Zitate zum Thema "glaubt"

Demosthenes

Jeder glaubt gern, was er wünscht; die Dinge aber sind oft anders beschaffen.

Empedokles von Akragas

Jeder glaubt nur das, worauf ihn der Zufall gebracht hat.

Epikur von Samos

Durchaus gering ist jener, der viele vernünftige Gründe zu haben glaubt, aus dem Leben zu scheiden.

Laotse

Wer sich am Ziele glaubt, geht zurück.

Phaedrus

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht!

Vergil

Glaubt dem, der es erlebt hat!

Arthur Schnitzler

Wer Gott glaubt, mag zu ihm beten, wer ihn weiß, dessen Andacht heißt Arbeit.

Benjamin Disraeli

Ein konsequenter Mensch glaubt an das Schicksal, ein launenhafter an den Zufall.

Christian Friedrich Hebbel

Der Jugend wird oft der Vorwurf gemacht, sie glaube immer, daß die Welt mit ihr erst anfange. Aber das Alter glaubt noch öfter, daß mit ihm die Welt aufhöre.

Christian Morgenstern

Glaubt ihr, ein Asket wolle weniger herrschen als ein Weltmann?

Donald R. Perry Marquis

Das Mittlere Alter ist die Zeit, in der ein Mann glaubt, daß er sich in einer oder zwei Wochen wieder so gut wie früher fühlen wird.

François Duc de La Rochefoucauld

Niemals ist man so glücklich oder unglücklich, wie man glaubt.

Wer ohne Narrheit lebt, ist nicht so weise, wie er glaubt.

Man fällt anderen oft lästig, wenn man glaubt, ihnen nie zur Last fallen zu können.

François Marie Voltaire

Glaubt ihr allen Ernstes, es gebe irgendwo ein Wesen, das immerfort dafür sorgt, daß alle bösen Frauen und alle perversen Männer, die allenthalben unsere kleine Welt be- und entvölkern, bestraft werden?

Friedrich Haug

Jüngst glaubt' ich einen Fremdling wohl zu kennen, Und auch der Fremdling wähnt', er kenne mich. Wir sprachen lang, doch mußten wir uns trennen, Denn wirklich waren's weder Er noch ich.

Der hier begrab'ne Zecher Veit Soff ohne Maß und allezeit. Der Arm erlahmte seiner Hebe. Er starb in solcher Trunkenheit, Daß er, schon tot, noch glaubt', er lebe.

Friedrich Nietzsche

Der Künstler weiß, daß sein Werk nur voll wirkt, wenn es den Glauben an eine Improvisation, an eine wundergleiche Plötzlichkeit der Entstehung erregt; und so hilft er wohl dieser Illusion nach und führt jene Elemente der begeisterten Unruhe, der blind greifenden Unordnung, des aufhorchenden Träumens beim Beginn der Schöpfung in die Kunst ein, als Trugmittel, um die Seele des Schauers oder Hörers so zu stimmen, daß sie an das plötzliche Hervorspringen des Vollkommenen glaubt.

Man glaubt unwillkürlich, die religiös gefärbten Abschnitte einer Philosophie seien besser bewiesen, als die anderen; aber es ist im Grunde umgekehrt, man hat nur den inneren Wunsch, daß es so sein möge, - also daß das Beseligende auch das Wahre sei. Dieser Wunsch verleitet uns, schlechte Gründe als gute einzukaufen.

Glaubt man sich noch so sehr der Religion entwöhnt zu haben, so ist es doch nicht in dem Grade geschehen, daß man nicht Freude hätte, religiösen Empfindungen und Stimmungen ohne begrifflichen Inhalt zu begegnen, zum Beispiel in der Musik.

Wer dreimal mit Dreistigkeit das Wetter prophezeit hat und Erfolg hatte, der glaubt im Grunde seiner Seele ein wenig an seine Prophetengabe. Wir lassen das Wunderliche, Irrationale gelten, wenn es unserer Selbstschätzung schmeichelt.

Wie viele verheiratete Männer haben den Morgen erlebt, wo es ihnen tagte, daß ihre junge Gattin langweilig ist und das Gegenteil glaubt!

Kein Sieger glaubt an den Zufall.

Damit, daß man nach den Anfängen sucht, wird man Krebs. Der Historiker sieht rückwärts; endlich glaubt er auch rückwärts.

