Zitate zum Thema "gar"

Aischylos

Wer kundig ist des Unheils, weiß, daß Menschen, wenn sie der Schwall der Leiden überflutet, in jedem Ding gar ein leicht Schrecknis wittern. Doch fließt das Schicksal sanft, so meinen sie, es wehe derselbe Geist des Glücks.

Hafis

Durch die Liebe werden alle Dinge leichter, die der Verstand als gar zu schwer gedacht.

Molière

Den Frauen, kurz gesagt, ist jeder Zwang verhaßt, - Drum ist's gewagt, wenn man mit Argwohn sie verfolgt und gar versucht, sie einzusperren.

Novalis

Das Nichtverstehen kommt meistens gar nicht vom Mangel an Verstand, sondern vom Mangel an Sinn.

Sokrates

Je weniger einer braucht, desto mehr nähert er sich den Göttern, die gar nichts brauchen.

Adolph Freiherr von Knigge

Sei aber nicht gar zu sehr ein Sklave der Meinungen andrer von dir! Sei selbständig! Was kümmert dich am Ende das Urteil der ganzen Welt, wenn du tust, was du sollst?

Überhaupt aber ist es mit dem Alter der Frauenzimmer ein kitzlicher Punkt; man tut am besten, diese Saite gar nicht zu rühren.

Schlechte Leute werden am besten durch Verachtung bestraft und Klatschereien am leichtesten widerlegt, wenn man sich gar nicht darum bekümmert.

Übrigens gestehe ich - es bleibt aber unter uns - daß der Ton, welcher jetzt unter unsern ganz jungen Leuten ziemlich allgemein an Höfen und in der feinen Welt eingeschlichen ist, mir gar nicht so gefallen will wie der, welcher vor etwa zwanzig Jahren herrschte.

Da widmen sich denn die schiefsten Köpfe dem Studium der Rechtsgelehrsamkeit, womit sie keine andren feinen Kenntnisse verbinden, dennoch aber so stolz auf diesen Wust von alten römischen, auf unsre Zeiten wenig passenden Gesetzen sind, daß sie von dem Manne, der die edlen Pandekten nicht am Schnürchen hat, glauben, er könne gar nichts gelernt haben.

Angelus Silesius

Der nächste Weg zu Gott ist durch der Liebe Tür, der Weg der Wissenschaft bringt dich gar langsam für.

Arthur Schnitzler

Toleranz heißt, die Fehler der anderen zu entschuldigen. Takt heißt, gar nicht erst bemerken.

Baltasar Gracián y Morales

Die Affekte sind die krankhaften Säfte der Seele, und an jedem Übermaße derselben erkrankt die Klugheit: Steigt gar das Übel zum Munde hinaus, so läuft die Ehre Gefahr.

Bertolt Brecht

So mancher wollt so manches haben was es für manchen gar nicht gab: Er wollt sich schlau ein Schlupfloch graben und grub sich nur ein frühes Grab.

Fjodor Dostojewskij

Wenn man nicht weiter ausschreiten kann, ist ein kleiner Schritt besser als gar nichts.

François Duc de La Rochefoucauld

Lieber sagt man Schlechtes von sich als gar nichts.

Franz Kafka

Der Tod ist vor uns, etwa wie im Schulzimmer an der Wand ein Bild der Alexanderschlacht. Es kommt darauf an, durch unsere Taten noch in diesem Leben das Bild zu verdunkeln oder gar auszulöschen.

Friedrich Haug

Ich läse gern noch ganz Dir meinen Liederkranz: Die große Völkerschlacht. Sag an: Ermüdest Du? Nein, nein! Nur fortgemacht! Ich höre gar nicht zu.

Friedrich Martin von Bodenstedt

Willst du klug durchs Leben wandern, prüfe andre, doch auch dich! Jeder täuscht gar gern den andern, doch am liebsten jeder sich.

