Zitate zum Thema "eben"

Aristoteles

Denn das Recht ist nichts anderes als die in der staatlichen Gemeinschaft herrschende Ordnung, und eben dieses Recht ist es auch, das darüber entscheidet, was gerecht ist.

Epiktet

Wie die Sonne nicht auf Lob und Bitte wartet, um aufzugehen, sondern eben leuchtet und von der ganzen Welt begrüßt wird, so darfst auch du weder schmeicheln noch Beifall brauchen, um Gutes zu tun.

Epikur von Samos

Jedermann geht aus dem Leben, wie wenn er eben erst geboren wäre.

Adalbert Stifter

Die Natur hat ihr Antlitz geändert, seit Menschen in ihr umhergehen, so wie sie eben sind.

Arthur Schnitzler

Anarchie wäre der wünschenswerte Zustand, wenn die Menschen Maschinen oder Götter wären. Aber dann müßte sie nicht erst gepredigt werden. Sie wäre eben da.

Arthur Schopenhauer

Der Intellekt ist eben tatsächlich nur ein Diener des Willens. Nur als Medium der Motive wurde er ursprünglich vom Willen selbst hervorgebracht.

August von Kotzebue

Mit eben der Leichtigkeit, mit der sie ihre Wangen schminken, schminken sie auch ihre Seele.

Bertolt Brecht

Denn wo der Glaube tausend Jahre gesessen hat, eben da sitzt jetzt der Zweifel.

François Duc de La Rochefoucauld

Die wahre Beredsamkeit besteht darin, das zu sagen, was zur Sache gehört, und eben nur das.

Franz Kafka

Die Krähen behaupten, eine einzige Krähe könnte den Himmel zerstören. Das ist zweifellos, beweist aber nichts gegen den Himmel, denn Himmel bedeuten eben: Unmöglichkeit von Krähen.

Friedrich Nietzsche

Man ist am Meisten in Gefahr, überfahren zu werden, wenn man eben einem Wagen ausgewichen ist.

Daß wir uns fremd werden müssen, ist das Gesetz über uns: eben dadurch sollen wir uns auch ehrwürdiger werden! Eben dadurch soll der Gedanke an unsere ehemalige Freundschaft heiliger werden!

Man will nicht nur verstanden werden, wenn man schreibt, sondern ebenso gewiß auch nicht verstanden werden. Vielleicht gehörte eben dies zur Absicht seines Schreibers, - er will nicht von irgend jemand verstanden werden.

Unsere Eitelkeit ist gerade dann am schwersten zu verletzen, wenn eben unser Stolz verletzt wurde.

Man begeht selten eine Übereilung allein. In der ersten Übereilung tut man immer zu viel. Eben darum begeht man gewöhnlich noch eine zweite - und nunmehr tut man zu wenig.

Ob wir Immoralisten der Tugend Schaden tun? - Eben so wenig, als die Anarchisten den Fürsten. Erst seitdem diese angeschossen werden, sitzen sie wieder fest auf ihrem Thron. Moral: man muß die Moral anschießen.

Friedrich von Schiller

Gott nur sieht das Herz. Drum eben, weil Gott nur das Herz sieht, sorge, daß wir doch auch etwas Erträgliches sehn.

Das eben ist der Fluch der bösen Tat, daß sie fortzeugend, immer Böses muß gebären.

Friedrich von Schlegel

Der feindliche Gegensatz zwischen dem Glauben und Wissen ist eben keineswegs ein an sich gültiger und natürlicher, den man als solchen anerkennen müßte, sondern es ist eine durchaus protestantische Trennung, welcher dem bessern Altertum in dieser Art durchaus unbekannt war.

Georg Christoph Lichtenberg

Bei einem großen Genie gehet das in einem Augenblicke vor, was oft bei einem andern ganze Stunden dauert. Ein gewisser Mensch, der eben keine großen Gaben hatte, hielt einen zum Betrug mit der Feder nachgemachten Druck eine Stunde wirklich dafür, andere sahen es im ersten Augenblick.

Gotthold Ephraim Lessing

Das Neue ist, eben weil es neu ist, dasjenige, was am meisten überrascht.

Heinrich Heine

Das Schwert ist eben so heilig wie die Pflugschar, aber nur das Schwert, womit man um göttliche Dinge kämpft. Der bisherige Eroberungskrieg, das Soldatenspiel der großen und kleinen Caesaren, ist nur ein blödsinniger Brudermord.

Die starrsten Aristokraten sind froh, wenn sie Gelegenheit finden zur Herablassung; denn dadurch eben fühlen sie, wie hoch sie gestellt sind.

Es sind eben jene Kriegsrüstungen, die uns vielleicht den Frieden erhielten. Ein Schwert hält das andere in der Scheide.

In Deutschland wird der Mangel an irdischen Gütern sehr gemütlich entschuldigt, und besonders das Genie darf bei uns darben und verhungern, ohne eben verachtet zu werden.

Honoré de Balzac

Es gibt eben Männer, um derentwillen junge Mädchen Meisterstücke der Diplomatie zuwege bringen, und die meisten jener Männer wissen lange Zeit nichts davon.

