Zitate zum Thema "tadel"
Arthur Schopenhauer
Die Freunde nennen sich aufrichtig. Die Feinde sind es - daher man ihren Tadel zur Selbsterkenntnis benutzen sollte, als eine bittere Arznei.
François Duc de La Rochefoucauld
Wenige sind weise genug, fördernden Tadel trügendem Lobe vorzuziehen.
Friedrich von Schiller
Nicht der laute, nur der gerechte Tadel kann verletzen.
Jean Paul
Man würde jedem seine Eigenheiten gern hingehen lassen, wenn er sie nur nicht zugleich zu seinen Vorzügen adelte; erst dann fängt der Tadel an.
Anfangs verträgt der Autor Lob mit Tadel vermischt. Dann hat er das Lob so oft gehört, daß er ein neues fordert und liebt; und so soll immer mehr vom Tadel aufgehoben werden, bis er gar keinen mehr leidet.
Wenn ein Ehemann oder Vater mit dem Tadel bei kleinen unabänderlichen Unannehmlichkeiten herausfährt, der, wie er selber weiß, zu nichts nützt: so ist diese Explosion nur die kleinere eines Fluchs, der auch nicht helfen, nur erleichtern soll.
Übertriebner Tadel schadet Guten mehr als übertriebnes Lob.
Johann Wolfgang von Goethe
Aufmunterung nach dem Tadel ist Sonne nach dem Regen, fruchtbares Gedeihen.
Man sagt: eitles Eigenlob stinkt. Das mag sein; was aber fremder und ungerechter Tadel für einen Geruch haben, dafür hat das Publikum keine Nase.
Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach
Eine ungeschickte Schmeichelei kann uns tiefer demütigen als ein wohlbegründeter Tadel.
Magst den Tadel noch so fein, noch so zart bereiten, weckt er Widerstreiten. Lob darf ganz geschmacklos sein. Hocherfreut und munter schlucken sie's runter.
Mark Twain
Ein Dutzend aufrichtige Tadel sind leichter zu ertragen als ein einziges verlogenes Kompliment.
Robert Schumann
Nur dem nützt das Lob, der den Tadel zu schätzen versteht.
Theodor Fontane
Nichts ist schrecklicher als totes Lob; ein verständiger und liebevoller Tadel ist das beste.
Wilhelm Liebknecht
Der Tadel des Feindes ist das schönste Lob, die Verleumdungen des Feindes die schmeichelhafteste Anerkennung.

