Zitate zum Thema "seiner"

Aristoteles

Der Mensch hat auch im Verhältnis zu seiner Größe am meisten Gehirn, und die Männer wiederum mehr als die Frauen.

Der Mensch ist der Urheber seiner Handlungen, so gut, wie er der Vater seiner Kinder ist.

Wie der Mensch in seiner Vollendung das edelste aller Geschöpfe ist, so ist er, losgerissen von Gesetz und Recht, das schlimmsten von allen.

Der König, der die Unterstützung seiner Bürger verliert, ist kein König mehr.

Aurelius Augustinus

Ich fühle, es gibt nichts, das den Geist des Mannes so sehr von seiner sicheren Höhe stürzt wie die Schmeicheleien einer Frau und jene körperlichen Berührungen, ohne die man eine Frau nicht haben kann.

Bernhard von Clairvaux

Gott ist Licht wegen seiner Helligkeit, Friede wegen seiner Ruhe, eine Quelle wegen seiner überfließenden Fülle und der Ewigkeit.

Carmen Sylva

Des Lebens kann man nicht müde sein, man ist nur seiner selbst überdrüssig.

Gott gab seiner Schöpfung nur einen einzigen Pfeiler: die Liebe.

Epikur von Samos

Das ganze Leben dieses Menschen wird wegen seiner Unzuverlässigkeit zusammenbrechen und zerschlagen sein.

Franz von Assisi

Der Mensch ist Gottes Ebenbild, in dem Gott um seiner selbst willen geehrt sein will.

Friedrich II., der Große

Das Übel erreicht seinen Gipfel, wenn es verkehrten Gemütern gelingt, den Regenten zu bereden, daß sein Interesse von dem Interesse seiner Untertanen verschieden sei.

In meinem Staate kann jeder nach seiner Fasson selig werden.

Die Religionen müssen alle tolerieret werden und muß der Fiskal nur das Auge darauf haben, daß keine der anderen Abbruch tue; denn hier muß ein jeder nach seiner Fasson selig werden.

Konfuzius

Der Edle strebt beim Essen nicht nach Sättigung, beim Wohnen nicht nach Bequemlichkeit. In der Erledigung seiner Aufgaben ist er sorgfältig, in seinen Worten vorsichtig. Er begibt sich zu denen, die den rechten Weg pflegen, um sich zu bessern. Deswegen kann man sagen, daß er das Lernen liebt.

Der Edle stellt einen Menschen nicht nur aufgrund seiner Worte ein. Genauso verwirft er aber auch nicht die Worte nur aufgrund des Menschen, der sie sprach.

Der Weise hat in seiner Einstellung zur Welt weder Vorlieben noch Vorurteile. Er ist auf der Seite des Rechts.

Marc Aurel

Das Leben eines Menschen ist gefärbt von der Farbe seiner Vorstellungskraft.

Plutarch

Die Teilung der Hand in Finger hat keine Schwächung herbeigeführt, vielmehr ihre Leistungsfähigkeit gesteigert. Ebenso erhöht der Staatsmann, der anderen einen Anteil an der Führung gibt, durch gemeinsame Leistung den Erfolg seiner Tätigkeit.

Sophokles

In seiner eigenen Seele trägt der Mensch die Saat, daraus er all sein Frohes und sein Leides zieht.

Stendhal

Ein großer Mann gleicht einem Adler; je höher er sich aufschwingt, desto schwieriger ist er zu erkennen, und so muß er seine Größe mit der Einsamkeit seiner Seele bezahlen.

Adolph Freiherr von Knigge

Keine Regel ist so allgemein, keine so heilig zu halten, keine führt so sicher dahin, uns dauerhafte Achtung und Freundschaft zu erwerben, als die: unverbrüchlich, auch in den geringsten Kleinigkeiten, Wort zu halten, seiner Zusage treu, und stets wahrhaftig zu sein in seinen Reden.

Hüte dich, deinen treuesten Freund, dich selber, so zu vernachlässigen, daß dieser treue Freund dir den Rücken kehre, wenn du seiner am nötigsten bedarfst.

Wer die Mutter nicht liebt, deren Brüste er gesogen; wessen Herz nicht warm wird bei dem Anblicke der Gefilde, in welchen er die unschuldigen, glücklichen Jahre seiner Jugend fröhlich und sorgenlos verlebt hat - was für Interesse soll der wohl an dem ganzen nehmen, da Eigentum, Moralität und alles, was den Menschen auf dieser Erde irgend teuer sein kann, doch am Ende auf Erhaltung jener Familien- und Vaterlandsbande beruht?

