Zitate zum Thema "stolz"

Aurelius Augustinus

Der Mensch fiel, aber Gott stieg herab. Erbärmlich ist der Mensch, aber voll Erbarmen kam Gott hernieder. Der Mensch fiel durch Stolz, Gott kam herab in Gnaden.

Epikur von Samos

Die Naturwissenschaft macht die Menschen nicht zu geschäftigen Prahlern und Schwätzern und nicht zu solchen, die die von der Menge hochgeschätzte Bildung zur Schau stellen, sondern zu Selbstbewußten und Selbstgenügsamen, die nicht auf den Wert der äußeren Dinge, sondern auf ihre eigenen Güter stolz sind.

Konfuzius

Arm und dabei ohne Haß zu sein ist schwierig - reich und dabei ohne Stolz zu sein ist leichter.

Marc Aurel

Was du erhältst, nimm ohne Stolz an, was du verlierst, gib ohne Trauer auf.

Adolph Freiherr von Knigge

Da widmen sich denn die schiefsten Köpfe dem Studium der Rechtsgelehrsamkeit, womit sie keine andren feinen Kenntnisse verbinden, dennoch aber so stolz auf diesen Wust von alten römischen, auf unsre Zeiten wenig passenden Gesetzen sind, daß sie von dem Manne, der die edlen Pandekten nicht am Schnürchen hat, glauben, er könne gar nichts gelernt haben.

Albert Einstein

Das Streben nach Wahrheit und Erkenntnis gehört zum Schönsten, dessen der Mensch fähig ist, wenn auch der Stolz auf dieses Streben meist im Munde derjenigen ist, die am wenigsten von solchem Streben erfüllt sind.

Alexander Herzen

Nur die Liebe schaffte Bleibendes und Lebendiges, Stolz ist unfruchtbar, weil er außer sich nichts kennt.

Arthur Schnitzler

Dilettant sein heißt: seiner eigenen Einfälle nicht wert, aber auf sie stolz sein.

Arthur Schopenhauer

Stolz kommt von innen; er ist die direkte Hochschätzung unserer selbst.

Christian Friedrich Hebbel

Je größer der Mann, um so geringer der Stolz.

Ernest Hemingway

Wir haben alle schon Sachen gemacht, die nicht zu schaffen waren, aus bloßem Stolz.

Franz Grillparzer

Gold schenkt die Eitelkeit, der rauhe Stolz; die Freundschaft und die Liebe schenken Blumen.

Friedrich Gottlieb Klopstock

Wer den höchsten Gipfel erstieg, ist zu stolz, auf dem zweiten sich zu zeigen.

Friedrich Nietzsche

Auf eine ununterbrochene Reihe guter Ahnen bis zum Vater herauf darf man mit Recht stolz sein, - nicht aber auf die Reihe; denn diese hat jeder.

So lange wir nicht fühlen, daß wir irgend wovon abhängen, halten wir uns für unabhängig: ein Fehlschluß, welcher zeigt, wie stolz und herrschsüchtig der Mensch ist.

Nicht darauf kommt es an, daß alles gleich gut und vollkommen gearbeitet ist; der Stolz flickt schon die schadhaften Stellen aus.

Das habe ich getan sagt mein Gedächtnis. Das kann ich nicht getan haben sagt mein Stolz und bleibt unerbittlich. Endlich - gibt das Gedächtnis nach.

Unsere Eitelkeit ist gerade dann am schwersten zu verletzen, wenn eben unser Stolz verletzt wurde.

Ich' sagst du und bist stolz auf dies Wort. Aber das Größere ist, woran du nicht glauben willst, - dein Leib und seine große Vernunft: die sagt nicht Ich, aber tut Ich.

Georg Christoph Lichtenberg

Vieles Lesen macht stolz und pedantisch; viel sehen macht weise, vernünftig und nützlich.

George Lord Byron

Große Menschen sind stolz, kleine eitel.

