Zitate zum Thema "können"

Aristoteles

Mütter sind stolzer auf ihre Kinder als Väter, da sie sicherer sein können, daß es ihre eigenen sein können.

Wieviele Dispute hätten zu einer Randbemerkung zusammengefaßt werden können, wenn die Disputanten gewagt hätten, ihre Begriffe klar zu definieren.

Aurelius Augustinus

Aus dem Leben ist er zwar geschieden, aber nicht aus unserem Leben. Denn wie können wir ihn tot wähnen, der doch so lebendig in unserem Herzen wohnt?

Im Auge scheint es mir, es seien nur drei Dinge, die mich noch bewegen können: Angst vor dem Verlust derer, die ich liebe, Angst vor Schmerz, Angst vor dem Tod.

Ägidius von Assisi

Die größte Gabe, die der Mensch unter dem Himmel haben kann, ist: Gut mit denen leben können, mit denen er zusammen ist.

Christine

Wie intim Menschen auch miteinander werden können - es gibt Geheimnisse, die unaussprechlich sind.

Epikur von Samos

Manche wollten berühmt und angesehen werden und meinen, sich auf diese Weise die Sicherheit vor den Menschen verschaffen zu können. Ist nun das Leben solcher Menschen tatsächlich sicher geworden, so haben sie das naturgemäße Gut erlangt. Ist es aber nicht sicher geworden, so besitzen sie nicht, wonach sie ursprünglich der Natur entsprechend strebten.

Friedrich II., der Große

Man muß seine Feinde kennen. Ihre Verbündeten und die Natur ihres Landes, um einen Feldzug planen zu können.

Juan de la Cruz

Wenn du dich auch nicht fürchtest, allein zu fallen, wieso maßest du dir an, allein aufzustehen? Schau: Zwei zusammen können mehr als einer allein.

Konfuzius

Es schadet einem nicht, wenn einem Unrecht geschieht; man muß es nur vergessen können.

Molière

Geiz ist für den Geizigen keine Plage, sondern ein Genuß. Das können nur die Geizigen ganz verstehen.

Napoleon I. Bonaparte

Wenn eine verzweifelte Situation ein besonderes Können erfordert, dann bringt man diesen Können auch auf, obwohl man vorher keine Ahnung davon hatte.

Können ist nichts ohne Gelegenheit.

Thomas von Aquin

Wohl können wir Gott unser Herz öffnen, aber nicht ohne göttliche Hilfe.

Vergil

Wir können nicht alles tun.

Sie können es, weil sie es zu können scheinen.

Abraham Lincoln

Man hilft den Menschen nicht, wenn man für sie tut, was sie selbst tun können.

Adolph Freiherr von Knigge

Man muß auch verzeihn können, ohne darum gebeten zu werden.

Die geizigsten Leute sparen zuweilen keine Kosten, wenn sie Gelegenheit finden können, Zutritt in großen Häusern zu erlangen, und hungern gern Monate hindurch, um einmal einen Fürsten bei sich zu bewirten.

Albert Einstein

Das Unverständlichste am Universum ist im Grunde, daß wir es verstehen können.

Um eine Einkommenssteuererklärung abgeben zu können, muß man ein Philosoph sein. Für einen Mathematiker ist es zu schwierig.

Wir können überhaupt nicht denken, ohne unsere fünf Sinne zu gebrauchen.

Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle.

Die Kontraste und Widersprüche, die dauernd in einer Hirnschale friedlich nebeneinander hausen können, werfen alle Systeme der politischen Optimisten und Pessimisten über den Haufen.

Alfred de Musset

Sehen ist wissen, wollen ist können, wagen ist haben.

Ambrose Bierce

Gleichgültig: stark genug, das anderen Menschen aufgebürdete Los ertragen zu können.

Man müßte einer Frau in die Arme fallen können, ohne ihr in die Hände zu fallen.

