Zitate zum Thema "anderen"

Alexander Severus

Was du nicht willst, das man dir tu, das füg' auch keinem anderen zu!

Epikur von Samos

Keiner sieht ein Übel und wählt es, sondern man läßt sich täuschen, weil man es im Vergleich mit einem anderen noch größeren Übel für ein Gut hält, und wird eingefangen.

Bei den anderen Unternehmungen folgt der Lohn im besten Falle dann, wenn sie zu ihrer Vollendung gekommen sind, bei der Philosophie aber läuft die Freude von Anfang an mit der Erkenntnis mit. Denn der Genuß kommt nicht nach dem Lernen, sondern Lernen und Genuß sind gleichzeitig.

Das Lob der anderen muß von selbst folgen. Wir müssen uns nur mit unserer eigenen Heilung befassen.

Wer in sich selbst beruhigt ist, der beunruhigt auch den anderen nicht.

Was glückselig und unvergänglich ist, hat weder selber Sorgen, noch bereitet es anderen solche. Es hat also weder mit Zorn noch mit Gunst etwas zu schaffen; denn alles Derartige gehört zur Schwäche.

Friedrich II., der Große

Die Religionen müssen alle tolerieret werden und muß der Fiskal nur das Auge darauf haben, daß keine der anderen Abbruch tue; denn hier muß ein jeder nach seiner Fasson selig werden.

Horaz

Wären wir frei an Fehlern, so würde es uns gewiß nicht so viel Vergnügen bereiten, sie an anderen festzustellen.

Wer Vergebung erbittet, muß diese auch anderen gewähren.

Konfuzius

Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von anderen. So wird dir viel Ärger erspart bleiben.

Tue nicht anderen, was du nicht willst, daß sie dir antun.

Was du selbst nicht wünschst, tu nicht an anderen.

Laotse

Der Weise hat keine unumstößlichen Grundsätze. Er paßt sich anderen an.

Ludwig II. von Bayern

Ein ewig Rätsel will ich bleiben, mir und den anderen.

Lukian von Samosata

Sechs Stunden sind genug für die Arbeit. Die anderen sagen zum Menschen: Lebe!

Marc Aurel

Betrachte einmal die Dinge von einer anderen Seite, als du sie bisher sahst; denn das heißt, ein neues Leben beginnen.

Paracelsus

Einem anderen gehöre nicht, wer sein eigener Herr sein kann.

Plutarch

Die Teilung der Hand in Finger hat keine Schwächung herbeigeführt, vielmehr ihre Leistungsfähigkeit gesteigert. Ebenso erhöht der Staatsmann, der anderen einen Anteil an der Führung gibt, durch gemeinsame Leistung den Erfolg seiner Tätigkeit.

Sokrates

Zur Unterscheidung von Gutem und Schlechtem bedarf der Verständige keines anderen Menschen.

Terenz

Wenn es anderen erlaubt ist, so ist es dir nicht erlaubt.

Thomas von Aquin

Gott ist sein Sein selbst. Das kann von keinem anderen Wesen ausgesagt werden.

Abraham Lincoln

Kein Mensch ist so bedeutend, daß er über einen anderen ohne dessen Einverständnis regieren kann.

Adolph Freiherr von Knigge

Gehe nie aus einem Gespräch, ohne dem anderen die Gelegenheit zu geben, mit Dankbarkeit an dieser Gespräch zurückzudenken.

Albert Einstein

Ein Wissenschaftler ist eine Mimose, wenn er selbst einen Fehler gemacht hat, und brüllender Löwe, wenn er bei anderen einen Fehler entdeckt.

Ich persönlich empfinde den Höchstgrad des Glücksgefühls bei großen Kunstwerken. Aus ihnen schöpfe ich Geistesgüter beglückender Art von einer solchen Stärke, wie ich sie aus anderen Bereichen nicht zu gewinnen vermöchte.

