Zitate zum Thema "fällt"
Ovid
Sicher ist die Liebe, die dem Charakter gilt; die körperliche Schönheit aber fällt dem Alter zum Opfer.
Terenz
Im Menschenleben ist's wie in einem Würfelspiel: fällt auch der Würfel nicht so, wie du ihn am meisten wünschst, so muß die Kunst verbessern, was der Zufall bot.
Angelus Silesius
Mensch, werde wesentlich: Denn wann die Welt vergeht, So fällt der Zufall weg. Das Wesen, das besteht.
Arthur Schnitzler
Und wenn dir ein Ziegelstein auf den Kopf fällt, bist du ganz sicher, daß es nicht doch deine Schuld war?
Schüttle einen Aphorismus, so fällt eine Lüge heraus und eine Banalität bleibt übrig.
Arthur Schopenhauer
Bei jeder menschlichen Unternehmung ist nämlich etwas, das nicht in unserer Macht steht und nicht in unsere Berechnung fällt. Der Wunsch, dieses für sich zu gewinnen, ist der Ursprung der Götter.
Benjamin Franklin
Durch kleine Streiche fällt die größte Eiche.
Charles Maurice de Talleyrand
Kein Abschied auf der Welt fällt schwerer als der Abschied von der Macht.
Christoph August Tiedge
Die Freude fällt uns in die Hände, die bloße Kunst nur, sich zu freun, die will geübt, errungen sein.
Eduard von Hartmann
Wem nichts schmeckt, dem fällt das Fasten leicht.
Emanuel Geibel
Dem grauen Scheitel fällt das Lernen schwer.
Fjodor Dostojewskij
Die gute Zeit fällt nicht vom Himmel, sondern wir schaffen sie selbst, sie liegt in unseren Herzen eingeschlossen.
François Duc de La Rochefoucauld
Man fällt anderen oft lästig, wenn man glaubt, ihnen nie zur Last fallen zu können.
Friedrich Nietzsche
Man springt einem Menschen, der ins Wasser fällt, noch einmal so gern nach, wenn Leute zugegen sind, die es nicht wagen.
Alles fällt ins Wasser, nichts fällt mehr in tiefe Brunnen.
Friedrich von Schiller
Es steht und fällt ein Volk mit seinen Frauen.
Der Stolze fällt mit lächerlichem Falle, der Kluge überholt sie alle.
Zu überzeugen, fällt keinem Überzeugten schwer.
Strauchelt der Gute und fällt der Gerechte, dann jubilieren die höllischen Mächte.
Gotthold Ephraim Lessing
Die Wage gleicht der großen Welt: Das Leichte steigt, das Schwere fällt.
Hermann Hesse
Vom Baum des Lebens fällt mir Blatt um Blatt, o taumelbunte Welt, wie machst du satt, wie machst du satt und müd, wie machst du trunken. Was heut noch glüht, ist bald versunken.
Honoré de Balzac
Gewissen Männern fällt es leichter, einem Manne gegenüber zu stehen, der ihnen das Herz mit dem Degen bedroht, als einer Frau, die, nachdem sie zwei Stunden lang gewehklagt hat, in Ohnmacht fällt und nach dem Riechfläschchen ruft.
Das Herz eines armen, unglücklichen und gequälten jungen Mädchens ist begieriger als ein Schwamm, Liebe in sich aufzunehmen, ein trockener Schwamm, der anschwillt, sobald nur ein Tropfen Gefühl darauf fällt.
Sobald ein Mensch der Polizei in die Hände fällt, ist er kein moralisches Wesen mehr, sondern nur noch eine Rechts- oder Tatsachenfrage, gerade wie er in den Augen der Statistiker zu einer Ziffer wird.
Nun, wenn das Bewußtsein von der Arbeit, die es leistet, einem tätigen Wesen ein Gefühl der Genugtuung gibt, das ihm das Leben ertragen hilft, so muß die Gewißheit, daß man zur Last fällt oder sogar unnütz ist, das entgegengesetzte Ergebnis haben und dem unnützen Wesen gegen sich selbst die Geringschätzung einflößen, die sie bei anderen hervorruft.
Jean Paul
Das Unmoralische, was man an sich am meisten tadelt, sieht die Welt gar nicht, oder es fällt ihr nicht auf; aber Handlungen, die man vor dem Gewissen auf Kosten des Verstandes verantwortet, trägt die Welt uns als unsittlich nach.
Johann Heinrich Pestalozzi
Verachte die klein scheinende Kraft nicht; der Regentropfen, der von der Rinne fällt, durchlöchert den Felsen.
Johann Wolfgang von Goethe
Begnet uns jemand, der uns Dank schuldig ist, gleich fällt es uns ein. Wie oft können wir jemand begegnen, dem wir Dank schuldig sind, ohne daran zu denken.
Bei der Abreise fällt einem doch immer jedes frühere Scheiden und auch das künftige letzte unwillkürlich in den Sinn.
Josef Victor von Scheffel
Der Narr stolpert über den Abgrund, in den der Weise regelrecht fällt.
Karl Kraus
Wer andern keine Grube gräbt, fällt selbst hinein.
Karl Theodor Körner
Das Leben gilt nichts, wo die Freiheit fällt.
Schneller, wie die Welle steigt und fällt, treibt uns das Schicksal auf dem Meer des Lebens.
Katherine Mansfield
Riskiere etwas! Riskiere was auch immer! Tu, was dir am schwersten fällt. Handle deinetwegen. Blicke der Wahrheit ins Gesicht.
Kurt Tucholsky
Wenn ein Mensch ein Loch sieht, hat er das Bestreben, es auszufüllen. Dabei fällt er meistens hinein.
Man fällt selten über einen Fehler. Man fällt meistens über seine Feinde.
Ludwig Börne
In einem wankenden Schiff fällt um, wer stillesteht - nicht, wer sich bewegt.
Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach
Es fällt uns sehr schwer, denjenigen, der uns bewundert, für einen Dummkopf zu halten.
Martin Luther
Die Welt ist wie ein trunkener Bauer: Hebt man ihn auf einer Seite in den Sattel, so fällt er auf der anderen Seite wieder herab.
Moritz Gottlieb Saphir
Die Philosophie ist ein Frauenzimmer; wenn sie keinen Grund mehr anzugeben weiß, fällt sie in Ohnmacht.
Prof. Karl Joachim Marquardt
Fällt man von einem Schiffe ins Meer, so kann man nicht nur ertrinken, sondern auch von einem Haifisch aufgefressen werden, was besonders im Mittelmeer ganz bequem geht.
Richard Dehmel
Mensch, was dir leicht fällt, das nimm schwer! Natur gibt viel; entnimm ihr mehr!
Theodor Fontane
Sei heiter und vergnügt und nimm teil an der Freude der anderen. Dabei fällt dann immer auch etwas eigene Freude ab.
Theodor Storm
Der Nebel steigt, es fällt das Laub; schenk ein den Wein, den holden, wir wollen uns den grauen Tag vergolden, ja vergolden.
Victor Hugo
Beschimpfe niemals eine Frau, die sündig fällt!
Wilhelm Busch
Das Feinste fällt durchs Sieb.