Friedrich Nietzsche

Die vornehmen Frauen denken, daß eine Sache gar nicht da ist, wenn es nicht möglich ist, von ihr in der Gesellschaft zu sprechen.

Das unzweideutigste Anzeichen von einer Geringschätzung der Menschen ist dies, daß man jedermann nur als Mittel zu seinem Zwecke oder gar nicht gelten läßt.

Den Stil verbessern - das heißt den Gedanken verbessern, und gar nichts weiter! - Wer dies nicht sofort zugibt, ist auch nie davon zu überzeugen.

Wer es nicht versteht, den Nagel auf den Kopf zu treffen, soll ja gebeten sein, ihn gar nicht zu treffen.

Das sind mir unangenehme Menschen, bei denen jeder natürliche Hang sofort zur Krankheit wird, zu etwas Entstellendem oder gar Schmählichem, - diese haben uns zu der Meinung verführt, die Hänge und Triebe des Menschen seien böse.

Oh Voltaire! Oh Humanität! Oh Blödsinn! Mit der Wahrheit, mit dem Suchen der Wahrheit hat es etwas auf sich; und wenn der Mensch es dabei gar zu menschlich treibt - il ne cherche le vrai que pour faire le bien - ich wette, er findet nichts!

Es gibt gar keine moralischen Phänomene, sondern nur eine moralische Ausdeutung von Phänomenen.

Friedrich von Logau

Man lobt die Redlichkeit und sieht sie nicht hier oben. Man tut gar recht: Sie starb. Gestorbne muß man loben.

Wer gar zu bieder ist, bleibt zwar ein redlich Mann, bleibt aber, wo er ist, kommt selten höher an.

Die Wohltat übel angewandt, wird Übeltat gar wohl genannt.

Friedrich von Schiller

Der Künstler ist zwar der Sohn der Zeit, aber schlimm für ihn, wenn er zugleich ihr Zögling oder gar noch ihr Günstling ist.

Wer gar zu viel bedenkt, wird wenig leisten.

Georg Christoph Lichtenberg

Nichts kann mehr zu einer Seelenruhe beitragen, als wenn man gar keine Meinung hat.

Das Wort Schwierigkeit muß gar nicht für einen Menschen von Geist als existent betrachtet werden. Weg damit.

Es ist gewiß besser, eine Sache gar nicht studiert zu haben als oberflächlich. Denn der bloße gesunde Menschenverstand, wenn er eine Sache beurteilen will, schießt nicht so sehr fehl als die halbe Gelehrsamkeit.

Ich bin sehr abergläubisch, allein ich schäme mich dessen gar nicht, sowenig ich mich schäme zu glauben, daß die Erde stille steht; es ist der Körper meiner Philosophie, und ich danke nur Gott, daß er mir eine Seele gegeben hat, die dieses korrigieren kann.

Gottfried Kinkel

Der kann es weit bringen in der Welt, der gar nicht fragt, ob er gefällt.

Gotthold Ephraim Lessing

Und ist denn nicht das ganze Christentum aufs Judentum gebaut? Es hat mich oft geärgert, hat mich Tränen genug gekostet, wenn Christen gar so sehr vergessen konnten, daß unser Herr ja selbst ein Jude war.

Mit Unrecht klagest du, treuherziger Aemil, Daß man so selten nur auf deine Worte bauen, Mit Gleichem Gleiches dir gar nicht vergelten will: Wer allen alles traut, dem kann man wenig trauen.

Welch tötender Gestank hier, wo Lukrin begraben, Der unbarmherzge Filz! - Ich glaube gar, sie haben Des Wuchrers Seele mit begraben.

Dein braunes Mädchen, Freund, ist schön: Das muß ihr auch der Neid gestehn. So schön, daß man es gern vergißt, Daß sie ein wenig buhlrisch ist; So schön, daß man es gar vergißt, Daß ihr Papa ein Reimschmied ist.

