Zitate zum Thema "gefühle"
Ernst Julius Hähnel
Im Gefühle ihrer Unbedeutendheit bilden die Mittelmäßigen gerne eine Clique.
Friedrich Nietzsche
Wir ziehen immer noch die Folgerungen von Urteilen, die wir für falsch halten, von Lehren, an die wir nicht mehr glauben, - durch unsere Gefühle.
Germaine Madame de Staël
Es gehört viel Kraft dazu, Gefühle zu zeigen, die ins Lächerliche gezogen werden können.
Heinrich Heine
Die sogenannte Objektivität, wovon heute so viel die Rede, ist nichts als eine trockene Lüge; es ist nicht möglich, die Vergangenheit zu schildern, ohne ihr die Färbung unserer eigenen Gefühle zu verleihen.
Düfte sind die Gefühle der Blumen.
Heinrich von Kleist
Mit demselben Gefühle, mit welchem du bei dem Abendmahle das Brot nimmst aus der Hand des Priesters, mit demselben Gefühle, sage ich, erwürgt der Mexikaner seinen Bruder vor dem Altare seines Götzen.
Herbert Spencer
Meinung wird letztlich durch Gefühle und nicht durch den Intellekt bestimmt.
Honoré de Balzac
Gewißheit ist die Grundlage, nach der die menschlichen Gefühle verlangen.
Die Wähler begeistern sich an dem schönen Ideal parlamentarischer Tugend, wie ein Theaterparkett sich an der Schilderung schöner Gefühle erlabt, die es kaum je ausübt.
Die wilde Gefräßigkeit, die bei Genesenden nichts ungewöhnliches ist, hatte ihn fortgerissen; der tierische Hunger hatte den Sieg über alle menschlichen Gefühle davongetragen.
Die Frauen besitzen ein unnachahmliches Talent, ihre Gefühle auszudrücken, ohne sich allzu lebhafter Worte zu bedienen; ihre Redegewandtheit beruht hauptsächlich im Betonen, in der Geste, in Haltung und Blick.
Wenn uns am Ufersaum der Wasser unfehlbar Schwermut überkommt, bewirkt ein anderes Gesetz unserer eindrucksfähigen Natur, daß im Gebirge unsere Gefühle sich läutern; die Liebesleidenschaft gewinnt dort an Tiefe, was sie an Stürmischkeit einzubüßen scheint.
Ist es nicht etwa ein Irrtum zu glauben, Gefühle könnten sich wiederholen? Existieren sie nicht für immer in der Herzenstiefe, wenn sie einmal erblüht sind?
Ist ein Kind nicht das Abbild zweier Menschenwesen, die Frucht zweier Gefühle, die freiwillig miteinander verschmolzen sind?
Alle Männer haben die Sinne ihres Geschlechts; aber dem, der auch dessen Seele hat und eben dadurch alle Forderungen unserer Natur befriedigt, deren melodische Harmonie einzig unter dem Druck der Gefühle aufwogt, dem begegnet man nicht zweimal im Dasein.
Das Leben ist nur, was wir durch unsere Gefühle daraus machen.
Jede überlegene Natur weist in der Form leichte Unvollkommenheiten auf, die zu etwas unwiderstehlich Anziehendem werden, Lichtpunkte, aus denen entgegengesetzte Gefühle schimmern, an denen die Blicke haften bleiben. Eine vollkommene Harmonie kündet von der Kälte gemischter Organismen.
Das Leben eines Geizhalses ist eine beständige Ausübung der Macht im Dienst der Person. Er verläßt sich nur auf zwei Gefühle: Eigenliebe und Eigennutz.
Im psychischen Leben so gut wie im physischen gibt es eine Einatmung und eine Ausatmung: Die Seele hat das Bedürfnis, die Gefühle einer andern Seele zu absorbieren, sie sich anzueignen, um sie reicher wieder zurückzugeben. Ohne dies schöne menschliche Wunder gibt es kein Leben im Herzen, ihm fehlt die Luft, es leidet und siecht dahin.
Reine Gefühle kompromittieren sich mit einer prächtigen Verachtung.
Kleine Geister befriedigen ihre Gefühle, gute und schlechte, durch eine endlose Kette von Kleinigkeiten.
Schöne Seelen halten es in der Welt nicht lange aus. Wie sollten sich denn auch große Gefühle einer niedrigen, kleinen, oberflächlichen Gesellschaft verbünden können?
Die Gefühle eines Volkes sind seine Glaubensgrundsätze.
Frauen verlangen Gefühle um jeden Preis.
Jean Paul
Eine einzige Selbstüberwindung stärkt mehr als 20 Gefühle und 200000 Predigten.
Im Traum kann man (wenigstens ich) sich der tiefsten Gefühle aus der Kindheit erinnern.
Die Weiber ändern ihre Meinungen schwerer als die Männer, weil sie mehr Gefühle als Schlüsse sind.
Die Kinder sagen unzählige zarte Gefühle heraus, die die Erwachsenen auch haben, aber nicht sagen.
Jenny d' Hericourt
Ein emanzipierter Mann hat genug Herz und Ideale um sich eine Gefährtin zu wünschen, mit der er seine Gefühle und Gedanken austauschen und die ihn bereichern kann.
Johann Wolfgang von Goethe
Alles Große und Gescheite existiert in der Minorität Es ist nie daran zu denken, daß die Vernunft populär werde. Leidenschaften und Gefühle mögen populär werden, aber die Vernunft wird immer nur im Besitze einzelner Vorzüglicher sein.
Karl Wilhelm Freiherr von Humboldt
Das Alter ist ein natürlicher, menschlicher Zustand, dem Gott seine eigenen Gefühle geschenkt hat, die ihre eigenen Freuden in sich tragen.
Leo Tolstoi
Es gibt eine Grenze für das Aussprechen der Gefühle, die man nicht überschreiten soll.
Nicolas-Sébastien de Chamfort
Von niemanden abhängen, der Mann seines Herzens, seiner Grundsätze, seiner Gefühle sein: nichts habe ich seltener gesehen.
Das Publikum glaubt nicht an die Reinheit bestimmter Gesinnungen und Gefühle und kann sich im allgemeinen nur zu niedrigen Ideen erheben.
Theodor Fontane
Das Leben, Gott sei Dank, ist kein Tummelplatz großer Gefühle, sondern eine Alltagswohnstube, drin das so genannte Glück davon abhängt, ob man friert oder warm sitzt, ob der Ofen raucht oder guten Zug hat.