Wer nicht, seiner Lage nach, schlechterdings dazu verdammt ist, an Höfen oder sonst in der großen Welt zu leben, der bleibe fern von diesem Schauplatze des glänzenden Elends.

Beurteile nicht den moralischen Charakter des Gelehrten nach dem Inhalte seiner Schriften. Auf dem Papiere sieht der Mann oft ganz anders aus als in natura.

Am Schreibtische, wo man die ruhigste Gemütsverfassung wählen kann, wenn keine stürmischen Leidenschaften unsern Geist aus seiner Fassung bringen, da lassen sich herrliche moralische Vorschriften geben.

Lebe mäßig in allem Betrachte, so magst du den Arzt als Freund bei dir sehn, aber du wirst seiner Hilfe selten bedürfen.

Einen bessern Rat weiß ich nicht zu geben als den: Man hüte sich, mit seinem Vermögen oder seiner Person in die Hände der Justiz zu fallen!

Man mache sich gefaßt, nie wieder in den Besitz seiner Güter zu kommen, wenn diese einmal in Advokaten- und Kuratorenhände geraten sind.

Albert Einstein

Aber das ahnungsvolle, Jahre währende Suchen im Dunkeln und seiner gespannten Sehnsucht, seiner Abwechslung von Zuversicht und Ermattung und seinem endlichen Durchbrechen zur Klarheit, das kennt nur, wer es selber erlebt hat.

Die Teilnahme an Begräbnissen ist doch etwas, was man nur seiner Umgebung zuliebe tut. Es hat an sich keinen Sinn. Es kommt mir vor wie der Eifer, mit dem man jeden Tag seine Stiefel putzt, damit die Umgebung nicht sagt, man habe ungeputzte Stiefel.

Wer seiner eigenen Sache untreu wird, kann nicht erwarten, daß ihn andere achten.

Alexander Freiherr von Humboldt

Jeder muß den Mut seiner Meinung haben.

Andrew Carnegie

Ein Mann, der überzeugt wird gegen seinen Willen, bleibt seiner Meinung treu im stillen.

Antoine de Rivarol

Der schönste Kunstgriff des menschlichen Geistes, die Erfindung von Begriffen, ist die Quelle fast all seiner Irrtümer.

Anton Tschechow

Man muß an Gott glauben, und wenn man den Glauben nicht hat, dann soll man an seiner Stelle keinen Sensationsrummel setzen, sondern suchen, suchen, einsam suchen, allein mit sich und seinem Gewissen.

Aristide Briand

Die Revolutionen haben in der Welt nichts geändert. Früher trieb man Mißbrauch mit seiner adeligen Geburt, jetzt tut man es mit seinem Reichtum.

Arthur Schnitzler

Dilettant sein heißt: seiner eigenen Einfälle nicht wert, aber auf sie stolz sein.

Anführungszeichen sind oft nichts als faule Ausrede, mittels deren der Autor die Verantwortung für eine Banalität, die ihm in die Feder kam, oder für die ihm nichts besseres einfiel, dem schlechten Geschmack seiner Zeitgenossen aufzubürden versucht.

Arthur Schopenhauer

Im Alter gibt es keinen schöneren Trost, als daß man die ganze Kraft seiner Jugend Werken einverleibt hat, die nicht mit altern.

Der Arzt sieht den Menschen in seiner ganzen Schwäche, der Advokat in seiner ganzen Schlechtigkeit und der Priester in seiner ganzen Dummheit.

Baruch de Spinoza

Gott handelt nur nach den Gesetzen seiner Natur und von niemandem gezwungen.

Benjamin Disraeli

Der Mensch ist nicht das Produkt seiner Umgebung. Vielmehr ist seine Umgebung ein Produkt des Menschen.

Charles de Baudelaire

Jede Tageszeitung ist von der ersten Zeile bis zur letzten ein einziges Gewebe von Greueln. Kriege, Verbrechen, Diebstähle, Unzucht, Folter, Verbrechen der Fürsten, Verbrechen der Nationen, Verbrechen der Privaten, ein allgemeiner Rausch von Gräßlichkeit. Und dieses ekelerregende Aperitiv nimmt der zivilisierte Mensch täglich des Morgens zu seiner Mahlzeit ein.

Charles de Montesquieu

Im Allgemeinen wird das Verhalten eines Mannes, der die Untreue seiner Frau schweigend hingehen läßt, nicht gerügt; im Gegenteil, man lobt ihn wegen seiner Klugheit.

