Zitate zum Thema "seine"

14. Dalai Lama

In der Wut verliert der Mensch seine Intelligenz.

Ambrosius von Mailand

Gerechtigkeit gibt jedem das Seine, maßt sich nichts Fremdes an und setzt den eigenen Vorteil zurück, wo es gilt, das Wohl des Ganzen zu wahren.

Anselm von Canterbury

Nichts ist gewisser als der Tod, nichts ungewisser als seine Stunde.

Antisthenes

Man muß seine Feinde achten, denn diese bemerken zuerst unsere Fehler.

Ägidius von Assisi

Keuschheit nenne ich, alle seine Sinne für die Gnade Gottes bewahren.

Dante Alighieri

Die Sprache ist dem Menschen gegeben, um seine Gedanken zu verbergen.

Epikur von Samos

Nicht der Jüngling ist selig zu preisen, sondern der Greis, der gut gelebt hat. Denn wer jung an Jahren ist, wird vielfach vom Zufall hin und her getrieben und wechselt seine Gedanken. Der Greis aber ist ins Alter eingefahren wie in einen Hafen und hält die Güter, auf die er früher nicht zu hoffen wagte, in heiterem Gedenken sicher verschlossen.

Euripides

Wahrlich, unser Leben wäret nur kurz, darum durchmeßt seine Bahnen auf das Fröhlichste.

Friedrich II., der Große

Man muß seine Feinde kennen. Ihre Verbündeten und die Natur ihres Landes, um einen Feldzug planen zu können.

Heraklit

Das Volk muß für sein Gesetz kämpfen wie für seine Stadtmauer.

Juan de la Cruz

O süße Liebe Gottes, die wenig nur bekannt ist! Wer zu ihren Adern fand, hat seine Ruhe gefunden.

Wie einer, der den Karren bergaufwärts schiebt, so ist zu Gott unterwegs, wer seine Sorgen nicht abschüttelt und sein Streben nicht mäßigt.

Katharina von Siena

Dem Tapferen sind Glück und Unglück wie seine rechte und linke Hand, er bedient sich beider.

Konfuzius

An einem edlen Pferd schätzt man nicht seine Kraft, sondern seinen Charakter.

Durch seine Fehler verrät sich der Mensch. Beobachte seine Fehler, dann lernst du ihn kennen.

In alter Zeit sprach man nicht einfach drauflos. Man schämte sich, wenn man seine Worte nicht einlösen konnte.

Wer Geistern dient, die nicht seine eigenen sind, ist ein Schmeichler. Wer eine Gelegenheit zu rechtschaffenem Tun sieht, sie aber nicht ergreift, der ist ein Feigling.

Laotse

Wer andere erkennt, ist gelehrt. Wer sich selbst erkennt, ist weise. Wer andere besiegt, hat Muskelkräfte. Wer sich selbst besiegt, ist stark. Wer zufrieden ist, ist reich. Wer seine Mitte nicht verliert, der dauert.

Marc Aurel

Das Leben eines Menschen ist das, was seine Gedanken daraus machen.

Es ist so leicht, unwillkommene und unliebsame Gedanken zurückzuweisen, und schon hat man seine Ruhe wieder.

Man wird nicht alt, weil man eine gewisse Anzahl Jahre gelebt hat. Man wird alt, wenn man seine Ideale aufgibt. Die Jahre zeichnen zwar die Haut - Ideale aufgeben aber zeichnen die Seele.

Schau jedem Ding auf den Grund. Seine eigentümliche Beschaffenheit so wenig wie sein Wert entgehe deinem Blicke.

Den Irrenden belehre mit Wohlwollen und zeige ihm seine Fehler. Kannst du das aber nicht, so klage dich selber an, oder auch nicht einmal dich selber.

Mohammed

Wer alle seine Sorgen zu einer einzigen macht, dem nimmt Gott die Sorge um die Welt ab. Wenn einer aber seine Sorgen zerfetzt, dann kümmert sich Gott nicht darum, in welchen Tale der Welt er umkommt.