Friedrich Rückert

Man glaubt die Wahrheit nicht, wenn sie ein Armer spricht, und selbst die Lüge glaubt man einen reichen Wicht.

Friedrich von Schiller

Glaubt mir, es ist kein Märchen, die Quelle der Jugend, sie rinnet wirklich und immer; ihr fragt wo? In der dichtenden Kunst.

Glaubt nicht der arme Mensch mit Jupiters Tochter zu leben, und ein Knochengeripp folgt ihm zu Tisch und zu Bett.

Die Fabel ist der Liebe Heimatwelt, gern wohnt sie unter Feen, Talismanen, glaubt gern an Götter, weil sie göttlich ist.

Georg Christoph Lichtenberg

Ich glaube, der Mensch ist am Ende ein so freies Wesen, daß ihm das Recht, zu sein, was er glaubt zu sein, nicht streitig gemacht werden kann.

Wenn man, wie die Metaphysiker oft verfahren, glaubt man verstehe etwas, das man nicht versteht, so kann man dieses nennen affirmative nescire.

Man irrt sich, wenn man glaubt, daß alles unser Neues nur der Mode angehörte, es ist etwas Festes darunter. Fortgang der Menschheit muß nicht verkannt werden.

Nichts setzt dem Fortschritt der Wissenschaft mehr Hindernis entgegen, als wenn man zu wissen glaubt, was man doch nicht weiß. In diesen Fehler fallen gewöhnlich die schwärmerischsten Erfinder von Hypothesen.

George Eliot

Er war wie ein Hahn, der glaubt, die Sonne sei aufgegangen, nur um sein Krähen zu hören.

Gottfried Keller

Auch der demütigste Mensch glaubt und hofft innerlich immer mehr, als er auszusprechen wagt.

Gotthold Ephraim Lessing

Jeder glaubt, die Wahrheit zu haben, und jeder hat sie anders.

Guy de Maupassant

Sowie uns eine Frau begehrenswert erscheint, glaubt man allen Ernstes, man könnte zeit seines Lebens nicht mehr ohne sie auskommen.

Das Leben ist niemals so schlecht oder gut wie man glaubt.

Heinrich Heine

Er ist der glücklichste Mensch. Er glaubt alles und jedem und sogar sich selber.

Nein, es ist nicht der Kaiser Rotbart, welcher Deutschland befreien wird, wie das Volk glaubt, das deutsche Volk, das schlummersüchtige, träumende Volk, welches sich auch seinen Messias nur in der Gestalt eines Schläfers denken kann!

Henry Ford I.

Wer glaubt, seine Methode gefunden zu haben, mag in sich gehen und gründlich nachforschen, ob nicht ein Teil seines Gehirns eingeschlafen ist.

Henry Thomas Buckle

Wenn eine Zeit zuviel glaubt, ist es nur eine natürliche Revolution, daß eine andere Zeit zuwenig glaubt.

Honoré de Balzac

Niemand ist leichter zu täuschen als eine Frau, die es gewohnt ist, daß man ihr alles sagt; frei von Mißtrauen und glaubt, alles zu sehen und alles zu wissen.

Ein Mensch, der sich rühmt, er habe nie seine Meinung gewechselt, ist wie ein Mensch, der sich darauf versteift, immer den geraden Weg gehen zu wollen, also ein Windbeutel, der an Unfehlbarkeit glaubt.

Es gibt ein Glück, an das man nicht mehr glaubt; es kommt und wirkt wie der Blitz.

Immanuel Kant

Der bejahrte Murrkopf, welcher fest glaubt, daß in seiner Jugend die Welt viel ordentlicher und die Menschen besser gewesen wären, ist ein Phantast in Ansehung der Erinnerung.

Jean de La Bruyère

In Zeiten blühender Gesundheit zweifelt man am Dasein Gottes, wie man die Sündhaftigkeit des Umgangs mit einem losen Frauenzimmer bezweifelt. Wird man krank und plagt einen die Wassersucht, dann gibt man seine Mätresse auf und glaubt an Gott.

Jean Paul

Man ist dem andern, den man tadelt, ähnlicher und dem, den man lobt, unähnlicher, als man glaubt.

Es ist weit mehr Heuchelei in der Welt, als man glaubt und als selber die Heuchler glauben; denn sie halten nicht andere für Heuchler.