Alle Männer haben die Sinne ihres Geschlechts; aber dem, der auch dessen Seele hat und eben dadurch alle Forderungen unserer Natur befriedigt, deren melodische Harmonie einzig unter dem Druck der Gefühle aufwogt, dem begegnet man nicht zweimal im Dasein.

Jacob Grimm

Das Höchste ist, überall in allen Dingen Gott zu suchen und zu finden, und seine Spur webt eben in allem Natürlichen und Wirklichen.

Jean Paul

Daran erkenne deine historische oder poetische Kraft: was dir so leicht wird, daß du ordentlich nach einer andern Kraftübung dich umsiehst, dies ist deine Kraft. Und das Angeborene achtet eben nicht das Angeborene, sondern das Anerzogene.

Der, der einen Rat begehrt, hat meistens - schon durch die Zeit - eine Sache von allen Seiten beschauet; der Ratgeber von der ersten, die vortrat, da man ihn fragte. Und doch muß man fragen, um eben alle Seiten durch mehrere Augen kennenzulernen.

Ganz anders und besser versteht und goutiert man einen Autor, wenn man ihn über eine Sache lieset, über deren Aufklärung man eben jetzt verlegen ist.

Die Männer machen sich von großen Männern eben jene romanhaften Vorstellungen als die Mädchen von ihren künftigen Romanhelden.

Man glaubt es gar nicht für möglich - daher die Zuversicht -, daß man etwas vergessen werde, wenn man sich desselben eben erinnert.

Die Kraftlosigkeit liebt Gesetzlosigkeit; denn nicht die Schwäche, nur die Kraft will immer dasselbe, und dasselbe heißt eben Gesetz.

Johann Wolfgang von Goethe

Eben wenn man alt ist, muß man zeigen, daß man noch Lust zu leben hat.

Der Alte schlummert wie das Kind, und wie wir eben Menschen sind, wir schlafen sämtlich auf Vulkanen.

Amor, das Kind, hält sich noch hartnäckig fest am Kleide der Hoffnung, eben als sie schon starken Schrittes sich zu entfernen den Anlauf nimmt.

Karl Kraus

Liebe und Kunst umarmen nicht, was schön ist, sondern was eben dadurch schön wird.

Kin Hubbard

Der Friede hat eben soviele Siege aufzuweisen wie der Krieg, nur weit weniger Denkmäler.

Louise Otto-Peters

Frauen pflegen aber immer mehr, immer inniger zu lieben, je mehr Opfer eben ihre Liebe ihnen kostet.

Maxim Gorki

Aber wo Liebe herrscht, haben wir, die wir eben noch wilde Tiere waren, jetzt Kultur - Kunst und alles Große, dessen wir uns mit Recht rühmen.

Moritz Gottlieb Saphir

Wir haben Mutterwitz und nicht Vaterwitz; denn daß der Vater schweigen muß, wenn die Mutter spricht, das eben ist Mutterwitz.

Nikolai Gogol

Der Schriftsteller hat eben nur einen, der ihn belehrt: den Leser selbst.

Otto Fürst von Bismarck

Politik ist eben an sich keine logische und exakte Wissenschaft, sondern sie ist die Fähigkeit, in jedem wechselnden Moment der Situation das am wenigsten Schädliche zu wählen.

Paula Modersohn-Becker

Man muß eben immer älter werden, immer stiller und endlich einmal etwas schaffen.

Prof. Karl Joachim Marquardt

Horaz sagt eben (Od. I, 1: si neque tibias Euterpe cohibet): Wenn Euterpe ihre Trompete zuhält, daß kein Ton herauskommt.

Wenn sie eine Fensterscheibe zerbrochen haben, so ist das ganz einfach. Wenn einer eine Dummheit gemacht hat, so muß er sie eben wieder machen lassen.

In der Wissenschaft sind wir eben jetzt noch nicht viel weiter, als wir im Altertum waren.

Richard Dehmel

Suchst du im Bild nach allen Zügen des Lebens, wird dir keins genügen. Das eben ist es: weil's nicht Leben, kann dein Gefühl ihm Leben geben.

Saxo Grammaticus

Das eben ist der Fluch der Schuld, daß sie immer wieder Reiz und Veranlassung zu neuer Schuld enthalten muß.

Siddharta Gautama Buddha

Jedes Leben hat sein Maß an Leid. Manchmal bewirkt eben dieses unser Erwachen.

Theodor Fontane

Wenn man älter wird, so lernt man eben einsehen, daß man von einem Menschen nicht alles verlangen kann, und daß man zufrieden sein muß, wenn ein Weinstock Trauben trägt.

Wilhelm Busch

Denn, leider Gottes, so ist der Schlechte, daß er immer was anderes möchte. Auch hat er ein höchst verruchtes Gelüst, grad so zu sein, wie er eben ist.

Es wohnen die Gedanken in einem hohen Haus. Ich klopfte, doch immer hieß es: Die Herrschaft fuhr eben aus! Nun klopf ich ganz bescheiden bei kleineren Leuten an. Ein Stückel Brot, ein Groschen ernähren auch ihren Mann.

Mit allen Kreaturen bin ich in schönster Seelenharmonie. Wir sind verwandt, ich fühle es innig, und eben darum liebe ich sie.

Das ist es eben! Man denkt nicht nur, man will auch leben.

Der Zug ist eben abgelassen - Ich stehe da und kann's nicht fassen.

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