Unglückliches Geschick der Menschen! Kaum ist der Geist zu seiner Reife gelangt, beginnt der Körper dahinzuwelken.

Charlotte Perkins Gilman

Die Frau sollte als Kameradin seiner Seele an der Seite des Mannes stehen, und nicht als Bedienstete seines Körpers.

Christian Friedrich Hebbel

Wenn man etwas recht gründlich haßt, ohne zu wissen warum, so kann man überzeugt sein, daß man davon einen Zug in seiner eigenen Natur hat.

Das Genie ist der Fühlfaden seiner Zeit.

Seine Meinung zu ändern erfordert manchmal mehr Mut, als bei seiner Ansicht zu verharren.

Christoph Martin Wieland

Wie verborgen und unzugangbar uns auch der höchste Regierer des Weltalls ist, so wissen wir doch genug von seiner Regierung, um ein unbeschränktes Vertrauen zu ihr zu fassen, und genug von seinen Gesetzen.

Edgar Allen Poe

Erstaunlich, daß der Mensch nur hinter seiner Maske ganz er selbst ist.

Ernest Renan

Man bewahrt immer die Merkmale seiner Abstammung.

Ernst Freiherr von Feuchtersleben

Wenn wir zürnen, hat unser Gegner sein Ziel erreicht: wir sind in seiner Gewalt.

Fjodor Dostojewskij

Einem wirklich Gottlosen bin ich in meinem Leben noch nicht begegnet. Statt seiner fand ich den Ruhelosen - so muß man ihn richtiger nennen.

François Duc de La Rochefoucauld

Mancher erzielt durch geschickte Anwendung seiner mittelmäßigen Fähigkeiten eher Achtung und Ansehen als ein anderer durch wahre Leistung.

Eine anständige Frau ist ein verborgener Schatz. Wer ihn findet, tut gut daran, sich seiner nicht zu rühmen.

Friedrich Haug

Paulinus ladet Groß und Klein Zu seiner Silberhochzeit ein. Er will ein Jubelhahnrei seyn!

Wäre doch Schwarz vor seiner Entdeckung des Pulvers gestorben, Oder sein trauriger Fund untergegangen mit ihm!

Der hier begrab'ne Zecher Veit Soff ohne Maß und allezeit. Der Arm erlahmte seiner Hebe. Er starb in solcher Trunkenheit, Daß er, schon tot, noch glaubt', er lebe.

Friedrich Ludwig Jahn

Das Geheimnis, mit allen Menschen in Frieden zu leben, besteht in der Kunst, jeden seiner Individualität nach zu verstehen.

Friedrich Martin von Bodenstedt

Wer nie verließ der Vorsicht enge Kreise, und selbst aus seiner Jugend Tagen nichts zu bereuen hat, zu beklagen, der war nie töricht. Aber auch nie weise.

Friedrich Nietzsche

Man greift nicht nur an, um jemandem wehe zu tun, ihn zu besiegen, sondern vielleicht auch nur, um sich seiner Kraft bewußt zu werden.

Der Mensch mag sich noch so weit mit seiner Erkenntnis ausrecken, sich selber noch so objektiv vorkommen: zuletzt trägt er doch Nichts davon, als seine eigene Biographie.

Wer ein gutes Beispiel geben will, muß seiner Tugend einen Gran Narrheit zusetzen: dann ahmt man nach und erhebt sich zugleich über den Nachgeahmten, - was die Menschen lieben.

Wer dreimal mit Dreistigkeit das Wetter prophezeit hat und Erfolg hatte, der glaubt im Grunde seiner Seele ein wenig an seine Prophetengabe. Wir lassen das Wunderliche, Irrationale gelten, wenn es unserer Selbstschätzung schmeichelt.

Die Kehrseite des christlichen Mitleidens am Leiden des Nächsten ist die tiefe Beargwöhnung aller Freude des Nächsten, seiner Freude an allem, was er will und kann.

Ein Gran dankbaren Sinnes und Pietät zu viel: - und man leidet daran wie an einem Laster und gerät mit seiner ganzen Selbständigkeit und Redlichkeit unter das böse Gewissen.

Wer sich selber haßt, den haben wir zu fürchten, denn wir werden die Opfer seines Grolls und seiner Rache sein. Sehen wir also zu, wie wir ihn zur Liebe zu sich selber verführen!

Der Verbrecher ist häufig genug seiner Tat nicht gewachsen: er verkleinert und verleumdet sie.

