Zitate zum Thema "wohl"
Ambrosius von Mailand
Gerechtigkeit gibt jedem das Seine, maßt sich nichts Fremdes an und setzt den eigenen Vorteil zurück, wo es gilt, das Wohl des Ganzen zu wahren.
Antonius von Padua
Gottes Schutz scheint uns leicht entbehrlich, solange wir ihn besitzen. Zu unserem eigenen Nutzen und Wohl entzieht ihn Gott zuweilen, damit wir erkennen, daß ohne Gottes Schutz der Mensch ein reines Nichts ist.
Bernhard von Clairvaux
Lieb ist wohl allen das Licht, aber am liebsten wohl denen, die lange in finsterer Nacht wandelten.
Demokrit
Schmuck des Weibes, wenig zu reden; aber auch Einfachheit im Schmuck steht ihr wohl an.
Friedrich der Fromme
Gedenk in allem deinem Tun an Gott: Geht dir's wohl, so dank ihm, geht dir's über, so klag ihm.
Friedrich II., der Große
Es ist nicht wichtig, daß ich lebe, wohl aber daß ich meine Pflicht tue.
Gregor von Nazianz
Denn eine bekümmerte Seele ist Gott nahe, und Not führt zu dem, der geben und helfen kann, der aber wohl verachtet würde, wenn er immer und uneingeschränkt hülfe.
Konfuzius
Man kann dem Volk wohl Gehorsam befehlen, aber kein Wissen.
Molière
Die Neider sterben wohl, doch nimmermehr der Neid.
Theresa von Avila
Gott ist so groß, daß er es wohl wert ist, ihn ein Leben lang zu suchen.
Thomas von Aquin
Wohl können wir Gott unser Herz öffnen, aber nicht ohne göttliche Hilfe.
Walther von der Vogelweide
Das Volk ist dumm, das macht der Kohl, er bläht nur unterm Schurze. Den Kopf hingegen läßt er hohl. So herrscht im Reich, ich sag: zum Wohl, politisches Gefurze.
Adelbert von Chamisso
Man verscheucht mit Rauch die Fliegen, mit Verdrießlichkeit wohl den Mann.
Wohl vor allem, was man Güter heißt, sind's diese beiden, die man billig preist: Ein hohes Alter und ein rein Gewissen.
Adolph Freiherr von Knigge
Ich glaube nicht, daß eine völlige Gleichheit in Temperamenten, Neigungen, Denkungsart, Fähigkeiten und Geschmack durchaus erfordert werde, um eine frohe Ehe zu stiften; vielmehr mag wohl zuweilen grade das Gegenteil mehr Glück gewähren.
Wer die Mutter nicht liebt, deren Brüste er gesogen; wessen Herz nicht warm wird bei dem Anblicke der Gefilde, in welchen er die unschuldigen, glücklichen Jahre seiner Jugend fröhlich und sorgenlos verlebt hat - was für Interesse soll der wohl an dem ganzen nehmen, da Eigentum, Moralität und alles, was den Menschen auf dieser Erde irgend teuer sein kann, doch am Ende auf Erhaltung jener Familien- und Vaterlandsbande beruht?
Albert Einstein
Ich weiß nicht, welche Waffen im nächsten Krieg zur Anwendung kommen, wohl aber, welche im übernächsten: Pfeil und Bogen.
Angelus Silesius
Ja, wer ein Adler ist, der kann sich wohl erschwingen und über Seraphim durch tausend Himmel dringen.
Arthur Schnitzler
Man kann sich wohl den Weg wählen, aber nicht die Menschen, denen man begegnet.
Arthur Schopenhauer
Der Mensch kann wohl tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.
Höflichkeit ist wie ein Luftkissen; es mag wohl nichts drin sein, aber es mildert die Stöße des Lebens.
Blaise Pascal
Nicht was wir sehen, wohl aber wie wir sehen, bestimmt den Wert des Gesehenen!
Carl Spitteler
Menschen zu finden, die mit uns fühlen und empfinden, ist wohl das schönste Glück auf Erden.
