Zitate zum Thema "herr"
Epikur von Samos
Wir sind ein einziges Mal geboren. Zweimal geboren zu werden ist nicht möglich. Die ganze Ewigkeit hindurch werden wir nicht mehr sein. Du aber bist nicht Herr des morgigen Tages und verschiebst immerzu das Erfreuende. Das Leben geht mit Aufschieben dahin, und jeder von uns stirbt, ohne Muße gefunden zu haben.
Katharina II., die Große
Ich werde eine Autokratin sein, das ist mein Beruf. Und Gott der Herr wird es mir verzeihen. Das ist sein Beruf.
Novalis
Der ist der Herr der Erde, wer ihre Tiefe mißt.
Paracelsus
Einem anderen gehöre nicht, wer sein eigener Herr sein kann.
Petron
Wie der Herr, so auch der Diener.
Theresa von Avila
Erlöse uns von düsteren, ernsten, verdrießlichen Heiligen. O Herr, erhöre unser Gebet.
Alphonse Allais
Ein Gentleman ist ein Herr, der sich sogar dann der Zuckerzange bedient, wenn er alleine ist.
Eduard Mörike
Herr, schicke, was du willst, ein Liebes oder Leides; ich bin vergnügt, daß beides aus deinen Händen quillt.
Franz Kafka
Das Tier entwindet dem Herrn die Peitsche und peitscht sich selbst, um Herr zu werden, und weiß nicht, daß das nur eine Phantasie ist, erzeugt durch einen neuen Knoten im Peitschenriemen des Herrn.
Ein erstes Zeichen beginnender Erkenntnis ist der Wunsch zu sterben. Dieses Leben scheint unerträglich, ein anderes unerreichbar. Man schämt sich nicht mehr, sterben zu wollen; man bittet, aus der alten Zelle, die man haßt, in eine neue gebracht zu werden, die man erst hassen lernen wird. Ein Rest von Glauben wirkt dabei mit, während des Transportes werde zufällig der Herr durch den Gang kommen, den Gefangenen ansehen und sagen: Diesen sollt ihr nicht wieder einsperren. Er kommt zu mir.
Die Hintergedanken, mit denen du das Böse in dir aufnimmst, sind nicht die deinen, sondern die des Bösen. Das Tier entwindet dem Herrn die Peitsche und peitscht sich selbst, um Herr zu werden, und weiß nicht, daß das nur eine Phantasie ist, erzeugt durch einen neuen Knoten im Peitschenriemen des Herrn.
Friedrich Christoph Oetinger
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Friedrich Haug
Karlo beichtet aus besondern Gründen Vor dem Hochzeitstag noch seine Sünden, Und zur Pönitenz, Herr Guardian? - Bist du morgen Ehemann!
Herr Firlefanz erschöpfte sich In seinem Epigramm auf mich; Und meine Rache für den Spuck? Ich gab sein Epigramm in Druck.
Ach! der junge Herr Baron Spielt mit seinen Dorfgemeinen Die verkehrte Passion: Alle leiden hier für Einen.
Friedrich Ludwig Jahn
Ein Volk, das ein wahres, volkstümliches Bücherwesen besitzt, ist Herr von einem unermeßlichen Schatze.
Friedrich Nietzsche
Und wenn ihr nach Biographien verlangt, dann nicht nach jenen mit dem Refrain Herr So und So und seine Zeit, sondern nach solchen, auf deren Titelblatt es heißen müßte ein Kämpfer gegen seine Zeit.
Friedrich von Schiller
Ein gütiger Herr tut seine Pforten auf für alle Gäste, keinen schließt er aus.
Des Bauern Handschlag, edler Herr, ist auch ein Manneswort! Was ist der Ritter ohne uns? Und unser Stand ist älter als der Eure.
Gaius Julius Caesar
Den Ahnungslosen schenkt der Herr einen leichten Schlaf.
Gotthold Ephraim Lessing
Und ist denn nicht das ganze Christentum aufs Judentum gebaut? Es hat mich oft geärgert, hat mich Tränen genug gekostet, wenn Christen gar so sehr vergessen konnten, daß unser Herr ja selbst ein Jude war.
Gibt einst der Leichenstein von dem, was du gewesen, Dem Enkel, der dich schätzt, so viel er braucht, zu lesen, So sei die Summe dies: Er lebte schlecht und recht, Ohn Amt und Gnadengeld, und niemands Herr noch Knecht.
Heinrich Heine
Das junge Mädchen sagte: Der Herr muß sehr reich sein, denn er ist sehr häßlich. Das Publikum urteilt in derselben Weise: Der Mann muß sehr gelehrt sein, denn er ist sehr langweilig. Daher Sukzeß vieler Deutschen in Paris.
Der Herr war ein Jurist, obwohl sein wohlgewölbter, runder Bauch ihn eher zu einer Anstellung bei der sphärischen Trigonometrie zu qualifizieren schien.
Kein Mensch hat das Recht, einen andern umbringen zu lassen; am allerwenigsten sollten Christen ein Todesurteil fällen, da sie doch daran denken sollten, daß der Stifter ihrer Religion, unser Herr und Heiland, unschuldig verurteilt und hingerichtet worden.
Wir leben in einer traurigen Zeit, Schurken werden zu den Besten, und die Besten müssen Schurken werden. Ich verstehe sehr gut die Worte des Psalmisten: Herr Gott, gib mir mein täglich Brot, daß ich Deinen Namen nicht lästere!
Henry George Bohn
Geld ist ein guter Diener, aber ein schlechter Herr.
Honoré de Balzac
Mein Vater ist Herr in seinem Haus. Solange ich in seinem Haus wohne, muß ich ihm gehorchen. Sein Benehmen braucht sich nicht um die Billigung oder Mißbilligung der Welt zu kümmern, er schuldet Gott allein Rechenschaft darüber.
Weder Lord Byron noch Goethe, noch Walter Scott, noch Cuvier, noch der Erfinder sind ihr eigener Herr, sie sind Sklaven ihrer Idee; und diese geheimnisvolle Macht ist eifersüchtiger als eine Frau, sie saugt sie auf, sie gibt ihrem Nutzen Leben und Tod.
Jeremias Gotthelf
Herr Esau konnte sich strecken und hinterdrücken, und wer das kann und immer zu rechter Zeit, den nennt man einen Staatsmann.
Johann Wolfgang von Goethe
Wer vorsieht, ist Herr des Tages.
Gewöhnlich aber wirft man eine Abneigung auf etwas, das man nicht vollenden kann, als auf ein Ding, das uns widerstrebt und des wir nicht Herr werden können.
Wer sich mit der Administration abgibt, ohne regierender Herr zu sein, der muß entweder ein Philister oder ein Schelm oder ein Narr sein.
Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach
Der Mann ist der Herr des Hauses. Im Hause soll aber nur die Frau herrschen.
Sei deines Willens Herr und deines Gewissens Knecht.
Matthias Claudius
Niemand ist frei, der nicht über sich selbst Herr ist.
Papst Johannes XXIII.
Man sollte auch bedenken, daß der Herr in seinen Urteilen nachsichtiger ist als wir.
Rainer Maria Rilke
Herr, gib jedem seinen eignen Tod. Das Sterben, das aus jenem Leben geht, darin er Liebe hatte, Sinn und Not.
Richard Dehmel
Wenn du auch irrst auf den Bergen des Strebens: nichts ist vergebens, denn du wirst. Nur: bleib Herr deines Strebens!
Wilhelm Busch
Herr meines Lebens! An der Welt sitzt noch lange kein Ende!

