Zitate zum Thema "kaum"
Platon
Jemand mit einer ruhigen, glücklichen Natur wird kaum unter dem Druck des Alters zu leiden haben.
Adalbert Stifter
Das Leben ist ein unabsehbares Feld, wenn man es von vorne ansieht, und es ist kaum zwei Spannen lang, wenn man am Ende zurück schaut.
Adolph Freiherr von Knigge
Treue, echte Liebe freuet sich in der Stille des seligen Genusses, prahlt nicht nur nie mit Gunstbezeugungen, sondern gesteht sich's sogar selbst kaum, wie froh sie ist.
Übrigens aber ist es auch gewiß, daß es sehr viel alte Gecken und Schöpse, so wie hie und da weise Jünglinge gibt, die schon geerntet haben, wo andre noch kaum ihr Handwerksgeräte zum Graben und Pflügen schleifen.
Charles Chaplin
Ohne Armut durchlebt zu haben, weiß man Luxus kaum zu schätzen.
Charles de Baudelaire
Wer eine verführerische Eva und zugleich eine gute Hausfrau haben möchte, wird um Bigamie kaum herumkommen.
Charles de Montesquieu
Unglückliches Geschick der Menschen! Kaum ist der Geist zu seiner Reife gelangt, beginnt der Körper dahinzuwelken.
Edgar Watson Howe
Es gibt kaum etwas Schwierigeres, als einer Frau klarzumachen, daß auch ein Gelegenheitskauf Geld kostet!
François Duc de La Rochefoucauld
Wir würden kaum etwas glühend verlangen, wenn wir das Verlangte ganz kennen.
Es gibt kaum Menschen, die sich nicht schämen, einander geliebt zu haben, wenn sie sich nicht mehr lieben.
Es gibt kaum Menschen, die beim ersten Näherkommen des Alters nicht erkennen lassen, woran ihr Geist oder Körper zugrunde gehen wird.
François Marie Voltaire
Gesellschaftlich ist kaum etwas so erfolgreich wie die Dummheit, verbunden mit guten Manieren.
Franz Kafka
Wie ein Weg im Herbst: Kaum ist er rein gekehrt, bedeckt er sich wieder mit den trockenen Blättern.
Friedrich von Schiller
Kaum gibt wahres Gefühl noch durch Verstummen sich kund.
Georg Christoph Lichtenberg
Im Deutschen reimt sich Geld auf Welt; es ist kaum möglich, daß es einen vernünftigeren Reim gäbe.
George Lord Byron
Kein Mittelalter ist so grauenvoll Wie Mittelalter deiner Lebensfrist; Wann du dahinschwankst zwischen weis' und toll, Bist du - ich weiß es kaum, was du dann bist.
Heinrich Heine
Große Genies gehören nicht ihrem partikulären Geburtslande, kaum gehören sie dieser Erde, der Schädelstätte ihres Leidens.
Sonderbar, die glückliche Liebe schreibt gar keine Verse, kaum erlaubt sie einem, in Prosa zu schreiben.
Hermann Hesse
Man mutet sich so leichtfertig anderen Menschen zu, und dabei kann man sich kaum selbst ertragen.
Honoré de Balzac
Die Wähler begeistern sich an dem schönen Ideal parlamentarischer Tugend, wie ein Theaterparkett sich an der Schilderung schöner Gefühle erlabt, die es kaum je ausübt.
Die Spanierin nutzte diesen Augenblick der Betäubung, um sich bis zum Überschwang jener grenzenlosen Vergötterung zu überlassen, welche das Herz einer Frau erfaßt, wenn sie wahrhaft liebt und sich dem kaum erhofften Abgott gegenüberfindet.
Verbrechen stehen stets in einem Verhältnis zu der Reinheit des Gewissens; eine Tat, die für manches Herz kaum einen Fehler im Leben bedeutet, kann für bestimmte lautere Seelen gar wohl die Maße eines Verbrechens annehmen.
Kaum hat man die Lippen an das Glas gesetzt, so ist es schon leer. Das ist unser Schicksal. Man kann nicht sein und gewesen sein. Die Taler können nicht rollen und in deiner Börse bleiben, sonst wäre das Leben schön.
Doch diejenigen, die wir, selbst ohne unser Wissen, beleidigen, halten uns kaum unsere Unschuld zugute, sondern sie wollen Rache nehmen und wissen sich zu rächen.
Jean de La Bruyère
Die Kinder kennen weder Vergangenheit noch Zukunft und - was den Erwachsenen kaum passiert - sie genießen die Gegenwart.
Es gibt auf der Welt kaum ein schöneres Übermaß als das der Dankbarkeit.
In der Liebe gibt es kaum einen andern Grund, sich nicht mehr zu lieben, als daß man sich zu sehr geliebt hat.
Jean Paul
Die Eitelkeit besteht nicht in der Kleidung, oft kaum im Handeln, sondern in der ewigen unmerklichen Stellung jedes Worts, damit es höheres Lob abwerfe.
Johann Nepomuk Nestroy
Es ist kaum zu glauben, was jeder Mensch glaubt, was er für ein Mensch ist.
Johann Wolfgang von Goethe
Was ich besitze, mag ich gern bewahren: Der Wechsel unterhält, doch nutzt er kaum.
Man schilt mit gleichem Recht auf Anarchie und Tyrannei; wo ist denn aber der wünschenswerte Mittelzustand? Der vernünftige Mensch sucht ihn in seinem Kreise hervorzubringen, und da gelingt es ihm kaum.
John Ruskin
Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte. Die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.
Kazimierz Bartoszewicz
Dummheit ist ansteckend, Verstand wächst sich kaum zur Epidemie aus.
Moritz Gottlieb Saphir
Wer unter Menschen nur einen Engel sucht, der findet kaum Menschen. Wer aber unter Menschen nur Menschen sucht, der findet gewiß einen Engel.
Papst Johannes XXIII.
Es wäre kaum notwendig, zu lehren, wenn wir mit unseren Leben ein leuchtendes Beispiel gäben.
Wilhelm Busch
Kaum hat mal einer ein bissel was, gleich gibt es welche, die ärgert das.
William James
Für viele ist Gott kaum mehr als eine Berufungsinstanz gegen das Verdammungsurteil der Welt über ihr eigenes Versagen.