Vernünftiges Handeln in der menschlichen Sphäre ist nur möglich, wenn man die Gedanken, Motive und Befürchtungen des anderen zu verstehen sucht, so daß man sich in seine Lage zu versetzen weiß.

Alexandre Dumas d.J.

Wir tadeln an anderen nur die Fehler, von welchen wir keinen Nutzen ziehen.

Ambrose Bierce

Bewunderung ist die höfliche Beachtung des anderen Menschen, der Ähnlichkeit mit dir hat.

Emanzipation ist der Übergang eines Sklaven aus der Unterdrückung durch einen anderen in die Unterdrückung durch sich selbst.

Gleichgültig: stark genug, das anderen Menschen aufgebürdete Los ertragen zu können.

Nachsicht ist die sympathische Eigenschaft des Herzens, die uns dazu bewegt, anderen jene Sünden und Laster zu verzeihen, denen wie selber verfallen sind.

Rat erbitten: sich den eingeschlagenen Weg von einem anderen bestätigen lassen.

Zitate, das sind die fehlerhaft wiedergegebenen Worte eines anderen.

Ambrosius Macrobius

Ein Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

Arthur Schnitzler

Wir wissen immer nur, wie eine Frau uns liebt, aber wir erfahren nie, wie sie einen anderen lieben könnte.

Toleranz heißt, die Fehler der anderen zu entschuldigen. Takt heißt, gar nicht erst bemerken.

Arthur Schopenhauer

Alle Formen nimmt die Geistlosigkeit an, um sich dahinter zu verstecken: sie verhüllt sich in Schwulst, in Bombast, in den Ton der Überlegenheit und Vornehmigkeit und in hundert anderen Formen.

Bei gleicher Umgebung bleibt doch jeder in einer anderen Welt.

Jede Nation spottet über die anderen, und alle haben recht.

Bertolt Brecht

Denn die einen sind im Dunkeln, und die anderen sind im Licht. Doch man siehet die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht.

Blaise Pascal

Wenn alle Menschen wüßten, was jeder über den anderen sagt, es gäbe keine vier Freunde auf der Welt.

Die Menschen lassen sich im allgemeinen besser von Gründen überzeugen, die sie selbst entdeckt haben, als von solchen, die anderen in den Sinn kamen.

Es gibt für uns noch einen anderen Ursprung des Irrtums, nämlich die Krankheiten. Sie verderben uns Urteil und Sinn.

Carl von Clausewitz

Der Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.

Charles de Montesquieu

Die Freiheit ist ein Gut, das alle anderen Güter zu genießen erlaubt.

Zwei Arten von Menschen: Die einen denken, die anderen amüsieren sich.

Charles Dickens

Niemand ist nutzlos in der Welt, der einem anderen die Bürde leichter macht.

Christian Friedrich Hebbel

Selbsterkenntnis. Ob du dich selber erkennst? Du tust es sicher, sobald du mehr Gebrechen an dir als an den anderen entdeckst.

Christian Morgenstern

Ihr anderen werdet sicherer immerdar. Ich werde fragender von Jahr zu Jahr.

Wer sich selbst treu bleiben will, kann nicht immer anderen treu bleiben.

Elbert Hubbard

Der eigentliche Beweis, daß wir Talent besitzen, ist die Fähigkeit, das Talent in anderen Menschen zu entdecken.

Eleonora Duse

Es ist gefährlich, anderen etwas vorzumachen - denn es endet damit, daß man sich selbst etwas vormacht.

Emil Gött

Es ist sehr leicht, gute Miene zum bösen Spiel zu machen, das man mit anderen treibt.

Ernest Hemingway

Du kannst nichts für dich selbst tun, aber vielleicht kannst du etwas für jemand anderen tun.

Ernst Moritz Arndt

Eine freie Nation kann einen Befreier haben, eine unterjochte bekommt nur einen anderen Unterdrücker.