Wir Männer stecken voller Mängel; Es leugne, wer es will! Die Weiber gegen uns sind Engel. Nur taugen, wie ein Kenner will, Drei kleine Stück - und die sind zu erraten, An diesen Engeln nicht gar zu viel! Gedanken, Wort und Taten.

Heinrich Heine

Der Pfeil gehört nicht mehr dem Schützen, sobald er von der Sehne des Bogens fortfliegt, und das Wort gehört nicht mehr dem Sprecher, sobald es seiner Lippe entsprungen und gar durch die Presse vervielfältigt worden.

Ich will nicht sagen, die Weiber hätten gar keinen Charakter. Beileibe nicht! Sie haben vielmehr jeden Tag einen andern.

In der Literatur wie im Leben hat jeder Sohn einen Vater, den er aber freilich nicht immer kennt oder den er gar verleugnen möchte.

Mein Wahlspruch bleibt: Kunst ist der Zweck der Kunst, wie Liebe der Zweck der Liebe, und gar das Leben selbst der Zweck des Lebens ist.

Mit Shakespeare kann ich gar nicht behaglich umgehen, ich fühle nur zu sehr, daß ich nicht seinesgleichen bin, er ist der allgewaltige Minister und ich bin ein bloßer Hofrat, und es ist mir, als ob er mich jeden Augenblick absetzen könnte.

Nach den fetten Kühen die mageren, nach den mageren gar kein Fleisch.

Sonderbar, die glückliche Liebe schreibt gar keine Verse, kaum erlaubt sie einem, in Prosa zu schreiben.

Wenn du aber gar nichts hast, ach, so lasse dich begraben - denn ein Recht zum Leben, Lump, haben nur, die etwas haben.

Wenn er sprach, so drang seine Stimme so direkt zum Herzen, als habe sie gar nicht nötig gehabt, den Weg durch die Ohren zu nehmen.

Nicht bloß das Tun, nicht bloß die Tatsache der hinterlassenen Leistung gibt uns ein recht auf ehrende Anerkennung, sondern auch das Streben selbst, und gar besonders das unglückliche Streben, das gescheiterte, fruchtlose aber großmütige Wollen.

Der Brief, den du geschrieben, er macht mich gar nicht bang; Du willst mich nicht mehr lieben, aber Dein Brief ist lang. Zwölf Seiten, eng und zierlich! Ein kleines Manuskript! Man schreibt nicht so ausführlich, wenn man den Abschied gibt.

Henry James

Ich will gar nicht, daß mich jeder mag. Die Zuneigung gewisser Personen ließe mich sogar in der Selbstachtung sinken.

Honoré de Balzac

Dies ganz und gar barocke Kostüm schien als Prüfstein für die Anmut erfunden zu sein und als ein Beweis dafür, daß es nichts Lächerliches gibt, als daß es die Mode nicht heiligen könnte.

Alle Verfehlungen und vielleicht gar alle Verbrechen haben als Grundlage eine falsche Überlegung oder eine ausschweifende Selbstsucht.

Die Frauen wähnen sich im Besitz des Rechtes, uns bisweilen kleine Lügen zu sagen. Gefallen sie sich gar nicht oft darin, Freuden, die sie uns zu machen beabsichtigen, vor uns zu verheimlichen?

Verbrechen stehen stets in einem Verhältnis zu der Reinheit des Gewissens; eine Tat, die für manches Herz kaum einen Fehler im Leben bedeutet, kann für bestimmte lautere Seelen gar wohl die Maße eines Verbrechens annehmen.

Mit fünfzehn existieren weder Schönheit noch Talent: eine Frau ist dann ganz und gar Versprechen. Jetzt war sie achtundzwanzig, in dem Alter, da die Schönheit der Französinnen in ihrem vollen Glanz steht.

Mein Junge, wenn man nicht von Marionetten hinters Licht geführt werden will, muß man ganz und gar in die Bude hineingehen und sich nicht damit begnügen, durch ein Loch in der Wandbekleidung zu schauen.

