Zitate zum Thema "frau"

Aurelius Augustinus

Ich fühle, es gibt nichts, das den Geist des Mannes so sehr von seiner sicheren Höhe stürzt wie die Schmeicheleien einer Frau und jene körperlichen Berührungen, ohne die man eine Frau nicht haben kann.

Bias von Priene

Welche Frau ist keusch? Die, über die der Skandal sich fürchtet zu lügen.

Epicharm

Die Ruhe ist eine liebenswürdige Frau und wohnt in der Nähe der Weisheit.

Euripides

Eine Frau ziert Schweigen, ziert Bescheidenheit am schönsten.

Es ist den Frau'n doch eingepflanzt, die Lust, den Jammer, den sie leiden, allezeit im Mund und auf der Zung' zu führen.

Hildegard von Bingen

Ohne die Frau könnte der Mann nicht Mann heißen, ohne Mann könnte die Frau nicht Frau genannt werden.

Li Yü

Was ist an einer Frau das Vollkommene? Es ist die Anmut.

Anmut macht eine schöne Frau noch schöner, eine entzückende Frau noch entzückender, Anmut macht eine alte Frau jung und eine häßliche schön. Anmut bringt Gefühle hervor und bezaubert auf unmerkliche Art.

Molière

Schließlich gibt es nichts Schöneres, als über den Widerstand einer schönen Frau zu triumphieren.

Novalis

Der Mann ist lyrisch, die Frau ist episch, die Ehe dramatisch.

Ovid

Eine Frau kauft immer irgend etwas.

Paracelsus

Gott will den Mann als Mann und die Frau als Frau und will, daß jeder von ihnen Mensch sei.

Wie könnte einer Feind der Frau sein - sie sei, wie sie wolle? Mit ihren Früchten wird die Welt bevölkert, darum läßt Gott sie lange leben, auch wenn sie noch so garstig wäre.

Perikles

Die beste Frau ist die, von der man am wenigsten spricht.

Properz

Genie erweckt in uns allein die Frau.

Cynthia hat mich Unglücklichen als erste Frau mit ihren Augen dahingerafft.

Stendhal

Die Macht einer Frau wird an dem Maß des Unglücks gemessen, das sie über ihren Geliebten verhängen kann.

Eine Frau gewöhnt sich nicht daran, der Vernunft zu gehorchen, wie ich als ein Mann, der sich in seinem Büro täglich in sechsstündiger Arbeit mit nüchternen, verstandesmäßigen Dingen abgeben muß.

Je höher gestimmt die Seele einer Frau, desto fürchterlicher ihre Ausbrüche.

Vergil

Ein wankelmütiges und stets veränderliches Wesen ist stets die Frau.

Ada Christen

Jede Frau, die ihren engen Kreis verlassen, die herbes Schicksal, tolle Laune, heißes Fühlen, ein starker Geist aus ihren Grenzen trieb, die findet nirgends mehr einen Halt.

Albert Einstein

Bis zu einem gewissen Stadium der Schwangerschaft soll Abtreibung auf Wunsch der Frau erlaubt sein.

Alexandre Dumas d.J.

Manchmal hängen wir an einer Frau mehr wegen der Untreue, die wir ihr antun, als wegen der Treue, die sie uns hält.

Alexandre Vinet

Die Frau ist mächtiger durch ihren Einfluß als durch ihr unmittelbares Handeln, durch ihr Beispiel als durch ihre Ermahnung, und oft durch ihr Schweigen als durch ihre Rede.

Ambrose Bierce

Belladonna ist im Italienischen eine schöne Frau, in unserer Sprache ein tödliches Gift. Ein schlagendes Beispiel dafür, daß die beiden Sprachen im wesentlichen übereinstimmen.

Man müßte einer Frau in die Arme fallen können, ohne ihr in die Hände zu fallen.

Schönheit: die Macht, womit eine Frau ihren Liebhaber bezaubert und ihren Ehegatten in Schranken hält.

Anatole France

Eine Frau muß wählen: mit einem Mann, der bei den Frauen beliebt, ist sie nicht sicher; mit einem Mann, der bei den Frauen unbeliebt, ist sie nicht glücklich.

Anton Tschechow

Freundin eines Mannes kann eine Frau nur werden, wenn sie zuerst seine Bekannte, dann seine Geliebte war.