Erzbischof Nathan Söderblom

Heilige sind Menschen, durch die es anderen leichter wird, an Gott zu glauben.

Fjodor Dostojewskij

Dadurch, daß man einen anderen ins Irrenhaus sperrt, beweist man noch nicht seinen eigenen Verstand.

François Duc de La Rochefoucauld

Um zu ertragen, was anderen zustößt, sind wir allemal stark genug.

Bescheidenheit ist eine Tugend, die man vor allem an anderen schätzt.

Damit wir immer gut sein können, müßten die anderen glauben, niemals ungestraft gegen uns böse sein zu können.

Das sicherste Mittel, getäuscht zu werden, ist, sich für schlauer zu halten als die anderen.

In der Eifersucht steckt mehr Liebe zu sich selbst als zum anderen.

Man kann schlauer sein als ein anderer, aber nicht schlauer als alle anderen.

Wer sich durch unsere List täuschen ließ, erscheint uns bei weitem nicht so lächerlich, wie wir uns selbst erscheinen, wenn die List eines anderen uns täuschte.

Wir sind alle stark genug, zu ertragen, was anderen zustößt.

Es ist leichter, anderen kluge Ratschläge zu erteilen als sich selbst.

Es ist weit schwerer, sich von anderen nicht beherrschen zu lassen als andere zu beherrschen.

Man fällt anderen oft lästig, wenn man glaubt, ihnen nie zur Last fallen zu können.

Wir sind so gewöhnt, uns vor anderen zu verstellen, daß wir uns am Ende vor uns selbst verstellen.

Selbstvertrauen ist die Quelle des Vertrauens zu anderen.

Im menschlichen Herzen liegt eine unzerstörbare Brut von Leidenschaften, und das Ende der einen ist fast immer der Anfang einer anderen.

Es ist leichter, anderen mit Weisheiten zu dienen, als sich selbst.

François Marie Voltaire

Anerkennung bewirkt, daß das Hervorragende an den anderen auch zu uns gehört.

Nur eine Religion, die alle anderen duldet und so deren Wohlwollen würdig ist, kann aus der Menschheit ein Volk von Brüdern machen.

Francesco Guerrazzi

Die Freiheit gefällt allen, am meisten aber denen, die den anderen keine lassen wollen.

Friedrich Christoph Oetinger

Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Friedrich Nietzsche

Die mitleidigen, im Unglück jederzeit hülfreichen Naturen sind selten zugleich die sich mitfreuenden: beim Glück der Anderen haben sie nichts zu tun, sind überflüssig, fühlen sich nicht im Besitz ihrer Überlegenheit und zeigen deshalb leicht Mißvergnügen.

Man glaubt unwillkürlich, die religiös gefärbten Abschnitte einer Philosophie seien besser bewiesen, als die anderen; aber es ist im Grunde umgekehrt, man hat nur den inneren Wunsch, daß es so sein möge, - also daß das Beseligende auch das Wahre sei. Dieser Wunsch verleitet uns, schlechte Gründe als gute einzukaufen.

In zivilisierten Verhältnissen fühlt sich jeder jedem Anderen in einer Sache wenigstens überlegen: darauf beruht das allgemeine Wohlwollen, insofern jeder einer ist, der unter Umständen helfen kann und deshalb sich ohne Scham helfen lassen darf.

Die höhere Moralität des einen Menschen, im Vergleich zu der eines anderen, liegt oft nur darin, daß die Ziele quantitativ größer sind. Jenen zieht die Beschäftigung mit dem Kleinen, im engen Kreise, nieder.

Die bösen Reden anderer über uns gelten oft nicht eigentlich uns, sondern sind die Äußerungen eines Ärgers, einer Verstimmung aus ganz anderen Gründen.

Die Flamme ist sich selber nicht so hell, als den Anderen, denen sie leuchtet: so auch der Weise.