Novalis

Was du verlorst, hat er gefunden, Du triffst bei ihm, was du geliebt und ewig bleibt mit dir verbunden, was seine Hand dir wiedergibt.

Auch der Zufall ist nicht unergründlich. Er hat seine Regelmäßigkeit.

Petron

Man soll nicht zu sehr auf seine Pläne bauen, denn das Schicksal hat seine eigenen Ideen.

Plutarch

So bietet auch ein Greis durch Rede und Tat und durch die Ehrfurcht, die er erweckt, einen erhebenden Anblick, während er sich verächtlich macht, wenn er seine Zeit auf dem Ruhebett verträumt oder, sich schneuzend, zubringt.

Ramakrischna

Warum entarten Religionen? Das Regenwasser ist rein. Doch wenn es Dach und Gassen durchlaufen hat, die unsauber sind, so verliert es seine reine Klarheit.

Stendhal

Ein großer Mann gleicht einem Adler; je höher er sich aufschwingt, desto schwieriger ist er zu erkennen, und so muß er seine Größe mit der Einsamkeit seiner Seele bezahlen.

Thomas von Aquin

Ein jedes Wesen, das seine eigene Vollendung erstrebt, strebt nach Gottähnlichkeit.

Jedes Wesen liebt von Natur auf seine Weise Gott mehr als sich selbst.

Vergil

Einen jeden reißt seine Leidenschaft hin.

Abraham Lincoln

Ihr werdet kein Interesse an den öffentlichen Angelegenheiten und keinen Enthusiasmus wecken, wenn ihr dem Einzelnen seine Initiativen und seine Freiheit nehmt.

Adolph Freiherr von Knigge

Nicht alle Bösewichte sind unempfindlich gegen eine edle, großmütige, immer gleiche, grade Behandlung. Mit diesen Waffen also kämpfe man, solange sich's irgend tun läßt, gegen seine Feinde.

Albert Einstein

Das Streben nach moralischem Handeln ist das wichtigste Streben der Menschen. Sein inneres Gleichgewicht, ja seine Existenz hängen davon ab. Moralisches Handeln allein kann dem Leben Schönheit und Würde verleihen.

Die Teilnahme an Begräbnissen ist doch etwas, was man nur seiner Umgebung zuliebe tut. Es hat an sich keinen Sinn. Es kommt mir vor wie der Eifer, mit dem man jeden Tag seine Stiefel putzt, damit die Umgebung nicht sagt, man habe ungeputzte Stiefel.

Ali Shir Nava

Es gibt keinen größeren Fanatiker als den, der all jene des Fanatismus anklagt, die nicht seine Meinung teilen.

Angelus Silesius

Bist du aus Gott gebor'n, so blühet Gott in dir, und seine Gottheit ist dein Saft und deine Zier.

Anton Tschechow

Freundin eines Mannes kann eine Frau nur werden, wenn sie zuerst seine Bekannte, dann seine Geliebte war.

Arthur Schnitzler

Es ist die erste Freundespflicht, dem Freund seine Illusionen zu lassen.

Arthur Schopenhauer

Der Muskel wird durch starken Gebrauch gestärkt, der Nerv hingegen dadurch geschwächt. Also übe man seine Muskeln durch jede angemessene Anstrengung, hüte hingegen die Nerven vor jeder.

Heiraten heißt, seine Rechte halbieren und seine Pflichten verdoppeln.

In der Einsamkeit fühlt der Jämmerliche seine ganze Jämmerlichkeit, der große Geist seine ganze Größe, kurz jeder sich, als was er ist.

Die größte aller Torheiten ist, seine Gesundheit aufzuopfern, für wen es auch sei, für Erwerb, für Beförderung, für Gelehrsamkeit, Ruhm, geschweige für Wollust und flüchtige Genüsse.

August von Kotzebue

Jeder Mensch schafft sich seine eigene Größe. Zwerge bleiben Zwerge, wenn sie auch auf Alpen sitzen.

Baruch de Spinoza

Der freie Mensch denkt über nichts weniger nach als über den Tod: seine Weisheit ist nicht ein Nachsinnen über den Tod, sondern über das Leben.