Arthur Schnitzler

Wir wissen immer nur, wie eine Frau uns liebt, aber wir erfahren nie, wie sie einen anderen lieben könnte.

Eine Frau holt gerne den Rat ihres Mannes ein - schon deshalb, um ihn nicht zu befolgen.

Zwei Männer mögen wegen eine Frau in einem noch so erbitterten Streit geraten sein, es kommt immer der Augenblick, in dem sie nahe daran sind, einander - wie über einen Abgrund - die Hände zu reichen.

Arthur Schopenhauer

Eine wohlhabende Frau, die den Umgang mit Geld gewöhnt ist, verwendet es auf kluge Art, aber eine Frau, die nach ihrer Heirat zum ersten Male über Geld verfügt, hat so starkes Gefallen am Ausgeben, daß sie es mit großer Verschwendung wegwirft.

August Bebel

Die Frau wurde Sklavin, ehe der Sklave existierte.

Émile Zola

Da wir wissen, daß Gott nichts Böses tun kann, läßt sich leicht erraten, woher die Frau kommt.

Bathsua Makin

Anscheinend ist eine gebildete Frau so etwas wie ein Komet: Ihr bloßes Erscheinen verheißt Unheil.

Benjamin Disraeli

Jede Frau sollte heiraten - aber kein Mann.

Ich habe immer die Ansicht vertreten, daß jede Frau heiraten sollte, aber nie ein Mann.

Bernard de Fontenelle

Eine schöne Frau ist ein Paradies für die Augen, eine Hölle für die Seele und ein Fegefeuer für den Geldbeutel.

Charles de Montesquieu

Im Allgemeinen wird das Verhalten eines Mannes, der die Untreue seiner Frau schweigend hingehen läßt, nicht gerügt; im Gegenteil, man lobt ihn wegen seiner Klugheit.

Eine Frau ist gezwungen, so zu gefallen, als ob sie ihr eigenes Werk sei.

Wenn man in Paris Frau gewesen ist, kann man es nirgendwo anders sein.

Charlotte Perkins Gilman

Die Frau sollte als Kameradin seiner Seele an der Seite des Mannes stehen, und nicht als Bedienstete seines Körpers.

Christian Friedrich Hebbel

Eine Frau wird älter, aber nicht alt.

Christine de Pisan

Im gleichen Maße wie der Körper einer Frau weicher ist als der des Mannes, ist auch der weibliche Verstand schärfer.

David Herbert Lawrence

Den Kopf in den Rachen das Löwen zu stecken, ist auch nicht gefährlicher, als ihn von einer Frau streicheln zu lassen.

Edgar Wallace

Irgendwo. gibt es für jede Frau einen Mann, dem zu begegnen Verstehen und Verstandenwerden bedeutet.

Edgar Watson Howe

Ein Mann schaut zu, dass ihm seine Kleider passen. Eine Frau schaut zu, daß sie in ihre Kleider passt.

Es gibt kaum etwas Schwierigeres, als einer Frau klarzumachen, daß auch ein Gelegenheitskauf Geld kostet!

Eleonora Duse

Ein Mann kann höchstens vollständig sein, eine Frau aber vollkommen.

Emil Gött

Nur auf der Woge der Frau bist du - flott.

Ernest Hemingway

Keine Situation kann für eine Frau so kritisch sein, daß sie deswegen ihren Schmuck vergäße.

François Duc de La Rochefoucauld

Eine anständige Frau ist ein verborgener Schatz. Wer ihn findet, tut gut daran, sich seiner nicht zu rühmen.

François Marie Voltaire

Eine dumme, einfältige Frau ist ein Segen des Himmels.

Wenn man von einer schönen Frau geliebt wird, kommt man auf dieser Welt immer mit heiler Haut davon.

François René Vicomte de Chateaubriand

Ohne die Frau würde der Mann roh, grob, einsam sein und die Anmut nicht kennen.

Friedrich Haug

Euch, ihr Frau'n, ist's eigen: Nichts, bei meinem Eid, Wißt ihr zu verschweigen, Als wie alt Ihr seid.

Friedrich Nietzsche

Sokrates fand eine Frau, wie er sie brauchte, - aber auch er hätte sie nicht gesucht, falls er sie gut genug gekannt hätte: so weit wäre auch der Heroismus dieses freien Geistes nicht gegangen.

