Zitate zum Thema "empfindungen"

Adolph Freiherr von Knigge

In unsern von Vorurteilen so säuberlich gereinigten, aufgeklärten Zeiten werden manche Empfindungen, welche Mutter Natur uns eingeprägt hat, wegräsoniert.

Denis Diderot

Die reine Liebe, von der man so viel spricht, ist nirgends zu finden. Die Zartheit der Empfindungen ist ein bloßes Hirngespinst.

Friedrich Nietzsche

Gedanken sind die Schatten unserer Empfindungen, - immer dunkler, leerer, einfacher, als diese.

Georg Christoph Lichtenberg

Die Natur hat die Frauenzimmer so geschaffen, daß sie nicht nach Prinzipien, sondern nach Empfindungen handeln sollen.

Wenn wir die Aufmerksamkeit auf schwache Empfindungen vermehren lernen, so können sie uns den Dienst von starken tun.

Gerhart Hauptmann

Wer die Empfindungen nicht in ihrer tiefen Kraft versteht, der wird überall nur das Gewöhnliche sehen.

Heinrich Heine

Das Volk verlangt, daß die Schriftsteller seine Tagesleidenschaften mitfühlen, daß sie die Empfindungen seiner eigenen Brust entweder angenehm anregen oder verletzen: Das Volk will bewegt werden.

Der Mensch läßt nicht gern ab von dem, was ihm und seinen Vorfahren teuer und lieb war, und heimlich krämpen sich seine Empfindungen daran fest, selbst wenn man es verderbt und entstellt hat.

Honoré de Balzac

Die geringsten Worte, Gesten und Handlungen dieser Frau bewiesen mir den Adel ihrer Seele, die Zartheit ihrer Empfindungen; sie wurde dadurch zu einem der liebenswerten Geschöpfe voller Liebe und Hingabe, die auf dieser Erde so selten sind.

Wenn sich bisweilen auf ihren Gesicht noch ein düsterer Ausdruck zeigte, so schien er nur die Fähigkeit zu bezeugen, die gewisse Frauen besitzen, in ihrer Seele die erregtesten Empfindungen zu verbergen, und jede Verstellungskunst, die sie anmutig lächeln läßt, während sie über den Untergang ihres Opfers nachsinnen.

Ist Stolz nicht eine jener menschlichen Empfindungen, die nur edle Taten gebären können?

Dieser Zustand der Seele steht immer im Verhältnis zu der Heftigkeit der Empfindungen. Zwei Seelen, welche sich nur schwach lieben, verspüren nichts derartiges.

Das Leben der allermeisten besteht aus Empfindungen.

Die Tyrannei ruft zwei entgegengesetzte Wirkungen hervor, deren Symbole in zwei großen Gestalten des antiken Sklaventums fortbestehen: in Epiktet und Spartakus, dem Haß und dessen bösartigen Empfindungen einerseits, der Resignation und deren christlichen Liebesregungen andererseits.

Modeste liebte, sie liebte mit jener so seltenen, so wenig verstandenen, platonischen Liebe, der ersten Illusion junger Mädchen, der zartesten aller Empfindungen, dem Hochgenuß des Herzens.

Es gibt Empfindungen, die die Frauen erraten, so sorgfältig die Männer sie auch verbergen.

Es ist besser man trägt den Luxus in seinen Empfindungen als auf seinen Kleidern.

Unverheiratete ersetzen ihre Empfindungen durch Gewohnheiten.

Moritz Gottlieb Saphir

Die Liebe ist stumm; aber je weniger sie spricht, desto mehr schreibt sie. Die Liebenden, die beisammen sind, schweigen, weil sie die Empfindungen überwältigen. Wenn sie getrennt sind, überwältigen sie die Empfindungen und schreiben.

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