Zitate zum Thema "fast"
Adolph Freiherr von Knigge
Wir sehen manchen Redlichen fast allgemein verkannt.
Wenige helfen tragen; fast alle erschweren die Bürde.
Ich kenne Jünglinge mit Antinousgestalten, die ihr Glück bei dem schönen Geschlechte nicht machen, und hingegen Männer mit fast garstigen Larven, die dort gefallen und Teilnehmung erwecken.
Antoine de Rivarol
Der schönste Kunstgriff des menschlichen Geistes, die Erfindung von Begriffen, ist die Quelle fast all seiner Irrtümer.
Arthur Schopenhauer
Das ist eine rechte Herzensstärkung im Alter, wo die Freunde unsrer Jugendzeit fast alle weggestorben sind, daß wir neue und junge Freunde finden, welche an Teilnahme und Eifer die ehemaligen übertreffen.
Carl Hilty
Es sind fast alle Menschen brauchbar, sofern sie ihre Rolle im Leben finden.
Charles de Montesquieu
Fast nie kommt der Mensch aus Vernunft zur Vernunft.
Emil Gött
Eine fast widerliche Eigenschaft des Mannes ist, daß er mit schnellfertiger Verachtung vom Weibe all die Tugenden verlangt, die er selbst an sich ersehnt.
Fjodor Dostojewskij
Meiner Ansicht nach ist über nichts zu staunen weit dümmer als über alles zu staunen. Außerdem: über nichts zu staunen ist fast dasselbe wie nichts zu achten.
François Duc de La Rochefoucauld
Es ist die gleiche Festigkeit, mit der wir der Liebe zu widerstehen vermögen und durch welche diese erstarkt und dauert; daher sind schwache Menschen, die immer von Leidenschaften getrieben werden, fast niemals wirklich von ihnen erfüllt.
Wir trauen fast niemandem gesunden Menschenverstand zu, außer dem, der unserer Meinung ist.
Die Macht, die geliebte Menschen über uns besitzen, ist fast immer größer als die, die wir über uns selbst haben.
Im menschlichen Herzen liegt eine unzerstörbare Brut von Leidenschaften, und das Ende der einen ist fast immer der Anfang einer anderen.
Friedrich Nietzsche
Das moralische Gefühl darf in solchen Naturen nicht fehlen, welche keinen Ehrgeiz haben. Die Ehrgeizigen behelfen sich auch ohne dasselbe, mit fast gleichem Erfolge.
Wer viel zu tun hat, behält seine allgemeinen Ansichten und Standpunkte fast unverändert bei. Ebenso jeder, der im Dienst einer Idee arbeitet: er wird die Idee selber nie mehr prüfen, dazu hat er keine Zeit mehr; ja es geht gegen sein Interesse, sie überhaupt noch für diskutierbar zu halten.
Vielleicht bildet sich die Ameise im Walde ebenso stark ein, daß sie Ziel und Absicht der Existenz des Waldes ist, wie wir dies tun, wenn wir an den Untergang der Menschheit in unserer Phantasie fast unwillkürlich den Erduntergang anknüpfen.
Fast alle Zustände und Lebensweisen haben einen seligen Moment. Den wissen die guten Künstler herauszufischen.
Georg Christoph Lichtenberg
Ein guter Ausdruck ist so viel wert als ein guter Gedanke, weil es fast unmöglich ist, sich gut auszudrücken, ohne das Ausgedrückte von einer guten Seite zu zeigen.
Lessings Geständnis, daß er für seinen gesunden Verstand fast zuviel gelesen habe, beweist, wie gesund sein Verstand war.
Um über gewisse Gegenstände mit Dreistigkeit zu schreiben, ist es fast notwendig, daß man nicht viel davon versteht.
George Meredith
Mit vierzig Jahren haben Männer fast nur noch Gewohnheiten; eine davon ist ihre Frau.
Gotthold Ephraim Lessing
Ich saß dir lang und oft: warum denn, Meister Steffen? Ich glaube fast, mich nicht von ungefähr zu treffen.
Gustav Schwab
Der Mensch kann bei fast allem erfolgreich sein, wenn er unbegrenzte Begeisterung mitbringt.
Heinrich Heine
Er sagte noch einige salbungsvolle Worte und reichte mir beim Abschied die Hand. Es war eine weiche, wurmweiche Hand, und so faulend nachgiebig, daß ich fast fürchtete, sie bliebe mir in Händen.
Ich fürchtete fast, es sei nicht wahr, denn es ist gedruckt.
Warum muß der Gerechte so viel leiden auf Erden? Warum muß Talent und Ehrlichkeit zugrunde gehen, während der schwadronierende Hanswurst sich räkelt auf Pfühlen des Glücks und fast stinkt vor Wohlbehagen?