Unsere gelegentliche Gleichgültigkeit und Kälte gegen Menschen, welche uns als Härte und Charaktermangel ausgelegt wird, ist häufig nur eine Ermüdung des Geistes: bei dieser sind uns die Anderen, wie wir uns selber, gleichgültig oder lästig.

Ihr stärkeren und hochmütigen Geister, nur um eins seid gebeten: legt uns anderen keine neue Last auf, sondern nehmt etwas von unserer Last auf euch, da ihr ja die Stärkeren seid! Aber ihr macht es so gerne umgekehrt: denn ihr wollt fliegen, und deshalb sollen wir auch noch eure Last zur unsren tragen: das heißt, wir sollen kriechen!

Die einen werden durch großes Lob schamhaft, die anderen frech.

Wer jetzt unbeugsam ist, dem macht seine Redlichkeit oft Gewissensbisse: denn die Unbeugsamkeit ist die Tugend eines anderen Zeitalters als die Redlichkeit.

Friedrich Rückert

Du mußt nach oben schaun, zu sehn, wieviel noch Stufen des Beß'ren übrig sind sind, wozu du bist berufen. Du mußt nach unten schaun, um auch zu sehn zufrieden, wieviel dir Beß'res schon als anderen beschieden.

Friedrich Schleiermacher

Lieben, das heißt Seele werden wollen in einem anderen.

Friedrich Theodor Vischer

Mach anderen Freude, und du wirst erfahren, daß Freude freut!

Friedrich von Schiller

Willst du die anderen verstehen, blicke in dein eigenes Herz.

Wer in Amors süßen Bann nie sich hingegeben, was verspricht der arme Mann sich vom anderen Leben.

Jeden anderen Meister erkennt man an dem, was er ausspricht; was er weise verschweigt, zeigt mir der Meister des Stils.

Georg Christoph Lichtenberg

Ich bin überzeugt, man liebt sich nicht bloß in anderen, sondern haßt sich auch in anderen.

Meist gründet sich der Unglaube in einer Sache auf blinden Glauben in einer anderen.

Wer sich selbst recht kennt, kann sehr bald alle anderen Menschen kennen lernen. Es ist alles Zurückstrahlung.

Leicht ist es, anderen zu raten, schwer oft, für sich selbst das Rechte erkennen.

Keine Klasse von Menschen urteilt billiger von der anderen als die Denker von den Denkern und keine unbilliger als die Literaten von den Literaten.

Man liebt sich nicht nur in anderen, sondern haßt sich auch in ihnen.

George Sand

Man kann anderen Leuten erklären, warum man seinen Mann geheiratet hat, aber sich selbst kann man das nicht erklären.

Gilbert Keith Chesterton

Und ich behaupte, daß ein Mensch, der nicht unter der einen oder anderen Form gewohnt ist, aufrührerischen Gedanken nachzugehen, vom rein menschlichen Standpunkt aus betrachtet, eine defekte Geistesverfassung besitzt.

Wahrhafte Größe besitzt jener, der anderen ein Gefühl ihrer Größe vermittelt.

Giordano Bruno

Es ist geradezu albern, anzunehmen, es gebe keine anderen Lebewesen, keine anderen Denkvermögen und keine anderen Sinne als die uns bekannten.

Giovanni "Don" Bosco

Bemühe dich immer, durch die Tat zu zeigen, was du von anderen mit Worten verlangst.

Gustave Le Bon

Die Menge wird sich immer denen zuwenden, die ihr von absoluten Wahrheiten erzählen, und wird die anderen verachten.

Heinrich Heine

Einer nach dem anderen geht heim. Unfruchtbare Tränen weinen wir ihnen nach, bis auch wir abgehn.

Nur so lange die Religionen mit anderen zu rivalisieren haben und weit mehr verfolgt werden als selbst verfolgen, sind sie herrlich und ehrenwert, nur da gibts Begeisterung, Aufopferung, Märtyrer und Palmen.