Das Telefon ist eine Erfindung des Teufels, die die erfreuliche Möglichkeit, sich einen lästigen Menschen vom Leibe halten zu können, teilweise wieder zunichte macht.

Amos Bronson Alcott

Man muß ein weiser Leser sein, um weise und gut zitieren zu können.

André Kostolany

Was ist ein Spekulant? Ein Mann, der ohne einen Pfennig in der Tasche Austern bestellt, in der Hoffnung, mit der darin gefundenen Perle zahlen zu können.

Andrew Carnegie

Es gibt nur eine Regel unter Amerikanern: Die Werkzeuge denen, die damit umgehen können.

Arthur Schnitzler

Bereit sein ist viel, warten können ist mehr, doch erst den rechten Augenblick abwarten ist alles.

Nicht das Geld imponiert den Frauen, sondern nur, daß wir sie manchmal damit kaufen können.

Wahrhaft ungütig sind wir nur gegen Menschen, von denen wir wissen, daß sie uns niemals verlorengehen können.

Arthur Schopenhauer

Maximen beim Handeln sind notwendig, um der Schwäche des Augenblicks Widerstand leisten zu können.

Um das Gute lesen zu können, ist es Bedingung, daß man das Schlechte nicht liest.

August Friedrich Ernst Langbein

Tadeln können zwar die Toren, aber klüger handeln nicht.

Baruch de Spinoza

Sein, was wir sind, und werden, was wir werden können, das ist das Ziel des Lebens.

Solange sich ein Mensch einbildet, etwas nicht zu können, solange ist es ihm unmöglich, es zu tun.

Benjamin Franklin

Drei können ein Geheimnis bewahren, wenn zwei von ihnen tot sind.

Berthold Auerbach

Eine Idee muß Wirklichkeit werden können, sonst ist sie eine eitle Seifenblase.

Bertolt Brecht

Die Schriftsteller können nicht so schnell schreiben, wie die Regierungen Kriege machen; denn das Schreiben verlangt Denkarbeit.

Reden über Dinge, die durch Reden nicht entschieden werden können, muß man sich abgewöhnen.

Ich rate, lieber mehr zu können als man macht, als mehr zu machen als man kann.

Aus der Liebe wird oft so viel Wesens gemacht, daß vernünftige Leute ungeduldig werden können.

Blaise Pascal

Alles Unheil dieser Welt geht davon aus, daß die Menschen nicht still in ihrer Kammer sitzen können.

Neugier ist nichts als Eitelkeit. Meist will man nur wissen, um davon reden zu können.

Carl Hilty

Einem Menschen, den Kinder und Tiere nicht leiden können, ist nicht zu trauen.

Charles de Montesquieu

Ich hatte nie einen Kummer, den eine Stunde der Lektüre mir nicht hätte nehmen können.

Christian Fürchtegott Gellert

Die Männer träumen, wenn sie schlafen. Die Frauen träumen, wenn sie nicht schlafen können.

Clément Marot

Denn weder Zeit noch Fernsein können die wahre und echte Liebe besiegen.

Emanuel Geibel

Wissen ist gut, doch Können ist besser.

Ernest Hemingway

Vergessen können heißt, mit seinen Erinnerungen in Frieden leben.

Fjodor Dostojewskij

Man muß wirklich ein großer Mensch sein, um sich dem gesunden Menschenverstand gegenüber durchsetzen zu können.

Der Mensch hat bisher nichts anderes getan, als sich einen Gott auszudenken, um leben zu können, ohne sich selbst umzubringen.

François Duc de La Rochefoucauld

Häufig tut man Gutes, um ungestraft Böses tun zu können.

Nur starke Naturen können wirklich liebreich sein. Die meisten Menschen sind nur aus Schwäche oder aus Berechnung sanft. Und nur zu leicht schlägt ihre scheinbare Güte in Bösartigkeit um.

Damit wir immer gut sein können, müßten die anderen glauben, niemals ungestraft gegen uns böse sein zu können.

