles aufzubürden, der aus wahrer Demut, aus Schwäche oder aus Gleichgültigkeit alles trägt. Schätzen wir alle es nicht, auf Kosten eines anderen, auf Kosten von irgend etwas anderem unsere eigene Stärke zu beweisen?
Sie haben einzig Durst nach einem bestimmten Wasser aus einem bestimmten Brunnen, der oft recht trübe ist; um davon zu trinken, würden sie ihre Frauen, ihre Kinder verkaufen. Für die einen ist dieser Brunnen das Spiel, die Börse, eine Gemälde- oder Insektensammlung, die Musik; für die anderen ist es eine Frau, die ihnen mit selbstbereiteten Leckerbissen aufwarten kann.
Es gibt Frauen, die nur Männer lieben, die bereits von einer anderen erwählt worden sind, gerade wie es arme Bürgerfrauen gibt, die da hoffen, wenn sie unsere Hüte tragen, hätten sie auch unsere Umgangsformen.
Niemand trägt einen neuen Anzug, ohne daß alle anderen darüber ihre Bemerkungen machen.
Gewisse Wesen empfangen durch die Liebe die Kraft, ihr Ich in einen anderen zu übertragen, und wird ihnen der genommen, so wird ihnen auch das Leben unmöglich.
Ein aufgeschlossener, offenherziger Mann empfindet das unbezwingliche Bedürfnis, sich einem Ding oder einem Wesen vor allen anderen Wesen und Dingen, von denen er umgeben ist, ganz besonders eng anzuschließen, vor allem wenn sein Leben einsam ist! Urteilen Sie deshalb stets günstig über einen Menschen, der sein Pferd oder seinen Hund lieb hat.
Definition der Liebe: Ein Egoismus zu zweit. Wir lieben uns selbst im anderen.
Nun, wenn das Bewußtsein von der Arbeit, die es leistet, einem tätigen Wesen ein Gefühl der Genugtuung gibt, das ihm das Leben ertragen hilft, so muß die Gewißheit, daß man zur Last fällt oder sogar unnütz ist, das entgegengesetzte Ergebnis haben und dem unnützen Wesen gegen sich selbst die Geringschätzung einflößen, die sie bei anderen hervorruft.
Männer gelten als ausgesprochen grausam, Tiger auch; doch weder Tiger, Schlangen, Diplomaten, Vollzugsbeamte, weder Henker noch Könige können es in ihren größten Abscheulichkeiten zu der sanften Grausamkeit, der giftigen Freundlichkeit und der barbarischen Verachtung junger Damen untereinander bringen, wenn sich die einen den anderen an Geburt, an Vermögen, an Liebreiz überlegen fühlen und wenn es sich um die Heirat, den Vorrang, mit einem Wort, um die unzähligen Frauenstreitigkeiten handelt.
Ignaz Franz Castelli
Ich verschreibe anderen Arzneien, doch nehme ich sie selbst nicht ein.
Immanuel Kant
Das Recht ist Inbegriff der Bedingungen, unter denen die Willkür des einen mit der Willkür des anderen nach einem allgemeinen Gesetz der Freiheit in Einklang gebracht werden kann.
Sozialstaatliche Fürsorge erscheint als Austeilung eines Raubes, den man anderen entwendet hat.
Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.
Jane Austen
Die eine Hälfte der Welt kann die Freuden der anderen Hälfte nicht verstehen.
Józef Bohdan Dziekónski
Unsere Phantasie neigt recht gern zur Übertreibung, und dann sind wir durch die Wirklichkeit zu enttäuschen und lasten es anderen an, uns um unsere Erwartungen betrogen zu haben.
Jean de La Bruyère
Es gibt nur zwei Wege, um auf der Welt vorwärtszukommen: durch seine eigenen Fähigkeiten oder durch die Dummheit der anderen.
Anfang und Ende einer Liebe kündigen sich dadurch an, daß man sich scheut, mit dem anderen allein zu sein.
Man kann es auf zweierlei Art zu etwas bringen: Durch eigenes Können oder durch die Dummheit der anderen.
Am sichersten macht man Karriere, wenn man anderen den Eindruck vermittelt, es sei für sie von Nutzen, einem zu helfen.
Jean Jaurès
Die größten Menschen sind jene, die anderen Hoffnung geben können.
Jean Paul
Eine Religion nach der anderen löscht aus, aber der religiöse Sinn, der sie alle schuf, kann der Menschheit nicht getötet werden.
Jeremias Gotthelf
Es ist mit der Liebe auch wie mit anderen Pflanzen: Wer Liebe ernten will, muß Liebe pflanzen.
Johann Gottfried von Herder
Sei selbst ein Kerl, aber achte einen anderen Kerl auch für einen Kerl!