Man soll nicht zu viel Recht haben, wenn man die Lacher auf seiner Seite haben will; ein Körnchen Unrecht gehört sogar zum guten Geschmack.

Es ist an der Zeit, daß der Mensch sich sein Ziel stecke. Es ist an der Zeit, daß der Mensch den Keim seiner höchsten Hoffnung pflanze.

Wer sich stets viel geschont hat, der kränkelt zuletzt an seiner vielen Schonung. Gelobt sei, was hart macht! Ich lobe das Land nicht, wo Butter und Honig fließt!

Der Winter, ein schlimmer Gast, sitzt bei mir zu Hause; blau sind meine Hände von seiner Freundschaft Händedruck.

Friedrich Rückert

Möge jeder still beglückt seiner Freuden warten! Wenn die Rose selbst sich schmückt, schmückt sie auch den Garten.

Friedrich von Schiller

Das ist's ja, was den Menschen zieret, und dazu ward ihm der Verstand, daß er im innern Herzen spüret, was er erschafft mit seiner Hand.

Weil das Glück aus seiner Tonnen die Geschicke blind verstreut, freue sich und jauchze heut, wer das Lebenslos gewonnen!

Die Welt ist vollkommen überall, wo der Mensch nicht hinkommt mit seiner Qual.

Wer den Besten seiner Zeit genug getan, der hat gelebt für alle Zeiten.

Georg Christoph Lichtenberg

Ein Starker weiß, mit seiner Kraft hauszuhalten, nur der Schwache will über seine Kraft hinaus wirken.

Wer in sich selbst verliebt ist, hat wenigstens bei seiner Liebe den Vorteil, daß er nicht viele Nebenbuhler haben wird.

Wenn uns ein Engel einmal aus seiner Philosophie erzählte, es müßten wohl manche Sätze so klingen als wie 2 x 2 = 13.

Giacomo Girolamo Casanova

Je tiefer man in seiner eigenen Meinung steht, desto mehr ist man bestrebt, in den Augen anderer Menschen ausgezeichnet zu erscheinen.

Gotthold Ephraim Lessing

Jeder Mensch hat seinen Stil, sowie seine eigene Nase, und es ist weder artig noch christlich, einen ehrlichen Mann mit seiner Nase zum besten zu haben, wenn sie auch noch so sonderbar ist.

Hier liegt - wenn man euch glauben wollte, Ihr frommen Herrn, - der längst hier liegen sollte. Der liebe Gott verzeih aus Gnade Ihm seine Henriade, Und seine Trauerspiele, Und seiner Verschen viele! Denn, was er sonst ans Licht gebracht, Das hat er ziemlich gut gemacht.

Sagt nicht, daß seiner Frau, dem Inventar der Zeit, Sertor den Tod gewünscht. Was sonst? Die Ewigkeit.

Guy de Maupassant

Patriotismus ist in seiner überhitzten Form das Ei, aus dem die Kriege gebrütet werden.

Heinrich Heine

Das Volk verlangt, daß die Schriftsteller seine Tagesleidenschaften mitfühlen, daß sie die Empfindungen seiner eigenen Brust entweder angenehm anregen oder verletzen: Das Volk will bewegt werden.

Der Engländer, der mit seiner Miß an den Badestrand immer geht, damit der Anblick der nackten Männer sie gegen Sinnlichkeit abstumpfe. Wenn das Laster so großartig, wird es minder empörend.

Der gemeine Mann muß eine Dummheit haben, worin er sich glücklich fühlt, und er fühlt sich glücklich in seiner Dummheit.

Der Pfeil gehört nicht mehr dem Schützen, sobald er von der Sehne des Bogens fortfliegt, und das Wort gehört nicht mehr dem Sprecher, sobald es seiner Lippe entsprungen und gar durch die Presse vervielfältigt worden.

Der wahre Dichter ist auch ein wahrer Held, und in seiner Brust wohnt die Geduld, die, wie der Spanier sagt, ein zweiter Mut ist.

Es ist sonderbar, wenn jemanden ein Mißgeschick trifft, so erinnern wir uns unwillkürlich irgend einer alten Unbill, die uns von seiner Seite widerfahren und woran wir vielleicht seit undenklicher Zeit nicht gedacht haben.

Für den Kommunismus ist es ein unberechenbar günstiger Umstand, daß der Feind, den er bekämpft, bei all seiner Macht dennoch in sich selber keinen moralischen Halt besitzt.

Kein Kritiker für große, aber für kleine Schriftsteller - Walfische haben keinen Platz unter seiner Lupe, wohl aber interessante Flöhe.