Conrad Ferdinand Meyer
Im Paradies selber träfe man wohl einen an, den man nicht leiden kann.
Edmond de Goncourt
Wohl nichts auf der Welt muß mehr unsinnige Bemerkungen über sich ergehen lassen, wie ein Gemälde in einer Galerie.
Eduard Mörike
Die Sophisten und die Pfaffen stritten sich mit viel Geschrei: Was hat Gott zuerst erschaffen wohl die Henne, wohl das Ei? Wäre das so schwer zu lösen? Erstlich ward das Ei erdacht, doch, weil noch kein Huhn gewesen, Schatz, so hat's der Has' gebracht.
Erich Mühsam
Wird sie wohl bald in deine Bude treten? Dann magst du zu Gott mitsamt der Trude beten!
Ernest Hemingway
Das Merkwürdigste an der Zukunft ist wohl die Vorstellung, daß man unsere Zeit später die gute alte Zeit nennen wird.
Ferdinand Raimund
So leb denn wohl, du stilles Haus! Wir ziehn betrübt aus dir hinaus.
Fjodor Dostojewskij
Es scheint wohl wahr zu sein, daß die zweite Hälfte des menschlichen Lebens sich gewöhnlich nur aus Gewohnheiten zusammensetzt, die man in der ersten Hälfte erworben hat.
François Duc de La Rochefoucauld
Man verachtet nicht alle, welche Laster haben, wohl aber jeden, der keine Tugend hat.
Friedrich Haug
Jüngst glaubt' ich einen Fremdling wohl zu kennen, Und auch der Fremdling wähnt', er kenne mich. Wir sprachen lang, doch mußten wir uns trennen, Denn wirklich waren's weder Er noch ich.
Sie sind Aristokrat? - O nein! Ah, Demokrat? - Nein, Sie verzeih'n! Nun merk' ich: Sie lavieren fein Und schwanken zwischen den Partei'n? Ja wohl! Ich will im Staatsverein Nicht Henker, nicht Gehenkter sein.
Ja wohl! Mein Unbestand ist mir bewußt; Im Lieben wechsl' ich ab zu meinem Glücke: Bald lieb' ich Deinen Mund, bald Deine Blicke, Und bald die neidisch mir verhüllte Brust.
Wach auf! Wer schläft wohl im Schauspiel ein? Mein Freund! Du glaubst in der Kirche zu sein.
Wohl machten deine Dithyramben, Schwärmer! Den Kopf dir warm, doch meinen Ofen wärmer.
Wohl! Ich schätz' und lese mit Freuden oft gute Romane; Doch von den besten sogar möcht' ich Verfasser nicht sein.
Friedrich Martin von Bodenstedt
Wohl gibt es Fürsten, die nach Wahrheit dürsten; doch wenigen ward ein so gesunder Magen, sie zu vertragen.
Wohl oft fand ich, was Aug' und Herz ergötzte, doch nie, was meine Heimat mir ersetzte!
Friedrich Nietzsche
Die Kunst versieht nebenbei die Aufgabe zu konservieren, auch wohl erloschene, verblichene Vorstellungen ein Wenig wieder aufzufärben; sie flicht, wenn sie diese Aufgabe löst, ein Band um verschiedene Zeitalter und macht deren Geister wiederkehren.
Der Künstler weiß, daß sein Werk nur voll wirkt, wenn es den Glauben an eine Improvisation, an eine wundergleiche Plötzlichkeit der Entstehung erregt; und so hilft er wohl dieser Illusion nach und führt jene Elemente der begeisterten Unruhe, der blind greifenden Unordnung, des aufhorchenden Träumens beim Beginn der Schöpfung in die Kunst ein, als Trugmittel, um die Seele des Schauers oder Hörers so zu stimmen, daß sie an das plötzliche Hervorspringen des Vollkommenen glaubt.
Frauen können recht gut mit einem Manne Freundschaft schließen; aber um diese aufrecht zu erhalten - dazu muß wohl eine kleine physische Antipathie mithelfen.
