Zitate zum Thema "leidenschaften"
Christine
Die Leidenschaften sind das Salz des Lebens; ohne sie wäre das Leben fad.
Thomas von Aquin
Unter allen Leidenschaften der Seele bringt die Trauer am meisten Schaden für den Leib.
Adolph Freiherr von Knigge
Am Schreibtische, wo man die ruhigste Gemütsverfassung wählen kann, wenn keine stürmischen Leidenschaften unsern Geist aus seiner Fassung bringen, da lassen sich herrliche moralische Vorschriften geben.
Arthur Schopenhauer
Unser praktisches, reales Leben nämlich ist, wenn nicht die Leidenschaften es bewegen, langweilig und fade; wenn sie es aber bewegen, wird es bald schmerzlich.
Man pflegt die Jugend die glückliche Zeit des Lebens zu nennen, und das Alter die traurige. Das wäre wahr, wenn die Leidenschaften glücklich machten.
Baltasar Gracián y Morales
Die Leidenschaften sind die Pforten der Seele.
François Duc de La Rochefoucauld
Es ist die gleiche Festigkeit, mit der wir der Liebe zu widerstehen vermögen und durch welche diese erstarkt und dauert; daher sind schwache Menschen, die immer von Leidenschaften getrieben werden, fast niemals wirklich von ihnen erfüllt.
Trennung läßt matte Leidenschaften verkümmern und starke wachsen, wie der Wind die Kerze verlöscht und das Feuer entzündet.
Selbst mit den verbrecherischsten Leidenschaften prahlt man zuweilen; nur der Neid ist eine scheue und verschämte, die man nie einzugestehen wagt.
Im menschlichen Herzen liegt eine unzerstörbare Brut von Leidenschaften, und das Ende der einen ist fast immer der Anfang einer anderen.
Die Leidenschaften sind die einzigen Redner, die stets überreden. Sie sind gleichsam eine natürliche Kunst, deren Regeln nie irre führen, und der einfältigste Mensch, von Leidenschaften erfüllt, überredet besser als der beredetste ohne Leidenschaft.
Friedrich Nietzsche
Aus den Leidenschaften wachsen die Meinungen; die Trägheit des Geistes läßt diese zu Überzeugungen erstarren.
Wie kann jemand zum Denker werden, wenn er nicht mindestens den dritten Teil jeden Tages ohne Leidenschaften, Menschen und Bücher verbringt?
Die stärksten und bösesten Geister haben bis jetzt die Menschheit am meisten vorwärts gebracht: sie entzündeten immer wieder die einschlafenden Leidenschaften.
Gotthold Ephraim Lessing
Nichts verdunkelt unsere Erkenntnis mehr als Leidenschaften.
Honoré de Balzac
Mögen auch die Gesetze diese oder jene Ausschweifungen untersagen, das Glücksspiel, die Lotterie, die Straßenmädchen, alles was ihr wollt, die Leidenschaften werden sie niemals ausrotten.
Die Leidenschaften töten hieße, die Gesellschaft töten, die, wenn sie erstere auch nicht verursacht, sie doch zur Entwicklung bringt.
Männer und Frauen können, ohne sich dadurch zu entehren, von mehreren Leidenschaften ergriffen werden, denn es ist so natürlich, dem Glück zuzustreben, aber es gibt nur eine einzige Liebe im Leben.
Die Seele hat eine gewisse Neigung zum Weißen, die Liebe liebt das Rote, und Gold schmeichelt den Leidenschaften, denn es hat die Macht, ihre Träume zu verwirklichen.
Keine menschliche Macht vermag einen Mörder oder einen Giftmischer daran zu hindern, an das Herz eines Prinzen oder an den Magen eines Ehrenmannes zu gelangen. Die Leidenschaften sind die beste Polizei.
Dies banale Haus, wo Berühmtheit genügte, um empfangen zu werden, war so etwas wie ein Bordell des Geistes und wie das Zuchthaus der Intelligenz: man kam nur hinein, wenn man auf rechtmäßige weise sein Vermögen erworben, zehn Jahre lang im elend gelebt, zwei oder drei Leidenschaften erdrosselt und auf irgendeine Weise einen berühmten Namen erworben hatte.
Leidenschaften sind ebenso feige wie grausam.
Es gibt im Prozeßwesen Verlockungen und Leidenschaften, die gelegentlich den anständigsten Menschen von der Welt verführen können.
Die Leidenschaften unterlaufen niemals falschen Berechnungen.
Auch werden bei einem Mann von gesundem Organismus die Leidenschaften, die dem Gehirn entspringen, stets die Leidenschaften des Herzens überdauern.
Alle Leidenschaften führen zu Fehltritten.
Der Mensch muß bestimmte Leidenschaften empfinden, um jene Eigenschaften zu entwickeln, die sein Leben adeln, indem er seinen Kreis erweitert und die allen Wesen natürliche Selbstsucht mildert.
In allen Zeitaltern werden die Leidenschaften die gleichen sein.
Echte Liebe schenkt tausendmal mehr Wonnen als die flüchtigen Leidenschaften, die wir erregen.
Jean de La Bruyère
Die Frauen mißfallen einander wegen derselben Vorzüge, durch die sie den Männern gefallen: Tausend Arten des Verhaltens, welche in diesen große Leidenschaften entzünden, erwecken unter jenen Abneigung und Widerwillen.
Jean Paul
Wir zeigen mit weniger Scham die Leidenschaften des Hassens als des Liebens.
Jean-Jacques Rousseau
Das Gewissen ist die Stimme der Seele. Die Leidenschaften sind die Stimme des Körpers.
Die Selbstliebe ist die Quelle, der Ursprung und das Prinzip aller unserer Leidenschaften.
Johann Wolfgang von Goethe
Alles Große und Gescheite existiert in der Minorität Es ist nie daran zu denken, daß die Vernunft populär werde. Leidenschaften und Gefühle mögen populär werden, aber die Vernunft wird immer nur im Besitze einzelner Vorzüglicher sein.
Jede Absonderung, jede Bedingung, die unsern aufkeimenden Leidenschaften in den Weg tritt, schärft sie, anstatt sie zu dämpfen.
John Locke
Die Beherrschung unserer Leidenschaften ist der wahre Fortschritt in der Freiheit.
Josh Billings
Tugend besteht nicht aus der Abwesenheit der Leidenschaften, sondern in deren Kontrolle.
Kurt Tucholsky
Der Mensch hat neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem zu essen und zu trinken zwei Leidenschaften: Krach zu machen und nicht zuzuhören.
Ludwig Börne
Große Leidenschaften sind wie Naturkräfte. Ob sie nutzen oder schaden, hängt nur von der Richtung ab, die sie nehmen.
Man heilt Leidenschaften nicht durch den Verstand, sondern durch andere Leidenschaften.
Philip Dormer Stanhope 4. Earl of Chesterfield
Traue niemandem in Angelegenheiten, die seine Leidenschaften sind.
Sir Walter Raleigh
Leidenschaften sind wie Flüsse und Ströme: Die seichten plätschern, die tiefen bleiben still.
William Blake
Wir brauchen unsere Leidenschaften nicht zu zügeln, sondern unseren Verstand zu kultivieren.

