Zitate zum Thema "tragen"
Aristoteles
Alles, was uns von Natur zuteil wird, das tragen wir zuerst potentiell in uns, und erst später aktualisieren wir es, wie man an den sinnlichen Wahrnehmungen sehen kann.
Juvenal
Jetzt tragen wir des langen Friedens Übel: Uns drückt, was härter ist als der Krieg, der Luxus.
Katharina von Siena
Die Liebe trägt die Seele, wie die Füße den Leib tragen.
Novalis
Jeder ist entsprossen aus einem uralten Königsstamm. Aber wie wenige tragen noch das Gepräge dieser Abkunft?
Abraham Lincoln
Wenn ich zwei Gesichter hätte, würde ich dann dieses tragen?
Adelbert von Chamisso
Allein zu sein! Drei Worte, leicht zu sagen Und doch so schwer, so endlos schwer zu tragen.
Adolph Freiherr von Knigge
Wenige helfen tragen; fast alle erschweren die Bürde.
Albert Einstein
Als ich jung war, fand ich heraus, daß die große Zehe immer die Angewohnheit hat, ein Loch in die Socke zu machen. Und so habe ich aufgehört, Socken zu tragen.
Arthur Schnitzler
Es ist keine Höflichkeit, dem Lahmen den Stock tragen zu wollen.
Blaise Pascal
Ehrfurcht und Liebe müssen so gut verteilt sein, daß sie einander tragen, ohne daß die Liebe von der Ehrfurcht erdrückt wird.
Daniel Spitzer
Denker tragen die Hände auf dem Rücken, Fromme auf dem Bauch.
Edmund Burke
Die Gleichberechtigung der Männer in Amerika macht Fortschritte: Wirbelstürme tragen jetzt auch männliche Namen!
Edward George Bulwer-Lytton
Unser Schicksal tragen heißt, es besiegen.
François Duc de La Rochefoucauld
Fremdes Mißgeschick zu tragen sind wir alle stark genug.
Friedrich Martin von Bodenstedt
Am tiefsten schmerzen Wunden, uns geschlagen von Menschen, die der Freundschaft Maske tragen.
Friedrich Nietzsche
Liebe und Haß sind nicht blind, aber geblendet vom Feuer, das sie selber mit sich tragen.
Ihr stärkeren und hochmütigen Geister, nur um eins seid gebeten: legt uns anderen keine neue Last auf, sondern nehmt etwas von unserer Last auf euch, da ihr ja die Stärkeren seid! Aber ihr macht es so gerne umgekehrt: denn ihr wollt fliegen, und deshalb sollen wir auch noch eure Last zur unsren tragen: das heißt, wir sollen kriechen!
Und wir - wir schleppen treulich, was man uns mitgibt, auf harten Schultern und über rauhe Berge! Und schwitzen wir, so sagt man uns: Ja, das Leben ist schwer zu tragen!''
Friedrich von Schiller
Der Freundschaft stolzes Siegel tragen viele, die in der Prüfungsstunde treulos fliehn.
Georg Christoph Lichtenberg
Es ist unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu versengen.
Guy de Maupassant
Seltsam und voller Wandlung ist das Leben. Eine Kleinigkeit reicht hin, uns zugrunde zu richten oder uns empor zu tragen.
Heinrich Heine
Ausgestoßene Verbrecher tragen oft mehr Menschlichkeit im Herzen als jene kühlen, untadelhaften Staatsbürger der Tugend, in deren bleichen Herzen die Kraft des Bösen erloschen ist, aber auch die Kraft des Guten.
Es gibt Menschen, welche nie Handschuhe tragen, weil sie kleine weiße Hände haben, woran man die höhere Rasse erkennt.
Seitdem es nicht mehr Sitte ist, einen Degen an der Seite zu tragen, ist es durchaus nötig, daß man Witz im Kopfe habe. Vor dem Übermut des Reichtums und der Gewalt schützt euch nichts - als der Tod und die Satire.
Honoré de Balzac
Mut zur Unzeit haben heißt Wasser in einem Korbe tragen.
Zum größten Ärger der Frauen war ihre Toilette untadelig, und alle beneideten sie um den Schnitt ihres Kleides, um die Form des Oberteils, dessen Wirkung von allen der genialen Begabung einer unbekannten Schneiderin zugeschrieben wurde; denn die Frauen wollen lieber an eine kundige Ausstaffierung als an Anmut und Vollkommenheit derer glauben, die dazu geboren sind, sie zu tragen.
Ich weiß nicht, welcher Macht sich die Frauen bedienen, um ihren Willen durchzusetzen; denn trotz ihrer offenbaren Schwäche tragen sie stets den Sieg davon.
Menschen nun aber, die an Luxus gewöhnt sind, tragen eine irreführende Einfachheit zur Schau; sie verachten ihn, sie bedienen sich seiner, er ist ihnen das Werkzeug, nicht die Triebkraft ihres Daseins.
Nun habe ich mit stets neuer Überraschung gestaunt, wie die heimlichen Absichten und die Gedanken, die zwei Gegner in sich tragen, stets wechselseitig erraten werden. Bisweilen geschieht es, daß sich bei zwei Feinden die gleiche Hellsicht der Vernunft, die gleiche Kraft intellektueller Schau findet wie zwischen Liebenden, die einer in des anderen Seele zu lesen vermögen.
Es gibt Frauen, die nur Männer lieben, die bereits von einer anderen erwählt worden sind, gerade wie es arme Bürgerfrauen gibt, die da hoffen, wenn sie unsere Hüte tragen, hätten sie auch unsere Umgangsformen.
Die Frauen haben einen Instinkt für jene Männer, die sie allein deswegen, weil sie einen Rock tragen, vergöttern, die glücklich in ihrer Nähe sind und nicht daran denken, töricht Vorteil aus ihrer Galanterie ziehen zu wollen.
Immanuel Kant
Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen.
Johann Wolfgang von Goethe
Denn was man Schwarz auf Weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen.
Laß mich an den Wohltaten deiner Überzeugungen teilnehmen und behalte deine Zweifel für dich selbst, da ich hieran schon genug allein zu tragen habe.
Karl Wilhelm Freiherr von Humboldt
Das Alter ist ein natürlicher, menschlicher Zustand, dem Gott seine eigenen Gefühle geschenkt hat, die ihre eigenen Freuden in sich tragen.
Ludwig Uhland
Was zagst du, in solchen Tagen, wo selbst die Dorne Rosen tragen?
Moritz Gottlieb Saphir
Das weibliche Herz soll sein wie eine Auster, es soll sich nur einmal aufschließen, um den Tau der Liebe in sich aufzunehmen und ihn als Perle ein Leben lang in sich tragen. Wiederum soll es nicht sein wie eine Auster, es soll keine harte Schale haben.
Nikolaus Lenau
Viele suchen ihr Glück, wie sie einen Hut suchen, den sie auf dem Kopf tragen.
Oscar Wilde
Mode ist, was man selbst trägt. Altmodisch ist, was die anderen tragen.
Ralph Waldo Emerson
Und wenn wir die ganze Welt durchreisen, um das Schöne zu finden: Wir müssen es in uns tragen, sonst finden wir es nicht.
Wilhelm Raabe
Wir tragen den Frieden wie ein Gewand, an dem wir vorn flicken, während es hinten reißt.
William Shakespeare
Es soll ein Freund des Freundes Schwäche tragen.