Die sind am häufigsten im Unrecht, die es nicht vertragen können, im Unrecht zu sein.

Schwache Menschen können nicht aufrichtig sein.

Warum können wir uns an die kleinste Einzelheit eines Erlebnisses erinnern, aber nicht daran, wie oft wir es ein und derselben Person erzählt haben?

Echte Tapferkeit ist es, alle Dinge, die man vor den Augen der Welt zu tun fähig ist, auch ohne Zeugen tun zu können.

Man fällt anderen oft lästig, wenn man glaubt, ihnen nie zur Last fallen zu können.

Wir können uns unseres Mutes nicht sicher sein, solange wir uns nicht in Gefahr befunden haben.

Franklin D. Roosevelt

Wir können uns alles leisten was wir brauchen, aber nicht alles was wir wollen.

Neue Ideen können gut oder schlecht sein, genau wie die alten.

Franz Kafka

Gingest du über eine Ebene, hättest den guten Willen zu gehen und machtest doch Rückschritte, dann wäre es eine verzweifelte Sache; da du aber einen steilen Abhang hinaufkletterst, so steil etwa, wie du selbst von unten gesehen bist, können die Rückschritte auch nur durch die Bodenbeschaffenheit verursacht sein, und du mußt nicht verzweifeln.

Der Mensch kann nicht leben ohne ein dauerndes Vertrauen zu etwas Unzerstörbarem in sich, wobei sowohl das Unzerstörbare als auch das Vertrauen ihm dauernd verborgen bleiben können. Eine der Ausdrucksmöglichkeiten dieses Verborgenbleibens ist der Glaube an einen persönlichen Gott.

Franziska Gräfin zu Reventlow

Ich will den anerkennen können, der in irgend etwas mit mir rivalisiert.

Friedrich Nietzsche

Grobe Menschen, welche sich beleidigt fühlen, pflegen den Grad der Beleidigung so hoch als möglich zu nehmen und erzählen die Ursache mit stark übertreibenden Worten, um nur in dem einmal erweckten Haß- und Rachegefühl sich recht ausschwelgen zu können.

Frauen können recht gut mit einem Manne Freundschaft schließen; aber um diese aufrecht zu erhalten - dazu muß wohl eine kleine physische Antipathie mithelfen.

Es ist zum Lachen, wenn eine Gesellschaft von Habenichtsen die Abschaffung des Erbrechts dekretiert, und nicht minder zum Lachen ist es, wenn Kinderlose an der praktischen Gesetzgebung eines Landes arbeiten: - sie haben ja nicht genug Schwergewicht in ihrem Schiffe, um sicher in den Ozean der Zukunft hineinsegeln zu können.

Ein Staatsmann wird, um völlig rücksichtslos handeln zu können, am besten tun, nicht für sich, sondern für einen Fürsten sein Werk auszuführen.

Menschen, welche der Welt ihre Verdienste nicht völlig deutlich machen können, suchen sich eine starke Feindschaft zu erwecken. Sie haben dann den Trost, zu denken, daß diese zwischen ihren Verdiensten und deren Anerkennung stehe.

Zuletzt sind und bleiben wir der Musik gut, wie wir dem Mondlicht gut bleiben. Beide wollen ja nicht die Sonne verdrängen, - sie wollen nur, so gut sie es können, unsere Nächte erhellen.

Neidische Menschen mit feinerer Witterung suchen ihren Rivalen nicht genauer kennen zu lernen, um sich ihm überlegen fühlen zu können.

Je höher wir uns erheben, um so kleiner erscheinen wir denen, welche nicht fliegen können.

Eifersüchtig ist jede Tugend auf die andre, und ein furchtbares Ding ist Eifersucht. Auch Tugenden können an der Eifersucht zu Grunde gehen.

Friedrich Schleiermacher

Du sollst keinen Geliebten haben neben ihm: Aber du sollst Freundin sein können, ohne in das Kolorit der Liebe zu spielen und zu kokettieren oder anzubeten.

