Zitate zum Thema "zugleich"

Aristoteles

Es geht nicht an, sich zugleich körperlich und geistig anzustrengen. Es liegt nämlich in der Natur dieser beiden Anstrengungen, daß sie entgegengesetzt wirken: Die körperliche Arbeit beeinträchtigt die geistige Arbeit und diese die körperliche Leistungsfähigkeit.

Horaz

Die Dichter wollen entweder nützen oder erfreuen oder zugleich Erfreuliches und Nützliches über das Leben sagen.

Konfuzius

Für den Edlen ist Rechtschaffenheit das höchste Ziel. Ist ein Edler tapfer, ohne zugleich rechtschaffen zu sein, entsteht Verwirrung. Ist der Gemeine tapfer, ohne zugleich rechtschaffen zu sein, so ist er ein Verbrecher.

Phokion

Du kannst mich nicht zugleich zum Schmeichler und zum Freunde haben.

Alexander Pope

Niemals gab es eine Partei oder Sekte, in der die Unwissenden nicht zugleich die Radikalsten waren.

Arthur Schopenhauer

Zwei so verschiedenen Herren wie der Welt und der Wahrheit, die nichts als den Anfangsbuchstaben gemein haben, läßt sich zugleich nicht dienen.

Charles de Baudelaire

Wer eine verführerische Eva und zugleich eine gute Hausfrau haben möchte, wird um Bigamie kaum herumkommen.

Christian Friedrich Hebbel

Das Aufbrausen ist die Lebensäußerung des Zorns und zugleich sein Tod.

Friedrich Haug

Du frohlockst, daß deines Fürsten Güte Mir den Nachdruck dieses Werks verbiete. Großer Schaden ist nur dann verhütet, Wenn dein Fürst zugleich den Kauf gebietet.

Friedrich Hölderlin

Hast du Verstand und ein Herz, so zeige nur eines von beiden! Beides verdammen sie dir, zeigest du beides zugleich.

Friedrich Nietzsche

Die mitleidigen, im Unglück jederzeit hülfreichen Naturen sind selten zugleich die sich mitfreuenden: beim Glück der Anderen haben sie nichts zu tun, sind überflüssig, fühlen sich nicht im Besitz ihrer Überlegenheit und zeigen deshalb leicht Mißvergnügen.

Wer ein gutes Beispiel geben will, muß seiner Tugend einen Gran Narrheit zusetzen: dann ahmt man nach und erhebt sich zugleich über den Nachgeahmten, - was die Menschen lieben.

Friedrich von Schiller

Keine Kriege werden zugleich so ehrlos und unmenschlich geführt als die, welche Religionsfanatismus und Parteihaß im Innern eines Staates entzünden.

Der Künstler ist zwar der Sohn der Zeit, aber schlimm für ihn, wenn er zugleich ihr Zögling oder gar noch ihr Günstling ist.

Ein Mädchen von ihren Jahren hat immer zween Spiegel zugleich, den wahren und ihren Bewunderer.

Georg Christoph Lichtenberg

Die Furcht vor dem Tod, die den Menschen eingeprägt ist, ist zugleich ein großes Mittel, dessen sich der Himmel bedient, sie von Untaten abzuhalten, vieles wird aus Furcht vor Lebensgefahr oder Krankheit unterlassen.

Honoré de Balzac

Wem, wenn nicht Ihnen, Madame, deren überragender und geläuterter Verstand Ihren Freunden eine unerschöpfliche Schatzkammer ist, die Sie für mich zugleich ein kritisches Publikum und die nachsichtigste Schwester sind, gebührt dieses Werk gewidmet zu werden.

Eine liebende Frau zu täuschen ist so leicht und zugleich so erbärmlich.

Dafür brachten Ihm die einfachen Soldaten alle ein bißchen von dem Gefühl entgegen, das Kinder für eine gute Mutter empfinden; denn er verstand es, ihnen gegenüber nachsichtig und streng zugleich zu sein.

Soll man sich nicht bemühen, Freunden ihre zeitweilige Bleibe so angenehm wie möglich zu gestalten? Gastfreundschaft ist, so finde ich, Tugend, Glück und Luxus zugleich. Muß man nicht für seinen Gast alle Annehmlichkeiten und Schmeicheleien des Lebens entfalten?

Hugo von Hofmannsthal

Es ist nichts im Innern wesentlich, das nicht zugleich im Äußern wahrgenommen wird.

Jean de La Bruyère

Eine schöne Frau, die zugleich die Eigenschaften eines Mannes von Welt besitzt, ist der köstlichste Umgang, den es gibt: In ihr finden sich Vorzüge beider Geschlechter vereint.

Jean Paul

Keine Frau kann zugleich ihr Kind und die vier Weltteile lieben, aber der Mann kann es. Er liebt den Begriff, das Weib, die Erscheinung, das Einzige.

Man würde jedem seine Eigenheiten gern hingehen lassen, wenn er sie nur nicht zugleich zu seinen Vorzügen adelte; erst dann fängt der Tadel an.

Johann Wolfgang von Goethe

Gesetzgeber und Revolutionäre, die Gleichsinn und Freiheit zugleich versprechen, sind Phantasten oder Scharlatane.

Wahre Neigung vollendet zugleich zum Manne den Jüngling.

Karl Kraus

Ein Schein von Tiefe entsteht oft dadurch, daß ein Flachkopf zugleich ein Wirrkopf ist.

Karl Marx

Die Klasse, welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre herrschende geistige Macht.

Karl Wilhelm Freiherr von Humboldt

Nur was die Vergangenheit gewährt ist ewig und unveränderlich, wie der Tod, und zugleich wie das Leben, warm und beglückend.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Ein Mann, der sich im Gespräch mit einer Frau widerlegt fühlt, fängt zugleich an, sie zu überschreien: Er will und kann beweisen, daß ihm immer, auch wenn er falsch singt, die erste Stimme gebührt.

Pierre Abélard

Man muß wissen, daß Stoff und Form immer miteinander verbunden zugleich existieren, daß die Vernunft des Geistes aber die Kraft hat, bald nur den Stoff für sich, bald nur die Form, bald beide verbunden zu betrachten.

Ralph Waldo Emerson

Du kannst wählen zwischen Wahrheit und Ruhe, aber beides zugleich kannst du nicht haben.

René François Armand Sully Prudhomme

Das Alter, das den Menschen der Lächerlichkeit aussetzt, nimmt ihm zugleich auch das Gefühl für diese Lächerlichkeit.

William Penn

Nur die haben ein Recht zu kritisieren, die zugleich ein Herz haben zu helfen.

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