Zitate zum Thema "gern"

Demosthenes

Jeder glaubt gern, was er wünscht; die Dinge aber sind oft anders beschaffen.

Horaz

Wir erbitten, so gern wir gewähren, die Nachsicht.

Platon

Einem Kind, das die Dunkelheit fürchtet, verzeiht man gern; tragisch wird es erst, wenn Männer das Licht fürchten.

Abraham Lincoln

Takt ist die Fähigkeit, andere so darzustellen, wie sie sich selber gern sehen.

Adolph Freiherr von Knigge

In den Jahren, in welchen so gern das Herz mit dem Kopfe davonläuft, bauet so mancher das Unglück seines Lebens durch übereilte Eheversprechungen.

Alte Vettern und Tanten, besonders unverheiratete, pflegen so gern zu hofmeistern, ihre podagrischen und hysterischen Launen an ihren erwachsenen Nichten und Neffen auszulassen und diese zu behandeln, als liefen sie noch im Rollwägelchen herum.

Die geizigsten Leute sparen zuweilen keine Kosten, wenn sie Gelegenheit finden können, Zutritt in großen Häusern zu erlangen, und hungern gern Monate hindurch, um einmal einen Fürsten bei sich zu bewirten.

Anatole France

Nur Frauen und Männer wissen, wie gern sich die Männer belügen lassen.

Andrew Carnegie

Man soll Fische nicht mit Erdbeeren und Schlagsahne ködern, bloß weil man selbst gern Erdbeeren mit Schlagsahne ißt.

Arthur Schopenhauer

Die gesamte, sehr starke Wirkung des Beispiels beruht darauf, daß der Mensch in der Regel zu wenig Urteilskraft, oft auch zu wenig Kenntnis hat, um seinen Weg selbst zu explorieren: Daher er gern in die Fußstapfen anderer tritt.

August Strindberg

Ältere Menschen glauben gern an sich selbst.

Blaise Pascal

Beredsamkeit ist die Kunst, so von den Dingen zu sprechen, daß jedermann gern zuhört.

Charles de Montesquieu

Gern lesen heißt, die einem im Leben zugeteilten Stunden der Langeweile gegen solche des Entzückens einzutauschen.

Christian Fürchtegott Gellert

Genieße, was Gott dir beschieden, entbehre gern, was du nicht hast! Ein jeder Stand hat seinen Frieden, ein jeder Stand auch seine Last.

Christian Friedrich Hebbel

Halte das Glück wie den Vogel: so leise und lose wie möglich! Dünkt er sich selber nur frei, bleibt er dir gern in der Hand.

Friedrich Haug

Ich läse gern noch ganz Dir meinen Liederkranz: Die große Völkerschlacht. Sag an: Ermüdest Du? Nein, nein! Nur fortgemacht! Ich höre gar nicht zu.

Warum so viele den Eh'stand scheuen? Sie wollen nicht gern für Andre freien!

Friedrich Martin von Bodenstedt

Willst du klug durchs Leben wandern, prüfe andre, doch auch dich! Jeder täuscht gar gern den andern, doch am liebsten jeder sich.

Daß die Weisheit nach der Anmut strebt Hat man auf Erden oft erlebt, Doch daß die Anmut gern ihr Ohr Der Weisheit leiht, kommt seltener vor.

Friedrich Nietzsche

Man springt einem Menschen, der ins Wasser fällt, noch einmal so gern nach, wenn Leute zugegen sind, die es nicht wagen.

Wir sind so gern in der freien Natur, weil diese keine Meinung über uns hat.

Es macht mich glücklich, zu sehen, daß die Menschen den Gedanken an den Tod durchaus nicht denken wollen! Ich möchte gern etwas dazu tun, ihnen den Gedanken an das Leben noch hundertmal denkenswerter zumachen.

Friedrich von Schiller

Sag etwas Gutes, und ich folge gern dem edlen Beispiel!

Ein edles Herz bekennt sich gern von der Vernunft besiegt.

Die Fabel ist der Liebe Heimatwelt, gern wohnt sie unter Feen, Talismanen, glaubt gern an Götter, weil sie göttlich ist.

Dem Friedlichen gewährt man gern den Frieden.

Friedrich von Schlegel

Mysterien sind weiblich; sie verhüllen sich gern, aber sie wollen doch gesehen und erraten sein.

Gabriel Rollenhagen

Großen Herren und schönen Frauen soll man gern dienen und wenig trauen.

Gaius Julius Caesar

Was die Menschen wünschen, glauben sie im allgemeinen gern.

Gern glauben die Menschen das, was sie wollen.