Trösten kann kein Mensch, sondern nur die Zeit. Die Zeit, der schlaue Saturn, er heilt uns von jeder Wunde, um uns mit seiner Sense bald wieder eine neue Wunde ins Herz hinein zu schneiden.

Wenn man auch seiner Krücken spottet, so kann man doch darum nicht besser gehen.

Hieronymus Lorm

Das Schicksal ist ein Wirbelwind, ein armes Blatt das Menschenkind. Er treibt's zu Tal, er hebt's zu Hügel - das Blättchen rühmt sich seiner Flügel.

Honoré de Balzac

Nichts kennzeichnet ein Land besser als der Zustand seiner öffentlichen Verkehrsmittel.

Welcher Mann hätte nicht, auf welche Stufe das Schicksal ihn auch immer gestellt haben mochte, in seiner Seele eine unbeschreibliche Freude empfunden, wenn er an einer Frau, die er, und sei es auch nur im Traum, für sich erwählte, die dreifache, geistige, körperliche und gesellschaftliche Vollkommenheit antraf, die ihm erlaubte, in ihr stets die Erfüllung aller seiner Wünsche zu sehen?

So härtet sich ein Mann, indem er sich zuerst der Frau bedient, damit die Frau sich nicht seiner bedienen kann.

Der Mensch kann zu seiner Verzweiflung nichts tun, was nicht unvollkommen wäre, im Guten wie im Bösen.

Menschen nun aber, die an Luxus gewöhnt sind, tragen eine irreführende Einfachheit zur Schau; sie verachten ihn, sie bedienen sich seiner, er ist ihnen das Werkzeug, nicht die Triebkraft ihres Daseins.

Für meinen Mann bin ich der Garderobenständer seines Luxus, das Aushängeschild seines Ehrgeizes, eine seiner lächerlichen Genugtuungen.

Seine Eitelkeit spart an nichts, er würde echte Spitzen an die Windeln seiner Kinder nähen lassen, aber ihr Weinen hört er nicht.

Wie sollte er sich gegenüber einer Frau verhalten, die sich seiner Leidenschaft bedient, um ihre Fühllosigkeit zu schirmen; die entschlossen zu sein scheint, auf sanfte Weise unerbittlich zu bleiben; die sich darauf vorbereitet, voller Entzücken die Rolle des Opfers zu spielen.

Einer der Witzbolde, die bei dergleichen von vielen Menschen besuchten Veranstaltungen nie fehlen, sagte, als er die Gräfin und ihren Kavalier eintreten sah, die Damen brächten ebensoviel Neugier auf, einen Mann anzuschauen, der seiner Leidenschaft treu bleibe, wie die Männer, eine hübsche Frau mustern, die zu fesseln schwierig sei.

Nebenbei sei gesagt, daß Polen Rußland durch den Einfluß seiner Sitten hätte erobern können, anstatt es mit Waffen zu bekämpfen; dann hätte es gehandelt wie die Chinesen, die schließlich die Tataren zu Chinesen gemacht haben und, wie zu hoffen steht, auch die Engländer zu Chinesen machen werden.

Wenn man liebt, dann liebt man am Gegenstand seiner Liebe alles und jedes.

Für Rastignac war Anastasie de Restaud die Frau seiner Sehnsucht. Er hatte sich in der Tänzerliste, die sie auf ihren Fächer schrieb, zwei Tänze gesichert.

Jeder Gimpel geht seiner Eigenliebe auf dem Leim.

Der gewohnte Anblick eines Gesichts führt unmerklich zur Entdeckung seiner seelischen Eigenschaften und übersieht schließlich dessen Mängel.

Wenn er zaudert, auf die Schreie seiner Gefährden hört, geht er in den meisten Fällen zugrunde. In diesen großen Krisen bricht das Herz entweder, oder es stählt sich.

Wenn aber die Ausdrucksformen der Liebe so verschieden sind, daß kein Liebespaar im Laufe der Zeiten seinesgleichen hat, so teilt sie sich hingegen immer in der gleichen Art und Weise mit. Jedes junge Mädchen, auch das allerfrömmste, das allerkeuscheste, gebraucht die gleiche Sprache und unterscheidet sich von andern nur durch die Anmut seiner Gedanken.

Der Mensch unterscheidet sich vom Tier dadurch, daß er frei über sich verfügen kann; nimmt man ihm dieses Recht, über sein Leben oder seinen Tod zu verfügen, macht man ihn zum Sklaven seiner Mitmenschen und der Ereignisse.