Wer tief in die Welt gesehen hat, errät wohl, welche Weisheit darin liegt, daß die Menschen oberflächlich sind. Es ist ihr erhaltender Instinkt, der sie lehrt, flüchtig, leicht und falsch zu sein.
Friedrich Rückert
Wenn der Freund dich kränkt, verzeih's ihm und versteh, es ist ihm selbst nicht wohl, sonst tät er dir nicht weh.
Wer einem Fremdling nicht sich freundlich mag erweisen, der war wohl selber nie im fremden Land auf Reisen.
In einer guten Ehe ist wohl das Haupt der Mann, jedoch das Herz das Weib, das er nicht missen kann.
Friedrich von Logau
Die Wohltat übel angewandt, wird Übeltat gar wohl genannt.
Friedrich von Schiller
Anders, begreif ich wohl, als sonst in Menschenköpfen malt sich in diesem Kopf die Welt.
Wohl dem, der gelernt hat, zu ertragen, was er nicht ändern kann, und preiszugeben mit Würde, was er nicht retten kann.
Einer, das höret man wohl, spricht nach dem andern, doch keiner mit dem andern; wer nennt zwei Monologe Gespräch?
Wohl, wenn ins Eis des klügelnden Verstandes, das warme Blut ein bißchen muntrer springt.
Was sie im Himmel wohl suchen, das, Freunde will ich euch sagen. Vorderhand suchen sie nur Schutz vor der höllischen Glut.
Freunde, bedenket euch wohl, die tiefere, kühnere Wahrheit laut zu sagen, sogleich stellt man sie euch auf den Kopf.
Wohl dem, der frei von Schuld und Fehle bewahrt die kindlich reine Seele!
Nicht Rosen bloß, auch Dornen hat der Himmel; Wohl dir! wenn sie den Kranz dir nicht verletzen.
Ist ein Irrtum wohl schädlich? Nicht immer, aber das Irren; immer ist's schädlich, wie sehr, sieht man am Ende des Wegs.
Friedrich von Schlegel
Die Frauen müssen wohl prüde bleiben, solange Männer sentimental, dumm und schlecht genug sind, ewige Unschuld und Mangel an Bildung von ihnen zu fordern.
Friedrich Wilhelm August Fröbel
Denn wohl ist die Schule das höchste, aber nur dann, wenn sie das Leben ist.
Georg Christoph Lichtenberg
Keine Erfindung ist wohl dem Menschen leichter geworden als die des Himmels.
Vom Wahrsagen läßt sich's wohl leben in der Welt, aber nicht vom Wahrheitsagen.
Man könnte in einer besonderen Wissenschaft die niedrigeren Stufen so wohl als die höheren der Dinge betrachten, wie sie jetzo sind, und das Größte und kleinste darinnen bestimmen.
Wenn uns ein Engel einmal aus seiner Philosophie erzählte, es müßten wohl manche Sätze so klingen als wie 2 x 2 = 13.
Gotthold Ephraim Lessing
Die Gabe, sich widersprechen zu lassen, ist wohl überhaupt eine Gabe, die unter den Gelehrten nur die Toten haben.
Zuviel kann man wohl trinken, doch nie trinkt man genug.
Dein Söhnchen läßt dich nie den Namen Vater hören: Herr Doktor ruft es dich. Ich dankte dieser Ehren! - Die Mutter wollt es wohl so früh nicht lügen lehren?
Bald willst du, Trill, und bald willst du dich nicht bewerben: Bald dünkt dichs gut, bald nicht, ein Hagestolz zu bleiben. Ich soll dir raten? Wohl! Tu, was dein Vater tat: Bleib frei; heirate nicht! - Da hast du meinen Rat.
Heinrich Heine
Kein Kritiker für große, aber für kleine Schriftsteller - Walfische haben keinen Platz unter seiner Lupe, wohl aber interessante Flöhe.
Leb wohl, deutsche Heimat, Land der Rätsel und der Schmerzen; werde hell und glücklich.
Wohl demjenigen, der gesund ist und keiner Medizin bedarf!
