Zitate zum Thema "nahe"
Gregor von Nazianz
Denn eine bekümmerte Seele ist Gott nahe, und Not führt zu dem, der geben und helfen kann, der aber wohl verachtet würde, wenn er immer und uneingeschränkt hülfe.
Arthur Schnitzler
Zwei Männer mögen wegen eine Frau in einem noch so erbitterten Streit geraten sein, es kommt immer der Augenblick, in dem sie nahe daran sind, einander - wie über einen Abgrund - die Hände zu reichen.
Friedrich von Schiller
Jeden, ohne Unterschied, reizt der nahe Gewinn, aber nur große Seelen wird das entfernte Gute bewegen.
Heinrich Heine
Ich bin zufälligerweise ein berühmter Mann, wer mir nahe tritt in öffentlicher Debatte, erregt die Aufmerksamkeit des Publikums, und mancher hat sich schon an mir einen Namen erschrieben.
Honoré de Balzac
Ach, hättet ihr wie ich die brennend heißen Tränen gespürt, die jetzt auf meine Hände fielen, dann wüßtet ihr, was Dankbarkeit heißt, wenn sie der Wohltat so nahe ist!
Der instinktive Widerwille, den Julie gegen alles bekundete, was ihrer Liebe und dem Verlangen ihres Herzens zu nahe trat, ist eine der schönsten Eigenschaften der Frau und entstammt vielleicht einer angeborenen Tugendhaftigkeit, die weder die Gesetze noch die Kultur je zum Schweigen bringen.
Wem ist es nicht widerfahren, wenn das Leben einen so raschen Verlauf nimmt, daß er plötzlich durch die Stimme einer Erinnerung angerufen wird, die sich oft zu spät erhebt und die einen an einen wichtigen Umstand gemahnt, eine nahe Gefahr?
Ohne ein Wort davon zu sagen, legte er der liebenswürdigen Frau nahe, sie solle für ihn die sublime Rolle spielen, die Rebecca in Ivenhoe innehat: ihn lieben, ihn schützen und fördern.
Zwischen Personen, die einander beständig so nahe sind, müssen Haß und Liebe immer größer werden: Aller Augenblicke findet man ja Gründe, sich mehr zu lieben oder zu hassen.
Jean-Jacques Rousseau
So wie ich mich im Geiste dem ew'gen Licht nahe fühle, so blendet mich sein Glanz, so verwirrt er mich, und ich bin gezwungen, alle irdischen Begriffe aufzugeben, die mir halfen, ihn mir vorzustellen.
Johann Heinrich Pestalozzi
Gott ist nahe, wo die Menschen einander Liebe zeigen.
Khalil Gibran
Der Gerechte steht dem Herzen der Menschen nahe, der Gütige jedoch dem Herzen Gottes.
Lucius Annaeus Seneca d.J.
Nicht braucht man zum Himmel erheben die Hände noch anzuflehen den Tempelwächter, daß er uns zum Ohr des Götterbildes, wo wir dann besser erhört werden könnten, vorlasse: Nahe ist dir der Gott, mit dir ist er, in dir ist er.
Ludwig Börne
Beim Beginn einer Unternehmung und unweit des Zieles ist die Gefahr des Scheiterns am größten. Wenn Schiffe kentern, so geschieht das nahe am Ufer.

