Zitate zum Thema "aberglaube"
Friedrich II., der Große
Der Aberglaube ist ein Kind der Furcht, der Schwachheit und der Unwissenheit.
Antoine de Rivarol
In dem Maße, wie der Aberglaube bei einem Volk abnimmt, muß die Regierung die Vorsichtsmaßnahmen steigern und die Zügel der Autorität und Ordnung straffer ziehen.
August Graf von Platen
Stets liegt, wo das Banner der Wahrheit wallt, der Aberglaube im Hinterhalt.
Bertolt Brecht
Nun ist die Wissenschaft selber bei weitem nicht so frei von Aberglauben, wie sie vorgibt. Wo ihr Wissen nicht ausreicht, da produziert sich ihr Glaube, und das ist immer ein Aberglaube.
Carl Ludwig Schleich
Aberglaube ist die Form der Ehrfurcht, die selbst den Zufall als eine Anordnung höherer Mächte anerkennt.
Ein Glaube, der unruhig macht, ist Aberglaube.
Charles de Baudelaire
Der Aberglaube ist Born und Sammelbecken aller Wahrheiten.
Denis Diderot
Der Aberglaube ersinnt eher die verrücktesten und plumpsten Hirngespinste, als daß er Ruhe gibt. Diese Hirngespinste werden später durch die Zeit und die Leichtgläubigkeit der Völker geheiligt.
Der Aberglaube ist überall eine notwendige Folge außergewöhnlicher Naturerscheinungen, deren Gründe unbekannt sind.
François Marie Voltaire
Atheismus kann als das Laster der weniger intelligenten Menschen gelten, der Aberglaube aber als das Laster der Toren.
Je weniger Aberglaube, desto weniger Fanatismus, und je weniger Fanatismus, desto weniger Unheil.
Gerhart Hauptmann
Nur Glaube existiert. Aberglaube ist ein monströser Begriff.
Gottfried Keller
Das Dasein eines Schöpfers zu leugnen ist größerer Unsinn als der finsterste Aberglaube.
Gotthold Ephraim Lessing
Der Aberglaube, in dem wir aufwachsen, verliert, auch wenn wir ihn erkennen, darum doch seine Macht nicht über uns.
Der Aberglaube traut den Sinnen bald zu viel, bald zu wenig. zu.
Heinrich Heine
Das Sterben ist etwas Schauderhaftes, nicht der Tod, wenn es überhaupt einen Tod gibt. Der Tod ist vielleicht der letzte Aberglaube.
Honoré de Balzac
Aberglaube ist das Kennzeichen eines schwachen Geistes.
Jean Paul
Der so genannte Aberglaube verdient als Frucht und Nahrung des romantischen Geistes eine eigne Heraushebung.
Johann Gottfried von Herder
Der Aberglaube macht die Gottheit zum Götzen, und der Götzendiener ist um so gefährlicher, weil er ein Schwärmer ist.
Johann Wolfgang von Goethe
Eigentlich ergreift der Aberglaube nur falsche Mittel, um ein wahres Bedürfnis zu befriedigen.
Wenn der Pöbel heilige Namen ausspricht, ist's Aberglaube oder Lästerung.
Auch der Aberglaube profitiert vom jeweiligen Stand der Wissenschaft.
Der astrologische Aberglaube ruht auf dem dunklen Gefühl eines ungeheuren Weltganzen.
Der sogenannte Aberglaube beruht auf einer viel größeren Tiefe und Delikatesse als der Unglaube.
Der Aberglaube gehört zum Wesen des Menschen und flüchtet sich, wenn man ihn ganz und gar zu verdrängen denkt, in die wunderlichsten Ecken und Winkel, von wo er auf einmal, wenn er einigermaßen sicher zu sein glaubt, wieder hervortritt.
Der Aberglaube ist die Poesie des Lebens; deswegen schadet's dem Dichter nicht, abergläubisch zu sein.
Der Aberglaube ist ein Erbteil energischer, großtätiger, fortschreitender Naturen; der Unglaube das Eigentum schwacher, klein gesinnter, zurückschreitender, auf sich selbst beschränkter Menschen.
Joseph Joubert
Der Aberglaube ist die einzige Religion, deren niedere Seelen fähig sind.
Justus von Liebig
Ein jeder Aberglaube versetzt uns in das Heidentum.
Karl Wilhelm Freiherr von Humboldt
Es ist schon viel mit der guten Vorbedeutung gewonnen, und der Aberglaube selbst ist nützlich, wenn er im Vertrauen bestärkt. Denn, Hauptereignisse und wahre Unglücksfälle abgerechnet, nehmen die Dinge meistenteils die Farbe der Seele an.
Mór Jókai
Mit Kindern ist der Aberglaube verbunden. Daran darf man nicht zweifeln. Darum sind sie den Frauen anvertraut, die ja alles glauben.
Thomas Hobbes
Furcht vor einer unsichtbaren Gewalt, die vom Geist erdichtet oder auf Grund öffentlich zugelassener Erzählungen eingebildet ist, ist Religion, sind sie nicht zugelassen, Aberglaube.