Honoré de Balzac
Du fängst an, das Ausfragen zu verabscheuen. Du tust wohl recht daran, liebes Kind. Von allen bekannten Mitteln, hinter ein Geheimnis zu kommen, ist es meiner Meinung nach das ungeschickteste.
Ein Mann, der wert ist, geliebt zu werden, verdient wohl, daß er erwartet wird.
Die Menschen erlauben uns wohl, uns über sie zu erheben, aber sie verzeihen es uns niemals, wenn wir nicht ebenso tief herabsteigen wie sie.
Verbrechen stehen stets in einem Verhältnis zu der Reinheit des Gewissens; eine Tat, die für manches Herz kaum einen Fehler im Leben bedeutet, kann für bestimmte lautere Seelen gar wohl die Maße eines Verbrechens annehmen.
Sie standen alle in dem Alter, in dem die Männer verdrossen und grämlich werden, in dem ihre Sinnlichkeit sich nur bei Tisch bestätigt und sich nur auf Dinge erstreckt, die das leibliche Wohl betreffen.
Madame de Beauséant warf dem Studenten einen jener schmelzenden Blicke zu, in die große Seelen gleichzeitig Dankbarkeit und Würde zu legen wissen. Dieser Blick war wie Balsam und tat der Wunde wohl, die der Gerichtsvollzieherblick, mit dem die Herzogin ihn abschätzt, dem Herzen des Studenten zugefügt hatte.
Ein weibliches Wesen muß wohl Freude darin empfinden, für den zu leiden, den es liebhat!
Gibt es wohl Schöneres, als auf sein Leben zurückzublicken und zu sehen, daß es rein wie eine Lilie ist.
Zwischen Wohl- oder Übeltun besteht kein anderer Unterschied als Ruhe oder Unruhe des Gewissens, die Mühe ist dieselbe.
Unsere vierzigjährige Quälerei hat doch wohl jedem Mann vom gesundem Menschenverstand bewiesen, daß Überlegenheit nur eine Folge der Gesellschaftsordnung ist. Sie hat drei unbestreitbare Spielarten: die Überlegenheit im Denken, die politische Überlegenheit die Überlegenheit des Vermögens. Sind das nicht die Kunst, die Macht und das Geld, oder auch: Prinzip, Mittel und Resultat.
Gesetzt den Fall, ich hätte bei Ihnen Erfolg, endet es mit uns auf die gewöhnliche Weise; eine Heirat, ein Haushalt, Kinder... Oh!... Also leben sie wohl!
Wir wollen uns nicht in die Karten schauen lassen, wohl aber die ihrigen kennenzulernen versuchen.
Wenn wir nicht immer wissen, wohin wir gehen, so wissen wir sehr wohl um die Anstrengungen der Reise.
Birotteau hätte seinem Alter und Charakter nach wohl wissen müssen, wenn er einen Vertrag unterschrieb, was und wie wichtig dessen Inhalt sei.
Immanuel Kant
Derjenige, so zuerst das Frauenzimmer unter dem Namen des schönen Geschlechts begriffen hat, kann vielleicht etwas Schmeichelhaftes haben sagen wollen, aber er hat es besser getroffen, als er wohl selbst geglaubt haben mag.
Jean Paul
Die Fremden hören in der Ehe wohl den Sturm, aber nicht die Windstille oder den Zephyr.
Von Feinden Vorwürfe hören, lehrt und bekehrt und wirkt nicht; aber wohl von Freunden. Ein Mann wie Emanuel kann jahrelang die härtesten Vorwürfe seiner Feinde erfahren, sie können nicht auf ihn wirken, da er sie verachtet und vernichtet. Aber dieselbe Rede eines gleichgestimmten Freundes griffe anders an.
Ich werfe die Pflaumen, die ich nicht will, in ein anderes Gefäß und gefalle mir - die Frau tut dasselbe bei etwas, das sie nicht will - Dort tut mir meine Handlung wohl, hier dieselbe Handlung weh. Gesetzt, ich halte beide Handlungen für recht: worin liegt der Grund des Mißfallens? Daß dort ich, hier es ein anderer tut.