Friedrich von Schiller

Woran erkenn ich den besten Staat? Woran du die beste Frau kennst! Daran mein Freund, daß man von beiden nicht spricht.

Georg Christoph Lichtenberg

Daß die Philosophie eine Frau ist, merkt man daran, daß sie gewöhnlich an den Haaren herbeigezogen ist.

Georg Wilhelm Friedrich Hegel

Der Unterschied zwischen Mann und Frau ist der des Tieres und der Pflanze: Das Tier entspricht mehr dem Charakter des Mannes, die Pflanze mehr dem der Frau, denn sie ist mehr ruhiges Entfalten.

George Eliot

Es gibt niemanden, der sich einer Frau gegenüber arroganter, aggressiver oder verächtlicher verhält als ein Mann, der um seine Männlichkeit fürchtet.

George Lord Byron

Es ist viel leichter, für eine geliebte Frau zu sterben, als mit ihr zu leben.

George Meredith

Mit vierzig Jahren haben Männer fast nur noch Gewohnheiten; eine davon ist ihre Frau.

Georges Courteline

Ich kannte eine Frau, die sich scheiden lassen wollte, um nicht die Frau eines betrogenen Ehemannes zu sein.

Eine Frau will nie das, was man für sie tut, sie will nur das, was man nicht tut.

Ich glaube nicht an das Gesetz der Schwerkraft. Es ist in der Tat leichter, eine Frau in die Höhe zu heben als sie fallen zu lassen.

Germaine Madame de Staël

Liebe ist die Lebensgeschichte einer Frau und eine Episode im Leben des Mannes.

Giacomo Girolamo Casanova

Eine Frau ist wie ein Buch, das immer, mag es gut oder schlecht sein, zunächst durch das Titelblatt gefallen muß.

Eine Frau, so schwach sie ist, ist durch das Gefühl, das sie einflößt, stärker als der stärkste Mann.

Gotthold Ephraim Lessing

Frau Trix besucht sehr oft den jungen Doktor Klette. Argwohnet nichts! Ihr Mann liegt wirklich krank zu Bette.

Auf diesem Gute läßt Pompil Nun seine sechste Frau begraben. Wem trug jemals ein Gut so viel? Wer möchte so ein Gut nicht haben?

Sagt nicht, daß seiner Frau, dem Inventar der Zeit, Sertor den Tod gewünscht. Was sonst? Die Ewigkeit.

Guillaume Apollinaire

Ich brauch, daß mein Haus gedeiht: eine Frau, vergnügt und gescheit, eine Katz, die auf Büchern sich rollte. Und Freunde zu jeder Zeit, ohne die ich nicht leben wollte.

Guy de Maupassant

Ich glaube, daß durch das Gefühl dem Geist einer Frau alles offenbar wird; nur bleibt es oft nicht darin haften.

Manch kluge Frau hat das Welken männlicher Liebe durch ihre Kunst, delikate Leckerbissen zu servieren, zu verhindern gewußt.

Sowie uns eine Frau begehrenswert erscheint, glaubt man allen Ernstes, man könnte zeit seines Lebens nicht mehr ohne sie auskommen.

Eine geliebte Frau in den Armen halten, das ist das Äußerste an menschlichem Glück.

Heinrich Heine

Ein Buch will seine Zeit, wie ein Kind. Alle schnell in wenigen Wochen geschriebenen Bücher erregen bei mir ein gewisses Vorurteil gegen den Verfasser. Eine honette Frau bringt ihr Kind nicht vor dem neunten Monat zur Welt.

Einer schönen Frau schreiben scheint mir ebenso töricht, als wenn ich mit einer Straßburger Pastete in Korrespondenz treten wollte.

Es gibt keine Frau, die dreißig Jahr alt wäre. Aus den Zwanzigern gehts gleich in die Vierzig. Auch habe ich noch keine Frau gefunden, die fünfzig Jahr alt war; aus den Vierzigern gehts gleich in die Sechzig.

Meine Frau sorgt für mich und pflegt mich wie ein Engel, aber deswegen hört sie dennoch nicht auf, einem Geschlechte anzugehören, das der liebe Gott nicht mit Vernunft erschaffen hat.

Henrik Ibsen

Eine Frau ist das Mächtigste auf Erden, und in ihrer Hand liegt es, den Mann dahin zu leiten, wo Gott ihn haben will.

