Zitate zum Thema "Übel"

Epikur von Samos

Keiner sieht ein Übel und wählt es, sondern man läßt sich täuschen, weil man es im Vergleich mit einem anderen noch größeren Übel für ein Gut hält, und wird eingefangen.

Ein einziger Grundsatz wird dir Mut geben, nämlich, daß kein Übel ewig währt, ja nicht einmal sehr lange dauern kann.

Ein Übel ist der Zwang, aber es besteht kein Zwang, unter Zwang zu leben.

Die Natur ist schwach gegenüber dem Übel, nicht gegenüber dem Guten; denn die Lustempfindungen bewahren die Natur, die Schmerzen lösen sie auf

Keine Lust ist an sich ein Übel. Aber das, was bestimmte Lustempfindungen erzeugt, bringt Beschwerden mit sich, die die Lustempfindungen um ein Vielfaches übersteigen.

Wenn das, was die Lustempfindungen der Schlemmer erzeugt, die Ängste des Denkens vor den Himmelserscheinungen, dem Tode und den Schmerzen verscheuchen könnte, und außerdem die Grenze der Begierden lehrte, dann hätten wir keinen Grund, sie zu tadeln, wenn sie nämlich allseitig nur von Lustempfindungen erfüllt wären und nirgendwoher Schmerzendes oder Betrübendes besäßen, worin allein das Übel besteht.

Es ist ein Übel, unter Zwang zu leben, doch unter Zwang zu leben, ist kein Zwang vorhanden.

Friedrich II., der Große

Das Übel erreicht seinen Gipfel, wenn es verkehrten Gemütern gelingt, den Regenten zu bereden, daß sein Interesse von dem Interesse seiner Untertanen verschieden sei.

Herodot

Die Rachsucht ist ein verkehrtes Gut, heile nicht Übel mit Übel.

Horaz

In der Liebe gibt es zwei Übel: Krieg und Frieden.

Juvenal

Jetzt tragen wir des langen Friedens Übel: Uns drückt, was härter ist als der Krieg, der Luxus.

Menander

Die Ehe ist ein notwendiges Übel.

Platon

Sie fürchten ihn aber, als wüßten sie gewiß, daß er das größte Übel ist.

Sokrates

Selbsterkenntnis gibt dem Menschen das meiste Gute, Selbsttäuschung aber das meiste Übel.

Niemand kennt den Tod, es weiß auch keiner, ob er nicht das größte Geschenk für den Menschen ist. Dennoch wird er gefürchtet, als wäre es gewiß, daß er das schlimmste aller Übel sei.

Timotheus

Geiz ist die Mutter aller Übel.

Adolph Freiherr von Knigge

In der Ehe ist Eifersucht ein schreckliches, Ruhe und Frieden störendes Übel, und jeder Streit von bösen Folgen; in der Liebe hingegen wirkt Eifersucht neue Mannigfaltigkeit hinein.

Albert Einstein

Ich selber werde nie durch das Meer, sondern nur durch die Menschen seekrank. Ich fürchte aber, daß die Wissenschaft diesem Übel gegenüber noch hilflos dasteht.

Arthur Schopenhauer

Der Tor läuft den Genüssen des Lebens nach und sieht sich betrogen. Der Weise vermeidet die Übel.

Baltasar Gracián y Morales

Die Affekte sind die krankhaften Säfte der Seele, und an jedem Übermaße derselben erkrankt die Klugheit: Steigt gar das Übel zum Munde hinaus, so läuft die Ehre Gefahr.

Blaise Pascal

Alles Übel rührt daher, daß wir unfähig sind, allein in einem stillen Raum zu sitzen.

Christian Friedrich Hebbel

Bildung ist ein durchaus relativer Begriff. Gebildet ist jeder, der das hat, was er für seinen Lebenskreis braucht. Was darüber ist, das ist von Übel.

Christoph Martin Wieland

Bei leerem Magen sind alle Übel doppelt schwer.

Ernst Raupach

Das kleinste Übel, wenn man's verachtet, kann sich schmerzlich rächen.

François Duc de La Rochefoucauld

Die Philosophie besiegt leicht vergangene und zukünftige Übel, gegenwärtige aber besiegen sie.

Friedrich von Schiller

Alles zu retten, muß alles gewagt werden. Ein verzweifeltes Übel will eine verzweifelte Arznei.

Auf das Unrecht, da folgt das Übel - wie die Trän' auf den herben Zwiebel.

Das Leben ist der Güter höchstes nicht, der Übel größtes aber ist die Schuld.

Giacomo Graf Leopardi

Das Alter ist der Übel höchstes; denn es beraubt den Menschen aller Genüsse, läßt ihm aber das Verlangen danach und bringt alle Leiden mit sich.

Heinrich Heine

Zahnweh im Herzen: Das ist ein schlimmstes Übel, und da hilft sehr gut das Füllen mit Blei und das Zahnpulver, das Berthold Schwarz erfünden hat.

Henry George Bohn

Lieber ein großes Übel erleiden als ein kleines tun.

Honoré de Balzac

Die Welt, die niemals Gutes stiftet, hat bei vielerlei Unglück die Hand im Spiel; wenn sie dann das Übel ausschlüpfen sieht, das sie mütterlich ausgebrütet hat, verleugnet sie es und nimmt daran Rache.

Die moderne Gesetzgebung die die Familie durch die Familie vervielfacht, hat das grausigste aller Übel geschaffen: die zu große Hervorhebung des eigenen Ich.

Die Gesellschaft lehnt es ab, die Übel zu mildern, die sie erzeugt; sie erweist den geschickten Betrügern Ehren und hat keinerlei Lohn für die Aufopferung.

Jean Paul

Der Mensch erträgt ein neues Übel darum unwilliger als ein größeres altes, weil sie es, aus Mangel an Wiederholung, noch für kein notwendiges halten.

Johann Wolfgang von Goethe

Ein vergangenes Übel ist ein Gutes.

Das Übel, das du fürchtest, wird gewiß durch deine Tat.

Es ist klug und kühn, dem unvermeidlichen Übel entgegen zu gehn.

Sieht man ein Übel, so wirkt man unmittelbar darauf, das heißt, man kuriert unmittelbar aufs Symptom los.

Wer ein Übel los sein will, der weiß immer, was er will.

Nun wurden wir abermals gewahr, daß man, anstatt sich der Weichlichkeit und phantastischen Vergnügungen hinzugeben, wohl eher Ursache habe, sich abzuhärten, um die unvermeidlichen Übel entweder zu ertragen oder ihnen entgegen zu wirken.

Marcus Tullis Cicero

Sich im Zorne gar nicht besänftigen zu lassen, zeugt von großer Härte, gar zu leicht wieder gut zu werden, von großer Schwäche des Gemüts; indessen wäre doch dieses, als das kleinere Übel, immer noch jenem vorzuziehen.

Otto Fürst von Bismarck

Übel erkennen, heißt schon, ihm teilweisen abhelfen.

Salvador Dalí

Das größte Übel der heutigen Jugend besteht darin, daß man nicht mehr dazugehört.

Theodor Fontane

Sei heiter! Es ist gescheiter als alles Gegrübel; Gott hilft weiter - zur Himmelsleiter werden die Übel.

Wilhelm Busch

Kein altes Übel ist so groß, daß es nicht von einem neuen übertroffen werden könnte.

William Howard Taft

Eine Entwicklung zum Besseren ist selten möglich, ohne daß neue Übel entstehen, gegen die man neue Mittel finden muß.

William Shakespeare

Kein Übel wird beweint, dem man entrann.

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