Diese erbärmliche, mit Blumensträußen, Theaterbesuchen vermischte Komödie nennt sich seiner Braut den Hof machen.

Immanuel Kant

Die Pflicht gegen sich selbst besteht darin, daß der Mensch die Würde der Menschheit in seiner eigenen Person bewahre.

Viele Menschen sind unglücklich, weil sie nicht abstrahieren können. Der Freier könnte eine gute Heirat machen, wenn er nur über eine Warze im Gesicht oder eine Zahnlücke seiner Geliebten wegsehen könnte.

Der bejahrte Murrkopf, welcher fest glaubt, daß in seiner Jugend die Welt viel ordentlicher und die Menschen besser gewesen wären, ist ein Phantast in Ansehung der Erinnerung.

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

Iwan Sergejewitsch Turgenjew

Wehe dem Herzen, das in seiner Jugend nicht geliebt hat.

Jean Paul

Wer auf den blumigen Höhen der Menschheit doch kein Glück erreicht, der ist, wenn er ohne Gott im Innern ist, hülfloser als der Niedrige, der wenigstens in der Anklage seiner tiefen Stellung die Hoffnung der Verbesserung sucht.

Unmittelbar nach der Ausübung eines Amtes - z. B. nach Ende einer Predigt, einer Vorlesung, einer Gassenausrufung - hat der Mensch ein närrisches Gefühl der Selbstausdehnung und kann gar nicht wieder recht zu seiner vorigen kleinen Zusammenfaltung kommen, wie Regenschirme nach dem Gebrauch ausgespannt dastehen.

Von Feinden Vorwürfe hören, lehrt und bekehrt und wirkt nicht; aber wohl von Freunden. Ein Mann wie Emanuel kann jahrelang die härtesten Vorwürfe seiner Feinde erfahren, sie können nicht auf ihn wirken, da er sie verachtet und vernichtet. Aber dieselbe Rede eines gleichgestimmten Freundes griffe anders an.

Ich begreife sehr wohl, warum manche ihren Körper so wenig den Befehlen der Weisheit untertänig machen können. Der, dessen Herz bei jedem neuen Vorfall zu pochen anfängt, wird über dasselbe anfangs wenig mit seiner Weisheit vermögen. Denn das Bestreben, den Fehler zu vermeiden, bringt ihn hervor.

Jean-Jacques Rousseau

Wenn ein Mensch stirbt, so trägt er in seiner zusammengekrampften Hand nur das mit sich, was er hergegeben hat.

Johann Heinrich Pestalozzi

Sage keiner, man könne anderen, könne dem Volke nicht helfen! Die Mittel dazu liegen im Innersten seiner Not. Und man lernt sie gebrauchen, indem man sie anwendet.

Johann Kaspar Lavater

Es ist kein Verdienst, Verstand zu haben, sondern ein Glück; aber Verdienst ist es, ihn zur Erkennung seiner selbst anzuwenden.

Johann Wilhelm Ritter

Noch heute bildet sich jedem Mann das Weib aus seiner Rippe. Nicht jeder aber läßt es sich nochmals von Gott zuführen.

Johann Wolfgang von Goethe

Kein tüchtiger Mensch läßt seiner Brust den Glauben an Unsterblichkeit rauben.

Der geringste Mensch kann komplett sein, wenn er sich innerhalb der Grenzen seiner Fähigkeiten und Fertigkeiten bewegt.

Die Weisen sagen: Beurteile niemand, bis du an seiner Stelle gestanden hast.

Jeder hat etwas in seiner Natur, das, wenn er es öffentlich ausspräche, Mißfallen erregen müßte.

Unser Schicksal ist seiner Bestimmung näher, wenn wir nicht selbst Herren darüber sind.

Wer das Recht auf seiner Seite fühlt, muß derb auftreten: Ein höfliches Recht will gar nichts heißen.

Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen.

Wer sich der Einsamkeit ergibt, ach! der ist bald allein: Ein jeder lebt, ein jeder liebt und läßt ihn seiner Pein!

Ein jeder kehre vor seiner Tür, und rein ist jedes Stadtquartier.

Man kann niemand lieben, als den, dessen Gegenwart man sicher ist, wenn man seiner bedarf.

Wohl dem, der seiner Väter gern gedenkt.

Je früher der Mensch gewahr wird, daß es ein Handwerk, daß es eine Kunst gibt, die ihm zur geregelten Steigerung seiner natürlichen Anlagen verhelfen, desto glücklicher ist er.