Sicherlich würde das menschliche Leben weit glücklicher verlaufen, wenn der Mensch ebenso gut zu schweigen wie zu reden vermöchte. Aber die Erfahrung lehrt uns mehr als genug, daß der Mensch nichts so schwer beherrscht wie seine Zunge.

Das Unvermögen eines Menschen, seine Affekte zu zügeln und einzuschränken, nenne ich Knechtschaft.

Benjamin Disraeli

Der Mensch ist nicht das Produkt seiner Umgebung. Vielmehr ist seine Umgebung ein Produkt des Menschen.

Nichts kann dem Willen eines Menschen trotzen, der sogar seine Existenz aufs Spiel setzt, um sein erklärtes Ziel zu erreichen.

Benjamin Franklin

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.

Bertolt Brecht

Je schlimmer seine Lage ist, desto besser zeigt sich der gute Mensch.

Blaise Pascal

Ein Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.

Es heißt abergläubisch sein, wenn man seine Hoffnung auf die Formalitäten setzt; aber es heißt hochmütig sein, wenn man sich ihnen nicht unterwerfen will.

Carl Ludwig Schleich

Es liebt das Volk die Kunst wie sein eignes Leben. Ein Volk ist wie die einzelne Persönlichkeit so groß, wie seine künstlerische Sehnsucht.

Carl von Clausewitz

Die beste Strategie ist, immer recht stark zu sein, erstens überhaupt und zweitens auf dem entscheidenden Punkt. Daher gibt es kein höheres und einfacheres Gesetz für die Strategie, als seine Kräfte zusammenzuhalten.

Christian Fürchtegott Gellert

Genieße, was Gott dir beschieden, entbehre gern, was du nicht hast! Ein jeder Stand hat seinen Frieden, ein jeder Stand auch seine Last.

Christian Friedrich Hebbel

Es erfordert oft mehr Mut, seine Ansicht zu ändern, als an ihr festzuhalten.

Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.

Seine Meinung zu ändern erfordert manchmal mehr Mut, als bei seiner Ansicht zu verharren.

So eitel ist der Mensch, daß er sich sogar auf seine Leiden etwas einbildet.

Wer seine Schweißtropfen zählt, wird nie sein Geld zählen.

Edgar Watson Howe

Ein Mann schaut zu, dass ihm seine Kleider passen. Eine Frau schaut zu, daß sie in ihre Kleider passt.

Was die Leute hinter deinem Rücken sagen, das ist seine Stellung in der Gesellschaft.

Elbert Hubbard

Erwarte keine Dankbarkeit, wenn du einem Menschen Gutes tust: Du hast seine Schwächen aufgedeckt.

Eleonora Duse

Ein Mann ändert eher das Antlitz der Erde als seine Angewohnheiten.

Fjodor Dostojewskij

Man sollte andere nicht belehren wollen, wenn man unfähig ist, seine eigenen Gedanken ordentlich auszudrücken.

François Duc de La Rochefoucauld

Die Torheit begleitet uns in allen Lebensperioden. Wenn einer weise scheint, liegt es daran, daß seine Torheiten seinem Alter und seinen Kräften angemessen sind.

Es ist eine langweilige Krankheit, seine Gesundheit durch eine allzustrenge Diät erhalten zu wollen.

François Marie Voltaire

Es steht mir nicht zu, die Gerechtigkeit Gottes und seine Gnade abzuwägen.

Das siegreiche Volk hat niemals einen Vorteil von den Trümmern des besiegten Volkes. Es bezahlt alles. Es leidet, auch wenn seine Waffen siegreich sind.

Wer seine Wünsche zähmen kann, ist reich genug.

Franklin P. Jones

Die Ehe ist das teuerste Verfahren, seine Wäsche umsonst gewaschen zu bekommen.

Franz Grillparzer

Gebeugt erst zeigt der Bogen seine Kraft.

Wer seine Schranken kennt, ist der Freie; wer frei sich wähnt, ist seines Wahnes Knecht.

Friedrich Dürrenmatt

Das Rationale am Menschen sind seine Einsichten; das Irrationale, daß er nicht danach handelt.