Henri-Frédéric Amiel

Der Charme der anderen stärkt das eigene Selbstgefühl.

Henrik Ibsen

Alle Entwicklung ist bis jetzt nichts weiter als ein Taumeln von einem Irrtum in den anderen.

Henry David Thoreau

Finde heraus, wo deine stärksten Wurzeln liegen, und verlange nicht nach anderen Welten.

Henry Ford I.

Ein Geheimnis des Erfolgs ist, den Standpunkt des anderen zu verstehen.

Um Erfolg zu haben, mußt du den Standpunkt des anderen annehmen und die Dinge mit seinen Augen betrachten.

Es ist gefährlich, einen extrem fleißigen Büroangestellten einzustellen, weil die anderen ihm dann ständig zuschauen.

Lache nicht über die Dummheiten der anderen! Sie kann deine Chance sein.

Henry Ward Beecher

Egoismus ist das verabscheuungswürdigste Laster, das keiner beim anderen vergeben will, und ohne das er selbst nicht sein kann.

Hermann Bahr

Ein Fehler, den man mit einem anderen Menschen teilt, verbindet tiefer als ein gemeinsamer Vorzug.

Hermann Bang

Der Schmerz, der uns zugefügt wird, ist nicht die schwerste Last des Lebens. Viel schwerer legt sich eines Tages auf unsere Schultern der Schmerz, den wir den anderen zugefügt haben.

Hermann Hesse

Ich weiß nicht, ob ich überhaupt lieben kann. Ich begehre und kann mich in anderen Menschen suchen, nach Echo aushorchen, nach einem Spiegel verlangen, kann Lust suchen, und alles das kann wie Liebe aussehen.

Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich.

Man mutet sich so leichtfertig anderen Menschen zu, und dabei kann man sich kaum selbst ertragen.

Unser Ziel ist, einander zu erkennen und einer im anderen das zu sehen und ehren zu lernen, was er ist; - des andern Gegenstück und Ergänzung!

Kein Mensch kann beim anderen sehen und verstehen, was er nicht selbst erlebt hat.

Honoré de Balzac

Kein Gesetzbuch, keine menschliche Institution kann dem moralischen Verbrechen zuvorkommen, das durch ein Wort tötet. Darin besteht das Unzulängliche der sozialen Rechtssprüche; darin besteht der Unterschied zwischen den Sitten der hohen Gesellschaft und denen des Volkes: das eine ist frei und offen, die andere heuchlerisch; das eine bedient sich des Messers, die andere des Gifts der Sprache oder der Ideen; dem einen wird der Tod zuteil, der anderen Straffreiheit.

Kein Mann ist wie der andere. Löwe und Frosch sind einander weniger unähnlich als ein Mann im Vergleich zum anderen, moralisch gesprochen.

Mit einem Gatten, Sie Dummchen, leben wir sozusagen von unserem eigenen Leben; aber Lieben heißt: vom Leben eines anderen leben.

Wenn ich für jedermann gut und richtig wäre, wie könnte ich dann für eine unter allen anderen Auserwählte als etwas Besseres erscheinen?

Wird nicht auch die mit dem schwächsten Denkvermögen ausgestattete Kreatur in dem verletzt, was ihr das Teuerste ist, wenn sie auf Anordnung eines anderen Willens als des ihren etwas erfüllt, das sie auch von sich aus getan hätte?

Individualisten, das sind Menschen, die am liebsten das ganze Universum unter Verschluß hielten und darin nichts ohne ihre Erlaubnis geschehen lassen möchten. Sie sind unglücklich über jedes Glück der anderen, verzeihen nur Laster, Durchfälle und Gebrechen und wollen nur Leute, die sie protegieren können.

Keine Frau nimmt von einer anderen das Herz ihres Mannes entgegen; sie ist hundertmal glücklicher im Glauben, sie selber habe es zurückerobert.