Johann Heinrich Pestalozzi
Sage keiner, man könne anderen, könne dem Volke nicht helfen! Die Mittel dazu liegen im Innersten seiner Not. Und man lernt sie gebrauchen, indem man sie anwendet.
Es ist das Los des Menschen daß die Wahrheit keiner hat; sie haben sie alle, aber verteilt, und wer nur bei einem lernt, der vernimmt nie, was die anderen wissen!
Johann Jakob Moser
Der Liebende gibt sich dem anderen, der Verliebte nimmt sich den anderen.
Johann Wolfgang von Goethe
Das Leben lehrt uns, mit uns und anderen weniger streng zu sein.
Genießen heißt fröhlich sein - mit sich selbst und anderen.
Wenn man eine Sache mit Klarheit zu behandeln vermag, ist man auch zu vielen anderen Dingen tauglich.
John Adams
Während alle anderen Wissenschaften weiter fortgeschritten sind, ist die der Staatsführung zum Stillstand gekommen. Man versteht und praktiziert sie jetzt nur etwas besser als vor viertausend Jahren.
John Henry Newman
Kein Mensch liebt wirklich einen anderen, wenn er nicht eine gewisse Ehrfurcht ihm gegenüber fühlt.
John Stuart Mill
Die einzige Freiheit, die diesen Namen verdient, ist das Recht, unser Wohlergehen auf unserem eigenen Wege zu verfolgen, solange wir nicht anderen das ihrige verkümmern oder ihre darauf gerichteten Bemühungen durchkreuzen.
Jonathan Swift
Satire ist ein Spiegel, in dem der Betrachter alle anderen Gesichter erkennt, nur nicht das eigene.
Karl August Varnhagen von Ense
Menschen ohne Sitten sind die wahren Geißeln der anderen.
Karl Ferdinand Gutzkow
Die meisten unserer Fehler erkennen und legen wir erst dann ab, wenn wir sie an den anderen entdeckt und gesehen haben, wie sie denen stehen.
Khalil Gibran
Die Wirklichkeit eines anderen Menschen liegt nicht darin, was er dir offenbart, sondern in dem, was er dir nicht offenbaren kann. Wenn du ihn daher verstehen willst, höre nicht auf das, was er dir sagt, sondern vielmehr auf das, was er verschweigt.
Kurt Tucholsky
Das Ärgerliche am Ärger ist, daß man sich schadet, ohne anderen zu nützen.
Leo Tolstoi
Was du für Gott tust, das tue nur für Gott. Teile dein Geheimnis nur mit Gott. Sobald du es vor anderen ausplauderst, wendet er sich von dir ab.
Übernimm so lange von anderen keine Antwort auf Fragen, wie die Fragen nicht in dir selbst entstehen.
Leopold von Ranke
Jedes Jahrhundert hat die Tendenz, sich als das fortgeschrittene zu betrachten und alle anderen nur nach seiner Idee abzumessen.
Luc Marquis de Vauvenargues
Nur wer sich selbst imponiert, imponiert auch anderen.
Lucius Annaeus Seneca d.J.
Eine Reise nach der anderen wird unternommen. Es flieht vor sich selbst beständig ein jeder. Aber was hilft das Fliehen? Kann man sich selbst doch nicht entfliehen.
Glücklich ist nicht, wer anderen so vorkommt, sondern wer sich selbst dafür hält.
Ludwig van Beethoven
Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie. Wem meine Musik sich verständlich macht, der muß frei werden von all dem Elend, womit sich die anderen schleppen.
Marcel Proust
Das einzige, was noch schwieriger ist, als ein geordnetes Leben zu führen: Es anderen nicht aufzuzwingen.
Die eigentlichen Entdeckungsreisen bestehen nicht im Kennenlernen neuer Landstriche, sondern darin, etwas mit anderen Augen zu sehen.
Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach
Es ist schlimm, wenn zwei Eheleute einander langweilen. Viel schlimmer jedoch ist es, wenn nur einer von ihnen den anderen langweilt.
Mark Twain
Der beste Weg, sich selbst eine Freude zu machen ist, zu versuchen, einem anderen eine Freude zu bereiten.
Männer, die behaupten, sie seien die uneingeschränkten Herren im Haus, lügen auch bei anderen Gelegenheiten.
Martin Luther
Es muß oft einer seinen Kopf nach einem anderen richten, wenn man eins bleiben will.
Die Welt ist wie ein trunkener Bauer: Hebt man ihn auf einer Seite in den Sattel, so fällt er auf der anderen Seite wieder herab.
Matthias Claudius
Freiheit besteht darin, daß man alles tun kann, was einem anderen nicht schadet.
Michel Eyquem de Montaigne
Es ist ein kindlicher Ehrgeiz, dadurch besonders fein wirken zu wollen, daß man es anders macht als die anderen.
Wer nicht für andere lebt, lebt auch nicht für sich selbst. Und wer sich selbst vergißt, bemerkt auch die anderen nicht.