Friedrich Haug

Karlo beichtet aus besondern Gründen Vor dem Hochzeitstag noch seine Sünden, Und zur Pönitenz, Herr Guardian? - Bist du morgen Ehemann!

Petrarcha liebte Lauren sehr, Mich, seine Katze, dennoch mehr! Sie war nur schön, ich treu! Sie schaffte, daß er Lieder schrieb; Durch meine stille Taten blieb Sein Buch von Mäusen frei.

Friedrich Hölderlin

Ach! Der Gott in uns ist immer einsam und arm. Wo findet er all seine Verwandten? Die einst da waren und da sein werden? Wann kommt das große Wiedersehen der Geister? Denn einmal waren wir doch, wie ich glaube, alle beisammen.

Friedrich Martin von Bodenstedt

Denn wer auf Erden Böses tut, trägt seine Strafe mit sich.

Friedrich Nietzsche

Wer seine Gedanken nicht auf Eis zu legen versteht, der soll sich nicht in die Hitze des Streites begeben.

Ob der Mensch seine schlechten Eigenschaften und Laster verbirgt oder mit Offenheit sie eingesteht, so wünscht doch in beiden Fällen seine Eitelkeit einen Vorteil dabei zu haben: man beachte nur, wie fein er unterscheidet, vor wem er jene Eigenschaften verbirgt, vor wem er ehrlich und offenherzig wird.

Alles Menschliche verdient in Hinsicht auf seine Entstehung die ironische Betrachtung: deshalb ist die Ironie in der Welt so überflüssig.

Der Staat ist eine kluge Veranstaltung zum Schutz der Individuen gegen einander: übertreibt man seine Veredelung, so wird zuletzt das Individuum durch ihn geschwächt, ja aufgelöst, - also der ursprüngliche Zweck des Staates am gründlichsten vereitelt.

Der gebundene Geist nimmt seine Stellung nicht aus Gründen ein, sondern aus Gewöhnung; er ist zum Beispiel Christ, nicht weil er die Einsicht in die verschiedenen Religionen und die Wahl zwischen ihnen gehabt hätte.

Der Mensch ist nicht zu allen Stunden gleich moralisch, dies ist bekannt: beurteilt man seine Moralität nach der Fähigkeit zu großer aufopfernder Entschließung und Selbstverleugnung, so ist er im Affekt am moralischsten.

Und wenn ihr nach Biographien verlangt, dann nicht nach jenen mit dem Refrain Herr So und So und seine Zeit, sondern nach solchen, auf deren Titelblatt es heißen müßte ein Kämpfer gegen seine Zeit.

Die unaufgelösten Dissonanzen im Verhältnis von Charakter und Gesinnung der Eltern klingen in dem Wesen des Kindes fort und machen seine innere Leidensgeschichte aus.

Wer da weiß, da die meisten Menschen in Kleinigkeiten schwach sind, und seine eigenen Zwecke durch sie erreichen will, ist immer ein gefährlicher Mensch.

Die Entwicklung der höheren Moral hängt daran, daß einer Söhne hat; dies stimmt ihn unegoistisch, oder richtiger: es erweitert seinen Egoismus der Zeitdauer nach, und läßt ihn Ziele über seine individuelle Lebenslänge hinaus mit Ernst verfolgen.

Wer viel zu tun hat, behält seine allgemeinen Ansichten und Standpunkte fast unverändert bei. Ebenso jeder, der im Dienst einer Idee arbeitet: er wird die Idee selber nie mehr prüfen, dazu hat er keine Zeit mehr; ja es geht gegen sein Interesse, sie überhaupt noch für diskutierbar zu halten.

Der Mensch mag sich noch so weit mit seiner Erkenntnis ausrecken, sich selber noch so objektiv vorkommen: zuletzt trägt er doch Nichts davon, als seine eigene Biographie.

Der Mangel an Freunden läßt auf Neid oder Anmaßung schließen. Mancher verdankt seine Freunde nur dem glücklichen Umstand, daß er keinen Anlaß zum Neid hat.