Die Tugend läßt sich nicht in kleine Stücke schneiden: Man hat sie ganz oder gar nicht.

Wer zuviel beweist, beweist gar nichts.

Immanuel Kant

Der größte Sinnengenuß, der gar keine Beimischung von Ekel bei sich führt, ist, im gesunden Zustande, Ruhe nach der Arbeit.

Der Mangel an Urteilskraft ist eigentlich das, was man Dummheit nennt, und einen solchen Gebrechen ist gar nicht abzuhelfen.

Jean de La Bruyère

Man fürchtet das Alter, obwohl man gar nicht sicher ist, es zu erreichen.

Jean Paul

Für einen von viel Witz und Belesenheit gibt's gar keine Unähnlichkeiten mehr.

Unmittelbar nach der Ausübung eines Amtes - z. B. nach Ende einer Predigt, einer Vorlesung, einer Gassenausrufung - hat der Mensch ein närrisches Gefühl der Selbstausdehnung und kann gar nicht wieder recht zu seiner vorigen kleinen Zusammenfaltung kommen, wie Regenschirme nach dem Gebrauch ausgespannt dastehen.

Das Unmoralische, was man an sich am meisten tadelt, sieht die Welt gar nicht, oder es fällt ihr nicht auf; aber Handlungen, die man vor dem Gewissen auf Kosten des Verstandes verantwortet, trägt die Welt uns als unsittlich nach.

Anfangs verträgt der Autor Lob mit Tadel vermischt. Dann hat er das Lob so oft gehört, daß er ein neues fordert und liebt; und so soll immer mehr vom Tadel aufgehoben werden, bis er gar keinen mehr leidet.

Das Übertreiben liebender Worte macht in der Ehe gar nicht das Übertreiben tadelnder gut, sondern dieses Übermaß vernichtet die Wirkung des andern; von allen Aufwallungen lassen nur die zornigen den dickeren Bodensatz.

Um ein guter Gesellschafter zu sein, ist es sehr gut, etwas zu treiben, was die Gesellschaft selbst interessiert. Daher ist ein Jurist, Kaufmann unter Bürgerlichen an und für sich ein besserer als ein Philosoph oder gar Dichter.

Man glaubt es gar nicht für möglich - daher die Zuversicht -, daß man etwas vergessen werde, wenn man sich desselben eben erinnert.

Johann Peter Eckermann

Die Natur versteht gar keinen Spaß; sie ist immer wahr, immer ernst, immer strenge, sie hat immer recht.

Johann Wolfgang von Goethe

Ein Kranz ist gar viel leichter binden, als ihm ein würdig Haupt zu finden.

Ein Gedicht soll entweder vortrefflich sein oder gar nicht existieren.

Schönheit ist ein gar willkommener Gast.

Wenn ihr das Leben gar zu ernsthaft nehmt - was ist denn dran?

Wenn man alle Gesetze studieren sollte, so hätte man gar keine Zeit, sie zu übertreten.

Wer das Recht auf seiner Seite fühlt, muß derb auftreten: Ein höfliches Recht will gar nichts heißen.

Hoffen und Harren ist gar meine Sache nicht.

Und einmal vor allemal, eine Hierarchie ist ganz und gar wider den Begriff einer echten Kirche.

Die Männer wissen gar viel, wenn sie etwas finden können, was uns, wenigstens dem Scheine nach, herabsetzt.

Gar selten tun wir uns selbst genug; desto tröstender ist es, andern genug getan zu haben.

Gar vieles kann, gar vieles muß geschehn, was man mit Worten nicht bekennen darf.

Der Aberglaube gehört zum Wesen des Menschen und flüchtet sich, wenn man ihn ganz und gar zu verdrängen denkt, in die wunderlichsten Ecken und Winkel, von wo er auf einmal, wenn er einigermaßen sicher zu sein glaubt, wieder hervortritt.

Kluge Leute merken die Absicht; der kluge Gesandte merkte den Willen gar bald und konnte sich weiter erklären.

