Zitate zum Thema "verlangen"

Franz von Sales

So sehr verlangen wir manchmal, Engel zu werden, daß wir vergessen, gute Menschen zu sein.

Adolph Freiherr von Knigge

Den Verliebten Regeln über ihren Umgang miteinander zu geben, das würde verlorene Mühe sein; denn da diese Menschen selten bei gesunder Vernunft sind, so wäre es ebenso unsinnig zu verlangen, daß sie sich dabei gewissen Vorschriften unterwerfen sollten.

Arthur Schnitzler

Solange du auf Erden lebst, hast du kein Recht, rückhaltlose Anerkennung zu verlangen. Denn bis zu deinem letzten Augenblick besteht die Gefahr, daß du den Anspruch darauf wieder verwirkst.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Wie ein Traum so ist's vergangen, wie ein Schatten, Hauch und Schaum - Traum ist Liebe, Lust, Verlangen und das Leben selbst ein Traum.

Fjodor Dostojewskij

Je leerer zum Beispiel der Kopf eines Menschen ist, um so weniger hat er das Verlangen, sich auszufüllen.

François Duc de La Rochefoucauld

Wir würden kaum etwas glühend verlangen, wenn wir das Verlangte ganz kennen.

Bescheidenheit, die Lob abzulehnen scheint, ist in Wahrheit nur ein Verlangen, raffiniertes Lob zu bekommen.

Friedrich Nietzsche

Das Buch soll nach Feder, Tinte und Schreibtisch verlangen: aber gewöhnlich verlangen Feder, Tinte und Schreibtisch nach dem Buche. Deshalb ist es jetzt so wenig mit Büchern.

Giacomo Graf Leopardi

Das Alter ist der Übel höchstes; denn es beraubt den Menschen aller Genüsse, läßt ihm aber das Verlangen danach und bringt alle Leiden mit sich.

Hermann Hesse

Glück gibt es nur, wenn wir vom Morgen nichts verlangen und vom Heute dankbar annehmen, was es bringt.

Ich weiß nicht, ob ich überhaupt lieben kann. Ich begehre und kann mich in anderen Menschen suchen, nach Echo aushorchen, nach einem Spiegel verlangen, kann Lust suchen, und alles das kann wie Liebe aussehen.

Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben, aber es hat nur ganz genau soviel Sinn, wie wir ihm selbst zu geben imstande sind.

Honoré de Balzac

Gewißheit ist die Grundlage, nach der die menschlichen Gefühle verlangen.

Lieben ist bei einem jungen Frauenwesen an sich schon eine Auswirkung der Naturgesetze; aber wenn das Verlangen nach Zuneigung sich einem außergewöhnlichen Mann zuwendet, tritt Enthusiasmus hinzu und bringt junge Herzen zum Überströmen.

Die Gesetze von Welt und Gesellschaft fuhr sie fort, verlangen, daß ich ihm ein glückliches Dasein bereite; ich werde ihnen gehorchen; ich werde seine Magd sein; meine Aufopferung ihm gegenüber soll keine Grenzen haben, aber von heute an bin ich Witwe.

Der instinktive Widerwille, den Julie gegen alles bekundete, was ihrer Liebe und dem Verlangen ihres Herzens zu nahe trat, ist eine der schönsten Eigenschaften der Frau und entstammt vielleicht einer angeborenen Tugendhaftigkeit, die weder die Gesetze noch die Kultur je zum Schweigen bringen.

Die Frauen legen Wert darauf geehrt zu werden, und sie müssen Wert darauf legen; denn ohne Achtung sind sie nichts mehr. Daher ist Achtung die erste Empfindung, die sie von der Liebe verlangen.

Sie ähnelte den alten Männern, für die die Lektüre ihrer Zeitung ein solcher Genuß geworden ist, daß sie nach einem festlichen Feiertag völlig verstört einhergehen und teils aus Unachtsamkeit, teils aus Ungeduld nach dem Blatt verlangen, mit dessen Hilfe sie sich eine Weile über die Leere ihres Daseins hinwegtäuschen.

Liebe, mein Engel, ist bei einer Frau das grenzenloseste Vertrauen, vereint mit einem unbestimmten Verlangen, das Wesen, dem sie gehört, zu verehren und anzubeten.

Die Eitelkeit ist immer das Ich. Unsere Launen verlangen Zeit, materielle Mittel oder Pflege.

Mißerfolg macht uns stets bewußt, wie mächtig unser anmaßendes Verlangen gewesen ist.

Ich bin nicht so taktlos, von einer Frau, die mich nicht mehr liebt, den Schein der Liebe zu verlangen.

Frauen verlangen Gefühle um jeden Preis.

Johann Wolfgang von Goethe

Macht man nicht gern eine entfernte Spazierfahrt, um einen Kaffee zu trinken, einen Fisch zu genießen, der uns zu Hause nicht so gut geschmeckt hätte? Wir verlangen Abwechslung und fremde Gegenstände.

Marsilio Ficino

Die Liebe ist nämlich das Verlangen, die Schönheit zu genießen!

Maxim Gorki

Nach manchen Gesprächen mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzunicken oder vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.

Pierre Augustin de Beaumarchais

Wenn eine Medizin nicht schadet, soll man froh sein und nicht obendrein noch verlangen, daß sie etwas nütze.

Samuel Butler d.J.

Fortschritt ist etwas, das auf dem allgemeinen und angeborenen Verlangen jedes Wesens beruht, über seine Verhältnisse zu leben.

Sarah Bernhardt

Männer verlangen von den Frauen immer das gleiche. Frauen verlangen von den Männern etwas Besonderes.

Theodor Fontane

Das Undankbarste, weil Unklügste, was es gibt, ist Dank erwarten oder verlangen!

Es gibt nur ein Mittel, sich wohl zu fühlen: Man muß lernen, mit dem Gegebenen zufrieden zu sein, und nicht immer das zu verlangen, was gerade fehlt.

Wenn man älter wird, so lernt man eben einsehen, daß man von einem Menschen nicht alles verlangen kann, und daß man zufrieden sein muß, wenn ein Weinstock Trauben trägt.

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