Man leidet wenig an versagten Wünschen, wenn man seine Phantasie geübt hat, die Vergangenheit zu verhässlichen.

Wer gezwungen ist, lauter zu reden, als er gewohnt ist - etwa vor einem Halbtauben oder vor einem großen Auditorium -, übertreibt gewöhnlich die Dinge, welche er mitzuteilen hat. - Mancher wird zum Verschwörer, böswilligen Nachredner, Intriganten, bloß weil seine Stimme sich am besten zu einem Geflüster eignet.

Man vergißt seine Schuld, wenn man sie einem andern gebeichtet hat, aber gewöhnlich vergißt der andere sie nicht.

Wer dreimal mit Dreistigkeit das Wetter prophezeit hat und Erfolg hatte, der glaubt im Grunde seiner Seele ein wenig an seine Prophetengabe. Wir lassen das Wunderliche, Irrationale gelten, wenn es unserer Selbstschätzung schmeichelt.

Wer gewohnt ist, sich im Spiegel zu schauen, vergißt immer seine Häßlichkeit.

Ein Gott, der allwissend und allmächtig ist und der nicht einmal dafür sorgt, daß seine Absicht von seinen Geschöpfen verstanden wird, - sollte das ein Gott der Güte sein?

Die Summe innerer Bewegungen, welche dem Menschen leicht fallen und die er in Folge dessen gerne und mit Anmut tut, nennt man seine Seele; - er gilt als seelenlos, wenn er Mühe und Härte bei inneren Bewegungen merken läßt.

Alle Dinge tief finden - das ist eine unbequeme Eigenschaft: sie macht, daß man beständig seine Augen anstrengt und am Ende immer mehr findet, als man gewünscht hat.

Wer jetzt unbeugsam ist, dem macht seine Redlichkeit oft Gewissensbisse: denn die Unbeugsamkeit ist die Tugend eines anderen Zeitalters als die Redlichkeit.

Die Wahrheiten des Menschen sind seine unwiderlegbaren Irrtümer.

Wer Größe hat, ist grausam gegen seine Tugenden und Erwägungen zweiten Ranges.

Und eines Tages hat es seine Zeit gehabt: die gute Sache scheidet von mir, nicht als Etwas, das mir nun Ekel einflößt - sondern friedlich und an mir gesättigt, wie ich an ihm, und wie als ob wir einander dankbar sein müßten und uns so die Hände zum Abschied reichten.

Wer von Grund aus Lehrer ist, nimmt alle Dinge nur in Bezug auf seine Schüler ernst, - sogar sich selbst.

Ich' sagst du und bist stolz auf dies Wort. Aber das Größere ist, woran du nicht glauben willst, - dein Leib und seine große Vernunft: die sagt nicht Ich, aber tut Ich.

Man mag seine Weisheit mit Glocken einläuten: die Krämer auf dem Markte werden sie mit Pfennigen überklingeln!

Friedrich Schleiermacher

Der Gott muß in den Liebenden sein, ihre Umarmung ist eigentlich seine Umschließung, die sie in demselben Augenblicke gemeinschaftlich fühlen, und hernach auch wollen.

Friedrich von Schiller

Ein gütiger Herr tut seine Pforten auf für alle Gäste, keinen schließt er aus.

Arbeit ist des Bürgers Zierde, Segen ist der Mühe Preis; Ehrt den König seine Würde, ehret uns der Hände Fleiß.

Hoffnungslos weicht der Mensch der Götterstärke, müßig sieht er seine Werke und bewundernd untergehn.

Der Mohr hat seine Arbeit getan, der Mohr kann gehen.

Kühn durchs Weltall steuern die Gedanken, fürchten nichts - als seine Schranken.

Mit der Liebe Flügel eilt die Zukunft in die Arme der Vergangenheit, lange sucht der fliehende Saturnus seine Braut - die Ewigkeit.

Aus Gemeinem ist der Mensch gemacht, und die Gewohnheit nennt er seine Amme.

Es gibt Schmerzen, wo der Mensch sich selbst nur helfen kann, ein starkes Herz will sich auf seine Stärke nur verlassen.