Honoré de Balzac

Liegt in der Schamhaftigkeit, die sich eines Mannes bemächtigt, wenn er liebt, nicht auch stets etwas Beschämung? Und bildet seine Kleinheit nicht gerade den Stolz der Frauen?

Ist Stolz nicht eine jener menschlichen Empfindungen, die nur edle Taten gebären können?

Die Frauen lieben jene Männer, welche sich selber zu Paschas ernennen, von Löwen und Scharfrichtern begleitet zu sein scheinen und in einem Gepränge von Schrecken einherschreiten, ganz besonders. Dadurch entsteht bei diesen Männern eine Sicherheit des Handelns, ein Bewußtsein der Macht, ein Stolz des Blickes und ein Löwengewissen, welche für die Frauen den Kampftypus verwirklichen, den sie alle erträumen.

Diese Kameraderie, ein von einem geistreichen Mann erfundenes Wort, frißt die schönsten Seelen an: sie macht ihren Stolz rosten, vernichtet die Grundlage großer Werke und heiligt die geistige Feigheit.

Eine adelige, reine Frau ist wie ein Gewissen ohne Flecken, das uns uns selber in schöner Gestalt vorführt. Anderswo können wir uns beschmutzen: dort jedoch bleiben wir groß, stolz und makellos. Anderswo führen wir ein wildes, wüstes Leben; dort jedoch können wir in Ruhe, die Kühle, das Grün einer Oase atmen.

Liebe kann nicht ohne die Überlegenheit bestehen, auf die der Mensch stolz ist, und man wird so selten geliebt, wenn man geringgeschätzt wird.

Wenn es ein dem Herzen des Mannes eingeborenes Gefühl gibt, ist es dann nicht der Stolz, ein schwaches Geschöpf unausgesetzt schützen zu können!

Jean Paul

Der aus dem gemeinen kriechenden Stand Emporgekommene will stolz sein und kann es nicht, und ihm entfährt immer Höflichkeit gegen die alten Gegenstände.

Äußerer gemäßigter Stolz gibt dem Verdienst einen größern Schein.

Die Engländer gefallen uns in Büchern, weil uns der Stolz in der Darstellung gefällt, aber nicht in der Wirklichkeit.

Johann Wolfgang von Goethe

Sie scheinen mir aus einem edlen Haus: Sie sehen stolz und unzufrieden aus.

Zu strenge Forderung ist zu verborgener Stolz.

Armut selbst macht stolz, die unverdiente.

Karl Ferdinand Gutzkow

Der wahre Stolz ergreift für sich nicht selbst das Wort.

Karl Julius Weber

Die Eitelkeit ist der Stolz der Schwachen.

Gott wird mich bewahren vor der Schwäche oder dem Stolz vieler Alter, die jeden für einen Esel halten, der nicht grau ist.

Karl Kraus

Kleine Stationen sind stolz darauf, daß die Schnellzüge an ihnen vorbeifahren müssen.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Eine stolz getragene Niederlage ist auch ein Sieg.

Mary Wollstonecraft

Schwäche kann Zärtlichkeit erregen und den männlichen Stolz erfreuen. Doch die gebieterischen Zärtlichkeiten eines Beschützers werden niemals einen edlen Verstand befriedigen, der danach lechzt, respektiert zu werden.

Michail J. Lermontow

Glück ist gesättigter Stolz.

Nicolas-Sébastien de Chamfort

Es gibt eine Art Stolz, die alle Gebote Gottes einschließt, und eine Eitelkeit, die alle sieben Todsünden umfaßt.

Walther Rathenau

Wird Stolz sich seiner bewußt, so ist es Eitelkeit.

Wilhelm Busch

Als ich in den Jugendtagen noch ohne Grübelei, da meint ich mit Behagen, mein Denken wäre frei. Mein Stolz, der wurde kleiner, ich merkte mit Verdruß: Es kann doch unsereiner nur denken, wie er muß.

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