Friedrich von Schiller

Morgen können wir's nicht mehr, darum laßt uns heute leben!

Was Hände bauten, können Hände stürzen.

Galileo Galilei

Zwei Wahrheiten können einander nie widersprechen.

Georg Christoph Lichtenberg

Ein gutes Gedächtnis ist eine gute Gabe Gottes. Vergessen können ist oft eine noch bessere Gabe Gottes.

Ruhm und Ruhe sind Dinge, die nicht zusammen wohnen können.

Wenn wir die Aufmerksamkeit auf schwache Empfindungen vermehren lernen, so können sie uns den Dienst von starken tun.

Krankheiten der Seele können den Tod nach sich ziehen, und das kann Selbstmord werden.

Ängstlich zu sinnen und denken, was man hätte tun können, ist das Übelste, was man tun kann.

Es kann ohnstreitig Kreaturen geben, deren Organe so fein sind, daß sie nicht imstande sind durch einen Lichtstrahl durchzugreifen, so wie wir nicht durch einen Stein durchgreifen können, weil unsere Hände eher zerstört werden würden.

George Eliot

Es ist nie zu spät, das zu werden, was man hätte sein können.

George Sand

Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kunden nur raten, Efeu zu pflanzen.

Germaine Madame de Staël

Es gehört viel Kraft dazu, Gefühle zu zeigen, die ins Lächerliche gezogen werden können.

Giovanni "Don" Bosco

Das Beste, was wir auf der Welt tun können, ist Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen.

Gottfried Keller

Die Liebe klammert sich an alle Würzelchen, welche helfen können.

Gotthold Ephraim Lessing

Entweder ist nichts verloren oder alles. Ruhig sein können und ruhig sein müssen - kömmt es nicht auf eines?

Für wohlgeratene Kinder können Eltern nicht zu viel tun. Aber wenn sich ein blöder Vater für den ausgearteten Sohn das Blut vom Herzen zapft, dann wird Liebe zur Torheit.

Der Wunder höchstes ist, daß uns die wahren, echten Wunder so Alltäglich werden können, werden sollen.

Harriet Beecher-Stowe

Wenn du dich in der Zwickmühle befindest, und alles sich gegen dich verschwört und du meinst, nicht länger durchhalten zu können, darfst du auf keinen Fall aufgeben, denn jetzt ist der Augenblick gekommen, da sich alles zum Guten wendet.

Heinrich Heine

Der französische Hexameter, dieses gereimte Rülpsen, ist mir wahrhaft ein Abscheu. Ich hätte für Frankreich sterben können, aber französische Verse machen, nimmermehr!

Die Dummheit der Menschen ist immer dieselbe, nur überall modifiziert nach Zeit und Ort. Es gibt keine neue Dummheit unter der Sonne, hätte Salomo sagen können.

Die Weiber haben leider nur eine einzige Art, wie sie uns glücklich machen können, während sie uns auf dreißigtausend Arten unglücklich zu machen wissen.

Es ist ein trister Anblick, wenn der Esel sich spanischen Pfeffer in den Steiß steckt, um in Ekstase zu geraten und desto besser den wütenden Champion des Löwen machen zu können.

Für die beiden Nachbarvölker ist nichts wichtiger, als sich zu kennen. Irrtümer können hier die blutigsten Folgen haben.

Große Natureindrücke müssen unsre Seele erweitern, ehe wir den ganzen großen Menschen fassen können.

Ich weiß, man wird später gegen mich Kanonen aufführen, aber ich bin kugelfest, während die andern nicht einmal Schrot vertragen können.

In der ganzen Welt verbringen die Menschen ihr Leben damit, daß sich einer mit dem andern beschäftigt, und dessen Tun und Lassen, Wollen und Können beobachtet oder kreuzt oder, des eigenen Vorteils halber, befördert.