Männer richten nach Gründen, des Weibes Urteil ist seine Liebe; wo es nicht liebt, hat schon gerichtet das Weib.

Friedrich-Wilhelm Freiherr von Seydlitz

Wenn man geruchsempfindlich ist, soll man seine Nase nicht in fremde Dinge stecken.

Georg Christoph Lichtenberg

Jeder Mensch, der stocktaub ist, müßte seine Ohren der Anatomie vermachen.

Ein Starker weiß, mit seiner Kraft hauszuhalten, nur der Schwache will über seine Kraft hinaus wirken.

Aus der Mätresse eines Mannes läßt sich viel auf den Mann schließen; man sieht in ihr seine Schwachheiten und seine Träume.

Georg Ebers

Das Leben ist ein dorniger Rosenstock und die Kunst seine Blüten.

George Eliot

Es gibt niemanden, der sich einer Frau gegenüber arroganter, aggressiver oder verächtlicher verhält als ein Mann, der um seine Männlichkeit fürchtet.

Giacomo Girolamo Casanova

Wer seine Hände in den Schoß legt, muß deshalb nicht untätig sein.

Gottfried Wilhelm von Leibniz

Wer seine Schüler das ABC gelehrt, hat eine größere Tat vollbracht als der Feldherr, der eine Schlacht geschlagen.

Gotthold Ephraim Lessing

Der Aberglaube, in dem wir aufwachsen, verliert, auch wenn wir ihn erkennen, darum doch seine Macht nicht über uns.

Wer andrer Schwäche zeigt, verberg' erst seine Schwäche.

Jeder Mensch hat seinen Stil, sowie seine eigene Nase, und es ist weder artig noch christlich, einen ehrlichen Mann mit seiner Nase zum besten zu haben, wenn sie auch noch so sonderbar ist.

Um seinen Verstand auszubreiten, muß man seine Begierde einschränken.

Mit richtrisch scharfem Kiel durchackert seine Lieder Gargil. Ins neunte Jahr schreibt, löscht und schreibt er wieder. Sein Lied ist Lieb und Wein. Kann man es ihm verdenken, Daß er der Nachwelt will vollkommne Possen schenken?

K* unternimmt ein schwer Geschäfte, Der Welt zum Unterricht. Er schätzet die lebendgen Kräfte, Nur seine schätzt er nicht.

Warum der Dichter Hadrian Die Katzen so besonders leiden kann? Das läßt sich leicht ermessen! Daß seine Verse nicht die Mäuse fressen.

Hier liegt - wenn man euch glauben wollte, Ihr frommen Herrn, - der längst hier liegen sollte. Der liebe Gott verzeih aus Gnade Ihm seine Henriade, Und seine Trauerspiele, Und seiner Verschen viele! Denn, was er sonst ans Licht gebracht, Das hat er ziemlich gut gemacht.

Auf diesem Gute läßt Pompil Nun seine sechste Frau begraben. Wem trug jemals ein Gut so viel? Wer möchte so ein Gut nicht haben?

Von Gott gemacht ist dieses Buch, Daß jeder seine Lehr drin such, Und so gemacht, daß jedermann Auch seine Lehr drin finden kann.

Gustav Freytag

Wer seine Ansprüche frohgemut einschränken kann, wird vergnügter und reicher sein.

Gustave Le Bon

Dem Menschen einen Glauben schenken, heißt, seine Kraft verzehnfachen.

Heinrich Heine

Das Volk steinigt gern seine Propheten, um ihre Reliquien desto inbrünstiger zu verehren; die Hunde, die uns heute anbellen, morgen küssen sie gläubig unsere Knochen!

Das Volk verlangt, daß die Schriftsteller seine Tagesleidenschaften mitfühlen, daß sie die Empfindungen seiner eigenen Brust entweder angenehm anregen oder verletzen: Das Volk will bewegt werden.

Der Johannes Faustus ist der wahre Repräsentant der Deutschen, des Volkes, das im Wissen seine Lust befriedigt, nicht im Leben.

Der Künstler ist jenes Kind, wovon das Volksmärchen erzählt, daß seine Tränen lauter Perlen