Zitate zum Thema "nehmen"

Epikur von Samos

Auch wenn der Weise auf das Notwendige eingeschränkt ist, versteht er eher zu geben als zu nehmen. Einen solchen Schatz der Selbstgenügsamkeit hat er gefunden.

Ovid

Sorgen soll man nicht mit ins Bett nehmen.

Adalbert Stifter

Es wird vielen Menschen lächerlich sein, und manchen frommen Christen ärgerlich, daß wir auf einen Hund so viel Rücksicht nehmen.

Adolph Freiherr von Knigge

Selten nehmen ältere Leute so billige Rücksicht, daß sie sich in Gedanken an die Stelle jüngerer Personen setzen, die Freuden derselben nicht störten, sondern vielmehr zu befördern und durch Teilnahme lebhafter zu machen suchten.

Wer die Mutter nicht liebt, deren Brüste er gesogen; wessen Herz nicht warm wird bei dem Anblicke der Gefilde, in welchen er die unschuldigen, glücklichen Jahre seiner Jugend fröhlich und sorgenlos verlebt hat - was für Interesse soll der wohl an dem ganzen nehmen, da Eigentum, Moralität und alles, was den Menschen auf dieser Erde irgend teuer sein kann, doch am Ende auf Erhaltung jener Familien- und Vaterlandsbande beruht?

Arthur Schnitzler

Lebensklugheit bedeutet, alle Dinge möglichst wichtig, aber keines völlig ernst zu nehmen.

Charles de Montesquieu

Ich hatte nie einen Kummer, den eine Stunde der Lektüre mir nicht hätte nehmen können.

Christian Friedrich Hebbel

Die Menschheit läßt sich keinen Irrtum nehmen, der ihr nützt.

Die Menschheit läßt sich keinen Irrtum nehmen, der ihr nützt. Sie würde an Unsterblichkeit glauben, und wenn sie das Gegenteil wüßte.

Ich werde nie zum Frühling sagen: Verzeihen Sie, Sie haben dort ein welkes Blatt! Oder zum Herbst: Nehmen Sie es ja nicht übel, aber dieser Apfel ist nur zur Hälfte rot.

Frank Wedekind

Man soll die Männer so nehmen, wie sie sind, und die Frauen, wie sie sein möchten.

Friedrich Martin von Bodenstedt

Gewöhne dich, da stets der Tod dir dräut, dankbar zu nehmen, was das Leben beut.

Friedrich Nietzsche

Der Künstler hat in Hinsicht auf das Erkennen der Wahrheiten eine schwächere Moralität, als der Denker; er will sich die glänzenden, tiefsinnigen Deutungen des Lebens durchaus nicht nehmen lassen und wehrt sich gegen nüchterne, schlichte Methoden und Resultate.

Vor einem, der gegen uns aufbraust, soll man sich in acht nehmen, wie vor einem, der uns einmal nach dem Leben getrachtet hat: denn daß wir noch leben, das liegt an der Abwesenheit der Macht zu töten; genügten Blicke, so wäre es längst um uns geschehen.

Grobe Menschen, welche sich beleidigt fühlen, pflegen den Grad der Beleidigung so hoch als möglich zu nehmen und erzählen die Ursache mit stark übertreibenden Worten, um nur in dem einmal erweckten Haß- und Rachegefühl sich recht ausschwelgen zu können.

Fleiß und Gewissenhaftigkeit sind oftmals dadurch Antagonisten, daß der Fleiß die Früchte sauer vom Baume nehmen will, die Gewissenhaftigkeit sie aber zu lange hängen läßt, bis sie herabfallen und sich zerschlagen.

Von dem, was du erkennen und messen willst, mußt du Abschied nehmen, wenigstens auf eine Zeit. Erst wenn du die Stadt verlassen hast, siehst du, wie hoch sich ihre Türme über die Häuser erheben.

Er ist ein Denker: das heißt, er versteht sich darauf, die Dinge einfacher zu nehmen, als sie sind.

Friedrich von Schiller

Wenn der Ochse den Kornwagen in die Scheune gezogen hat, so muß er mit Heu vorlieb nehmen.

Friedrich von Schlegel

Es ist unmöglich, jemandem ein Ärgernis zu geben, wenn er's nicht nehmen will.

Heinrich Heine

Wenn er sprach, so drang seine Stimme so direkt zum Herzen, als habe sie gar nicht nötig gehabt, den Weg durch die Ohren zu nehmen.

Henrik Ibsen

Nehmen Sie einem Durchschnittsmenschen die Lebenslüge, und Sie nehmen ihm zu gleicher Zeit das Glück.

Henry James

Zu nehmen und zu schaffen mit dem was da ist, ist sicher die vernünftige Art zu leben.