Gewissen höhern Weibern ist nicht zu helfen, aber wohl tiefern; fallende Menschen, nicht fallende Engel wurden erlöset.
Wir Menschen lieben nicht, um zu hassen; aber wohl hassen wir, um zu lieben.
Ich begreife sehr wohl, warum manche ihren Körper so wenig den Befehlen der Weisheit untertänig machen können. Der, dessen Herz bei jedem neuen Vorfall zu pochen anfängt, wird über dasselbe anfangs wenig mit seiner Weisheit vermögen. Denn das Bestreben, den Fehler zu vermeiden, bringt ihn hervor.
Die alten Menschen: wohl sind sie lange Schatten, und ihre Abendsonne liegt kalt auf der Erde, aber sie zeigen alle nach Morgen.
Johann Gottfried Seume
Viele Menschen haben doch wohl in sich viel Vernunft, aber nicht den Mut, sie auszusprechen; die Unvernunft sprechen sie weit leichter aus, weil dabei weit weniger Gefahr ist.
Johann Heinrich Pestalozzi
Jung verzogen, alt verbogen; jung gebogen, wohl gezogen.
Johann Wolfgang von Goethe
Alt wird man wohl - wer aber klug?
Prüft das Geschick dich, weiß es wohl warum: Es wünscht dich enthaltsam! Folge stumm.
Die Deutschen wie die Juden lassen sich wohl unterdrücken, aber nicht vertilgen. Sie lassen sich nicht entmutigen und bleiben stark geeint, selbst wenn es ihnen beschieden wäre, kein Vaterland mehr zu besitzen.
Wo Anmaßung mir wohl gefällt? An Kindern. Denen gehört die Welt.
Für sich kann man wohl noch den rechten Weg finden, für andre und mit andren scheint es fast unmöglich.
Wohl denen, die Tränen haben.
Die Botschaft hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube; Das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind.
Du hast wohl recht: ich finde nicht die Spur von einem Geist, und alles ist Dressur.
Ich merke wohl: Es steckt der Irrtum an.
Ich fühle wohl, Bester, es gehört Genie zu allem, auch zum Märtyrertum.
So hoch die Nase reicht, da mags wohl gehn; was aber darüber ist, können sie nicht sehn.
Wie fruchtbar ist der kleinste Kreis, wenn man ihn wohl zu pflegen weiß.
Man tut nicht wohl, sich allzu lange im Abstrakten aufzuhalten. Das Esoterische schadet nur, indem es exoterisch zu werden trachtet. Leben wird am besten durchs Lebendige belehrt.
Ein Dienst ist wohl des andern wert.
Der kann sich manchen Wunsch gewähren, der kalt sich selbst und seinem Willen lebt; allein, wer andre wohl zu leiten strebt, muß fähig sein, viel zu entbehren.
Der Irrtum ist viel leichter zu erkennen, als die Wahrheit zu finden; jener liegt auf der Oberfläche, damit läßt sich wohl fertigwerden; diese ruht in der Tiefe, danach zu forschen ist nicht jedermanns Sache.
Wohl dem, der seiner Väter gern gedenkt.
Nun wurden wir abermals gewahr, daß man, anstatt sich der Weichlichkeit und phantastischen Vergnügungen hinzugeben, wohl eher Ursache habe, sich abzuhärten, um die unvermeidlichen Übel entweder zu ertragen oder ihnen entgegen zu wirken.
Alles, was wir treiben und tun, ist ein Abmüden; wohl dem, der nicht müde wird!
Wenn auch die menschlichen Anlagen im ganzen eine entschiedene Richtung haben, so wird es doch dem größten und erfahrensten Kenner schwer sein, sie mit Zuverlässigkeit voraus zu verkünden; doch kann man hinterdrein wohl bemerken, was auf ein Künftiges hingedeutet hat.
Wer wie ich ein ganzes Leben lang kostbare Zeit und Geld mit der Protektion junger Talente verloren hat, und zwar Talente, die anfänglich die höchsten Hoffnungen erweckten, aus denen aber am Ende gar nichts geworden ist, dem muß wohl der Enthusiasmus und die Lust, in solcher Richtung zu wirken, nach und nach vergehen.