Kritiker - wie Lakaien vor der Saaltüre bei einem Hofball, sie können schlechtgekleidete und unberechtigte Leute abweisen und gute einlassen, aber sie selbst, die Türsteher, dürfen nicht hinein.

Nicht immer wohnt Weisheit unter einem weißen Dache, und Greise können oft ebensogroße Torheiten sprechen wie die liebe Jugend.

Wir können die Menschen füglich in zwei Klassen einteilen: Erstens diejenigen, die uns lieben; zweitens diejenigen, die uns oft und deutlich sagen, daß sie uns lieben.

Wir können zuweilen lächerlich werden, ohne im geringsten daran Schuld zu sein.

Wir Männer lügen zuweilen. Die Weiber, wie alle passiven Naturen, können selten erfinden, wissen jedoch das Vorgefundene dergestalt zu entstellen, daß sie uns dadurch noch weit sicherer schaden als durch entschiedene Lügen.

Lebt das Wort, so wird es von Zwergen getragen; ist das Wort tot, so können es keine Riesen aufrechterhalten.

Henri-Frédéric Amiel

Leicht tun können, was schwierig ist für andere - das ist Talent; tun können, was für das Talent unmöglich ist - das ist Genie.

Henrik Ibsen

Weltverbesserer gibt es genug, aber einen Nagel richtig einschlagen können die wenigsten.

Henry Ford I.

Ob sie nun glauben, daß sie eine Sache tun können oder nicht tun können, so haben sie in jedem Fall Recht.

Henry Wadsworth Longfellow

Das Leben großer Menschen erinnert uns daran, daß wir unser Leben erhaben leben und beim Abschied unseren Fußabdruck im Sand der Zeit hinterlassen können.

Honoré de Balzac

Physiologen und gründliche Beobachter der menschlichen Natur können einem, vielleicht zu unserem größten Erstaunen, sagen, daß in den Familien Launen, Charaktere, Geist und Genie in ganz genau den großen Intervallen wiederkehren wie das, was als erbliche Krankheiten bezeichnet wird. Auf diese Weise überspringt das Talent, wie die Gicht, bisweilen zwei Generationen.

Wenn Väter nicht wissen, was ihre Töchter haben, dann können die Mütter es sich denken; sie muß verheiratet werden.

Stehen gewisse Personen nicht so hoch, daß selbst Beleidigungen sie nicht erreichen können?

Einen Gatten können wir verlassen, auch wenn er uns liebt. Ein Mann ist ein starkes Wesen; für ihn gibt es Tröstungen. Wir können die Gesetze von Welt und Gesellschaft mißachten. Aber ein Kind ohne Mutter?

Nur in einem gewissen Alter können gewisse erlesene Frauen ihrer Haltung eine Sprache geben.

Ist Stolz nicht eine jener menschlichen Empfindungen, die nur edle Taten gebären können?

Männer und Frauen können, ohne sich dadurch zu entehren, von mehreren Leidenschaften ergriffen werden, denn es ist so natürlich, dem Glück zuzustreben, aber es gibt nur eine einzige Liebe im Leben.

Die Zeit ist der Tyrann, sie fehlt ihnen und entflieht ihnen, sie können sie weder dehnen noch zusammenpressen.

Diese drei Alten waren von solchem Geiz besessen gewesen, daß sie seit langem ihr Geld anhäuften, um es heimlich betrachten zu können.

Alles menschliche Können ist eine Summe von Geduld und Zeit.

Kaum hat man die Lippen an das Glas gesetzt, so ist es schon leer. Das ist unser Schicksal. Man kann nicht sein und gewesen sein. Die Taler können nicht rollen und in deiner Börse bleiben, sonst wäre das Leben schön.

Es fehlte ihnen an Erfahrung, um das Glück schätzen zu können.

Männer können durch ihre Beständigkeit ermüden, Frauen niemals.