Gar freundliche Gesellschaft leistet uns ein ferner Freund, wenn wir ihn glücklich wissen.

Es ist mit den Ableitungsgründen wie mit den Einteilungsgründen: sie müssen durchgehen, oder es ist gar nichts dran.

Wer wie ich ein ganzes Leben lang kostbare Zeit und Geld mit der Protektion junger Talente verloren hat, und zwar Talente, die anfänglich die höchsten Hoffnungen erweckten, aus denen aber am Ende gar nichts geworden ist, dem muß wohl der Enthusiasmus und die Lust, in solcher Richtung zu wirken, nach und nach vergehen.

Je älter man wird, desto mehr verallgemeint sich alles, und wenn die Welt nicht ganz und gar verschwinden soll, so muß man sich zu denen halten, welche sie aufzubauen imstande sind.

Man ist sehr übel dran, daß man den Ärzten nicht recht vertraut und doch ohne sie sich gar nicht zu helfen weiß.

Johannes Agricola

Wer zuviel will haben, dem wird gar nichts.

John Adams

In der Politik ist der Mittelweg gar kein Weg.

Karl Kraus

Man glaubt gar nicht, wie schwer es oft ist, eine Tat in einen Gedanken umzusetzen!

Kurt Tucholsky

Das Leben ist gar nicht so, es ist ganz anders.

Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen.

Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht.

Was einer recht auffällig ins Schaufenster legt, das führt er gar nicht.

Man sollte gar nicht glauben, wie gut man auch ohne die Erfindungen des Jahres 2500 auskommen kann.

Leo Tolstoi

Gott dienen? Kann er etwa nicht ohne uns schaffen, was er braucht? Und er kann ja gar nichts brauchen.

Lily Braun

Die großen Tatmenschen haben mit den Mondsüchtigen eins gemein: Sie vertragen es auf ihrem gefährlichen Weg nicht, angerufen, gestört oder gar gewarnt zu werden.

Marcus Tullis Cicero

Sich im Zorne gar nicht besänftigen zu lassen, zeugt von großer Härte, gar zu leicht wieder gut zu werden, von großer Schwäche des Gemüts; indessen wäre doch dieses, als das kleinere Übel, immer noch jenem vorzuziehen.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Wer sich gar zu leicht bereit findet, seine Fehler einzusehen, ist selten der Besserung fähig.

Zwischen Können und Tun liegt ein großes Meer und auf seinem Grunde gar oft die gescheiterte Willenskraft.

Paula Modersohn-Becker

Mir könnte gar nichts Lieberes passieren, als von Zeit zu Zeit sechs Wochen allein zu sein.

Peter Altenberg

Überall gibt es Zuschauer. Das heißt Leute, die sich für etwas interessieren, wofür sie sich gar nicht interessieren.

Peter Hille

Der Mensch weist gar viele Fertigkeiten auf. Darin hat er's am weitesten gebracht: in der Kunst, möglichst wenig Mensch zu sein.

Philip Dormer Stanhope 4. Earl of Chesterfield

Junge Männer neigen dazu, Mißfallen, wenn nicht gar Abscheu und Verachtung für ältere und häßliche Frauen zu zeigen, was ebenso unhöflich wie unklug ist, denn wir schulden dem ganzen Geschlecht eine achtungsvolle Höflichkeit.

Prof. Karl Joachim Marquardt

Den König Perseus kann man im Lateinischen eigentlich gar nicht deklinieren.

Der Bacchus pater ist gar kein Vater, denn erstens hat er gar nicht geheiratet, zweitens hat er gar keine Kinder, und drittens ist er ein ganz junger Mann.

Der Homer ist zu einer Zeit gemacht, wo man wahrscheinlich gar nicht schreiben konnte.

Der Kaiser Tiberius machte also wieder sein berühmtes Gesicht, das heißt: Er sah nach gar nichts aus.

Der Kielbalken eines Schiffes ist so groß, daß einer gar nicht zureicht.