Anfangs wollt' ich fast verzagen, und ich glaub', ich trüg es nie; und ich hab es doch getragen, aber fragt mich nur nicht: wie?
Honoré de Balzac
Die schlimmen Vorahnungen treffen fast immer ein.
Ziemlich häufig erscheinen manche Handlungen im menschlichen Dasein, dichterisch gesprochen, unwahrscheinlich, obwohl sie wahr sind. Aber liegt das nicht daran, daß man es fast immer unterläßt, über seine plötzlichen Entschlüsse gewissermaßen ein psychologisches Licht zu halten und daß man die Beweggründe nicht erklärt, die sich geheimnisvoll entwickeln und die Handlung notwendig gemacht haben?
Die Irrtümer der Frau entspringen fast immer ihrem Glauben an das Gute oder ihrem Vertrauen auf das Wahre.
Fast alle jungen Menschen sind einem anscheinend unerklärlichen Gesetz unterworfen, das indessen seinen Grund in ihrer Jugend hat und der Art Wut, mit der sie sich jedem Vergnügen in die Arme werfen. Mögen sie arm sein oder reich: Nie haben sie Geld für die Notwendigkeiten des Lebens, während sie zur Befriedigung ihrer Launen stets welches auftreiben.
Vielleicht plaudert man williger angesichts des Desserts, in Gesellschaft erlesener Weine während der köstlichen Minuten, da jeder den Ellenbogen auf den Tisch und den Kopf in die Hand stützen darf. Dann spricht nicht nur jeder gern, sondern hört womöglich noch lieber zu. Die Verdauung, die sich fast stets auswirkt, macht, dem Charakter entsprechend, entweder schwatzhaft oder schweigsam. So kommt jeder dabei auf seine Kosten.
Jean de La Bruyère
Groß ist fast immer einfach.
Jean-Jacques Rousseau
Das Leben ist kurz - weniger wegen der kurzen Zeit, die es dauert, sondern weil uns von dieser kurzen Zeit fast keine bleibt, es zu genießen.
Johann Peter Eckermann
Ein Name ist nichts Geringes. Hat doch Napoleon eines großen Namens wegen fast die halbe Welt in Stücke geschlagen.
Johann Wolfgang von Goethe
Erfahrung ist fast immer eine Parodie auf die Idee.
Für sich kann man wohl noch den rechten Weg finden, für andre und mit andren scheint es fast unmöglich.
Höchst bemerkenswert bleibt es immer, daß Menschen, deren Persönlichkeit fast ganz Idee ist, sich so äußerst vor dem Phantastischen scheuen.
Karl Julius Weber
Große, starke Seelen sind selten ärgerlich, desto mehr aber schwache Männer und fast alle Weiber.
Karl Marx
Luxustier und Haustier, das ist heute die Frau fast ausschließlich. Vom Manne ausgehalten, wenn sie nicht arbeitet, wird sie auch noch von ihm gehalten, wenn sie sich totschindet.
Lucretia Rudolph Garfield
Mein Herz brach fast bei dem grausamen Gedanken, daß unsere Ehe auf dem kalten, harten Wort Pflicht basiert.
Michail J. Lermontow
Wir vergeben fast immer, wenn wir verstehen.
Moritz Gottlieb Saphir
Die Liebe ist wie eine Brennessel; der Mann fast sie hart an, und sie verletzt ihn nicht. Die Frauen erfassen sie zaghaft, und sie fühlen das brennende Gift.
Nicolas-Sébastien de Chamfort
Vorurteil, Eitelkeit, Berechnung beherrschen die Welt; wer nur Vernunft, Wahrheit, Gefühl folgt, hat fast nichts gemein mit der Gesellschaft. Er muß in sich selbst sein ganzes Glück suchen und finden.
Oliver Goldsmith
In einem zivilisierten Zeitalter wird fast jedermann zu Leser und empfängt durch Bücher mehr Unterweisungen als von der Kanzel.
Vincent van Gogh
Fast jeder hat das Gefühl für die Natur, der eine mehr, der andere minder, aber nur wenige gibt es, die fühlen: Gott ist Geist.
Wilhelm Busch
Gewinn anderer wird fast wie Verlust empfunden.
Wenn andere klüger sind als wir, das macht uns selten nur Pläsier, doch die Gewißheit, daß sie dümmer, erfreut fast immer.
Ich stehe auf der Grenze von hier und dort, und fast kommt es mir vor, als ob beides dasselbe wäre.
Wilhelm Heinrich von Riehl
Die eigenste Weise des Hauses, sein individueller Charakter, wird fast immer bestimmt durch die Frau.
William Shakespeare
Die Hoffnung auf Genuß ist fast so süß, als schon erfüllte Hoffnung.