Honoré de Balzac

Es ist etwas sehr Holdes und eine sehr große Gewähr der Treue für eine Frau, wenn sie weiß, daß sie auf Erden für den, den sie liebt, alles ist, wenn sie weiß, daß er ganz allein dasteht, ohne Angehörige, daß in seinem Herzen nichts lebt als seine Liebe; mit einem Wort: daß sie ihn ganz für sich hat.

Nach der Lust, eine geliebte Frau selber zu bewundern, kommt die, sie von jedermann bewundert zu sehen.

Dies bezaubernde Geschöpf hatte auf bewundernswerte Weise begriffen, daß für eine Frau die Grundbedingung der Bildung ist, damit gänzlich hinterm Berge zu halten.

Eine Frau, die ihren Körper nicht zum Sprungbrett macht, um den von ihr bevorzugten Mann zum Ziel zu verhelfen, ist eine herzlose, selbstsüchtige Frau.

Ein ehrenhafter Politiker wäre einer Dampfmaschine mit Gefühl vergleichbar oder einem Lotsen, der das Steuerruder hält und gleichzeitig eine Frau liebt: Das Schiff geht dabei unter.

Godefroid, der einst glückliche Junggeselle, der so sorglos dahingelebt hatte, sah sich nun mit einer jungen Frau belastet, die so dumm war wie eine Gans, und er war außerstande, sein Mißgeschick zu ertragen, nachdem er sechs Monate lang der Wandlung des geliebten Wesens zu ebengenanntem Geflügel beigewohnt hatte.

Juliette ließ uns allein und entfernte sich lässig, wie eine Frau, die überzeugt davon ist, daß sie die Geheimnisse ihres Mannes in dem Augenblick erfährt, da sie sie wissen will.

Die geringsten Worte, Gesten und Handlungen dieser Frau bewiesen mir den Adel ihrer Seele, die Zartheit ihrer Empfindungen; sie wurde dadurch zu einem der liebenswerten Geschöpfe voller Liebe und Hingabe, die auf dieser Erde so selten sind.

Eine von einer unbekannten Reisenden gestellte Frage birgt einen unaussprechlichen Zauber, das geringste Wort scheint ein ganzes Abenteuer zu enthalten; fordert die Frau aber, auf ihre Schwäche und eine gewisse Unkenntnis der Dinge gestützt, irgendwelchen Schutz, ist da nicht jeder Mann gleich bereit, eine unmögliche Fabel sich zusammenzubauen, in der er sich vom Glück begünstigt sieht?

Der Verdruß einer Frau, die man begehrt, übt die mächtigste Anziehung; ihre Hingabe wie ihr Zorn ist gebieterisch, er greift dem Mann an so viele Fasern seines Herzens, durchdringt, unterwirft ihn.

Eine Frau bürgt sich immer für ihren Liebhaber.

Die Einbildungskraft eines jungen Mädchens ist schneller als die einer Frau.

Ein junges Mädchen hat mehr zu verlieren als eine Frau.

Eine Frau kann nur von einer Frau durchschaut werden.

Es ist eine bewunderungswürdige Eigenschaft der Frau, daß sie niemals nachdenkt, auch nicht über ihre tadelnswertesten Handlungen, die Empfindung reißt sie hin; selbst ihre Verstellungskunst hat etwas Natürliches; einzig bei ihr ist das Verbrechen ohne Gemeinheit, meist weiß sie nicht, wie es passiert ist.

Eine liebende Frau zu täuschen ist so leicht und zugleich so erbärmlich.

Bei vielen Männern wird das Herz schon beim bloßen Wahrnehmen des Leidens einer Frau mächtig bewegt: für sie Scheint der Schmerz eine Verheißung von Treue und Liebe zu sein.

Eine der stärksten Waffen des Mannes ist die schreckliche Macht, eine Frau, deren von Natur bewegliche Phantasie über eine Verfolgung erschrickt oder beleidigt ist, zu veranlassen, daß sie sich mit ihm beschäftigt.

Vor allem sagte ihr ihr auf so empfindliche Weise weiblicher Instinkt, daß es schöner ist, einem Mann von Talent zu gehorchen, als einen Hohlkopf zu gängeln, und daß eine junge Gattin, die als Mann denken und handeln muß, weder Frau noch Mann ist, daß sie allen anmutsvollen Zügen ihres Geschlechts entsagt, ohne dadurch eins der Privilegien zu gewinnen, die unsere Gesetze den Stärkeren erstattet haben.

