Zitate zum Thema "freilich"
Friedrich Nietzsche
Um weise zu werden, muß man gewisse Erlebnisse erleben wollen, also ihnen in den Rachen laufen. Sehr gefährlich ist dies freilich; mancher Weise wurde dabei aufgefressen.
Gotthold Ephraim Lessing
Ob ich morgen leben werde, weiß ich freilich nicht. Aber daß ich, wenn ich morgen lebe, Tee trinken werde, weiß ich gewiß.
Heinrich Heine
Der Gedanke geht der Tat voraus wie der Blitz dem Donner. Der deutsche Donner ist freilich auch ein Deutscher, und ist nicht sehr gelenkig, und kommt etwas langsam herangerollt; aber kommen wird er.
Die Zeitschriften sind freilich nur die Pißecken der Literatur, aber alle Annoncen sind dort angeschlagen.
In der Literatur wie im Leben hat jeder Sohn einen Vater, den er aber freilich nicht immer kennt oder den er gar verleugnen möchte.
Stockjobbers, Spieler, wohlfeile Skribenten, Falschmünzer des Gedankens, noch wohlfeilere Dirnen, die freilich nur mit dem Leibe zu lügen brauchen.
Honoré de Balzac
Die Gräfin war in Verstellungen befangen, die der Zeiten des Rittertums würdig gewesen wären; freilich waren sie völlig modernisiert.
Der erste Handel: Die Welt begann mit ihm, hat doch Adam das Paradies für einen Apfel verkauft. Was freilich keine berühmte Spekulation war.
Jean Paul
Die leichte Niederlage mancher Weiber kommt vielleicht nicht sowohl von Sinnlichkeit, Übermannung und dergleichen her, sondern von Phantasien, die lange in einem zügellosen Reiche hinter Stirn und Lippe spielten und schweiften und welche in einem Mehr der Phantasie ansässig wurden, das freilich leicht mit dem Minder der Wirklichkeit aussöhnt.
Jean-Jacques Rousseau
Freilich ist es für den Staat seht bedeutsam, daß jeder Staatsbürger eine Religion habe, die ihn seine Pflichten lieben läßt.
Johann Wolfgang von Goethe
Freilich ist es auch kein Vorteil für die Herde, wenn der Schäfer ein Schaf ist.
Freilich erfahren wir erst im Alter, was uns in der Jugend begegnete.
Im ästhetischen Fach sieht es freilich bei uns am schwächsten aus, und wir können lange warten, bis wir auf einen Mann wie Carlyle stoßen.
Richard Dehmel
Ich wüßte nicht mich nach der Form zu richten, wird mir bedeutet von euch Anstandsrichtern. Und freilich: leicht ereignet sich's an Dichtern, daß sie formloser leben als sie dichten.
Theodor Fontane
Abwechslung ist des Lebens Reiz, was freilich jede glückliche Ehe zu widerlegen scheint.
Wilhelm Busch
Nun meint man freilich, sei die Nacht um nachzudenken wie gemacht. Doch oh, wie sehr kann man sich täuschen! Es fehlt auch ihr nicht an Geräuschen.