Die Hauptmörderin scheint gar nicht Tiberius gewesen zu sein, sondern die Livia.

Ein Fremder in Rom hatte gar keinen Vater, weil das die Römer nichts anging.

Eine besondere Schwierigkeit der anapästischen Verse liegt darin, daß es eigentlich gar keine anapästischen Verse gibt.

Hier in Ilias Buch 11 erzählt Homer, was eigentlich gar nicht in der Ilias drin steht.

Horaz sagte einmal ragnatae terrae; das kann man aber gar nicht sagen.

Im Tempel wurden außer dem Hauptopfer auch kleine Opfer dargebracht, und die Hauptopfer wurden gar nicht im Tempel dargebracht.

Tyndareus hatte gar keinen Vater, denn nicht alle Menschen haben einen Vater.

Wenn ich die Hölzer vernünftig zeichnen wollte, könnte ich sie gar nicht zeichnen.

Jupiter machte dem Prometheus Vorwürfe wegen seiner Gottlosigkeit, darauf sagte Prometheus: Hör mal, Jupiter, ich will dir mal was sagen, ich gebe auf Götter ganz und gar nichts!

Ägypten ist so leicht zu verteidigen, daß man hernach gar nicht herein kann.

In Prima darf eigentlich gar kein Letzter sein.

Wer keinen Groschen hat, hat gar kein Vermögen.

Ralph Waldo Emerson

Einen Liebesdienst kann man gar nicht zu bald erweisen, denn man weiß nie, wie bald es schon zu spät ist.

Richard Dehmel

Wenn ihr nur stets dieselbe Fistel kräht, zuletzt heißt's doch Originalität Und macht ihr euch auf euerm Mist recht breit, dann heißt es gar Persönlichkeit.

Samuel Butler d.J.

Mit Glauben allein kann man sehr wenig tun, aber ohne ihn gar nichts.

Theodor Fontane

Eine Frau, die nicht rätselhaft ist, ist eigentlich gar keine.

Theodor Herzl

Es gibt Ideen, denen man nicht entrinnen kann. Man engagiert sich, wenn man ja sagt, wenn man nein sagt, und wenn man gar nichts sagt.

Es gibt Ideen, denen man nicht entrinnen kann. Man engagiert sich, wenn man ja sagt, wenn man nein sagt, und wenn man gar nichts sagt.

Thomas Jefferson

Ein Mensch, der gar nicht liest, ist gebildeter als ein Mensch, der nichts außer Zeitungen liest.

Victor Hugo

Wenn man jung ist, kann man den Frauen gar nicht alles sagen, was man empfindet. Später sagt man ihnen auch das, was man nicht für sie empfindet.

Victorien Sardou

Die Mode hat gar nicht mit einem Feigenblatt begonnen, sondern mit Evas Entschluß, ihr Feigenblatt zu verkleinern.

Wilhelm Busch

Er ist verliebt! Laß ihn gewähren, bekümmre dich um dein Pläsier. Und kommst du gar, ihn zu bekehren, wirft er dich sicher vor die Tür.

Ganz richtig, diese Welt ist nichtig. Auch du, der in Person erscheint, bist ebenfalls nicht gar so wichtig wie deine Eitelkeit vermeint.

Gar mancher schleicht betrübt umher; sein Knopfloch ist so öd und leer. Für manchen hat ein Mädchen Reiz, nur bleibt die Liebe seinerseits.

Gar mancher Schwierigkeit entweicht man durch das hübsche Wort Vielleicht.

Gar manches ist vorherbestimmt; das Schicksal führt ihn in Bedrängnis; Doch wie er sich dabei benimmt, ist seine Schuld und nicht Verhängnis.

Gar wunderlich geht's manchmal zu hienieden auf der Erden! Die Suppen, die ein andrer kocht, muß dennoch gegessen werden.

Gar sehr verzwickt ist diese Welt, mich wundert's, daß sie wem gefällt.

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