Sie besaß über ihn eine unumschränkte Macht und mißbrauchte sie bereits: war sie nicht durch und durch Frau?

Eine Frau die außerstande ist, sich der wichtigsten Geschehnisse zu erinnern, wird ihr Leben lang an Dinge zurückdenken, die für ihr Gefühlsleben von Bedeutung waren.

Der instinktive Widerwille, den Julie gegen alles bekundete, was ihrer Liebe und dem Verlangen ihres Herzens zu nahe trat, ist eine der schönsten Eigenschaften der Frau und entstammt vielleicht einer angeborenen Tugendhaftigkeit, die weder die Gesetze noch die Kultur je zum Schweigen bringen.

Heirate eine hübsche Frau, und sie wird häßlich; heirate ein gesundes Mädchen und es fängt an zu kränkeln.

Küsse einer Frau, die sich nicht verstellt, bergen eine göttliche Honigsüße, die dieser Liebesbezeigung eine Seele zu verleihen scheint, eine subtile Flamme, die das Herz durchdringt.

Die Frau ist nichts ohne Liebe, die Schönheit ist nichts ohne Lust.

Eine Frau von dreißig Jahren besitzt für einen jungen Menschen unwiderstehliche Anziehungskraft.

An Gott zweifeln heißt an ihn glauben. Ebenso wehrt sich eine Frau erst, wenn sie gefangen ist.

Das Gesicht einer jungen Frau hat die Ruhe, die Glätte, die Kühle der Oberfläche eines Sees. Erst mit dreißig Jahren fängt das Gesicht einer Frau an ausdrucksvoll zu werden.

Wenn eine Kränkung öffentlich ist, so vergißt eine Frau sie gern, denn sie hat Gelegenheit, sich groß zu zeigen, sie ist in ihrer Milde eine Frau; geheime Kränkungen dagegen verzeihen Frauen niemals, weil sie weder Feigheiten noch Tugenden noch heimliche Liebe lieben.

Welcher Mann hätte nicht, auf welche Stufe das Schicksal ihn auch immer gestellt haben mochte, in seiner Seele eine unbeschreibliche Freude empfunden, wenn er an einer Frau, die er, und sei es auch nur im Traum, für sich erwählte, die dreifache, geistige, körperliche und gesellschaftliche Vollkommenheit antraf, die ihm erlaubte, in ihr stets die Erfüllung aller seiner Wünsche zu sehen?

Keine Frau will den, den vor ihr keine gewollt hat.

Keine Frau wagt es sich ohne Grund der Liebe zu verweigern, und nichts ist natürlicher, als ihr nachzugeben.

Ein besonderer Mann erblickt in jedem Schritte, mit dem eine Frau ihm entgegenkommt, Verheißungen der Liebe und der Beständigkeit.

Die Spielsucht dauert nur zwei Tage und frißt dennoch das Brot der Zukunft, die Suppe der Woche, die Kleider der Frau und die zerschlissenen Windeln des Kindes.

Die Spanierin nutzte diesen Augenblick der Betäubung, um sich bis zum Überschwang jener grenzenlosen Vergötterung zu überlassen, welche das Herz einer Frau erfaßt, wenn sie wahrhaft liebt und sich dem kaum erhofften Abgott gegenüberfindet.

Die beste Diskretion ist die, welche geschickte Frauen anwenden, wenn sie ihre Ehemänner hinters Licht führen wollen. Sie besteht darin, eine Frau zu kompromittieren, an der uns nichts liegt, oder die wir nicht lieben, oder die wir nicht haben, um die Ehre derjenigen zu bewahren, die wir genug lieben, um sie zu achten. Das ist es, was ich die Schutzfrau nenne.

So härtet sich ein Mann, indem er sich zuerst der Frau bedient, damit die Frau sich nicht seiner bedienen kann.

Eine Frau fragen, heißt das nicht, sich ihr auszuliefern?

Und es gibt noch Männer, die sich anmaßen, mit der Pariser Frau zu streiten, mit einer Frau, die sich über Dolchstöße mit den Worten zu ergeben weiß.

Argwohn gegen eine Frau ist ein Verbrechen in der Liebe.

Eine Frau ist für ihren Gatten stets alt und mißfällig, aber stets strahlend, elegant und geputzt für den andern, für den Nebenbuhler aller Ehegatten, für die Gesellschaft, welche alle Frauen verleumdet und verlästert.

