Zitate zum Thema "ertragen"

Novalis

Geduld ist zweierlei: ruhige Erwägung des Mangels, ruhiges Ertragen des Übermaßes.

Alessandro Leopardi

Nichts ist seltener als ein Mensch, den man immer um sich ertragen kann.

Ambrose Bierce

Gleichgültig: stark genug, das anderen Menschen aufgebürdete Los ertragen zu können.

Arthur Schopenhauer

Im Alter versteht man es besser, die Unglücksfälle zu verhüten - in der Jugend, sie zu ertragen.

Ein Hauptstudium der Jugend sollte sein, die Einsamkeit ertragen zu lernen, weil sie eine Quelle des Glückes und der Gemütsruhe ist.

Elbert Hubbard

Kummer läßt sich allein ertragen. Für das Glück sind zwei Menschen erforderlich.

Ernst Raupach

Es weiß kein Mensch, wieviel er ertragen kann, bis er von der Notwendigkeit es lernt.

François Duc de La Rochefoucauld

Um zu ertragen, was anderen zustößt, sind wir allemal stark genug.

Es erfordert größere Tugenden, das gute Geschick zu ertragen als das böse.

Wir haben alle Kraft genug, um die Leiden anderer zu ertragen.

Wir sind alle stark genug, zu ertragen, was anderen zustößt.

Man bedarf weit größerer Tugenden, das Glück zu ertragen als das Unglück.

Friedrich Schleiermacher

Ein ganz vollendetes Wesen ist ein Gott, es könnte die Last des Lebens nicht ertragen und hat nicht in der Welt der Menschheit Raum.

Friedrich von Schiller

Wohl dem, der gelernt hat, zu ertragen, was er nicht ändern kann, und preiszugeben mit Würde, was er nicht retten kann.

Ertragen muß man, was der Himmel sendet, Unbilliges erträgt kein edles Herz.

Heinrich Heine

Ach, der psychische Schmerz ist leichter zu ertragen als der physische, und gewährt man mir z. B. die Wahl zwischen einem bösen Gewissen und einem bösen Zahn, so wähle ich ersteres.

Das Leben ist im Grunde so fatal ernsthaft, daß es nicht zu ertragen wäre ohne Verbindung des Pathetischen mit dem Komischen.

Ich bin nicht groß genug, um Erniedrigung zu ertragen. Am Ende ist vielleicht auch mehr Schlechtes in mir als Gutes; obzwar beides in kolossalen Massen. Ich liebe dennoch das Gute.

Hermann Hesse

Man mutet sich so leichtfertig anderen Menschen zu, und dabei kann man sich kaum selbst ertragen.

Honoré de Balzac

Godefroid, der einst glückliche Junggeselle, der so sorglos dahingelebt hatte, sah sich nun mit einer jungen Frau belastet, die so dumm war wie eine Gans, und er war außerstande, sein Mißgeschick zu ertragen, nachdem er sechs Monate lang der Wandlung des geliebten Wesens zu ebengenanntem Geflügel beigewohnt hatte.

Nun, wenn das Bewußtsein von der Arbeit, die es leistet, einem tätigen Wesen ein Gefühl der Genugtuung gibt, das ihm das Leben ertragen hilft, so muß die Gewißheit, daß man zur Last fällt oder sogar unnütz ist, das entgegengesetzte Ergebnis haben und dem unnützen Wesen gegen sich selbst die Geringschätzung einflößen, die sie bei anderen hervorruft.

Die Dummheit hat zwei Daseinsformen: sie schweigt oder sie spricht. Die stumme Dummheit ist zu ertragen, doch die Dummheit Rogrons war gesprächiger Natur.

Es gibt ein Elend, das mit Würde hingenommen und mit Frohsinn ertragen wird.

Jean Paul

Wenn der andre sich mit allen seinen Fehlern, die er noch besser kennt als ich, erträgt, warum sollte ich ihn nicht ertragen?

Jeremias Gotthelf

Man möge das bedenken, daß man andere ertragen soll, wie man selbst ertragen zu werden wünscht.

Johann Wolfgang von Goethe

Alles in der Welt läßt sich ertragen, nur nicht eine Reihe von schönen Tagen.

Die Anatomie war mir auch deshalb doppelt wert, weil sie mich den widerwärtigen Anblick ertragen lehrte, indem sie meine Wißbegierde befriedigte.

Nun wurden wir abermals gewahr, daß man, anstatt sich der Weichlichkeit und phantastischen Vergnügungen hinzugeben, wohl eher Ursache habe, sich abzuhärten, um die unvermeidlichen Übel entweder zu ertragen oder ihnen entgegen zu wirken.

Keine Kunst ist's alt zu werden; Es ist Kunst, es zu ertragen.

Karl Wilhelm Freiherr von Humboldt

Man muß die Zukunft abwarten und die Gegenwart genießen oder ertragen.

Luc Marquis de Vauvenargues

Nur wenige Menschen sind bescheiden genug, um zu ertragen, daß man sie richtig einschätzt.

Mark Twain

Ein Dutzend aufrichtige Tadel sind leichter zu ertragen als ein einziges verlogenes Kompliment.

Martin Luther

Wenn aber eine Frau auch etwas bitter ist, muß sie trotzdem ertragen werden, denn sie gehört ins Haus.

Oscar Wilde

Schicksalsschläge lassen sich ertragen - sie kommen von außen, sind zufällig. Aber durch eigene Schuld leiden - das ist der Stachel des Lebens.

Schicksalsschläge lassen sich ertragen - da ist der blinde Zufall am Werk; man kann nichts dafür. Doch für die eigenen Fehler büßen zu müssen, das ist bitter.

Victor Hugo

Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen.

Wilhelm Busch

Nimm das Glas und stoße an, werde niemals Ehemann! Denn als solcher, kann man sagen, muß man viel Verdruß ertragen.

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