Zitate zum Thema "schicksal"
Aischylos
Wer kundig ist des Unheils, weiß, daß Menschen, wenn sie der Schwall der Leiden überflutet, in jedem Ding gar ein leicht Schrecknis wittern. Doch fließt das Schicksal sanft, so meinen sie, es wehe derselbe Geist des Glücks.
Christine
Das Schicksal gibt einem Menschen nicht die Möglichkeit, sich auszuzeichnen. Es gilt, die Gelegenheit beim Schopf zu packen, und nicht auf die nächste zu hoffen.
Euripides
Dunkel sind die Wege, die das Schicksal geht!
Heraklit
Der Charakter des Menschen ist sein Schicksal.
Novalis
Glück ist Talent für das Schicksal.
Zart ist der Faden der Freundschaft, doch unzertrennlich wie jede Kette, die Himmel und Meer und die Gestirne umschlingt, aber auch dehnbar wie Gold, er windet in lieblichen Knoten selbst um die Freunde sich leicht, welche das Schicksal getrennt.
Petron
Man soll nicht zu sehr auf seine Pläne bauen, denn das Schicksal hat seine eigenen Ideen.
Terentianus Maurus
Je nach Bildungsstand des Lesers haben Bücher ein eigenes Schicksal.
Ada Christen
Jede Frau, die ihren engen Kreis verlassen, die herbes Schicksal, tolle Laune, heißes Fühlen, ein starker Geist aus ihren Grenzen trieb, die findet nirgends mehr einen Halt.
Albert Einstein
Zur Strafe für meine Autoritätsverachtung hat mich das Schicksal selbst zu einer Autorität gemacht.
Alexandre Vinet
Das Schicksal des Staates hängt vom Zustand der Familie ab.
Arthur Schopenhauer
Das Schicksal mischt die Karten, und wir spielen!
Was die Menschen gemeiniglich ihr Schicksal nennen, sind meistens nur ihre eigenen dummen Streiche.
Baltasar Gracián y Morales
Amt und Würde gibt eine scheinbare Überlegenheit, welche selten von der persönlichen begleitet wird: Denn das Schicksal pflegt sich an der Höhe des Amtes durch die Geringfügigkeit der Verdienste zu rächen.
Benjamin Disraeli
Ein konsequenter Mensch glaubt an das Schicksal, ein launenhafter an den Zufall.
Bertolt Brecht
Das Schicksal des Menschen ist der Mensch.
Carl Spitteler
Kein Schicksal ist auf Erden noch so graus, die Liebe schöpft ein Körnchen Glück daraus!
Christian Friedrich Hebbel
Der Zufall ist ein Rätsel, welches das Schicksal dem Menschen aufgibt.
Edward George Bulwer-Lytton
Unser Schicksal tragen heißt, es besiegen.
François Duc de La Rochefoucauld
Man muß es mit dem Schicksal halten wie mit dem Befinden des Körpers: Es genießen, wenn es gut ist, sich gedulden, wenn es schlecht ist, und nur in der äußersten Not starke Heilmittel anwenden.
Das Schicksal verbessert manche Fehler an uns, welche die Vernunft nicht verbessern könnte.
Friedrich Haug
Mein Schicksal rühmt Ampulla sich, Gleicht Arouets. Man tadelt ihn und mich. - Wohl! Diese Gleichheit ist erprobt; Doch Arouet wird auch - gelobt.
Friedrich Nietzsche
Solange das Schicksal der Völker noch von den Diplomaten abhängt, werden die Mägen der Diplomaten immer der Gegenstand patriotischer Beklemmung sein.
Friedrich von Schiller
Wie anders säet der Mensch, und wie anders läßt das Schicksal ihn ernten.
Recht stets behält das Schicksal, denn das Herz in uns ist sein gebietrischer Vollzieher.
Gilbert Keith Chesterton
Ich glaube nicht an ein Schicksal, das über den Menschen hereinbricht, egal wie er handelt. Aber ich glaube an ein Schicksal, das über Menschen hereinbricht, wenn sie nicht handeln.
Gottfried Kinkel
Sein Schicksal schafft sich selbst der Mann.
Heinrich Heine
Diejenigen, welche eine Revolution anfangen, sind gewöhnlich ihre Opfer, und solches Schicksal trifft vielleicht Völker ebensogut wie Individuen.
Helmuth Graf von Moltke
Nur in der eigenen Kraft ruht das Schicksal jeder Nation.
Hermann Hesse
Einsamkeit ist der Weg, auf dem das Schicksal den Menschen zu sich selbst führen will.
Hieronymus Lorm
Das Schicksal ist ein Wirbelwind, ein armes Blatt das Menschenkind. Er treibt's zu Tal, er hebt's zu Hügel - das Blättchen rühmt sich seiner Flügel.
Honoré de Balzac
Welcher Mann hätte nicht, auf welche Stufe das Schicksal ihn auch immer gestellt haben mochte, in seiner Seele eine unbeschreibliche Freude empfunden, wenn er an einer Frau, die er, und sei es auch nur im Traum, für sich erwählte, die dreifache, geistige, körperliche und gesellschaftliche Vollkommenheit antraf, die ihm erlaubte, in ihr stets die Erfüllung aller seiner Wünsche zu sehen?