Nun habe ich mit stets neuer Überraschung gestaunt, wie die heimlichen Absichten und die Gedanken, die zwei Gegner in sich tragen, stets wechselseitig erraten werden. Bisweilen geschieht es, daß sich bei zwei Feinden die gleiche Hellsicht der Vernunft, die gleiche Kraft intellektueller Schau findet wie zwischen Liebenden, die einer in des anderen Seele zu lesen vermögen.

Vielleicht liegt es in der Natur des Menschen, demjenigen alles aufzubürden, der aus wahrer Demut, aus Schwäche oder aus Gleichgültigkeit alles trägt. Schätzen wir alle es nicht, auf Kosten eines anderen, auf Kosten von irgend etwas anderem unsere eigene Stärke zu beweisen?

Sie haben einzig Durst nach einem bestimmten Wasser aus einem bestimmten Brunnen, der oft recht trübe ist; um davon zu trinken, würden sie ihre Frauen, ihre Kinder verkaufen. Für die einen ist dieser Brunnen das Spiel, die Börse, eine Gemälde- oder Insektensammlung, die Musik; für die anderen ist es eine Frau, die ihnen mit selbstbereiteten Leckerbissen aufwarten kann.

Es gibt Frauen, die nur Männer lieben, die bereits von einer anderen erwählt worden sind, gerade wie es arme Bürgerfrauen gibt, die da hoffen, wenn sie unsere Hüte tragen, hätten sie auch unsere Umgangsformen.

Niemand trägt einen neuen Anzug, ohne daß alle anderen darüber ihre Bemerkungen machen.

Gewisse Wesen empfangen durch die Liebe die Kraft, ihr Ich in einen anderen zu übertragen, und wird ihnen der genommen, so wird ihnen auch das Leben unmöglich.

Ein aufgeschlossener, offenherziger Mann empfindet das unbezwingliche Bedürfnis, sich einem Ding oder einem Wesen vor allen anderen Wesen und Dingen, von denen er umgeben ist, ganz besonders eng anzuschließen, vor allem wenn sein Leben einsam ist! Urteilen Sie deshalb stets günstig über einen Menschen, der sein Pferd oder seinen Hund lieb hat.

Definition der Liebe: Ein Egoismus zu zweit. Wir lieben uns selbst im anderen.

Nun, wenn das Bewußtsein von der Arbeit, die es leistet, einem tätigen Wesen ein Gefühl der Genugtuung gibt, das ihm das Leben ertragen hilft, so muß die Gewißheit, daß man zur Last fällt oder sogar unnütz ist, das entgegengesetzte Ergebnis haben und dem unnützen Wesen gegen sich selbst die Geringschätzung einflößen, die sie bei anderen hervorruft.

Männer gelten als ausgesprochen grausam, Tiger auch; doch weder Tiger, Schlangen, Diplomaten, Vollzugsbeamte, weder Henker noch Könige können es in ihren größten Abscheulichkeiten zu der sanften Grausamkeit, der giftigen Freundlichkeit und der barbarischen Verachtung junger Damen untereinander bringen, wenn sich die einen den anderen an Geburt, an Vermögen, an Liebreiz überlegen fühlen und wenn es sich um die Heirat, den Vorrang, mit einem Wort, um die unzähligen Frauenstreitigkeiten handelt.

Ignaz Franz Castelli

Ich verschreibe anderen Arzneien, doch nehme ich sie selbst nicht ein.

Immanuel Kant

Das Recht ist Inbegriff der Bedingungen, unter denen die Willkür des einen mit der Willkür des anderen nach einem allgemeinen Gesetz der Freiheit in Einklang gebracht werden kann.

Sozialstaatliche Fürsorge erscheint als Austeilung eines Raubes, den man anderen entwendet hat.

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

Jane Austen

Die eine Hälfte der Welt kann die Freuden der anderen Hälfte nicht verstehen.