Immer ist der Mann ein junger Mann, der einem jungen Weibe wohl gefällt.
Denn nicht allein körperliche Kühnheit will dem Alter selten geziemen, auch geistige Kühnheit steht ihm nicht wohl.
Chinesische, indische, ägyptische Altertümer sind immer nur Kuriositäten; es ist sehr wohl getan, sich und die Welt damit bekannt zu machen; zu sittlicher und ästhetischer Bildung aber werden sie uns wenig fruchten.
Ergeht es euch wohl, so denkt an mich.
Joseph Freiherr von Eichendorff
Trennung ist wohl Tod zu nennen, denn wer weiß, wohin wir gehn, Tod ist nur ein kurzes Trennen auf ein baldig Wiedersehn.
Wir wandern nun schon viele hundert Jahr' und kommen doch nicht zu der Stelle - der Strom wohl rauscht schon an die tausend gar und kommt doch nicht zu der Quelle.
Joseph Joubert
Wer Phantasie ohne Erziehung besitzt, hat wohl Flügel, aber keine Füße.
Jules Renard
Mit Gott sprechen und ihm sagen: Mein Lieber: Man würde sich wohl schon ganz gut verstehen.
Karl Julius Weber
Revolutionen bessern nicht, wohl aber Reformationen!
Kurt Tucholsky
Eine der schauerlichsten Folgen der Arbeitslosigkeit ist wohl die, daß Arbeit als Gnade vergeben wird. Es ist wie im Kriege: Wer die Butter hat, wird frech.
Lebst du zu zweit? Lebst du allein? Der Mittelweg wird wohl der rechte sein.
Louise von François
Die Bescheidenheit ist wie die Enthaltsamkeit: Man würde wohl gerne mehr essen, fürchtet aber, daß es einem übel bekommt.
Marcus Tullis Cicero
Das öffentliche Wohl soll das oberste Gesetz sein.
Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach
Wohl jedem, der nur liebt, was er darf, und nur haßt, was er soll.
Mark Twain
Kein Mensch kann sich ohne sein Einverständnis wohl fühlen.
Martin Luther
Wenn ihr mit Gott zürnt, so ist kein Hilf; wo aber Gott mit euch zürnt, so ist noch wohl Rat da.
Matthias Claudius
Dürst' nicht nach Rache und Blut; vergeben wäre wohl so gut!
Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsere Augen sie nicht sehn.
Michel Eyquem de Montaigne
Ich weiß wohl was ich fliehe, aber nicht was ich suche.
Niccolò Machiavelli
Ich weiß wohl, daß viele unter dem Schein von Anteilnahme uns zum Reden bringen und uns hinterher verhöhnen.
Nicolas-Sébastien de Chamfort
Wer sich in der eigenen Gesellschaft nicht wohl fühlt, hat gewöhnlich ganz recht.
Ninon de Lenclos
Die Liebe stirbt niemals an Hunger, wohl aber an Übersättigung.
Theodor Fontane
Es gibt nur ein Mittel, sich wohl zu fühlen: Man muß lernen, mit dem Gegebenen zufrieden zu sein, und nicht immer das zu verlangen, was gerade fehlt.
Thomas Haynes Bayly
Trennung macht noch zärtlicher das Herz, Schöne Insel, fahre wohl!
Wilhelm Busch
Armer Künstler hat es sauer, doch Erfolg kommt allgemach! Zeigt sich nur erst ein Beschauer, folgen wohl die andern nach.
Da wundert sich wohl mancher sehr, wie's möglich sei, daß ein Malheur So schleunige Verbreitung finde. Der Weise schweigt - er kennt die Gründe.
Doch jeder Jüngling hat wohl mal 'nen Hang zum Küchenpersonal.
Wer sagt, die ganze Welt sei schlecht, der hat wohl nur so ziemlich recht.
Wie wohl ist dem, der dann und wann sich etwas Schönes dichten kann!
Ist Leidenschaft das Wesen der Welt, so werden Schläge wohl mehr wirken als Wort