Die liebende Frau besitzt ein tiefes Wissen um ihre Macht, und je tugendhafter sie ist, desto siegreicher ist ihre Koketterie.

Mit einer wohlerzogenen Frau kann kein Mann je völlig unglücklich sein; sie macht ihn nie lächerlich, sie versteht, sich ihm als nützlich zu erweisen.

Die Ehe ist eine höchst angenehme Institution, wenn sie den Ehemännern das Talent verleiht, die Wünsche der Frau zu erraten.

Die Naturwissenschaftler haben uns das Verhalten vieler wilder Tiere geschildert; aber sie haben dabei Mutter und Tochter auf der Suche nach einem Ehemann vergessen. Die sind nämlich Hyänen, die, wie der Psalmist sagt, eine Beute zum Verschlingen suchen und dabei der Naturanlage der Bestie die Intelligenz des Mannes und das Genie der Frau hinzugesellen.

Liebes Töchterchen, damit eine Frau herrscht, muß sie stets den Anschein erwecken, als tue sie immer, was ihr Mann will.

Das beste Mittel, eure beiden Willen einander anzugleichen, besteht darin, es so einzurichten, daß du im Haus nur einen einzigen gelten läßt. Viele Menschen behaupten, eine Frau schaffe sich Unglück, wenn sie auf diese Weise die Rollen vertausche; aber, Liebste, auf diese Weise wird die Frau zur Beherrscherin der Geschehnisse, anstatt sich ihnen zu beugen, und allein schon dieser Vorteil wiegt alle möglichen Unzulänglichkeiten auf.

Nichts betrübt eine Frau so sehr wie eine Verletzung ihrer Eitelkeit.

Die Irrtümer der Frau entspringen fast immer ihrem Glauben an das Gute oder ihrem Vertrauen auf das Wahre.

Sie waren in einem düsteren Stadtpalais im Marais aufgewachsen und von einer bigotten, beschränkten Frau erzogen worden, die von ihren Pflichten durchdrungen war (wie der klassische Ausdruck lautet) und auf diese Weise die erste Aufgabe einer Mutter gegenüber ihren Töchtern erfüllt hatte.

Welche Frau, so rein sie auch sein möge, möchte nicht Begehren erregen?

Das Herz einer Frau von fünfundzwanzig Jahren ist sowenig noch das Herz eines achtzehnjährigen Mädchens wie das Herz einer Frau von vierzig das einer Frau von dreißig ist. Im Leben der Frauen gibt es vier Altersstufen. Jedes Alter erschafft eine neue Frau.

Eine adelige, reine Frau ist wie ein Gewissen ohne Flecken, das uns uns selber in schöner Gestalt vorführt. Anderswo können wir uns beschmutzen: dort jedoch bleiben wir groß, stolz und makellos. Anderswo führen wir ein wildes, wüstes Leben; dort jedoch können wir in Ruhe, die Kühle, das Grün einer Oase atmen.

Das Denken einer Frau ist mit unglaublicher Geschmeidigkeit begabt.

Ohne ein Wort davon zu sagen, legte er der liebenswürdigen Frau nahe, sie solle für ihn die sublime Rolle spielen, die Rebecca in Ivenhoe innehat: ihn lieben, ihn schützen und fördern.

Mit fünfzehn existieren weder Schönheit noch Talent: eine Frau ist dann ganz und gar Versprechen. Jetzt war sie achtundzwanzig, in dem Alter, da die Schönheit der Französinnen in ihrem vollen Glanz steht.

Im Handumdrehen hatte also Marie diesen Geistesmenschen dahin gebracht, daß er seinen Zynismus in Kleidungsdingen abgeschworen hatte. Die gewöhnlichste wie die vornehmste Frau sind gleichermaßen berauscht, wenn sie die erste Bekundung ihrer Macht in einer solchen Metamorphose wahrnehmen.

Die erste Liebe einer Frau ist eine köstliche Frucht. Sehen Sie: später wohnt unseren Zärtlichkeiten, unserer liebenden Fürsorge etwas Wissendes inne.

Warum nicht alles um einer Frau willen zertrümmern, die ihrerseits alles um unsertwillen zertrümmert.

Eine liebende Frau reagiert auf alles durch einen Genuß, ein Geständnis oder ein Erfreutsein.