Eine adelige, reine Frau ist wie ein Gewissen ohne Flecken, das uns uns selber in schöner Gestalt vorführt. Anderswo können wir uns beschmutzen: dort jedoch bleiben wir groß, stolz und makellos. Anderswo führen wir ein wildes, wüstes Leben; dort jedoch können wir in Ruhe, die Kühle, das Grün einer Oase atmen.

Es gibt Fehler bei einer Frau, die kräftigen Lehren weichen können, wie die Erfahrung oder ein Ehemann sie geben; aber nichts vermag die Tyrannei falscher religiöser Ideen zu besiegen.

Individualisten, das sind Menschen, die am liebsten das ganze Universum unter Verschluß hielten und darin nichts ohne ihre Erlaubnis geschehen lassen möchten. Sie sind unglücklich über jedes Glück der anderen, verzeihen nur Laster, Durchfälle und Gebrechen und wollen nur Leute, die sie protegieren können.

Es gibt im Prozeßwesen Verlockungen und Leidenschaften, die gelegentlich den anständigsten Menschen von der Welt verführen können.

Nebenbei sei gesagt, daß Polen Rußland durch den Einfluß seiner Sitten hätte erobern können, anstatt es mit Waffen zu bekämpfen; dann hätte es gehandelt wie die Chinesen, die schließlich die Tataren zu Chinesen gemacht haben und, wie zu hoffen steht, auch die Engländer zu Chinesen machen werden.

Bei einer Frau muß man aus einem Geheimnis stets seinen Vorteil ziehen; dafür weiß sie einem Dank, wie ein Spitzbube einem ehrlichen Mann, den er nicht hat begaunern können, Hochachtung bezeigt.

Wenn es ein dem Herzen des Mannes eingeborenes Gefühl gibt, ist es dann nicht der Stolz, ein schwaches Geschöpf unausgesetzt schützen zu können!

Junge Lebemänner können nicht umhin, gerade auf ihre Wäsche großes Gewicht zu legen: Wird nicht gerade sie an ihnen am häufigsten mit prüfenden Blicken betrachtet?

Schöne Seelen halten es in der Welt nicht lange aus. Wie sollten sich denn auch große Gefühle einer niedrigen, kleinen, oberflächlichen Gesellschaft verbünden können?

Sie begriff, daß eine Frau aller Welt, selbst ihren Eltern, ein Unglück verbergen muß, das so selten einer Sympathie begegnet. Die Stürme und Leiden der höheren Sphären können einzig von den edlen Geistern gewürdigt werden, die ihnen angehören. Daher können wir im allgemeinen nur durch Ebenbürtige beurteilt werden.

Warum können die Menschen keine Ruinen, selbst die kleinsten nicht, ohne Rührung ansehen? Zweifellos sind sie ihnen ein Abbild des Elends, dessen Lasten sie auf verschiedenartige Weise erfahren.

Der arme junge Mensch litt dort bitterste Not, und die ist eine Art Schmelzofen, aus dem die großen Talente rein und unversehrt wie Diamanten hervorgehen, die alle Stößen ausgesetzt werden können, ohne daß sie zerbrechen.

Sie besaßen die Undankbarkeit der Kinder, die sich einer Dankesschuld nie entledigen können, weil sie zu groß ist.

Manche Kaufleute mögen nun mal diejenigen unter den Kunden, die schlechte Zahler sind, wenn sie in beständiger Verbindung mit ihnen stehen, wogegen sie ausgezeichnete Kunden nicht leiden können, die sich auf einer allzu hohen Linie halten, um ihnen vertraulichen Umgang zu gestatten.

Wo es keine Feinde gibt, können keine Siege gefeiert werden.

Nun können engherzige Wesen aber genausogut durch Quälen an Größe gewinnen wie durch Mildtätigkeit; sie können sich ihre Macht entweder durch eine grausame oder durch eine wohlmeinende Herrschaft über andere bestätigen; doch sie tendieren dorthin, wohin ihr Charakter sie treibt.