Moritz Gottlieb Saphir
In jedem Menschen stecken alle anderen Menschen.
Nicolas-Sébastien de Chamfort
Die Gesellschaft besteht aus zwei großen Klassen: die einen haben mehr Essen als Appetit, die anderen mehr Appetit als Essen.
Nikolai G. Tschernyschewski
Unser Glück ist unmöglich ohne das Glück der anderen.
Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf
Immer hat ein Mensch bei einem anderen was zu lernen.
Oscar Wilde
In der Stadt lebt man zu seiner Unterhaltung, auf dem Lande zur Unterhaltung der anderen.
Mode ist, was man selbst trägt. Altmodisch ist, was die anderen tragen.
Pflicht ist das, was man von anderen erwartet.
Vorsicht ist das, was wir bei anderen Feigheit nennen.
Oswald Spengler
Frieden ist die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln.
Was man nicht an sich selbst erlebt, erlebt man auch nicht an anderen.
Otto Fürst von Bismarck
Wer seine Ansicht mit anderen Waffen als denen des Geistes verteidigt, von dem muß ich voraussetzen, daß ihm die Waffen des Geistes ausgegangen sind.
Papst Johannes XXIII.
Der Heitere hat immer recht. Es genügt, von einem Tag zum anderen zu leben.
Philippe Néricault Destouches
Die Hälfte der Menschen lacht auf Kosten der anderen.
Pierre Augustin de Beaumarchais
Trinken ohne Durst zu haben und jederzeit Liebe zu machen - nur das, meine Dame, unterscheidet uns von den anderen Tieren.
Prof. Karl Joachim Marquardt
Wenn ich ihnen etwas sage, das geht gleich zum einen Ohr hinaus und zum anderen wieder rein.
Eine gerade Linie ist die, die von einem Punkt zum anderen geht.
Während der Mensch auf zwei Beinen geht, gehen die anderen Tiere auf vieren.
Rainer Maria Rilke
Die Zeit der anderen Auslegung wird anbrechen, und es wird kein Wort auf dem anderen bleiben. Und jeder Sinn wird wie Wolken sich auflösen und wie Wasser niedergehen.
Ralph Waldo Emerson
Niemand kann ehrlichen Herzens versuchen, einem anderen zu helfen, ohne sich selbst zu helfen.
Was wir bei anderen Sünde nennen, ist bei uns selbst ein Experiment.
Selbstaufopferung ist das wirkliche Wunder, aus dem alle anderen Wunder entspringen.
Raymond Radiguet
Wenn Bande noch nicht gefestigt sind, genügt es, den anderen einmal nicht zu treffen, und man verliert ihn aus dem Blick.
Rudolf Steiner
Es ist die schönste Art des menschlichen Zusammenlebens, wenn der eine Mensch an dem andern sich heranentwickelt, wenn seelisch der eine durch den anderen wird.
Samuel Smiles
Das Leiden ist, von der einen Seite betrachtet, ein Unglück und, von der anderen betrachtet, eine Schule.
Sir Francis Bacon
Wucher ist das sicherste Mittel zum Gewinn, obwohl eines der schlechtesten, da er nichts anderes bedeutet, als sein Brot zu essen im Schweiße des Angesichts eines anderen.
Theodor Fontane
Sei heiter und vergnügt und nimm teil an der Freude der anderen. Dabei fällt dann immer auch etwas eigene Freude ab.
Theodor Gottlieb von Hippel
Das Böse, das man selbst an sich hat, straft man desto härter bei anderen.
Thomas Garrigue Masaryk
Der Mensch hat die Pflicht, gesund zu sein. Nur so kann er den anderen helfen und wird er ihnen nicht zur Last fallen.
Thomas Morus
Der Lohn des Wissens kann nicht wie Reichtum weggetragen werden oder wie die Schönheit vergehen. Denn er hängt ab vom Bewußtsein des Rechten und nicht vom Gerede der anderen.
Titus Maccius Plautus
Wer einen anderen einer schlechten Tat beschuldigt, der soll sich selbst betrachten.
Wilhelm Busch
Dummheit, die man bei anderen sieht, wirkt meist erhebend aufs Gemüt.
Warum er immer so vergnügt? Weil er die anderen für dümmer hält als sich selbst.
Ein humorvoller Mensch ist einer, der mit einem Auge lacht und mit dem anderen weint.
Man verspürt Weltschmerz, wenn man sieht, wie die Bildnerin Natur auch ihre besten Arbeiten in den großen Tonkübel zurückschmeißt und sie einstampft mit den anderen.
Wilhelm Raabe
Wieviel Zeit von seinen eigenen Tagen behält man übrig für die Bedrängnis der anderen?
Das ist das menschliche Leben: bei dem einen raucht der Ofen, wenn der Wind von Nordwesten, bei dem anderen, wenn er von Südosten kommt.

