Zitate zum Thema "schein"
François Duc de La Rochefoucauld
Die Wahrheit stiftet nicht soviel Nutzen in der Welt wie ihr Schein Schaden.
Die Welt belohnt öfter den Schein des Verdienstes als das Verdienst selber.
Franz Kafka
Das Böse ist eine Ausstrahlung des menschlichen Bewußtseins in bestimmten Übergangsstellungen. Nicht eigentlich die sinnliche Welt ist Schein, sondern ihr Böses, das allerdings für unsere Augen die sinnliche Welt bildet.
Friedrich von Schiller
Der Schein soll nie die Wirklichkeit erreichen, und siegt Natur, so muß die Kunst entweichen.
Der Schein regiert die Welt, und die Gerechtigkeit ist nur auf der Bühne.
Auf der Berge freien Höhen, in der Mittagsonne Schein, an des warmen Strahles Kräften zeugt Natur den goldnen Wein.
Honoré de Balzac
Ich bin nicht so taktlos, von einer Frau, die mich nicht mehr liebt, den Schein der Liebe zu verlangen.
Jacob Grimm
Die alten Menschen sind größer, reiner und heiliger gewesen als wir, es hat in ihnen und über sie noch der Schein des göttlichen Ausgangs geleuchtet, etwa wie helle, reine Körper noch eine Weile fortleuchten oder glänzen, wenn man sie unmittelbar aus dem grellen Sonnenstrahl in dichte Dunkelheit versetzt.
Jean Paul
Äußerer gemäßigter Stolz gibt dem Verdienst einen größern Schein.
Gerade der Freie sucht den Schein der Freiheit am wenigsten.
Johann Wolfgang von Goethe
Sonne kann nicht ohne Schein, Mensch nicht ohne Liebe sein.
Trüget doch öfter der Schein! Ich mag dem Äußern nicht trauen.
Oft wird der Mächtige zum Schein gefragt.
Wer spät im Leben sich verstellen lernt, der hat den Schein der Ehrlichkeit voraus.
Karl Kraus
Ein Schein von Tiefe entsteht oft dadurch, daß ein Flachkopf zugleich ein Wirrkopf ist.
Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach
Immer wird die Gleichgültigkeit und Menschenverachtung dem Mitgefühl und der Menschenliebe gegenüber einen Schein von geistiger Überlegenheit annehmen können.
Niccolò Machiavelli
Ich weiß wohl, daß viele unter dem Schein von Anteilnahme uns zum Reden bringen und uns hinterher verhöhnen.