Henry Thomas Buckle

Es ist ein Irrtum, die Zivilisation eines Volkes der Einwirkung der Religion zuschreiben zu wollen, und eine Torheit, wenn die Regierungen eine Religion in Schutz zu nehmen suchen. Paßt dieselbe für das Volk, so wird sie keinen Schutz brauchen, paßt sie nicht dafür, so wird sie nichts Gutes wirken.

Honoré de Balzac

Nehmen und nicht wiedergeben ist schrecklich und sogar ein wenig leichtsinnig; aber nehmen, um sich das Recht zu erwirken, den großen Herrn zu spielen und hundertfach zurückzugeben - das ist eine ritterliche Tat.

Aber die großen Stöße des Lebens nehmen die Furcht vor seinen kleinen, gewöhnlichen Gefahren.

Edle und stolze Seelen nehmen sogleich das Zartgefühl wahr, mit dem sie behandelt werden. Dieser Takt ist im Gefühlen das gleiche, was Anmut im Körperlichen ist.

Doch diejenigen, die wir, selbst ohne unser Wissen, beleidigen, halten uns kaum unsere Unschuld zugute, sondern sie wollen Rache nehmen und wissen sich zu rächen.

Jakob Boßhart

Extreme Idealisten sind immer Feiglinge. Sie nehmen vor der Wirklichkeit Reißaus.

Jean Paul

Bedeutende Menschen, die uns aber böse geschildert worden, nehmen uns, da wir ihnen stets ein unmoralisches Äußeres dazu liehen, stets bei der ersten Bekanntschaft ein wenig ein.

Johann Wolfgang von Goethe

Von zwei Dingen kann man sich nicht genug in acht nehmen: Beschränkt man sich in seinem Fache, vor Starrsinn, tritt man heraus, vor Unzulänglichkeit.

Dem Schicksal ist es, nicht den Göttern, zu schenken das Leben und zu nehmen.

Laß mein Aug den Abschied sagen, den mein Mund nicht nehmen kann! Schwer, wie schwer ist er zu tragen, und ich bin doch sonst ein Mann.

Wenn wir die Menschen nur so nehmen, wie sie sind, so machen wir sie schlechter; wenn wir sie behandeln, als wären sie, was sie sein sollten, so bringen wir sie dahin, wohin sie zu bringen sind.

Mann mit zugeknöpften Taschen, dir tut keiner was zulieb' Hand wird nur von Hand gewaschen: wenn du nehmen willst, so gib!

Wer Proportionen (das Meßbare) von der Antike nehmen muß, sollte uns nicht gehässig sein, weil wir das Unmeßbare von der Antike nehmen wollen.

Joseph von Görres

Man muß den Mädchen die Scheu vor der Elektronik nehmen; sie sollten die Computer doch einfach wie Nähmaschinen sehen.

Karl Kraus

Kein Zweifel, der Hund ist treu. Aber sollen wir uns deshalb ein Beispiel an ihm nehmen? Er ist doch dem Menschen treu und nicht dem Hund.

Karl Wilhelm Freiherr von Humboldt

Stimmungen entstehen oft aus Ursachen, über welche der Mensch nur wenig Gewalt hat, aber sie nehmen zu und werden der inneren Gemütsruhe immer verderblicher, wenn man sich in ihnen gehen läßt.

Es ist schon viel mit der guten Vorbedeutung gewonnen, und der Aberglaube selbst ist nützlich, wenn er im Vertrauen bestärkt. Denn, Hauptereignisse und wahre Unglücksfälle abgerechnet, nehmen die Dinge meistenteils die Farbe der Seele an.

Ludwig Börne

Große Leidenschaften sind wie Naturkräfte. Ob sie nutzen oder schaden, hängt nur von der Richtung ab, die sie nehmen.

Michel Eyquem de Montaigne

Wenn wir Abschied nehmen, wird unsere Neigung zu dem, was wir schätzen, immer noch etwas wärmer.

Otto Erich Hartleben

Damit's dir Spaß macht, mußt du dich schon bequemen, das Leben immerhin ein bißchen ernst zu nehmen.

Otto Fürst von Bismarck

Ein guter Redner muß etwas von einem Dichter haben, darf es also mit der Wahrheit nicht mathematisch genau nehmen.

Paul Anton de Lagarde

Bildung ist die Fähigkeit, Wesentliches vom Unwesentlichen zu unterscheiden und jenes ernst zu nehmen.

Sarah Moore Grimké

Ich will keine Vergünstigungen, weil ich eine Frau bin. Alles was ich von unseren Brüdern verlange, ist, daß sie ihre Füße von unserem Nacken nehmen.

Titus Maccius Plautus

Die Beute wird derjenige nehmen, der als erster kommt.

Wilhelm Busch

Zu nehmen, zu behalten und gut für sich zu leben fällt jedem selber ein. Die Börse zu entfalten, den andern was zu geben - das will ermuntert ein.

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