Kaum hat man die Lippen an das Glas gesetzt, so ist es schon leer. Das ist unser Schicksal. Man kann nicht sein und gewesen sein. Die Taler können nicht rollen und in deiner Börse bleiben, sonst wäre das Leben schön.
Es gibt liebreizende Geschöpfe, die vom Schicksal verkannt werden, denen alles im Leben gelingen müßte, die indessen unglücklich leben und sterben, gequält von einem bösen Geist, Opfer unvorhergesehener Umstände.
Zwar schuldet ein Vater seinen Kindern keine Rechenschaft über sein Leben, aber er muß ihnen die Erfahrung vermachen, die das Schicksal ihm verkauft hat.
Sie werden sich an den Gedanken gewöhnen, die Menschen als Soldaten zu betrachten, deren Schicksal es ist, im Dienste derjenigen umzukommen, die sich selber zu Königen salben.
Jean de La Fontaine
Oft trifft man sein Schicksal auf Wegen, die man eingeschlagen hatte, um ihm zu entgehen.
Johann Gottfried von Herder
Einen verdienten Mann im Alter seinem Schicksal zu überlassen, ist eine Undankbarkeit, von der auch die Wilden nichts wissen, bei denen das Alter geehrt ist und der Jugend mit seinem geprüften Rate dienet.
Johann Peter Hebel
Klage nicht so sehr über einen kleinen Schmerz; das Schicksal könnte ihn durch einen größeren heilen.
Johann Wolfgang von Goethe
Glücklich, daß das Schicksal, das uns quälet, uns doch nicht verändern mag!
Unser Schicksal ist seiner Bestimmung näher, wenn wir nicht selbst Herren darüber sind.
Wie seltsam uns ein tiefes Schicksal leitet und, ach ich fühls, im Stillen werden wir zu neuen Szenen vorbereitet.
Schicksal des Menschen, wie gleichst du dem Wind!
Dem Schicksal ist es, nicht den Göttern, zu schenken das Leben und zu nehmen.
Karl Theodor Körner
Schneller, wie die Welle steigt und fällt, treibt uns das Schicksal auf dem Meer des Lebens.
Karl Wilhelm Freiherr von Humboldt
Die meisten Leute machen sich selbst, bloß durch übertriebene Forderungen an das Schicksal, unzufrieden.
Gewiß ist es noch wichtiger, wie der Mensch sein Schicksal nimmt, als wie sein Schicksal ist.
Kin Hubbard
Viele Leute verwechseln schlechtes Management mit Schicksal.
Kurt Tucholsky
Deutschlands Schicksal: Vor dem Schalter zu stehen. Deutschlands Ideal: Hinter dem Schalter zu sitzen.
Louisa May Alcott
Packe das Schicksal an der Kehle und schüttle Leben aus ihm heraus.
Lucius Annaeus Seneca d.J.
Das Schicksal nimmt nichts, das es nicht gegeben hat.
Selten tritt dem Weisen das Schicksal in den Weg.
Ein guter Mensch aber ist niemand ohne Gott: oder kann einer über das Schicksal, wenn nicht von ihm unterstützt, sich erheben?
Die Anfänge stehen in unserer Macht: Über den Ausgang urteilt das Schicksal.
Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach
Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.
Wir werden vom Schicksal hart- oder weichgeklopft. Es kommt auf das Material an.
Mark Twain
Das, was jemand von sich selbst denkt, bestimmt sein Schicksal.
Moritz Gottlieb Saphir
Jede Gesellschaft ist nichts anderes als ein großes Picknick aus Notlügen. eine der Lügen heißt: Jeder Mensch hat sein Schicksal. Das ist nicht wahr; die Gesellschaft ist ihr Schicksal!
Oliver Herford
Schicksal nennt man die zusammengerechneten Fehler, die ein Mensch gemacht hat.
Ralph Waldo Emerson
Es ist das Schicksal des Genies, unverstanden zu bleiben. Aber nicht jeder Unverstandene ist ein Genie.
Richard Dehmel
Das Schicksal will's - nun meinst du: bah, ein Narr, wer, eignen Willen schätzt Du Narr! du stehst als Beispiel da, welch Schicksal sich der Wille setzt.
Nimm dein Schicksal ganz als Deines! Hinter Sorge, Gram und Grauen wirst du dann ein ungemeines Glück entdecken: Selbstvertrauen.
Robert Hamerling
Wenn der Mensch zu seinem Leid von heute nicht immer auch sein Leid von gestern und sein Leid von morgen hinzurechnete, so wäre jedes Schicksal erträglich.
Walther Rathenau
Nicht die Welt ist unser Schicksal, sondern die Wirtschaft.
Wilhelm Busch
Gar manches ist vorherbestimmt; das Schicksal führt ihn in Bedrängnis; Doch wie er sich dabei benimmt, ist seine Schuld und nicht Verhängnis.
Wilhelm Raabe
Schuld haben sie beide nicht, weder der Mensch noch das Schicksal. Sie passen nur immer ganz genau aufeinander.