Gotthold Ephraim Lessing

Gestern liebt' ich, heute leid' ich: morgen sterb' ich. dennoch denk' ich heut' und morgen gern an gestern.

Dein braunes Mädchen, Freund, ist schön: Das muß ihr auch der Neid gestehn. So schön, daß man es gern vergißt, Daß sie ein wenig buhlrisch ist; So schön, daß man es gar vergißt, Daß ihr Papa ein Reimschmied ist.

Wir möchten gern dem Kritikus gefallen: Nur nicht dem Kritikus vor allen. Warum? Dem Kritikus vor allen Wird auch kein Sinngedicht gefallen.

Haß mich, so viel du willst! doch wüßt ich gern, weswegen: Denn nicht an deinem Haß, am Grund ist mir gelegen.

Heinrich Heine

Auch im Gemüte des Aufgeklärtesten nistet immer ein kleines Alräunchen des alten Aberglaubens, das sich nicht ausbannen läßt; man spricht nicht gern davon, aber es treibt in den geheimsten Schlupfwinkeln unserer Seele sein unkluges Wesen.

Das Glück ist eine leichte Dirne, sie weilt nicht gern am selben Ort, sie streicht das Haar dir aus der Stirne und küßt dich rasch und flattert fort.

Das Volk steinigt gern seine Propheten, um ihre Reliquien desto inbrünstiger zu verehren; die Hunde, die uns heute anbellen, morgen küssen sie gläubig unsere Knochen!

Der Mensch läßt nicht gern ab von dem, was ihm und seinen Vorfahren teuer und lieb war, und heimlich krämpen sich seine Empfindungen daran fest, selbst wenn man es verderbt und entstellt hat.

Die Franzosen, dieses leichte, flatterhafte Volk, das wir so gern mit einem Schmetterling vergleichen.

Ich gebe den Leuten gern recht, wenn sie nur gut sind; und im Grunde haben auch alle Leute recht.

Wir sprechen nicht gern, wenn Sprechen unsere Profession ist.

Helmuth Graf von Moltke

Wir dürfen nicht vergessen, daß nur das Schwert das Schwert in der Scheide hält und daß unter solchen Umständen für uns Abrüstung Krieg ist, der Krieg, den wir gern vermeiden wollen.

Honoré de Balzac

Die Damen von Welt vergnügen sich gelegentlich gern einmal bei einem Junggesellen und frühstücken bei ihm.

Wir klagen die Quelle unserer Genüsse nicht gern an.

Hat die sittliche Natur wie die physische nicht ihre Strudel und Abgründe, in die die starken Charaktere, ihr Leben aufs Spiel setzend, gern hineinstürzen, wie ein Spieler sein Vermögen aufs Spiel setzt?

Kinder mögen gern zuschauen, wenn etwas niedergerissen wird.

Wenn eine Kränkung öffentlich ist, so vergißt eine Frau sie gern, denn sie hat Gelegenheit, sich groß zu zeigen, sie ist in ihrer Milde eine Frau; geheime Kränkungen dagegen verzeihen Frauen niemals, weil sie weder Feigheiten noch Tugenden noch heimliche Liebe lieben.

Sobald uns ein Unglück trifft, findet sich stets ein Freund, der es uns nur zu gern sagt und uns einen Dolch im Herzen herumdreht, dessen Griff wir bewundern sollen.

Wir sind gewohnt, andere nach uns selbst zu beurteilen; und wenn wir sie auch gern von unseren eigenen Fehlern lossprechen, so verdammen wir sie doch streng, falls sie unsere guten Eigenschaften nicht besitzen.

Vielleicht plaudert man williger angesichts des Desserts, in Gesellschaft erlesener Weine während der köstlichen Minuten, da jeder den Ellenbogen auf den Tisch und den Kopf in die Hand stützen darf. Dann spricht nicht nur jeder gern, sondern hört womöglich noch lieber zu. Die Verdauung, die sich fast stets auswirkt, macht, dem Charakter entsprechend, entweder schwatzhaft oder schweigsam. So kommt jeder dabei auf seine Kosten.

Józef Bohdan Dziekónski

Unsere Phantasie neigt recht gern zur Übertreibung, und dann sind wir durch die Wirklichkeit zu enttäuschen und lasten es anderen an, uns um unsere Erwartungen betrogen zu haben.

Jean Paul

Man würde jedem seine Eigenheiten gern hingehen lassen, wenn er sie nur nicht zugleich zu seinen Vorzügen adelte; erst dann fängt der Tadel an.

Man fragt den andern um Rat, nicht, weil man nicht weiß, was man tun soll, sondern weil man es weiß, aber nicht gern tut - der andere soll dann einer guten oder bösen Neigung den Ausschlag geben.