Niemand glaubt leichter, in der Philosophie etwas verstanden zu haben - etwas sehr Schweres nämlich - als die Weiber.

Man glaubt es gar nicht für möglich - daher die Zuversicht -, daß man etwas vergessen werde, wenn man sich desselben eben erinnert.

Man glaubt stets, nur dieser Autor sei in der persönlichen Erscheinung schlecht, aber alle ungesehene herrlich.

Johann Heinrich Pestalozzi

Wenn der Mensch sich etwas vornimmt, so ist ihm mehr möglich als man glaubt.

Johann Nepomuk Nestroy

Es ist kaum zu glauben, was jeder Mensch glaubt, was er für ein Mensch ist.

Johann Wolfgang von Goethe

Es glaubt der Mensch sein Leben zu leiten, sich selbst zu führen, und sein Innerstes wird unwiderstehlich nach seinem Schicksale gezogen.

Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört, es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.

Das Närrischste ist, daß jeder glaubt, überliefern zu müssen, was man gewußt zu haben glaubt.

Ein jeder, weil er spricht, glaubt, auch über die Sprache sprechen zu können.

Wer sich nicht zu viel dünkt, ist viel mehr, als er glaubt.

Man verändert sich viel weniger, als man glaubt, und die Zustände bleiben sich auch meistens sehr ähnlich.

Wer an nichts glaubt, verzweifelt an sich selber.

Der Aberglaube gehört zum Wesen des Menschen und flüchtet sich, wenn man ihn ganz und gar zu verdrängen denkt, in die wunderlichsten Ecken und Winkel, von wo er auf einmal, wenn er einigermaßen sicher zu sein glaubt, wieder hervortritt.

Johannes Scherr

Glaubt nicht den Scharlatanen in der kurzen und langen Robe, in der roten und schwarzen Kutte, die vom Phantasma der Menschenbruderschaft schwatzen.

Joseph Conrad

Es kennzeichnet den Unerfahrenen, daß er nicht an glückliche Zufälle glaubt!

Karl Kraus

Man glaubt gar nicht, wie schwer es oft ist, eine Tat in einen Gedanken umzusetzen!

Luc Marquis de Vauvenargues

Niemand glaubt sich geeigneter, einen Menschen von Geist zu hintergehen, als ein Dummkopf.

Wer glaubt, auf andere nicht angewiesen zu sein, wird unerträglich.

Lucius Annaeus Seneca d.J.

Wer die Weisheit sucht, ist ein weiser Mann; wer glaubt, sie gefunden zu haben, ist ein Narr.

Jeder ist in dem Maße unglücklich, in dem er es zu sein glaubt.

Was die Wahrnehmung zeigt, das glaubt das Herz.

Ludovico Ariosto

Der Ungebildete glaubt das, was ihm paßt.

Ludwig Feuerbach

Niemand urteilt schärfer als der Ungebildete. Er kennt weder Gründe noch Gegengründe und glaubt sich immer im Recht.

Marcel Proust

Man ist nie so unglücklich, wie man glaubt.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Wer an die Freiheit des menschlichen Willens glaubt, hat nie geliebt und nie gehaßt.

Mark Twain

Es gibt Leute, die den Schuljungen verlachen und ihn leichtfertig und oberflächlich nennen. Dabei war es ein Schuljunge, der gesagt hat: Glaube ist, wenn man was glaubt und weiß, es ist nicht so.

Niccolò Machiavelli

Doch zeige sich niemand so arm an Verstand, daß er beim Einsturz seines Hauses glaubt, Gott werde ihn retten ohne andere Stütze.

Nicolas-Sébastien de Chamfort

Das Publikum glaubt nicht an die Reinheit bestimmter Gesinnungen und Gefühle und kann sich im allgemeinen nur zu niedrigen Ideen erheben.

Oswald Spengler

Es ist selten, daß ein Mensch weiß, was er eigentlich glaubt.

René Descartes

Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand; jeder glaubt, er hat genug davon.

Wilhelm Busch

Aber hier, wie überhaupt, kommt es anders, als man glaubt.

Wer je ein gründliches Erstaunen über die WeIt empfunden, will mehr. Er philosophiert - und was er auch sagen mag - er glaubt.

X
Add to Google Zitate Gadget bei Live.com