Kein Autor hört so gern das Lob eines fremden Autors als der, der ihn nachahmt.

Johann Wolfgang von Goethe

Schon wieder Krieg! Der Kluge hörts nicht gern.

Was ich besitze, mag ich gern bewahren: Der Wechsel unterhält, doch nutzt er kaum.

Keiner bescheidet sich gern mit dem Teile, der ihm gebühret, und so habt ihr den Stoff immer und ewig zum Krieg.

Was im Leben uns verdrießt, man im Bilde gern genießt.

Ein echter deutscher Mann mag keinen Franzen leiden, doch ihre Weine trinkt er gern.

Ich hör es gern, wenn auch die Jugend plappert, das Neue klingt, das Alte klappert.

Wohl dem, der seiner Väter gern gedenkt.

Macht man nicht gern eine entfernte Spazierfahrt, um einen Kaffee zu trinken, einen Fisch zu genießen, der uns zu Hause nicht so gut geschmeckt hätte? Wir verlangen Abwechslung und fremde Gegenstände.

Das Altertum setzen wir gern über uns, aber die Nachwelt nicht. Nur ein Vater neidet seinem Sohn nicht das Talent.

Die Welle beugt sich jedem Winde gern.

Jonathan Swift

Kein Mensch nimmt guten Rat an, aber jeder nimmt gern Geld; also ist Geld besser als guter Rat.

Karl Kraus

Für's Leben gern wüßt' ich: Was fangen die vielen Leute nur mit dem erweiterten Horizont an?

Kurt Tucholsky

Ich mag mich nicht gern mit der Kirche auseinandersetzen; es hat ja keinen Sinn, mit einer Anschauungsweise zu diskutieren, die sich strafrechtlich hat schützen lassen.

Der Mensch wird auf natürlichem Wege hergestellt, doch empfindet er dies als unnatürlich und spricht nicht gern davon.

Luc Marquis de Vauvenargues

Gern verzeihen wir unseren Freunden die Fehler, die uns nicht betreffen.

Lucius Annaeus Seneca d.J.

Vor Eintritt in das Alter sorgte ich dafür, gut zu leben, im Alter, gut zu sterben: Gut zu sterben heißt aber, gern zu sterben.

Ludwig Uhland

Wenn Lippe gern auf Lippe ruht, wir hindern' s nicht, uns dünkt es gut.

Marcus Tullis Cicero

Niemand ist gern allein.

Mark Twain

Die Hochzeit hat die Entführung nur deshalb abgelöst, weil niemand gern auf Geschenke verzichtet.

Martin Luther

Bleibt gern allein, so bleiben eure Herzen rein.

Jedermann schneidet gern die Bretter da, wo sie am dünnsten sind; man bohrt nicht gern durch dicke Bretter.

Moritz Gottlieb Saphir

Der Mensch ist wie ein Lachs, er geht gern dem Lichte nach. Was machen die Fischer? Sie halten dem Lachs ein Licht hin, und er geht ihnen ins Netz.

Oscar Wilde

Wenn man Fehler gemacht hat, bezeichnet man das selbst gern als Erfahrungen sammeln.

Ralph Waldo Emerson

Der Mensch möchte gern vor den Folgen seiner Laster bewahrt werden, aber nicht vor den Lastern selbst.

Richard Dehmel

Wahrheit hat viel üble Paten. Mancher zeigt gern seine Schwächen; laß dich nicht dadurch bestechen! Die Lügner, die sich selbst verraten, sind die dümmsten oder die schlimmsten.

Laßt uns gern einander lauschen, innerst grenzenlos gesellt, Sinn und Seele liebreich tauschen, so wird kleine große Welt.

Victor Hugo

Der Ehrgeiz nennt sich gern Berufung, vielleicht in gutem Glauben und sich selbst betrügend, scheinheilig, wie er ist.

Walt Whitman

Es gibt eine Sorte ungemein überlegener Menschen, die gern versichern, alles sei relativ. Das ist natürlich Unsinn, denn wenn alles relativ wäre, gäbe es nichts, wozu es relativ sein könnte.

Wilhelm Busch

Die Freude flieht auf allen Wegen, der Ärger kommt uns gern entgegen.

In freier Luft, in frischem Grün, da, wo die bunten Blumen blühn, in Wiesen, Wäldern, auf der Heide, entfernt von jedem Wohngebäude, auf rein botanischem Gebiet weilt jeder gern, der voll Gemüt.

Man sagt, ein Schnäpschen, insofern es kräftig ist, hat jeder gern.

Ach, mitunter muß man lügen, und mitunter lügt man gern!

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